SEO-Ranking-Faktoren ändern sich heute rasend schnell. Wo du aktuelle Informationen findest und welche Frage ganz am Anfang steht.

  • Weshalb deine SEO-Optimierung mit der Frage nach deiner Strategie für die Kundengewinnung beginnt
  • und weshalb dir in manchen Fällen das Ranking völlig egal sein kann.

In den letzten Wochen sind mir wilde Gerüchte in Sachen SEO-Optimierung über den Weg gelaufen: Einer hat seine Website mit X verschiedenen Begriffen gefüttert. Ein anderer will eine Spitzenposition alleine aufgrund seiner statischen Website erreichen – und das bei einem hart umkämpften Begriff. Ein dritter glaubt, bereits die Mitgliedschaft in den Social Media würde sich als Ranking Booster auszahlen. Und noch einer hat mir zugeraunt, die Arbeit mit Suchbegriffen sei inzwischen völlig obsolet.

Unbedingt aktuelle Quellen benutzen

Teile davon waren einmal wahr, doch sie sind überholt. Gerade in letzter Zeit ändern sich die Ranking-Faktoren in enormem Tempo. Mein erster Tipp lautet deshalb: Wenn du deine Website SEO-optimieren willst, suche dir zuerst aktuelle Informationen, zum Beispiel hier:

  • Der SEO-Startleitfaden von Google: Einführung in die Suchmaschinenoptimierung. Ein toller Einstieg, auch weil er einfach und gut verständlich geschrieben ist.
  • Searchmetrics hat sich mit SEO-Analysen einen Namen gemacht. Jährlich erscheint eine Studie mit dem Titel „Rebooting Ranking-Faktoren Google.de“, so auch 2016.
    Drei aktuell zentrale Aussagen sind:
    – Ranking-Faktoren sind nicht mehr pauschal, sondern individuell.
    – Individuelle Content-Relevanz entscheidet über Ranking-Positionen.
    – Gute Technik ist Grundvoraussetzung für gute Rankings .
  • Auch Sistrix untersucht laufend die Änderungen im Google-Algorithmus und ihre Auswirkungen auf das Ranking von Websites. Wenn du Antworten auf konkrete Fragen suchst, ist dies deine Adresse: Frag Sistrix.

Was genau sind deine Ziele?

Mach dir jenseits dessen klar, was genau deine Ziele sind. Du willst in den Suchergebnislisten von Google ganz oben stehen? – Na klar, aber mit welchen Suchbegriffen? Und wie gewinnst du deine Kunden?

Der offensichtliche Suchbegriff

Wenn du zum Beispiel als Business Coach arbeitest, dann liegt der Suchbegriff „Business Coaching“ nahe.
Dumm nur, dass genau dieser Begriff einem ungemein hohen Wettbewerb ausgesetzt ist. Die Suchanfrage bei Google liefert dir 17 Millionen Treffer. Wenn du einen vorderen Platz erobern willst, musst du dich mit Wikipedia, einigen sehr gut gepflegten Websites von Wettbewerbern und Ausbildungsstätten sowie dem Handelsblatt auseinandersetzen.

Ein Platz auf der ersten Seite ist schon ausgesprochen attraktiv. Aber hast du die Ressourcen und den Willen, dich auf dieses Kräftemessen einzulassen?

Der Nebenbegriff

Wenn nicht, dann versuche es mit einer Spezifizierung deines Kernbegriffs wie „Business Coaching Hamburg“. Hier hast du zwar noch immer 800 TSD Treffer, aber das sieht doch schon viel besser aus. Oder willst du es mit „Business Coaching Führungskräfte“ versuchen? Dann umgeben dich „nur“ noch 360 TSD Treffer.

Wenn du mit spezifizierten Begriffen arbeitest, suche nach solchen, die häufig genug gesucht werden, und zu dir passen. Diese Strategie ist pragmatisch und weit verbreitet. Deine Annahme zur Kundengewinnung lautet hier: Dein Kunde sucht Unterstützung; deshalb recherchiert er bei Google. Wenn er dich findet und deine Website überzeugt, nimmt er Kontakt zu dir auf.

Fragen deiner Leser

Die dritte Alternative folgt einer ganz anderen Strategie: Oft sind Fragen aus dem Alltag deiner Kunden echte Besuchermagnete. Schreibe dazu Artikel und veröffentliche sie auf deiner Website. Bei mir zum Beispiel steht seit Jahren der Artikel „Offene Seminare vermarkten“ ganz oben.

Besucher, die deine Artikel-Themen recherchieren, sind nicht in erster Linie auf der Suche nach deiner Leistung. Jedenfalls nicht direkt.

Deshalb muss es dein Ziel sein, deine Besucher an dich zu binden und dafür zu gewinnen, deinen Newsletter zu abonnieren. Wenn sie dich kennen und Vertrauen zu dier gefasst haben, werden sie zu Kunden. Willst du mehr dazu wissen? Schau mal hier: Inbound Marketing.

Wenn du dieser Strategie folgst, versuche Begriffe zu finden, die jenseits deiner Kernbegriffe liegen, und doch mit deiner Arbeit zu tun haben (mehr dazu: Besucher gewinnen, Kunden verstehen).

Vernetzung

Ein gut vernetzter Partner, der deinen Artikel empfiehlt und in sein eigenes Netzwerk weiterreicht, kann dir viele Besucher einbringen. Das Gute hier: Die Besucher kommen mit einer Leseempfehlung auf deine Website. Allerdings sind auch hier die Besucher nicht in erster Linie auf der Suche nach deinen Leistungen und du musst versuchen, sie an dich zu binden. Doch immerhin: Du machst dich bekannt.

Wenn du dieser Strategie folgst, steht und fällt deine Sichtbarkeit mit deinem Netzwerk.

Es ist dir völlig egal

Das gibt es auch, wenngleich selten: Wenn du dich zum Beispiel dafür entschieden hast, deine Kunden konsequent per Telefonakquise und Anzeigen zu gewinnen, kann dir das Ranking bei Google weitgehend egal sein. Dein Interessent muss dich nur unter deinem Namen finden – was meist gelingt, außer du trägst einen verbreiteten Namen und hast viele Namensvetter.

Bevor du dich also in die SEO-Optimierung stürzt, mach dir klar, wie du deine Kunden gewinnst (mehr dazu: Wie viel Web darf es für dich sein?), und passe deine SEO-Strategie daran an.

Ich wünsche dir viel Erfolg!

 

 

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