Textqualität – einen Text bewerten

Textqualität – einen Text bewerten

Seit vielen Jahren gehört der Artikel „Die Textqualität bewerten“ zu den Top-Titeln auf meinem Blog. Viele Tausend Leser und Leserinnen wollten wissen, was „Textqualität“ im Content-Marketing eigentlich bedeutet. Sie wollen Ziele erreichen: sich einen guten Namen aufbauen. Bekannt werden. Kunden überzeugen. Du auch? Worauf solltest du also achten?

Die Welle um die KI-erzeugten Texte lädt ein, die Frage neu zu stellen.

Was ist das Besondere an Artikeln im Content-Marketing?

Wir als Anbieter wollen, dass Kunden unsere Leistungen buchen. Damit sie dies tun:

  • Müssen Sie wissen, dass es uns gibt und wie wir ihnen helfen können.
  • Sie wollen sicher sein, dass sie mit uns an ihr Ziel kommen
  • und dass wir gute Typen sind, mit denen sie gerne zusammenarbeiten.

Es geht also um die Kenntnis unserer Existenz, um das Angebot, die Sicherheit und die Sympathie. Content-Marketing erlaubt es uns, Antworten zu geben und uns als Person zu zeigen.

Eine hohe Textqualität zeigt sich darin, dass du in deinen Texten zugleich fachliche und emotionale Fragen beantwortest.

Ausschließlich sachliche Texte – fragwürdig im Content-Marketing

Was Textqualität bedeutet, möchte mit einem Beispiel spürbar machen.

Im Frühling gehen viele von uns in den Garten und schneiden die Rosen. Wer neu in dem Metier ist und seinen grünen Daumen noch sucht, sieht vielleicht im Netz nach, worauf es ankommt. Dort findet er diverse Tipp-Listen, etwa so (Quelle: Gartenflora.de):

  • Schneide die Rosen, wenn die Nachtfröste vorbei sind.
  • Entferne alle Triebe, die dünner sind als ein Bleistift.
  • Schneide alle sich kreuzende oder zu nahe beieinanderstehende Triebe heraus.
  • Schneide immer leicht schräg über den Augen, aus denen der neue Trieb kommt.

Und so weiter.

Das ist eine klare, einfache und praktische Anleitung. Doch macht sie Lust, sich mit dem Anbieter und seinen Leistungen zu beschäftigen? Ich fürchte, ein möglicher Leser nickt und schließt das Browser-Fester. Schlecht für einen Anbieter von Kursen für Gartenliebhaber.

Was ist hier schiefgegangen?

  • Die Anleitung bezieht sich ausschließlich auf den Schnitt. Der Anbieter bleibt unsichtbar.
  • Wir erfahren nichts darüber, was er für uns – die möglichen Kund*innen tut.
  • Wir bleiben ratlos hinsichtlich der Frage, ob wir gerne mit ihm zusammenarbeiten würden.

Ein Artikel von hoher Textqualität entwirft ein positives Zukunftsbild

Wie anders wäre es, wenn der Anbieter seinen Artikel damit eröffnen würde, wie schön der Garten im Frühsommer ist. Wenn die Blumen wieder blühen. Wenn es überall zwitschert, summt und die Sonne die Haut wärmt. Wenn wir wieder mehr ins Freie können.

Mit diesen Bildern im Kopf machen sich Gartenliebhaber deshalb schon im Vorfrühling ans Werk, um ihr Gartenparadies für den Sommer vorzubereiten.

Und dann folgt die Anleitung. Detailliert, Schritt für Schritt, denn das kennzeichnet den Profi.

Als Leser und Leserinnen erfahren wir,

  • dass der Absender unsere Begeisterung für Rosen und generell die Natur teilt
  • und dass er ein Profi ist, der uns zu unserem Traumziel verhelfen kann.

Ein solches Textkonzept spricht Herz und Verstand an. Ein Gartenliebhaber würde sich vielmehr abgeholt fühlen.

Textqualität im B2B-Geschäft

Das Beispiel ist dir sicher zu blumig, wenn du im B2B-Geschäft unterwegs bist. Wie sieht wirkungsvoller Content hier aus?

In den beratungsnahen Berufen wollen Kunden meist eine Veränderung – oft eine persönliche Transformation. In solchen Fällen ist es sinnvoll, von den typischen Hindernissen, Stolperfallen und Schwierigkeiten deiner Kunden zu berichten – und wie du ihnen hilfst.

Storytelling

In solchen Fall-Geschichten sind die Kunden deine Helden, die sich auf den Weg machen. Du bist der Begleiter, der etwas hinzugibt, ohne das deine Kunden ihr Ziel nicht erreichen könnten. Das Gute an Praxis-Geschichten ist, dass deine möglichen Kunden sich deine Geschichten schon einmal gedanklich „anziehen“ können. Während sie lesen, proben sie, ob deine Lösung etwas für sie sein könnte. Roland Kopp-Wichman hat diese Herangehensweise über viele Jahre zur Perfektion getrieben. Schau dich mal um: Der Persönlichkeits-Blog.

Wenn du solche Geschichten schreiben möchtest, achte darauf, dass deine Kunde eine gute Figur machen. Sprich am besten vorher mit ihnen, das ist nur anständig. Und natürlich kannst du die Geschichten anonymisieren und verallgemeinern.

Knowhow-Artikel

So schön ein solcher exemplarischer Fall ist: Nicht immer hat man eine an der Hand. Natürlich kannst du dann ganz allgemein von Problemen und Lösungen für deine Kunden schreiben.

Ergänze deinen Text um einen Absatz darüber, was du an deinem jeweiligen Thema spannend findest. Oder was dich glücklich macht. Oder was du sonst damit zu tun hast.

10 Tipps für eine hohe Textqualität im Content-Marketing

Lass uns zum Schluss zusammenfassen, was einen guten Artikel ausmacht:

Bedeutsam

Wähle deine Themen so, dass sich deine Kunden in ihnen wiedererkennen. Das ist das Wichtigste. Mache dir dazu bewusst, wo sie Schwierigkeiten haben oder was sie sich von Herzen wünschen.

Manchmal fehlen Kunden die Worte für das, was sie erleben. Auch das ist ein starker Ansatz im Content-Marketing: Hilf ihnen, ihre Erlebnisse einzuordnen.

Glaubwürdig

Deine Aussagen sollten richtig sein. Was selbstverständlich klingt, ist manchmal gar nicht einfach. In der Weiterbildungsszene schreibt oft einer vom anderen ab. Ich denke etwa an den Mehrabian-Mythos und die daraus folgende 7-38-55-Regel, nach der in Präsentationen nur sieben Prozent einer Botschaft verbal transportiert werden (Quelle Präsentare sowie Haufe). Das ist Unfug, wurde aber über Jahre so vertreten.

Achte deshalb darauf, Aussagen und Zitate mit vertrauenswürdigen(!) Quellen zu belegen.

Wenn du mit einer KI arbeitest, bekommt dieser Punkt noch einmal eine höhere Bedeutung. Bei den Textgeneratoren musst du darauf gefasst sein, dass sie falsche Aussagen erzeugen. Sie hören sich gut und plausibel an, sodass man geneigt ist, sie zu „schlucken“.

Gut zu lesen

Die geringe Aufmerksamkeitsspanne im Netz ist legendär. Deshalb sollten deine Artikel, Newsletters oder Posts angenehm und leicht zu lesen sein.

Entspricht deinem Weltbild

Solange du deine Texte selbst schreibst, können sie nicht anders als deinem Weltbild zu entsprechen. Solltest du mit einer KI arbeiten, übernimmst du das Weltbild der Daten, auf der deine KI trainiert ist. Prüfe deshalb deine Textentwürfe sorgfältig auf Schubladendenken, Stereotype und Vorurteile.

Unterstützt deine Ziele

Willst du bekannter werden, den Verkauf unterstützen oder dein Image polieren? Am liebsten wollen wir alles! Ich weiß. Die Eier-legende Wollmilchsau kann ich dir leider nicht versprechen. Wie du deine Themen setzt, um bestimmte Ziele zu erreichen, habe ich hier beschrieben: Content mit Wirkung für Reichweite, Image und neue Kunden.

Erlaubt Nähe

Berichte, was dich an deiner Geschichte bewegt. So machst du dich als Mensch erkennbar und bleibst zugleich thematisch bei deinem Business.

Weist deine Autorität aus

Deine Autorität wird in Details erkennbar; darin, wie vertraut und selbstverständlich du von deinem Thema, von Fällen und von Lösungen sprichst. Deine Leser*innen spüren das. Mache dir also bewusst, in welchen Bereichen du als Autorität gelten kannst und wähle demnach dein übergeordnetes Thema aus.

Enthält eine Botschaft

Achte darauf, dass dein Artikel ein erkennbares Ende hat: Denke an eine Botschaft, ein Fazit, eine Empfehlung, eine Einladung zum Dialog oder zum Handeln.

Textqualität in einem Satz

Wenn du magst, kannst du meine Zehn-Punkte-Liste als Checkliste verwenden. Es wäre mir allerdings nicht recht, wenn sie jemand als starres Korsett verstehen würde. Worauf es ankommt, ist dies: Texte im Content-Marketing benötigen die Botschaft: „Ich verstehe dich und ich weiß den Weg zum Ziel“. Guter Content soll das Herz und den Verstand ansprechen. Das ist aus meiner Sicht der Kern.

Ich wünsche dir herzlich viel Erfolg!

Vollständige Neubearbeitung des Artikels im Januar 2023 / Erstmals erschienen am 6. August 2010


Übrigens: Am 24. Februar 2023 beginnt das nächste Praxis-Camp: Die Bühne betreten: klar, sicher und anziehend, mit Social-Media-Posts, Blog, Newsletter und Freebie. Wenn’s dich interessiert: Hier findest du mehr zum Programm: KLASSE CONTENT.

Schreiben mit KI

Schreiben mit KI

Was tut eine KI? Welche Qualität liefert sie? Und unterstützt sie dich tatsächlich in deinen Zielen?

Seit November 2022 steht die Welt der Content-Ersteller Kopf: Innerhalb weniger Wochen hat ChatGPT den Markt erobert. Ach was: Gestürmt! Alle sprechen darüber. Keiner weiß so ganz genau, wohin die Reise führt. Das Durcheinander ist perfekt.

Einig sind sich die Kommentatoren, dass sich das Schreiben und Texten von Content verändern wird. So muss auch ich mich fragen, wie ich mich zu automatisch erstellten Inhalten verhalten will: Wenn Software-erstellte Texte günstiger und inhaltlich womöglich sogar besser sind als meine, bin ich es meinen Kunden schuldig, sie einzusetzen. 

Doch was heißt „gut“ bei Content-Marketing-Texten? Wodurch zeichnet sich ein hochwertiger Artikel aus? Unterstützen mich die Software-Lösungen darin? 

Ich habe Informationen gesammelt, sortiert und eigene Tests gemacht. Die Ergebnisse findest du weiter unten. Sie bilden einen Stand von Januar 2023 ab.

Was ist das – ein „guter Artikel“?

KI-erstellter Content beeindruckt die Benutzer mit schöner, gut lesbarer Sprache. Doch ist es das, worauf es ankommt? Von gutem Content erwarte ich mehr. Hier ist mein Vorschlag:

Gut lesbare Sprache
Hochwertige Content-Stücke sollten angenehm und leicht zu lesen sein.

Sachlich richtig
Die Inhalte sollten sachlich richtig sein.

Entspricht dem eigenen Weltbild
Content soll nicht nur etwas von meinem Fach erzählen, sondern auch von mir – dem Absender. Kunden wollen wissen, mit wem sie sich verbinden, wenn sie uns buchen. Deshalb ist das eigene Weltbild ein wichtiger Teil der Kommunikation – und unsere Texte sollten uns in dieser Frage richtig repräsentieren. 

Unterstützt die eigenen Ziele
Wenn wir Content erstellen und veröffentlichen, wollen wir etwas damit erreichen, wie Sichtbarkeit, die Beziehung zu unseren Kunden entwickeln, ein gutes Ranking bei Google und anderes mehr. Schafft KI-generierter Content das?

Was ist ChatGPT?

Alle reden von ChatGPT. Doch was ist das eigentlich? Der Fachverlag für IT-Technologie heise erklärt auf seinem Portal heise online

ChatGPT (Generative Pretrained Transformer) ist ein Chatbot, der auf Spracheingabe antwortet, fast wie ein Mensch. Dazu „durchsucht eine große Menge bereitgestellter Textdateien und versucht, daraus einen neuen Text“ zu entwerfen. Die KI sucht nach Sprach-Mustern und versucht, die „beste Antwort zu erraten, die am wahrscheinlichsten auf die Nutzeranfrage passt“. 

Der Chatbot ChatGPT wird mit der Zeit besser. Er wird „mithilfe zweier Arten des sogenannten bestärkenden Lernens trainiert: RLHF (Reinforcement Learning from Human Feedback) und PPO (Proximal Policy Optimization)“.  ChatGPT „nutzt zur Textein- und -ausgabe den KI-Algorithmus GPT-3.5, eine verbesserte Version von GPT-3, die beide von OpenAI stammt“ (Wikipedia).

GPT-3 ist ein auto-regressives Sprachmodell … Es basiert auf einem gigantischen neuronalen Netz mit 175 Millionen Synapsen und kann unter minimalen Vorgaben selbstständig Texte hinzufügen und verfassen. Es ist der größte Natural Language Processing Transformer (NLP), der menschliche Denk- und Argumentationsmuster genau und effektiv reproduzieren kann. … Seit seiner Einführung im Jahr 2020 generiert GPT-3 durchschnittlich 4,5 Millionen Wörter pro Tag und wird von mehr als 300 Anwendungen genutzt

Webseite der Firma „neuroflash“

GPT 3.5 ist eine Technologie. Sie ist seit November 22 auf dem Markt. ChatGPT ist eine Anwendung, die diese Technologie nutzt.

Lösungen jenseits von ChatGPT

Der Bot, der zurzeit so sehr Furore macht, ist nicht die einzige Software-Anwendung für Content-Produzenten. Jens Polomski hat einige Tools getestet. Seine Favoriten sind:

Im Test waren insgesamt sechs Tools. Wenn du dir die einzelnen Ergebnisse und die übrigen Tools ansehen willst, geht es hier weiter: Die 6 besten KI-Text Generatoren für 2023 (auch kostenlos)

Der Praxis-Test

Test 1: Welche Probleme haben Solo-Selbstständige?

Das Textoriginal

Ich habe ChatGPT nach den Problemen von Solo-Selbstständigen gefragt:

Welche Probleme haben Solo-Selbstständige? (Übersetzung)

Solo-Selbstständige können mit einer Vielzahl von Problemen konfrontiert sein, darunter:

  • Finanzielle Instabilität: Ohne ein regelmäßiges Einkommen oder Sozialleistungen haben Selbstständige oft Schwierigkeiten, über die Runden zu kommen.
  • Begrenzte Möglichkeiten zur Vernetzung: Ohne ein Team oder Kollegen haben Selbstständige weniger Möglichkeiten, potenzielle Kunden oder Mitarbeiter zu treffen und Kontakte zu knüpfen.
  • Fehlende Sozialleistungen: Selbstständige haben möglicherweise keinen Zugang zu Leistungen wie Krankenversicherung, Altersvorsorge und bezahlter Freizeit.
  • Schwierige Trennung von Arbeit und Privatleben: Ohne klare Grenzen fällt es Selbstständigen oft schwer, sich von der Arbeit zu trennen und ein gesundes Gleichgewicht zwischen Arbeit und Privatleben zu finden.
  • Schwierigkeiten mit Zeitmanagement und Organisation: Ohne einen festen Zeitplan oder eine feste Struktur fällt es Selbstständigen möglicherweise schwer, ihre Zeit effektiv zu verwalten und organisiert zu bleiben.
  • Begrenzter Zugang zu Ressourcen und Unterstützung: Selbständige haben möglicherweise nicht die Ressourcen und die Unterstützung zur Verfügung, die Angestellte eines Unternehmens haben.

Die Einordnung

Was sagst du: Das hört sich nicht schlecht an, richtig? Weiter oben hatte ich ein Bewertungsmuster vorgegeben. Gehen wir das einmal durch:

Gut lesbare Sprache:

Was du siehst, ist der Original-Text, ohne jede Änderung. Beeindruckend. Auf jeden Fall ist das Ergebnis sehr gut lesbar. Punkt für ChatGPT.

Sachlich richtig:

Die Richtigkeit der Fakten müssen wir Anwender selbst prüfen. Der Hersteller Open AI übernimmt keine Gewähr. Hier allerdings finde ich keine Fehler. Also auch die sachliche Richtigkeit ist in Ordnung.

Entspricht dem eigenen Weltbild:

Die Software ist so gut, wie die Daten, auf der sie trainiert ist. Von Fall zu Fall kann es vorkommen, dass der Chatbot Vorurteile oder Stereotype aufgreift. Auch das müssen wir, die Anwender, prüfen. Hier ist alles in Ordnung.

Etwas anderes sitzt mir allerdings quer: Formal kaufen Kunden unsere Leistungen wie Coaching, Beratung oder Training. Tatsächlich aber suchen sie nach einer Transformation. Sie wollen etwas haben, das wir bereits besitzen, wie persönliche Souveränität, Sicherheit im Umgang mit sozialen Medien, Selbstbewusstsein, Freude am Beruf, Ankommen und anderes mehr. Diese Qualität fehlt dem Textentwurf. Er ist sachlich richtig, aber kalt.

Würde ich diesen Textentwurf tatsächlich nutzen, würde ich ihn ergänzen, vielleicht so:

  • Mit einer einleitenden Story.
  • Passen wirklich alle aufgeführten Punkte zu meinem Business? Was kann und sollte raus?
  • Welche Punkte fehlen nach meiner Erfahrung? Wie sieht es zum Beispiel damit aus, dass wir Selbstständigen mit Leistungsschwankungen umgehen müssen?
  • Die Bedeutung der aufgeführten Punkte könnte man nach Bedeutung gewichten oder Praxisbeispiele einfügen.
Unterstützt die eigenen Ziele:

Die Textziele waren im Test nicht definiert. Was dabei herauskommt, sieht man hier: Wollte ich den Entwurf etwa bei LinkedIn einstellen, würde er sicher durchfallen. Es fehlt im nicht nur die Persönlichkeit. Er lädt auch nicht zum Dialog ein. Ich meine: Alle Inhalte sind richtig. Aber was sollte jemand dazu sagen? Wir lernen: Beim Arbeiten mit einer KI kommt es darauf an, richtig zu fragen.

Test 2: Wie schaffen es Coachs, lukrative Aufträge abzuschließen?

Wie gelingt es Trainern, lukrative Verträge abzuschließen? (Übersetzung)

Coaches können lukrative Verträge gewinnen, indem sie eine Reihe von Strategien anwenden, darunter:

  • Networking: Der Aufbau von Beziehungen zu potenziellen Kunden und Kontakten in der Branche kann Coaches helfen, Sichtbarkeit zu erlangen und Zugang zu neuen Möglichkeiten zu bekommen.
  • Marketing und Markenbildung: Die Schaffung einer starken persönlichen Marke und die Anwendung effektiver Marketingstrategien können Coaches dabei helfen, neue Kunden zu gewinnen und sich auf dem umkämpften Coaching-Markt abzuheben.
  • Spezialisierung: Durch die Konzentration auf eine bestimmte Nische oder Branche können sich Coaches als Experten auf ihrem Gebiet positionieren und ihre Attraktivität für potenzielle Kunden erhöhen.
  • Nachgewiesene Erfolgsbilanz: Der Nachweis einer erfolgreichen Coaching-Tätigkeit kann Coaches helfen, Glaubwürdigkeit und Vertrauen bei potenziellen Kunden aufzubauen.
  • Einen guten Ruf aufbauen: Ein guter Ruf und Mund-zu-Mund-Propaganda können für Coaches, die neue Aufträge gewinnen wollen, ein wirkungsvolles Instrument sein.
  • Anbieten einer Reihe von Dienstleistungen: Coaches können zusätzliche Dienstleistungen wie Schulung, Beratung und Mentoring anbieten, um ihr Wertversprechen zu erhöhen und potenzielle Kunden anzusprechen.
  • Aufbau einer starken Online-Präsenz: Mit einer professionellen Website, aktiven Konten in den sozialen Medien und positiven Online-Bewertungen können Coaches ein breiteres Publikum erreichen und mehr Kunden anziehen.
  • Zusammenarbeit mit anderen Fachleuten der Branche: Der Aufbau strategischer Partnerschaften mit anderen Fachleuten wie Therapeuten, Beratern oder Trainern kann Coaches dabei helfen, ihre Präsenz zu erhöhen und neue Kunden zu erreichen.

Die Einordnung

Auch dieser Textentwurf liest sich richtig gut.

Gut lesbare Sprache:

Alles richtig. Einmal mehr Punkt für ChatGPT.

Sachlich richtig:

Ja. Stimmt.

Entspricht dem eigenen Weltbild:

Keine Vorurteile oder Stereotype. Doch auch dieser Text ist mir zu kalt.

Unterstützt die eigenen Ziele:
  • Was erzählt dieser Text von seinem Absender? Nichts. Nach meiner Einschätzung wird er diesen nicht darin unterstützen, eine starke Bindung zu seinen Leserinnen und Lesern aufzubauen.
  • Er ist nicht SEO-optimiert. Das allerdings hatte ich beim Testen auch nicht angefragt.
  • Unterstützt der Text den Aufbau eines Expertenstatus? Ich meine: Er schadet nicht. Inspirierend finde ich ihn allerdings auch nicht.

Chancen: KI sinnvoll einsetzen

Eine KI leistet wertvolle Hilfe bei der Recherche und Vorbereitung von Artikeln

  • Mithilfe einer Recherche kannst du abfragen, was die Welt bereits zu einer Frage weiß und sich erzählt. Die KI wirft ihre Antworten in einer gut strukturierten Weise aus. Im Vergleich dazu ist die Recherche bei Google viel mühsamer, weil du dich durch alle Suchtreffer arbeiten und die Ergebnisse bewerten musst.
  • Eine KI entwirft Vorlagen für Artikel, Webseiten-Texte, Verkaufstexte, Produktbeschreibungen, Social-Media-Posts und anderes mehr. Diese Entwürfe sind hilfreich, weil sie Texten von vornherein eine Struktur geben.

Auf keinen Fall solltest du sie jedoch ohne Prüfung und Korrektur publizieren.

  • Achte darauf, dass die Fakten stimmen.
  • Prüfe den Entwurf auf Stereotype und Vorurteile.
  • Überlege dir, ob die ausgeworfenen Ergebnisse mit deiner Expertise übereinstimmen. Vielleicht solltest du einen Teil streichen?
  • Denke außerdem darüber nach, was eventuell fehlt.

Die KI kann außerdem:

  • Die Leseransprache von „du“ nach „Sie“ verändern.
  • Texte gendern.
  • Eine Zusammenfassung eines umfangreichen Textes erstellen.
  • Die typischen Probleme einer Zielgruppe abfragen.
  • Ideen für neue Inhalte entwickeln.
  • Grammatik und Stil verbessern. 
  • Bei einer Schreibblockade helfen.
  • Eine Gliederung zu einem Artikel vorschlagen.
  • Produktnamen entwerfen.

Und vieles andere mehr.

Insgesamt sollten wir alle lernen, gezielte Fragen zu stellen. Die Qualität der Ergebnisse hängt stark davon ab, wie wir die KI nutzen.

Und Grenzen: Wie gut erreichst du mit einer KI deine Ziele?

Bedingte Freundschaft: Google und KI

Hinsichtlich der Frage, wie Google mit KI-Texten verfährt, habe ich unterschiedliche Meinungen gefunden. Einige behaupte, Google würde KI-Texte abstrafen, andere machen gute Erfahrungen hinsichtlich des Rankings.

Die Zeitschrift t3n digital pioneers sieht die Frage differenziert (Januar 2023). Sie verweist auf einen Tweet aus dem Hause Google. Dort heißt es: Texte, die allein auf ein gutes Ranking abzielen, ohne echten Gewinn für die Nutzer, werden abgestraft. Sind die Texte sinnvoll und hilfreich, schadet KI nicht.

Google Spam Policy: KI generated Content.

Auch der SEO-Experte Sistrix sieht es so. Doch auch die Experten geben sich vorsichtig. Es ist viel in Bewegung. Ihre positiven Ergebnisse beziehen sich auf Tests mit Content, die sie kürzlich durchgeführt haben. 

Was Google von hochwertigem Content erwartet, wird in der Dokumentation zur Google Suche erklärt:

Du siehst: Google belohnt Original-Inhalte mit hohem Lesenutzen. Wenn dir ein gutes Google-Ranking wichtig ist, solltest du KI-Entwürfe sorgfältig aufarbeiten und mit eigenen Inhalten anreichern.

Die Beziehung zum Kunden entwickeln

In unserem beratungsnahen Business zählt der Nasenfaktor ganz besonders. Egal, ob Video, Social-Media-Posts oder Artikel: Content hat stets die Aufgabe, die Aufmerksamkeit zu wecken und unseren Kunden ein Gefühl dafür zu geben, wer wir sind und wie es sein wird, mit uns zu arbeiten. 

Guter Content lebt deshalb von Empathie und fühlbarer Nähe zum echten Leben unserer Kunden. In diesem Punkt haben die KI-Entwürfe deutliche Schwächen:

Holzantenne: KI und die Empathie

Wärme und Persönlichkeit gehören nicht zu den Stärken der KI-Entwürfe. Weiter oben konntest du dich selbst davon überzeugen. Content-Marketing-Experte Michael Brenner sagt:

Was Sie von GPT (und ähnlichen Programmen) erhalten, ist eine genaue, aber allgemeine Zusammenfassung dessen, was bereits zu einem Thema gesagt wurde, und kein Beitrag, der speziell geschrieben wurde, um Ihrem Publikum neue Perspektiven zu bieten.“

Michael Brenner, How To Use AI-Generated Content the Right Way (and Avoid the Downsides), Content Marketing Institute.

Was treibt deine Leser und Leserinnen um? Den Bedarf treffen.

Text-KI ist – Stand heute – wirklich gut darin, bestehende Texte auszuwerten und zusammenzufassen. Knowhow-Texte wie „Die sieben Säulen der Resilienz“ oder „Was macht ein gutes Training aus?“ oder „Wie fange ich einen Blog an?“ schafft die KI richtig gut.

Know-how ist gut ….

Solche Know-how-Stücke sind gewohnheitsmäßig Teil des Content-Programms. Doch schon vor dem Markteintritt von GTP 3.5 war es fragwürdig, einen Schwerpunkt auf solche Inhalte zu legen, denn:

  • Um fachliche Inhalte zu recherchieren, nutzen wir gerne Wikipedia oder andere Plattformen, denen wir vertrauen. Beispiele sind Haufe Verlag oder heise online. Und weshalb sollten Nutzer in Zukunft überhaupt eine Suchmaschine nutzen, wenn sie sich einfach ein Konto bei ChatGPT einrichten können?
  • Google wirft schon länger Inhalte direkt in der Suchergebnisliste aus. Es besteht die Gefahr, dass die Google-Benutzer mit der Antwort zufrieden sind und die dahinterstehende Webseite gar nicht mehr benutzen. 
  • Rein fachliche Inhalte erzählen nichts davon, wer wir sind und wie wir arbeiten.
… Erfahrungen und Einordnungen sind besser.

Dabei sind unsere Erfahrungen und Einschätzungen ein höchst spannender Teil unserer Kommunikation. Bei den Content-Marketing-Experten geht das Wort vom „Kontext herstellen“ um: Es ist nichts Falsches daran, die sieben Säulen der Resilienz zu erklären – um beim Beispiel zu bleiben. Doch Kunden wollen noch mehr wissen: Wie sich unser Thema in ihrem Leben zeigt. Wie sie ihre Ziele erreichen können. Ob sie mit unserem Thema überhaupt etwas zu tun haben. Welche Erfahrungen wir selbst gemacht haben.

Und sie wollen es genau wissen: Führungskräfte, junge Mütter, Lehrer und Lehrerinnen schätzen es, wenn unsere Content-Beispiele ihren Alltag widerspiegeln und sie spüren, dass wir sie verstehen. Deshalb gilt auch hier:

Nutze KI-generierte Texte gerne als Entwurf. Doch du solltest sie an den Bedarf deiner Kunden anpassen.

Deinen Experten-Status stärken

Dank einer KI-Software kann jeder von uns zu fast jedem Thema einen halbwegs vernünftigen Artikel verfassen – mit vielfältigen und zum Teil gravierenden Folgen: Die Universitäten etwa schlagen Alarm, weil sie befürchten, dass ihre Studenten diese Möglichkeit gerne und umfassend für ihre Hausarbeiten und Abschlussarbeiten nutzen. 

Hierin liegt ein echtes Problem. Wir alle wollen sicher sein in Hinblick auf: 

  • Fake News.
  • Die inhaltlichen Quellen.
  • Den ursprünglichen Absender der Inhalte. 

Ist der offiziell genannte Absender eines Content-Stücks wirklich ein Experte in seinem Fach? Ghostwriter gab es schon immer. Doch zusammen mit der KI bekommt die Frage einen gewaltigen Schub: Inwiefern unterstützen Texte überhaupt noch unseren Experten-Status? 

Zusammen mit der KI gerät das Medium Text in eine Vertrauenskrise. Nicht ohne Grund existiert zum Markt für die KI-gestützte Texterstellung eine Art Gegenmarkt: also Detektoren von KI-Texten. 

Verlasse dich, wenn möglich, nicht nur auf das Medium Text. In Videos, Workshops und LiveEvents haben deine Fans und Follower die Gelegenheit, sich zu erleben und sich von deiner Expertise zu überzeugen.

Fazit

Meine Empfehlung bisher ist diese:

  • Setze weniger auf Inhalte im Stil von Wikipedia („Definiere: XYZ“), sondern berichte von deinen Erfahrungen und Positionen. Wenn du dich etwa mit Resilienz beschäftigst, würde ich gerne wissen, wie du Kunden über Schwierigkeiten hinweg hilfst oder welche Tools du benutzt, weshalb du sie ausgewählt hast und wann du sie einsetzt.
  • Achte darauf, auf den tatsächlichen Bedarf deiner Leser und Leserinnen einzugehen: punktgenau, detailliert. Dies ist der Schlüssel für das Gefühl von Nähe, das dein Publikum im besten Fall zu dir entwickelt. Man kann es nicht oft genug betonen, denn wir werden uns voraussichtlich mit einer Flut von mittelmäßigem Content gegenübergestellt sehen.
  • Mische in deiner Kommunikation Text mit Bewegtbild oder Live-Events. Setze verstärkt auf Trusts wie Referenzen, Bewertungen (Sternchen) oder Artikel in renommierten Zeitschriften.
  • Lerne, mit der KI umzugehen. Nach meiner Erwartung wird sich Textkompetenz in Zukunft darin zeigen, die KI zielführend zu fragen und dem Textentwurf ein menschliches Gesicht zu geben.

Ich bin gespannt, ob wir uns bewusst umgangssprachlich schreiben, um uns von der KI abzuheben. Es ist noch so viel in Bewegung! Wir müssen sehen, wie sich die Dinge entwickeln. Es bleibt spannend!


Übrigens: Am 24. Februar 2023 beginnt das nächste Praxis-Camp: Die Bühne betreten: klar, sicher und anziehend, mit Social-Media-Posts, Blog, Newsletter und Freebie. Wenn’s dich interessiert: Hier findest du mehr zum Programm: KLASSE CONTENT.

Vier Tipps für schöne und gut lesbare Texte

Vier Tipps für schöne und gut lesbare Texte

Es gibt diese Texte – durch die gleitest du als Leser*in hindurch, weich und ohne zu stolpern. Bist du am Ende angelangt, tut es dir fast schon leid.

So schön möchte ich am liebsten immer schreiben. Manchmal gelingt es. Was mir an guten Tagen hilft, habe ich hier zusammengestellt.

Sorge für dich

Schöne Texte gelingen dir am ehesten, wenn du mit dir und der Welt im Reinen bist. Schreiben ist nun einmal Kommunikation und deine Texte transportieren deine Stimmung. Ärger und Zorn stehen dem schönen Denken und Schreiben im Weg. Auch Übermüdung und ständige Unterbrechungen sind echte Störenfriede.

Schreibe einfach.

Versuche, es deinen Leser*innen leicht zu machen. Ein klarer Aufbau und ein erkennbares Fazit sind der erste Schritt. Der zweite Schritt liegt im konsequenten Vereinfachen: einfache Worte, einfache Sätze, einfache Bilder.

Versuche nicht, kunstvoll oder gedrechselt zu schreiben. Die Suche nach dem richtigen Wort, die Präzision, trägt dich weiter. Vertraue insgesamt deinem Wortschatz.

Der kürzlich verstorbene Wolf Schneider gilt bei den Textern als der Stil-Papst. Schau dich doch einmal bei seinen TikTok-Videos um und lass dich inspirieren: Wolf Schneider bei TikTok.

Schreibe zugewandt.

Stell dir vor, du sitzt mit einem Kunden an einem Tisch. Wie sprichst du mit ihm oder ihr? Versuche, diese innere Haltung in deine Texte zu übertragen und sprich deine Leser*innen mit „Du“ oder „Sie“ an.

Ob du dabei humorvoll, frech und provozierende auftrittst oder unterstützend und wohlwollend, ist deine Sache. Viele Varianten sind denkbar. Deine Persönlichkeit drückt sich auch in deinem Sprachstil aus.

Dosiere die Lautstärke.

Ein deftiger Spruch unter Freunden – sicher hast du auch schon einmal einen herausgehauen. Das ist in Ordnung. Deine Freunde kennen dich und sie sind Zeuge der Situation, in der du deiner Emotion Raum gibst. Sie können deinen Ausbruch einordnen.

Texte im Weg hingegen stehen für sich allein. Ohne Kontext.

Deine Leser*innen haben nichts anderes als deine Worte. Das geschriebene Wort wirkt stärker und härter als das gesprochene. Achte deshalb auf die Lautstärke und reguliere sie etwas herunter – sofern du dich nicht gerade mit „klarer Kante“ positionieren möchtest.


Übrigens: Am 24. Februar 2023 beginnt das nächste Praxis-Camp: Die Bühne betreten: klar, sicher und anziehend, mit Social-Media-Posts, Blog, Newsletter und Freebie. Wenn’s dich interessiert: Hier findest du mehr zum Programm: KLASSE CONTENT.