Oder: Wieviel lässt sich im Voraus planen?

Beitrag zur zielbar-Blogparade „Besser bloggen“ . Ich schreibe von meinem Social Media-Auftritt als Ganzes und hoffe, die Themenerweiterung ist in Ordnung.

Kurz vorgestellt: Wer ist quiVendo?

Ich bin PR-Beraterin für Trainer, Berater und Coaches – Menschen also, die in der Erwachsenenbildung unterwegs sind und das überwiegend als Einzelkämpfer. Zwischen 30.000 und 70.000 Trainer soll es in Deutschland geben. Die Spannweite lässt erahnen, wie unübersichtlich der Markt ist.

Eine klare, zugespitzte Positionierung ist mehr als ratsam. Über Jahre haben wir Marketer in der Weiterbildung für die Positionierung geworben – ach, was sage ich: Wir haben uns den Mund fusselig geredet. Doch bis heute ist die Zahl der Trainer und Berater groß, die sich lieber schön bedeckt halten und in der Masse untertauchen.

Für alle anderen mache ich Positionierungsberatung, Texte für die Website, Online- oder Newsletter-Artikel sowie Netzwerk- bzw. Social Media Beratung.

Fokus im Blog: Der Trainer als Marke

Die Trainer und Berater sind in der Masse längst nicht positioniert, da hat sich das Marketing-Rad weiter gedreht: Weiterbildner, die ein Führungskräfte- oder Vertriebstraining sauber aufsetzen können, gibt es zuhauf. Auch ein Branchenfokus ist kein Mittel der Positionierung mehr, höchstens eins der Eingrenzung. Der Wettbewerb ist immer weiter gestiegen, deshalb tritt die Persönlichkeit des Trainers oder Beraters in den Fokus – für Marketing- und PR-Leute keine Überraschung. Profil, Vereinfachung, Konsistenz, Prägnanz, Nähe und Bekanntheit sind Schlagworte, die in dem Moment fallen. Das soll sich in meinem Blog mehr als vorher widerspiegeln.

Tweets gesucht: quiVendo-Präsenz als Testlabor

Was für meine Kunden gilt, gilt auch für mich: Wie präsentiere ich mich eigentlich: Bin ich nah, um ein Beispiel zu nennen? Seit vier Jahren gehen der Mann an meiner Seite und ich zum Tanzen. Davon habe ich noch nie erzählt. Ich will wissen, was passiert, wenn man’s tut.

So spektakulär hört sich die Aufgabe nicht an: Es gibt Dutzende von Ratgebern, viele Kollegen haben von ihren Erfahrungen berichtet. Meine Hürde ich eine andere und sie gilt genauso für meine Kunden: Das Eigen-Marketing ist etwas, was neben dem Kerngeschäft passieren muss. Wie also komme ich zu farbigen, spannenden, lesenswerten Inhalten, wenn der Alltag galoppiert, wenn das Telefon klingelt, wenn die Kunden rufen? Ich weiß ja nicht, wie es anderen ergeht: Wenn bei mir so richtig Dampf im Kessel ist, fällt mir ein netter, spontaner Tweet einfach nicht mehr ein. Dann bin ich mit dem Kopf an anderer Stelle.

Nicht das Verstehen ist die Hürde, sondern die Umsetzung

Mein Idealbild ist anders als das, was ich auf meinen Social Media-Kanälen tue. In diesem Jahr versuche ich es mit mehr Planung. Am Wochenende habe ich einen Redaktionsplan für mein Blog geschrieben. Außerdem gibt es einen Plan für Twitter und Google+, denn das sehe ich schon kommen: Eine gute Mischung aus Leseempfehlungen, Eigen-Produktionen, Statusmeldungen und Angeboten aus dem Handgelenk zu schütteln, wird mir nicht gelingen.

Ob ich es schaffe, ein fachlich und persönlich stimmiges Bild via Blog, Twitter, Xing und Google+ zu zeichnen? Geplant und koordiniert? Durchgängig? Lebendig? So, dass ich es als Modell für meine Kunden anbieten kann?

Mir ist es schon öfter passiert, dass ich meine eigenen Artikel-Ideen vier Wochen später fade fand. Auch jetzt bin ich ja von meinem Plan abgekommen und nehme an der Blogparade teil …. Wie es mir wohl mit meiner eigenen Vorgabe ergehen wird?

Die Welt dreht sich. Ständig gibt es Neues, gerade in den Social Media. Spontan auf eine Gelegenheit zu reagieren, schlägt sich im Text nieder. Er wird temporeicher und der Leser spürt das Herzblut. Enge Bekannte von mir lesen in meinen Artikeln meine Stimmung beim Schreiben. Andererseits wird die Kommunikation ohne Planung ziellos. Besonders bei Twitter fällt mir das auf: Es gibt Leute, die ich schon seit Jahren kenne und begleite, von denen ich aber nicht so ganz genau weiß, mit welchem Anliegen ich mich an sie wenden dürfte. Für den geschäftlichen Einsatz von Twitter ist mir das zu unbestimmt.

Wird meine Kommunikation so geplant unecht und steif? Wahrscheinlich werde ich meine Listen als Mustervorlagen benutzen und an den Moment anpassen. Mehr kann ich noch nicht sagen. Wir sollten in einem Jahr nochmal reden.

Meine drei (Social Media) Vorsätze lauten:

  • Den Themenfokus auf meinem Blog verschieben
  • Beliebigkeit vermeiden
  • Die Balance finden zwischen Planung und Spontanität

Zum Schluss mein Tipp: Lassen Sie sich zu einem Vortrag verpflichten. Für Ihr Blog gewinnen Sie auf jeden Fall etwas: Wenn Sie sich ein neues Thema erarbeiten, kommen Sie inhaltlich einen Schritt weiter und haben neuen Stoff zum Darüber-Schreiben. So oder so können Sie Ihr neues oder altes Thema bei den Zuhörern testen. Auch die Reaktionen inspirieren zu neuen Blog-Ideen.

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