So stellst du sicher, dass du als Blogger am Start direkt den richtigen Kurs einschlägst.

  • Der Grund, weshalb viele Interessierte das Bloggen vor sich herschieben
  • und wie du die Hürde nimmst.

Alle Welt bloggt, so scheint es. Nur du nicht. Im Stillen ärgerst du dich. Schon lange willst du mit einem Blog starten, doch du findest keinen Einstieg. Weshalb klappt das nicht?

Kann sein, dass du in der gleichen Schleife steckst wie einige Kollegen von dir, mit denen ich in den letzten Wochen gesprochen habe: Nicht nur für Unternehmen ist die Welt unübersichtlicher geworden. Auch Weiterbildungsprofis sehen sich einer Fülle von Möglichkeiten gegenüber: Blogs, LinkedIn, Facebook, YouTube, Podcasting, Webseite, Kurse. Klingt alles spannend. Nur wo fängt man da an?

Die größte Hürde

Im Netz findest du zahlreiche Artikel unter der Überschrift: „Mit dem Bloggen anfangen“. Die Kollegen empfehlen etwa, sich zu Beginn mit anderen Bloggern zu vernetzen und viel zu kommentieren. Das ist eine gute Idee. Bleibt nur die Frage, mit welchen Blog-Partnern du dich vernetzt: Wer passt zu dir und deinen Themen?

Ich bin kein Freund davon, einfach loszulaufen. Sicher gibt es eine Phase des Ausprobierens, Experimentierens und Lernens. Doch die richtige Himmelsrichtung sollte es schon sein.

Letztlich kommst du nicht darum herum, dich selbst zu klären. Nach meiner Beobachtung ist das die größte Hürde: Wofür stehst du? Und was interessiert deine Kunden wirklich?

Herausfinden, was deine Kunden bewegt

Bevor du lange am Schreibtisch grübelst: Der einfachste Weg ist, Kunden oder mögliche Kunden direkt zu fragen: „Was hindert dich daran, xyz zu tun?“ Füge das Thema ein, dass du voranbringen willst.

Zum Beispiel:

  • Projektmanagement: „Was hindert dich daran, agil zu arbeiten?“
  • Führungskräfte-Coaching: „Was hindert dich daran, mit jedem deiner Mitarbeiter wöchentlich einmal zu sprechen?“

Du bist Kommunikationsprofi genug, um zu wissen, dass die erste Antwort selten die entscheidende ist und dass ein solches Gespräch eine vertrauensvolle Atmosphäre braucht.

Ein guter Start für dein Blog – und deine Kommunikation insgesamt

Die Mühe lohnt sich. Jenseits der immer gleichen Wünsche wie „Zeit sparen“ oder „Kosten senken“ findest du auf die Art „Bauchschmerzen“ deiner Kunden, für die du eine Lösung anbieten kannst.

Selbst wenn du feststellst, dass du die Probleme und Hürden deiner Kunden tatsächlich längst kennst, machst du dir das Wording deiner Kunden bewusst. Nimm es auf. Die Fragerunde ist der Auftakt für eine Kommunikation, bei der sich deine Kunden von Herzen verstanden und gut aufgehoben fühlen. (Lies auch: Deinem USP auf der Spur: Frag mal deine Kunden)

Nach den Gesprächen mit deinen Kunden weißt du, worüber du reden solltest, wie du die Worte wählst und was deine Kunden wirklich interessiert. Das gewaltige Rauschen in Netz sortiert sich für dich.

Es ist so ähnlich wie im Supermarkt: In jedem durchschnittlichen Geschäft gibt es Tausende Produkte. Du hast im Lauf der Zeit ausprobiert und für dich entschieden, was du magst. Dein Blick ist deshalb gerichtet und du kommst trotz der Fülle des Angebots einigermaßen zügig zur Kasse.

So ist es auch im Netz. Mit deiner Interview-Aktion hast du übrigens nebenher deine Kommunikation als Ganzes vom Kopf auf die Füße gestellt. Du findest Klarheit für deine Webseite, für die Bewerbung deiner Angebote, Vortragsthemen und anderes mehr.

Tipps für dein Warm up als Blogger am Start

Bis hierher bist du dir über deine Themen und Botschaften klarer geworden. Jetzt musst du nur noch entscheiden, wie du sie in die Welt schickst.

Ein erfolgreicher, jedoch einsamer Blogger ist in der Praxis schwer vorstellbar. In einer „Pre-Blogger-Phase“ oder unmittelbar am Start dein Netzwerk auszubauen, ist deshalb eine gute Idee. Du hast etwas zu geben, das alle haben wollen: Das größte Geschenk im Netz ist die Aufmerksamkeit. Das erklärt, weshalb sich Blogger über Kommentare so sehr freuen. Mit Kommentaren fällst du positiv auf und der erste Schritt zu einer neuen Bekanntschaft ist getan. Wenn du den Weg beschreiten möchtest, findest du hier Vorlagen und Ideen: Blog-Kommentare schreiben.

Ergänzend bietet es sich an, auf einer Plattform aktiv zu werden: Facebook, Instagram oder LinkedIn sind in den meisten Fällen gut für den Start. Die Verlockung ist groß, alles gleichzeitig zu versuchen. Doch auf den Social Media-Plattformen gilt das Gleiche wie im Yacht-Club oder im Tennisverein: Du solltest regelmäßig präsent sein, damit sich die Leute an dich erinnern. Bevor du überall ein bisschen bist und nirgends richtig, entscheide dich lieber für eine Plattform.

Diese Warm up-Phase vor dem Bloggen im engeren Sinn ist gut investierte Zeit: Du knüpfst Kontakte und du machst dich mit dem Leben im Netz vertraut. Wenn der Tag gekommen ist, an dem du als frischgebackener Blogger am Start deinen ersten Artikel Blog publizierst, hast du ein sehr viel genaueres Gefühl, wohin du deinen Artikel entlässt. Dann ist der Schritt weniger überwältigend.