Deine Positionierung kommunizieren: Wie sie sich in deinen Blog-Themen widerspiegelt

  • Wie du deine Positionierung in deine Kommunikation überführst
  • und wie deine Themenwahl dein Bild in der Öffentlichkeit prägen.

Eine gute Positionierung ist wichtig: Der Gedanke ist bei Trainern und Beratern inzwischen fest verankert. Stellen wir uns also vor, du warst gerade in einer Beratung. Wie wird deine Positionierung jetzt in deiner Kommunikation lebendig?

Ein Thema, zwei Redaktionspläne

Als Beispiel stelle ich dir zwei Rhetorik-Trainer vor: Der eine setzt sich dafür ein, dass sich seine Kunden auf der Bühne wohl fühlen. Sein Redaktionsplan für die nächsten Monate sieht so aus:

  • Gut gestimmt auf der Bühne
    Kleidung, Stimmschule, Lockerungsübungen und was du außerdem für dein Wohlbefinden tun kannst.
  • Hilfe, ich kriege keine Luft!
    Den Atem kontrollieren, auch wenn du aufgeregt bist.
  • „Was tun, wenn ….“
    Störungen und Störenfriede einhegen.
  • Das bleibt besser in der Klamottenkiste!
    Was man sich so erzählt: Empfehlungen und Gemeinplätze, die dir sicher nicht helfen.
  • Lach mal!
    Pannen und Pleiten großer Redner.
  • Strömungen und Erwartungen unserer Kultur
    Wie wir uns selbst das Leben schwer machen.
  • Ein sympathischer Auftritt hat viele Gesichter
    Was ist dein Sympathie-Potential?

Der andere Trainer stellt die Wirkung in den Vordergrund. Seine Themen lauten:

  • Prezi, Flip-Chart oder PowerPoint
    und ihre Wirkung für dein Image.
  • Der Auftritt beginnt vor dem Auftritt
    Ein professionelles Setting erzeugen.
  • Kontakt zum Publikum herstellen
    Sympathisch wirken bei 12, 50 und 500 Gästen.
  • Manager, Einkäufer und Anwender erreichen
    Positionen verstehen und überzeugende Argumente entwickeln.
  • Spannung im Vortrag
    Die besten Tipps von Hitchcock und anderen Regisseuren.
  • Sprechen ins Mikrofon
    Was du für einen guten Klang tun kannst.
  • Weniger ist mehr
    Den Inhalt dimensionieren.

Die laufende Kommunikation prägt dein Image

Dein Image entsteht heute weitgehend in der Bewegung. Ich hoffe, das Beispiel macht deutlich, was gemeint ist. Deine Website ist nach wie vor ein wichtiger Anker deines Auftritts im Netz. Doch es wächst die Zahl der Menschen, die die statischen Seiten deiner Website nur einmal besuchen, und sich anschließend vor allem deinen Artikeln und deinem Auftritt in den Social Media zuwenden. Ich hatte schon einmal darüber geschrieben: Die Bedeutung deiner Homepage sinkt.

Das, worüber du laufend sprichst, prägt dein Bild in der Öffentlichkeit, und die Vorstellung davon, was du anbietest.

Die Aufgabe heißt deshalb nicht, irgendwie Artikel-Ideen für dein Blog und Postings zu finden, sondern Inhalte, die deine Positionierung widerspiegeln.

Praxistipp: Themenkreise für dein Blog entwerfen

Kreativ zu arbeiten, funktioniert für jeden anders. Ich fahre gut damit, meine zentrale Idee in die Mitte eines Blatts zu schreiben, und die Ideen um das Zentrum herumzugruppieren. Bei der Ideensammlung arbeite ich lieber mit Papier als mit dem Rechner.

Gute Themen sind oft solche, die sich einem Detail widmen. Unseren beiden Rhetorik-Trainern würde es sicher leicht fallen, die zwölf wichtigsten Stilmittel der Rhetorik zusammenzustellen. Doch sie würden mit ihrem Artikel an der Oberfläche bleiben und er hätte wenig mit ihrer Positionierung zu tun.

Interessanter wäre etwa ein Artikel darüber, wie ein prominenter Sprecher ein Stilmittel benutzt und was er damit bewirkt. Oder wie man sich mit einem Stilmittel vertraut macht und nach und nach in das eigene Programm aufnimmt.

In der ersten Kreativ-Runde entstehen mehr oder weniger gute Ideen. Lass sie ruhig ein oder zwei Tage liegen und prüfe mit etwas Abstand, was Bestand hat: Zahlen deine Artikel-Ideen auf deine Positionierung ein? Super, dann bist du ja jetzt gerüstet.

Wie entwickelst du deine Themen? Ich freue mich über Tipps von dir!

 

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