Gut gemacht sind Newsletter noch immer ein starkes Werbemittel.

  • Weshalb Newsletter fast das einzige Mittel sind, mit dem Sie Ihre Leistung direkt bewerben können.
  • NoGos und BestPractice.

 

Wenn ich das Wort „Newsletter“ in den Mund nehme, ernte ich ein leises Gähnen: „Newsletter – die liest doch kein Mensch!“

Ich mache andere Erfahrungen und bin damit keineswegs alleine: Marketingfachleute halten Newsletter nach wie vor für das effizienteste Vermarktungsinstrument, das es gibt. Es ist doch so: Welchen anderen Weg wollen Sie wählen?

  • Social Media:
    Sie sind geeignet, um sich bekannt zu machen, nicht aber für den Abverkauf.
  • Pressearbeit:
    Für sie gilt Ähnliches: Mit Pressearbeit können Sie sich bekannt machen und Ihren Ruf als Experte ausbauen. Für den Abverkauf von Leistungen eignet sich Pressearbeit nur in sehr engen Grenzen.
  • Mailings:
    Mailings funktionieren ganz gut, wenn Sie als Absender beim Empfänger namentlich bekannt sind: Und: Sie müssen auf jeden Fall nachtelefonieren.
  • Telefonakquise:
    Ist für viele Trainer und Coachs ein rotes Tuch und überdies für den Verkauf bestimmter Leistungen wie offene Seminare nur bedingt geeignet. Der Aufwand ist sehr hoch. Bei Privatkunden ist der Telefonverkauf verboten.

Aus dieser Sicht erweisen sich Newsletter nach wie vor als leistungsfähiges Mittel, wenn sie gut gemacht sind.

 

No-No-Liste für Newsletter

Ihren schlechten Ruf haben sich Newsletter hart erarbeitet. Auch ich bekomme täglich Post, die ich nie bestellt habe. Ich ärgere mich jedes Mal. Ein Versender schickt mir sogar ZWEI Mails pro Tag! Manche Leute sind einfach penetrant.

 

Ein Verteiler mit Zwangsrekrutierten

Also: Versenden Sie bitte keine Newsletter an Personen, die Ihren Brief nicht bestellt haben. Die Rechtslage ist eindeutig: Das dürfen Sie nicht. Sie setzen sich der Gefahr einer Abmahnung aus und die Gefahr ist real: Gerade hat mir eine Trainerin von fünf Abmahnungen im Gegenwert von rund 4.000 Euro erzählt. Zugleich wecken Sie Verärgerung bei den Menschen, die Sie als Kunden gewinnen wollen – kein guter Anfang für ein Geschäft!

 

Langweilige Inhalte

Ein zweites NoGo sind langweilige Inhalte, wobei die Bewertung so eine Sache ist:

Wenn Sie genau wissen, dass Ihre Kunden einen existenziellen Bedarf an Ihrer Leistung haben oder vor Neugier sterben, dann können Sie eine reine Werbemail versenden. Mit Bedacht habe ich starke Worte gewählt: Bleiben Sie kritisch und malen Sie sich den Bedarf Ihrer Kunden bitte nicht schön!

In den meisten Fällen machen Ihre Leser Ihren Newsletter auf, weil sie sich interessante Inhalte versprechen. Die Werbung nehmen sie in Kauf. Wenn es auch bei Ihnen so ist, hat Ihr Newsletter die Funktion, Ihr Leistungsportfolio bei Ihren Kunden bekannt zu machen, sich in Erinnerung zu rufen und dafür zu sorgen, dass man an Sie denkt, wenn der Bedarf da ist. Zugleich gewinnen Sie natürlich Kunden mit aktuellem Bedarf.

Was Artikel spannend macht

Bleibt die Frage nach den spannenden Inhalten. Gerne möchte ich Ihren Blick auf etwas lenken, was viele übersehen: Das, was Leser jeden Tag erleben, und das, was sie lesen wollen, ist zweierlei.

Sie können als Trainer 20 Jahre lang die Grundzüge der Kommunikation lehren und tun damit wertvolle Arbeit: Immer wieder gibt es Menschen, die das Thema neu erlernen oder aktualisieren wollen. Nur wenn Sie mit Ihrem Newsletter thematisch beim kleinen Einmaleins der Kommunikation bleiben, ist das langweilig.

Menschen lesen Dinge, die für sie neu sind, die inspirieren oder überraschen. Sie wollen ihre Meinungen bestätigt sehen oder diese überprüfen. Journalisten wissen das natürlich nur zu genau und haben deshalb sogenannte Nachrichtenfaktoren formuliert. Nachrichtenfaktoren helfen dabei zu einzuordnen, was lesenswerte und weniger lesenswerte Nachrichten sind.

Hier eine Auswahl für die Weiterbildung: Wie gut ist Ihr Thema?

  • Spricht gerade alle Welt über das Thema? Ist es ein aktueller Dauerbrenner?
  • Welche Relevanz hat das Thema für Ihre Leser? Geht es ihnen unter die Haut?
  • Ist das Thema überraschend?
  • Bearbeiten Sie einen Konflikt, den Ihre Leser ebenfalls erleben?
  • Lädt Ihre Post zur Identifikation ein? Fühlen sich die Leser in ihrem Selbstbild bestätigt?

Sie sollten wenigstens eine Frage mit „Ja“ beantworten können. Gute Artikel schaffen Orientierung und Wissen. Sie haben einen praktischen Gebrauchswert oder sie unterhalten.

 

Textwüsten

Verschicken Sie bitte keine Textwüsten. Das Lesen von Internettexten ist sehr viel anstrengender als das Lesen von Print-Texten. Sehen Sie selbst: Dies ist ein Auszug aus meinem Artikel: „Fünf Gründe gegen das Helfen-Wollen in Training & Coaching

Wenn Hilfsbereitschaft gut und ehrenwert ist, was geht mir dann so gegen den Strich? Ist es die Netzwerk-Kollegin, die noch einen Schlusssatz für Ihren Kundenbrief braucht? Geht es um den Geschäftsfreund, der meine Meinung hören will? Oder um aufrichtiges Engagement für meine Kunden? All das ist es nicht. Auch die zwei Eier, die die Nachbarin für ihren Kuchen braucht, oder die Unterstützung, auf die meine Familie zählen kann, ist es nicht. Mein Thema ist explizit das Helfen Wollen in Coaching und Training.

Schrecklich, oder? So geht es besser:

Mein Thema: Helfen Wollen in Training und Coaching

Wenn Hilfsbereitschaft gut und ehrenwert ist, was geht mir dann so gegen den Strich?

  • Ist es die Netzwerk-Kollegin, die noch einen Schlusssatz für Ihren Kundenbrief braucht?
  • Geht es um den Geschäftsfreund, der meine Meinung hören will?
  • Oder um aufrichtiges Engagement für meine Kunden?

All das ist es nicht. Auch die zwei Eier, die die Nachbarin für ihren Kuchen braucht, oder die Unterstützung, auf die meine Familie zählen kann, ist es nicht.
Mein Thema ist explizit das Helfen Wollen in Coaching und Training.

Mittel zur Strukturierung eines Textes sind zum Beispiel:

  • Überschriften und Zwischenüberschriften
  • Fettungen
  • Numerische Aufzählungen und Bullet Points
  • Einrückungen

Nutzen Sie die Mittel großzügig, Ihr Leser dankt es Ihnen. Schön ist es auch, wenn Sie als Einleitung einen Ausblick auf die Inhalte Ihres Newsletter schreiben. Dann kann der Leser entscheiden, wo er einsteigt.

 

Best-Practice

Negativ-Beispiele habe ich Ihnen genannt. Was macht nun einen guten Newsletter aus?

Ihre Ziele:
Es ist wie überall im Leben: Je genauer Sie wissen, was Sie mit Ihrem Newsletter erreichen wollen, umso genauer können Sie arbeiten, den Erfolg messen und sich verbessern. Machen Sie sich bitte klar, was Sie erreichen wollen. Neben dem direkten Abverkauf bieten sich als Ziele an: Kunden über Ihr Portfolio in Kenntnis setzen und Nachfolgeaufträge generieren, sich in Erinnerung rufen oder den Ruf als Experte sichern.

Ihr Verteiler:
Unterschätzen Sie bitte nicht die Bedeutung eines guten Verteilers. Er ist essentiell. Ein guter Verteiler enthält Adressen von Freiwilligen(!), die aus Ihrer Sicht attraktive Kunden sind.

Ihre Newsletter-Software:
Eine gute Software hat verschiedene Funktionen. Sie unterstützt Sie dabei, rechtskonform Adressen zu gewinnen (Double-Opt-In Verfahren). Die Software hilft Ihnen dabei, Ihren Newsletter attraktiv zu gestalten und sie wertet den Erfolg Ihrer Aussendungen aud. Ein deutscher Anbieter, der bis zu 1.000 Adressen im Monat kostenfrei versendet, ist Newsletter2Go.

Der Versandzeitpunkt:
Mit dem optimalen Versandzeitpunkt müssen Sie ein bisschen experimentieren. Fangen Sie mit einer plausiblen Annahme an und arbeiten sich vor. Nach meiner Erfahrung sind viele Büromenschen montags um 10.00 Uhr in Meetings, Freitag Nachmittag sind sie in Gedanken schon im Wochenende oder sie nutzen die ruhigen Stunden, um konzentriert zu arbeiten. Nur für Newsletter sind sie dann nicht mehr offen.

Suchen Sie nach Unterstützung? Dann schauen Sie doch mal hier nach: Newsletter Service.

 

 

Was Sie außerdem interessieren könnte