Wir alle sind unterschiedlich! Lasst auch unsere Fotos bei Facebook & Co. davon erzählen.

  • Deine Bilder-Welt und dein Verkauf:
  • Impulse für eine wahrhaft persönliche Kommunikation

Also. Es ist mal wieder so weit. Ich muss da was loswerden.

Wir alle machen Marketing. Und wir schauen uns um, wie andere es tun. Wir wollen uns eben orientieren.

Bei Facebook sehe ich unzählige Trainer, Berater und Coaches, die sich mit Wohlfühlfotos präsentieren: Sonnenuntergänge, Blumenrabatten und Sonntagskuchen in großer Zahl. Die großen Unternehmen machen es uns vor. Starbucks etwa: Der Coffee-Shop präsentiert sich auf seinem Kanal bei Facebook mit Fotos von schicken, gut gelaunten, jungen Menschen, die sich mit einem Starbucks-Becher in der Hand einen angenehmen Moment gönnen: zusammen oder alleine, zum Feierabend, am Wochenende oder in den Ferien. Die Fotos sind toll gemacht. Sie wecken Sehnsucht. Und wenn mich einer fragt, ob ich das will, sage ich: Na, klar! Der Like-Button ist schnell geklickt.

Wie gut taugt das Vorbild jedoch für Trainer, Berater und Coaches? Nehmen wir mal ein krasses Gegenbeispiel. Vielleicht einen Projektmanager, der notleidende Projekte rettet. In letzter Minute. Wären Wohlfühlfotos das Richtige? Sicher nicht. Ein Auftraggeber würde sich verschaukelt fühlen, hat er doch mit großer Wahrscheinlichkeit schon viele schlaflose Nächte hinter sich gebracht.

Nun ist das Beispiel, zugegeben, sehr extrem. Viele Trainer, Berater und Coaches haben sich tatsächlich eine bessere Lebensqualität verschrieben. Bleibt dennoch die Frage, wie sie sich mit ihren Fotos bei Facebook am besten inszenieren. Ich habe zwei Gedanken dazu:

Wie funktioniert das Verkaufen für dich?

Im Weiterbildungsgeschäft zählen Bekanntheit, eine gute Reputation und Nahbarkeit in der Kommunikation zu Kunden und Interessenten. Gelegentlich muss man auch noch Verständnis für das Angebot wecken.

Mit anderen Worten: Bevor jemand Kunde von dir wird, muss er dich kennen. Er muss das Gefühl haben, dass du ihm helfen kannst und er muss dir vertrauen. Du solltest ihm außerdem sympathisch sein. Auf deine Persönlichkeit kommt es also an und darauf, dass sie erkennbar wird: Kunden suchen Berater, die ihnen ähnlich sind oder die eine Qualität in die Zusammenarbeit bringen, die ihnen fehlt.

Wie gut helfen da wohl Fotos von Sonnenuntergängen und Blumenbeeten?

Fotos bei Facebook: persönlich werden

Du sagst vielleicht: In den sozialen Medien ist die rein fachliche Kommunikation unpassend. Gerade bei Facebook zählt die Unterhaltung. Da bin ich ganz bei dir. Ich frage mich nur, ob diese Melange aus Gesundheit, Natur und Muße nicht wieder eine neue Maske ist, hinter der wir uns verstecken.

Was mich stört, ist die Eintönigkeit. Die Welt ist vielfältig und Kunden finden die unterschiedlichsten Dinge attraktiv: Spiel, Kunst, Neugier, Humor, Ehrgeiz, Tempo, Power, Risiko, Abenteuer, Extravaganz, Rebellion, Stolz und noch viel mehr. Pass auf, dass du dich nicht selbst zum Maßstab nimmst und die richtigen Signale sendest.

Mit diesem Übermaß an Sonnenuntergangs- und Besinnungsfotos fühle ich mich wie im Sanatorium. Sorry, liebe Leute. Dieses Dauer-Kuschel-Programm macht mich ganz stumm.

Eines gebe ich ja zu: Die Fotos, die wir verschicken, geben neuen Kunden einen Ausblick darauf, was sie mit uns gewinnen. Reflexion, Ruhe und Entspannung sind bestimmt attraktive Aussichten. Aber sind es die einzigen? Angesichts der Foto-Welt bei Facebook habe ich manchmal das Gefühl.

Ich wünsche mir mehr Vielfalt. Und Ehrlichkeit. Und Persönlichkeit in der Kommunikation. Die Trainer, Berater und Coaches, die ich treffe, sind bei aller Ähnlichkeit im Angebot sehr unterschiedliche Menschen. Und das würde ich gerne in der Bilder-Welt repräsentiert sehen.

So sehe ich das. Und du?

 

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