Wenn du dich beim Schreiben befangen fühlst: Daran könnte es liegen.

  • Wie es kommt, dass du mit deinen Texten nie das erreichst, was du dir vorstellst
  • und was du tun kannst, um besser zu schreiben.

Wieso bringe ich keinen Artikel aufs Papier?“ Meine Kundin ist ehrlich entnervt. „In der Schule konnte ich doch gut Aufsätze schreiben!“

In der Schule lernen wir lesen und schreiben, dazu Grammatik und Rechtschreibung. Ein paar Textformen stehen ebenfalls auf dem Programm. Das Publikum ist klein. Es gibt genau einen Leser: Es gilt, deinen Lehrer oder deine Lehrerin zu überzeugen.

Gute Blog-Artikel funktionieren auf verschiedenen Ebenen

Einen Blog-Artikel zu schreiben, ist eine ungleich vielschichtigere Aufgabe. Für diese sechs Ebenen musst du eine Antwort finden:

Besser schreiben lernen bedeutet, …

Themen wählen

Anders als in der Schule gibt dir keiner dein Thema vor. Für viele Weiterbildungsprofis liegt genau darin eine Hürde: Sie wissen unglaublich viel. Dafür werden sie eigens gebucht. Wo also sollen sie anfangen zu schreiben?

Wenn du besser schreiben willst, dass musst du dir zuerst darüber klar werden, was deinen Kunden unter den Nägeln brennt und wo du sie abholst.

Deinen Stil bilden

Dein Artikel sollte gut zu lesen sein, möglichst sogar spannend. Vielen Blog-Autoren ist dies ein Anliegen, und zwar zu Recht: Dein Lehrer musste deine Aufsätze von Berufswegen lesen. Deine Blog-Leser hingegen sind frei.

Mehr noch: Jeden Tag stehen sie vor einer riesigen Auswahl an Artikeln, Podcasts und Videos. Nur einen Bruchteil können sie ansehen oder lesen. Schreibe also besser gut, denn gegen diese Flut musst du dich behaupten (siehe auch: Blog-Artikel mit Sogwirkung).

Deine Haltung zum Leser klären

Die Bedeutung des „Nasenfaktors“ ist in der Weiterbildungsszene hinlänglich bekannt: Jeder Trainer, Berater und Coach sollte sich mit seiner Persönlichkeit zeigen – gerade in Blog-Artikeln.

Doch was bedeutet das? Reden wir mal praktisch: Sollte jeder von uns aus seinem Privatleben plaudern? Seine Ängste, Sorgen und Alpträume offenlegen? Jeden neuen Kundentermin bejubeln?

Wo ziehst du deine Grenzen? Woran erkennst du einen professionellen Auftritt? Und was interessiert dein Publikum überhaupt? Dazu musst du eine Position finden.

Deinen Artikel verlockend präsentieren

Deinen Artikel musst du so aufbereiten, dass deine Leser auf ihn aufmerksam werden und Lust haben, ihn zu lesen. Eine reizvolle Überschrift und ein packendes Intro sind also Pflicht. Auch das war in der Schule kein Thema (siehe auch: Gute Textanfänge für deine Blog-Artikel).

Die Mechaniken im Online-Marketing verstehen

Welche Schlagwörter lohnen sich für dich? An welchen Stellen bringst du sie in deinen Artikeln unter – damit sie einerseits von den Suchmaschinen honoriert werden zugleich aber nicht deine Leser stören? Auch das ist wichtig für deinen Erfolg als Blog-Autor.

Deine Kundengewinnung im Blick behalten

Schließlich willst du, dass sich deine Artikel positiv auf dein Auftragsbuch auswirken. Inwieweit führen deine Artikel also zu deinem Angebot und wie stellst du dir deinen Verkaufsprozess vor?

Du siehst: Es gibt Fragen über Fragen. Und die wenigsten davon werden im Deutsch-Unterricht beantwortet.

Schneller, spannender, selbstbewusster schreiben lernen

Wenn du dich mit deinen Artikeln unwohl fühlst, ist das also kein Wunder. Mit diesen beiden Einsichten finden Neu-Autoren meist einen leichteren Zugang zu ihren Artikeln:

Wer bist du als Autor?

Ob du Artikel schreibst, Videos drehst oder sonst auf die Bühne kletterst: Du musst deinen Stil finden.

Etwas Vergleichbares erlebe ich zurzeit selbst. Mehr und mehr komme ich hinter meinem Schreibtisch hervor und gebe Workshops: Was passt zu mir, wenn ich da vorne stehe? Was nehmen mir die Gäste ab? Wie schaffe ich eine Verbindung zu ihnen? Wann denke ich selbst, dass mein Auftritt erfolgreich war?

„Übung macht den Meister“, flüstern mir Kollegen und Freunde zu. Stimmt. Es wird mit jedem Mal besser. Beim Schreiben ist es ebenso. Die Übung macht’s. Sei einfach darauf gefasst, dass es so ist (siehe auch: Die Textqualität bewerten).

Handwerk und Struktur

Weiter oben hatte ich dir die Ebenen eines Artikels vorgestellt. Viele Neuautoren versuchen nun, ihre Artikel in einem Rutsch zu schreiben und alle Aspekte gleichzeitig zu bedenken.

Das ist harter Tobak und geht selten gut: Meist korrigieren die Autoren ihre Texte unzählige Male und bleiben am Ende unzufrieden. Sie haben eine bestimmte Vorstellung vom Ergebnis: Doch ihr Schrieb ist nicht das, was sie zu Beginn im Kopf hatten.

Was hier fehlt, ist ein guter Plan. Er führt dich durch den Schreibprozess, sodass du dich immer auf eine Aufgabe konzentrieren kannst. Dies entlastet mental und führt zu einem besseren Gesamtergebnis.

Dieses „ich kann nicht schreiben“ ist weit verbreitet. Ich bezweifele, dass immer ein echter Mangel an Begabung vorliegt. Mit dem richtigen Mindset und passenden Methoden kommst du in der Alltagstexterei ziemlich weit. Schreiben ist zum großen Teil Handwerk. Ich hoffe, ich kann dich ermutigen: Wenn du besser schreiben lernen willst, lass dich nicht aufhalten.


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