Wann lohnt es sich, eine Marketing Agentur zu buchen? Von Zeit, Budget und Know-how.

  • Fünf Gründe, das Marketing abzugeben
  • und Tipps zum Selbermachen.

„Soll ich mir einen Dienstleister für mein Marketing suchen?“, fragte eine Teilnehmerin auf dem CoachesDay in Hamburg. Eine spannende Frage an eine Marketing-Beraterin ;-). Ich versuche dennoch eine möglichst objektive Antwort.

Kosten

Arbeitet Ihre Marketing Agentur zu einem Stundensatz unterhalb Ihrer kalkulatorischen Kosten, dann sollten Sie Ihr Marketing auf jeden Fall abgeben. Das ist schlicht ein Gebot der Wirtschaftlichkeit.

Wenn Sie zum Beispiel 100.000 Euro im Jahr umsetzen, sich an den Wochenenden freinehmen und außerdem vier Wochen Urlaub gönnen, dann kommen Sie auf 221 Arbeitstage pro Jahr. Ihr kalkulatorischer Stundensatz liegt bei einem Acht-Stunden-Tag bei ungefähr bei 52 Euro.

Ist Ihre Marketing Agentur günstiger als Sie, dann geben Sie die Aufgabe ab und gewinnen Zeit für ertragreichere Aufgaben.

Zeitersparnis

Nun sind rund 50 Euro pro Stunde nicht viel. Ihre Agentur verlangt vermutlich deutlich mehr. Wie rechtfertigen sich die höheren Stundensätze?

Ist Ihre Agentur schneller fertig ist als Sie, geht die Rechnung dennoch auf. Stoppen Sie ruhig einmal die Zeit: Wenn Sie etwa vier Stunden für einen Artikel benötigen, Ihre Agentur jedoch in zwei Stunden fertig ist, dann ist ein Stundenhonorar von 100 Euro noch immer wirtschaftlich. Indem Sie diese Aufgabe abgeben gewinnen, Sie Zeit für Dinge, die Sie wirklich gut können und Sie voran bringen.

Wie lange brauchen Sie für eine Aufgabe und wie nimmt sich im Vergleich dazu das Angebot Ihrer Marketing Agentur aus?

Expertise einer Marketing Agentur

Ob Blog- oder Fachartikel, Newsletter, Mailings oder Facebook-Post: Jede Textform funktioniert anders und hat ihre eigenen Erfolgsregeln. Und das ist noch nicht alles: Zu einem vernünftigen Marketing gehören Positionierung, Kommunikationsplan und eine Erfolgskontrolle. Von SEO, Design und Fotos will ich gar nicht erst anfangen.

Schon ein hauptberuflicher Marketingberater hat zu tun, wenn er in Sachen Marketing up to date bleiben will. Für Trainer, Berater und Coaches ist die Aufgabe ungleich schwieriger. Schließlich haben sie sich für die Weiterbildung selbstständig gemacht. Das Marketing ist eine Aufgabe der Selbstständigkeit neben vielen anderen.

Soll ein Trainer, Berater oder Coach also alles abgeben? Die Welt in schwarz-weiß zu malen, davon halte ich wenig. Wer sagt denn, dass Sie Ihr Marketing komplett auslagern oder alles selbst machen müssen?

Unter den vielen Aufgaben gibt es vielleicht einige, die Ihnen sogar richtig Spaß machen. Wenn Sie zum Beispiel gerne texten und regelmäßig Artikel veröffentlichen wollen, dann kann es sich lohnen, sich mit guten Texten zu beschäftigen.

Aussichtsreiche Kandidaten für das Do-it-yourself und den Aufbau eigener Kompetenz finden sich besonders unter den regelmäßig wiederkehrenden Aufgaben.

Ausgewachsene Unlust

Die Einsicht in die Notwendigkeit ist gegeben, doch der innere Schweinehund übernimmt das Ruder: Bevor Sie den blöden Artikel schreiben oder zum langweiligen Netzwerk gehen, fallen Ihnen tausend Dinge ein, die Ihnen wichtiger sind. Wenn jemand „keine Zeit“ sagt, bedeutet das oft „wirklich überhaupt keine Lust“.

Prüfen Sie genau, ob Sie die Dinge, die Sie nicht mögen, wirklich brauchen. Vielleicht gibt es Alternativen, die Ihnen näher liegen?

Wenn Sie sich trotz ausgeprägter Unlust für einen ungeliebten Weg entscheiden, ist es wahrscheinlich besser, sich von einer Agentur unterstützen zu lassen. Andernfalls droht die Aufgabe bis zum Sankt Nimmerleinstag liegen zu bleiben.

Wirklich schwierige Aufgaben

Hier denke ich vor allem an die Positionierung. Die eigenen Wünsche und Gedanken zu sortieren und sie aus der Außensicht zu betrachten, ist wirklich schwierig. Auch als langjährige Positionierungsberaterin hole ich mir dazu Unterstützung ein.

Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Weshalb entscheiden Sie sich für Unterstützung – oder dagegen? Ich freue mich, wenn Sie mir schreiben!

 

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