Fünf Fehler im Content-Marketing von Solo-Selbständigen

Fünf Fehler im Content-Marketing von Solo-Selbständigen

Dein Content Marketing läuft noch nicht rund? Finde das Stöckchen im Getriebe und zieh es heraus!

Viel Arbeit – kein Ergebnis? Das kann keiner von uns gebrauchen! Wenn dein Content-Marketing noch nicht auf der Höhe ist, dann schau dir meinen Artikel an. Ich habe fünf verbreitete Fehler im Content-Marketing von Solo-Selbstständigen und fünf Lösungen für dich.

Deine Botschaft geht an deinen Kunden vorbei

Du rufst in den Wald und nichts kommt zurück. So sehr du dich mühst: Dein Content erzeugt keinerlei Echo. Du verstummst, denn so macht das keinen Spaß.  

Was läuft hier falsch? Mithilfe von Content Marketing kannst du auf dich aufmerksam machen, Dinge erklären, Kunden zu deinem Angebot führen und vieles mehr. Es wird dir allerdings nicht gelingen, aus einem schwachen Leistungsversprechen ein starkes zu machen. 

Was also ist dein Versprechen an deine Kunden? Wie lautet deine Botschaft? 

Diese Botschaft ist wichtig, denn sie ist der Ausgangspunkt für deine Kommunikation. Sie ergibt sich aus deinen Kompetenzen, deiner Persönlichkeit und dem Bedarf deiner Kunden, oder: Was kannst du? Was glaubt man dir? Was brauchen deine Kunden aus ihrer Sicht?

Oft ist das Angebot fachlich vollkommen in Ordnung, doch die Vorteile sind schwammig oder abstrakt formuliert. 

Ein Beispiel: Viele Coaches versprechen Persönlichkeitsentwicklung. Nun stell dir einen Entscheider vor. Nachts um vier schreckt er aus dem Schlaf hoch: Er hat schlecht geträumt, denn er hat ein Problem, das dringend gelöst werden muss. Wie lautet das Problem zu der die Antwort heißt „Persönlichkeitsentwicklung“?

Ich sage nicht, dass es dieses Problem nicht gibt. Doch die Frage braucht eine Antwort: Welches Problem löst du für deine Kunden? Wie lautet dein Versprechen?

Tipp 1: Finde eine Botschaft, die für deine Kunden reizvoll ist.

Du baust Hürden auf dem letzten Meter

Zu den Internet-Giganten wie Amazon & Co. kann man stehen, wie man will. In einem Punkt sind sie unbestritten Meister: Ihre Verkaufsprozesse haben sie perfekt im Griff. Kunden fühlen zu jedem Zeitpunkt gut informiert und sicher.

Dieses hohe Niveau ist zum Standard geworden. Selbst bei kleinen Abweichungen reagieren Kunden irritiert – wie ich gerade in einem eigenen Projekt lernen durfte. Auf dem letzten Meter kann man sich die Arbeit vieler Wochen zunichtemachen.

Doch was brauchen und schätzen Kunden auf dem letzten Stück bis zur Buchung oder zum Kauf? Die Technik sollte einwandfrei funktionieren, das ist klar. Was außerdem zählt, hat Google in einer Studie über den deutschen Markt untersucht: „Decoding Decisions: was Kaufentscheidungen beeinflusst„.  

Google hat sechs Bias identifiziert, von denen sich Kunden beeinflussen lassen, und zwar in dieser Reihenfolge: 

  • Soziale Bestätigung (25,9 Prozent)
    Gemeint sind zum Beispiel „Sternchen“.
  • Produktmerkmale (16,9 Prozent)
    Es zählen die Produktmerkmale, die Kunden als wichtig annehmen und bevorzugen.
  • Bonuszugabe (12,9 Prozent)
    Gratisbeigaben wirken sich positiv aus, selbst dann, wenn sie mit dem eigentlichen Produkt nichts zu tun haben.
  • Expertenurteil (12,2 Prozent)
    Dazu zählen Siegel, Prädikate und prominente Empfehlungen.
  • Sofortige Verfügbarkeit (7,2 Prozent)
    Kunden schätzen es, wenn sie sofort auf das Produkt zugreifen können. 
  • Verknappung (4,7 Prozent)
    Konkrete Verknappungen („nur noch drei Artikel“) sind besser als allgemeine („nur noch wenige Artikel“).  

In der Studie waren 56 Prozent der Befragten bereit, sich für eine unbekannte Marke zu entscheiden, wenn dieser unbekannte Anbieter die Bias optimiert hatte. Die soziale Bestätigung und die bevorzugten Produktmerkmale spielen dabei eine überragende Rolle!

Tipp 2: Sorge also für glatte Prozesse bei der Bestellung oder Kontaktaufnahme und überlege, wie du die Bias in dein Angebot übersetzt. 

Mit der positiven Resonanz bist du zufrieden

Alle Welt liebt Videos. Selbst Landschaftsaufnahmen erzeugen eine starke Resonanz, wie mir jemand neulich versicherte. 

Das glaube ich. Doch ich frage mich, was der Absender erreichen will: Ist die eher spielerische Interaktion und Bestätigung mit den Friends und Followern genug? Geht es um Spaß? Dann ist alles in Ordnung. Liegt das Ziel jedoch darin, Kunden zu gewinnen, dann sollten die Videos einen Beitrag dazu leisten. 

Sie können eine sympathische Dreingabe sein, wenn sie zum ausgewählten Social-Media-Kanal passen und wenn jenseits der Videos klar wird, wofür du stehst. Das allerdings ist der springende Punkt und geht oft unter:

Deinen Friends und Followern sollte bewusst sein, in welcher Situation sie dich buchen sollten. 

Oft bleiben Social-Media-Präsenzen im Wohlfühl-Bereich und präsentieren Sonnenuntergänge und weise Sprüche. Der Bezug zum Angebot geht unter. 

Tipp 3: Mach dir bitte bewusst, welche Zielgröße wirklich für dich zählt und richte deine Kommunikation daran aus.

Du suchst nach Vorbildern. Doch die kennen deinen Weg auch nicht

Vorbilder inspirieren. Sie sind wichtig, um zwischen Zustimmung und Abgrenzung die eigene Form zu finden. 

Achte dabei jedoch auf zweierlei: 

  • Vermeide es, Äpfel mit Birnen zu vergleichen: Sind deine Vorbilder auf dem gleichen Markt, mit den gleichen Kunden und dem gleichen Angebot unterwegs wie du? Dazu habe ich neulich geschrieben: Was heißt hier eigentlich Erfolg?
  • Konzentriere dich auf deine Stärken und lass dich zudem nicht von der Vielzahl der Möglichkeiten treiben. Die Marketing-Welt ist bunt: Zur Wahl stehen Instagram, Pinterest, ChatBots, Bücher, Auftritte, Messen, Webinare und und. 

Manche Werbetreibende fassen alles einmal an und lassen es ebenso schnell wieder liegen. So lässt sich viel Zeit und Energie verschwenden, ohne etwas zu erreichen. Erfolgreiches Marketing lebt wesentlich von der Konsequenz.

Mach dir als Erstes bewusst, was dir liegt: Manche sprechen gerne, andere schreiben, dritte stehen gerne auf der Bühne, vierte sind begnadete Netzwerker. Worin bist du gut? Besonders spannend sind Vorbilder, die deine Stärken teilen: Wie präsentieren sie sich? Wie bauen sie ihr Geschäft auf? 

Tipp 4: Werden dir deiner Stärken bewusst und suche dir deine Vorbilder daran entlang.

Content Marketing ist nicht die ganze Antwort

Content ist immer ein Plus-Punkt im Kommunikations-Mix. Doch nicht immer ist Content Marketing die ganze Antwort. 

  • Konzerne haben häufig feste Ausschreibungsroutinen. Wenn du den Auftrag haben willst, musst du mit. Da hilft dir auch dein Content nicht.
  • Ich habe mir von einer Coach-Frau erzählen lassen, die sich auf professionelle Blechblas-Musiker konzentriert. Sie besucht verstärkt Branchen-Events.
  • Oder stell dir einen Seminaranbieter vor, der eher preisgünstige Online-Seminare anbietet. Wer mit 80-Euro-Umsätzen seinen Lebensunterhalt erstreitet, braucht eine hohe Reichweite. An Anzeigen-Schaltungen führt dann kein Weg vorbei. 

Marketing und Dogmen sind schlechte Partner. Vielmehr gilt: Gut ist, was gut funktioniert.

Mach dir deshalb bewusst, was in deinem Geschäft zählt

  • Wo kannst du den ersten Kontakt zu deinen Zielkunden herstellen? Das können die Social Media sein oder ebenso gut Empfehlungen, Anzeigen, Messen, Vorträge, Netzwerkveranstaltungen, klassische Pressearbeit und anderes mehr.
  • Wenn jemand erstmals auf dich aufmerksam geworden ist: Was findet er anschließend von dir? Ist das, was du von dir zeigst, schlüssig und klar? 

Die beiden Fragen sind sehr verdichtet das, was ein Kommunikationsplan hergibt. Viele fahren mit reinem Content-Marketing gut. Doch ebenso oft ist der Mix aus klassischen Maßnahmen und Content-Marketing die bessere Wahl. 

Löse dich von der Idee, dann „man das so macht“. Wichtiger ist, dass du einen schlüssigen Weg zu deinen Kunden entwirfst, ihn testest und dann für eine Weile dabei bleibst.

Tipp 5: Erlaube dir Freiheit und finde deinen Marketing-Mix.


Du denkst darüber nach, mit Content-Marketing zu beginnen

oder kraftvoller neu zu starten? Ich habe eine Auswahl an Informationen zusammengestellt, die für dich interessant sein können. Schau dich um und mach dir selbst ein Bild: Ist Content-Marketing das Richtige für dich?


Was heißt hier eigentlich Erfolg?

Was heißt hier eigentlich Erfolg?

Marketing-Erfolg: Jubel-Meldungen einordnen

Es wird immer wieder von den riesigen Erfolgen über das Marketing in den Social Medien gesprochen. Ist das wirklich so?“ schrieb eine Trainerin.

Der Satz geht mir nicht aus dem Sinn, denn er spricht ein größeres Thema an: Was ist davon zu halten, wenn Marketing-Leute für sich reklamieren, DEN Weg zu großartigen Umsätzen gefunden zu haben? Marketing-Erfolg ist machbar, so ihre Botschaft. Und zwar schnell und einfach,

Vieles ist heiße Luft. Doch auch wenn der Absender bester Absicht ist und seine Botschaft auf echten Erfahrungen beruht, kann es sein, dass sein Weg für dich in eine Sackgasse führt. Das eine Marketing gibt es nun einmal nicht: Was für dich funktioniert, hängt von dir, deinen Kunden und deinem Angebot ab.

Wie zeigt sich Marketing-Erfolg bei deinem Angebot?

Bleiben wir bei schnell, einfach und in großer Zahl. Wie leicht ist es für deine Kunden, auf dein Angebot zu reagieren? Wie wahrscheinlich ist großer Marketing-Erfolg gewissermaßen über Nacht? Bitte ordne dein Angebot ein:

Consumer oder B2B?

Der Verkauf eines B2B-Angebots nimmt mehr Zeit in Anspruch als der Verkauf eines Konsum-Artikels. Im B2B-Geschäft hast du es im Normal-Fall mit einem Entscheider-Team zu tun. Bis sich alle abgestimmt haben, dauert es. Viele sprechen von neun Monaten. Lies auch: 10 Unterschiede zwischen B2C- und B2B-Marketing, hubspot.

Sprichst du mit einem Entscheider oder mit vielen?

Hoher oder geringer Verkaufspreis

Der Preis deiner Leistung und das gefühlte Kaufrisiko deiner Kunden hängen eng zusammen. Privat-Leute spendieren durchaus 20 Euro, um etwas auszuprobieren. Bei 800 Euro drehen sie gedanklich lieber noch eine Runde. Für einen Konzern hingegen sind 800 Euro ein Wimpernschlag. Bitte überlege mit Blick auf den Verkaufspreis:

Wie leicht fällt es deinem Kunden, dein Angebot zu buchen?

Erklärungsbedürftig, im Alltag bekannt

Wenn eine Coffee-Shop-Kette junge Leute mit Kaffee-Becher in der Hand ablichtet, die sich zusammen amüsieren – dann ist alles gesagt: Gute Leute, gute Zeit, leckerer Kaffee – da will man dabei sein! Klarer Fall. Wie aber sieht es mit „hybrider Führung“ aus? Es kommt auf deine Kunden an, was sie im Alltag erleben und wie sie darüber sprechen.

Ist dein Angebot für deine Kunden intuitiv verständlich, weil sie dein Thema aus eigener Anschauung kennen? Welche Worte benutzen sie?

Spaß oder Notwendigkeit?

Noch einmal zurück zum Kaffee und zur hybriden Führung: Wie viel Spaß verspricht dein Angebot? Ist Wohlbefinden damit verbunden, Prestige, ein Erlebnis? Menschen sind emotionale Wesen. Vernunft-Angebote haben es oft schwer.

Wie hoch ist der Spaß-Faktor deines Angebots?

Wo erreichst du deine Kunden?

Manche Gruppen lassen sich gut im Netz erreichen, andere nicht. Mit dem Alter hat das nicht unbedingt etwas zu tun. Manche fremdeln einfach mit dem Netz.

Wenn dir jemand einen Marketing-Weg vorschlägt, den deine Kunden nicht mitgehen – dann kommt wenig dabei heraus. Das liegt auf der Hand.

Benutzen deine Kunden den vorgeschlagenen Kanal? Sind sie überhaupt da?

Wie bekannt bist du bereits?

Ein Selbständiger lebt von seinem Netzwerk, seiner Bekanntheit und seinem guten Namen. Wer bereits bekannt ist, für den ist ein neuer Marketing-Kanal ganz einfach eine weitere Möglichkeit, mit Interessenten ins Gespräch zu kommen. Er kann auf etwas aufbauen, das schon da ist. Für einen neuen Mitspieler auf dem Markt ist der Weg weiter.

Wie bekannt bist du bereits? Mit welchem Vertrauensvorschuss kannst du rechnen?

Wie interessant ist dein Angebot?

Wenn sich viele Wettbewerber mit sehr ähnlichen Angeboten um Kunden bemühen, ist die Laune meist ziemlich durchwachsen: Die Verkaufspreise sind niedrig und mögliche Kunden reagieren abweisend, wenn sie unzählige Male auf dasselbe Angebot angesprochen werden.

Ich möchte hier gar nicht den USP ins Spiel bringen. Was Trainer, Berater und Coachs anbieten, überschneidet sich oft, notwendigerweise. Doch hast du dein Angebot attraktiv verpackt?

Wie sehr weckt dein Angebot die Neugier?

Wie gut ist das Gesamtkonzept?

Der beste Marketing-Kanal nutzt nichts, wenn das Angebot am Bedarf vorbeigeht oder wenn die Botschaften indifferent und schwer verständlich sind. Gutes Marketing ist ein Zusammenspiel Angebot, Präsenz und Botschaften.

Wie stimmig ist dein Gesamtkonzept?

Mein Wunsch für dich: Selbstbewusstsein im Marketing

Bestimmt gibt es noch mehr Faktoren. Doch ich wollte keine Abhandlung schreiben. Mir ist daran gelegen, dass du Marketing-Chancen realistisch und selbstbewusst einschätzt.

Auch mir passiert es, dass ich mich hin und wieder einschüchtern lasse: Kürzlich forderte eine Texter-Kollegin, dass jeder Text mit 40 Prozent Foto-Material aufgewertet werden muss. Ach, herrje! In meinem Kopf fing es an zu rattern: Woher soll ich die vielen Fotos nehmen? Und was passt zu einem Text wie diesem? Und überhaupt: Wie berechnen sich 40 Prozent Fotos von 1.000 Wörtern?

Später stellte sich heraus, dass die Kollegin viele Reise-Reportagen schreibt. Ich war erleichtert: Das ergibt Sinn.

Was auch immer dir an Marketing-Vorschlägen begegnet, die Frage ist:

Aus welcher Situation heraus spricht der Absender? Wie aussagekräftig ist seine Erfahrung für dich?

Ich wünsche dir viel Erfolg und eine ruhige Hand!


Du denkst darüber nach, mit Content-Marketing zu beginnen

oder kraftvoller neu zu starten? Ich habe eine Auswahl an Informationen zusammengestellt, die für dich interessant sein können. Schau dich um und mach dir selbst ein Bild: Ist Content-Marketing das Richtige für dich?


Aus Lesern werden Kunden

Aus Lesern werden Kunden

Acht unverzichtbare Regeln für dein Content-Marketing, um Vertrauen zu schaffen und Kunden zu gewinnen.

Wenn du Aufträge gewinnen willst, brauchst du das Vertrauen deines Kunden.

Ohne Vertrauen kein Verkauf.

Solange dir dein Kunde das Vertrauen versagt, befindet er sich im Alarm-Modus. Er scannt dein Verhalten und sucht nach Misstönen. Hat er etwas gefunden, fühlt er sich bestätigt. Du kannst dich noch so anstrengen: Mit dem Auftrag wird es nichts.

Anders, wenn er sich wohl mit dir fühlt: Er spricht mit dir über das, was er sich wünscht oder braucht. Über befürchtete Hindernisse und Sorgen. Wenn er dir vertraut, ist er offen für ein gemeinsames Projekt.

Viele unterschätzen die Bedeutung dieser emotionalen Basis im Verkauf. Im Content-Marketing wird das spürbar, wenn Anbieter in ihren Artikeln und Post Produkte und Leistungen in den Vordergrund stellen.

Doch damit erwarten sie zu schnell zu viel. Ihr Kunde ist noch nicht so weit.

Die Stärke von Blog-Artikeln und anderen Content-Formaten ist weniger der Verkauf. Vielmehr helfen sie, sich vertraut zu machen, Verständnis herzustellen und den Verkauf vorzubereiten.

So öffnen sich Menschen

Klingt kompliziert? In allen anderen Fällen machen wir es ebenso, völlig intuitiv. Lass uns dem emotional nachgehen.

Auf einer Fortbildungsveranstaltung lernst du einen Kollegen kennen. Du findest ihn sympathisch und ihr redet ein bisschen miteinander. Die Chemie stimmt und ihr beide steigt in das Gespräch ein.

Dein guter erster Eindruck bestätigt sich. In dem Maße, wie ihr vertraut miteinander werdet, bist du bereit, dich zu öffnen. Du erzählst mehr von dir, auch von den weniger glanzvollen Seiten (siehe auch: Vertrauen aufbauen, Karrierebibel). So geht das. Es ist ganz normal. Menschen begegnen und öffnen sich stückweise.

Nur im Verkauf besteht die nicht auszurottende Hoffnung, dass der Kunde eine Anzeige oder eine Verkaufsseite liest und auf der Stelle den Vertrag unterschreibt.

Vertrauen aufbauen: Acht Regeln für dein Content Marketing

Was bedeutet das für dein Content-Marketing?

Sei da. Kommuniziere regelmäßig.

Dem Kerl, der nur dann auftaucht, wenn er etwas will, traut man nicht. Sich zu kennen und Vertrauen zueinander zu haben, hängt eng zusammen.

Kommuniziere deshalb regelmäßig, zuverlässig und für deine Kunden bedeutsam. So wirst du zuerst virtuell und später praktisch zur selbstverständlichen Adresse deines Kunden.

Prüfe deine Haltung.

Vertrauen ist ein Geschenk. Deshalb bin ich zwiegespalten, dem Leser und Kunden appellativ zu begegnen.

Die Frage ist während der Corona-Krise mehrfach aufgetaucht: Die Unternehmen mussten sich schnell digitalisieren und zwangsläufig einen Schritt nach vorne gehen. Vielen Trainern und Coaches ist es jetzt ein Anliegen, diese Chance zu nutzen und auszubauen, anstatt das Rad wieder zurückzudrehen.

Das Thema kann man aufgreifen. Vielleicht muss man das sogar. Doch einen Appell kann der Leser als eine Unterstellung verstehen: „Warum machst du nicht einfach weiter? Bist du zu faul, zu dumm, zu träge?“

Menschen tun Dinge, die sie nicht tun sollten. Weshalb? Weshalb versuchen Unternehmen, den Zustand von vor der Corona-Krise zurückzuholen? Weshalb verschleppen wir unsere ToDos? Weshalb können wir uns zu Netzwerkveranstaltungen einfach nicht aufraffen? Weshalb tritt das eigene Marketing auf der Stelle?

Wir wissen es besser, wir schaffen es nur einfach nicht. Ich glaube, es ist hilfreicher, über Hindernissen und Lösungen zu sprechen als den Leser aufzufordern, sich nun endlich einmal anzustrengen. (siehe auch: Textqualität – einen Text bewerten).

Wähle deine Themen mit Bedacht.

Zurück zu deiner Fortbildungsbekanntschaft: Wem würdest du leichter vertrauen? Ist es der Typ, der zusammen mit seinem Team internationale Trainingsprojekte stemmt oder derjenige, der in mittelständischen Unternehmen Kommunikationsprojekte leitet?

Die Antwort kenne ich nicht. Es kommt darauf an, wem du dich nahe fühlst. Die Größe der Projekte muss noch nicht einmal das entscheidende Kriterium sein.

Im Content-Marketing wird das Thema unter „Zuhören“ diskutiert:

Was sind die wahren Wünsche, Bedürfnisse, Fragen und Sorgen deiner Leser und Kunden?

Wecke Vertrauen, indem du darauf antwortest (siehe auch: Wie Sie schnell Vertrauen aufbauen, Roland Kopp-Wichmann).

Sprich wie ein echter Mensch.

Phrasen sind fürchterlich. Das Dumme ist nur, dass uns Phrasen meist bei anderen auffallen. Im eigenen Feld sind sie uns so vertraut, dass wir sie benutzen, ohne es zu merken.

Vorsicht deshalb vor „the End of the Day“, „Thinking Outside the Box“, der „Augenhöhe“ und den berühmt-berüchtigten „Synergien“. Sprüche wie diese hat jeder von uns schon tausendmal gehört. Was genau gemeint ist, bleibt meist verschwommen, weshalb wir innerlich auf Distanz gehen. Die Worte sprechen uns ein bisschen an, aber nicht richtig.

Unseren Kunden und Lesern geht es ebenso. Zu Recht wächst bei ihnen der Verdacht, dass sie ein wenig, aber nicht wirklich gemeint sind.

Sei nahbar.

Vertrauen braucht Offenheit. Doch muss man wirklich jede innere Regung und jede Banalität in die Öffentlichkeit tragen? Die Meinungen darüber sind geteilt. Jeder muss seine eigene Antwort finden, fürchte ich.

Um deine eigene Position zu finden, kannst du ja mal nachsehen, wie es andere machen. Zuerst zwei Netzwerkspezialisten:

Was auffällt:

  • Sonnenuntergänge, Blumenbeete und Sonntagskuchen postet keiner.
  • Manche erzählen persönliche Geschichten. Doch nie geht es um Privates. Wenn sie es tun, stehen diese im Business-Kontext.
  • Alle sind als Person sichtbar. Sie veröffentlichen viele Fotos von sich, wobei diese Fotos lebendiger sind als traditionelle Bewerbungsfotos.

Was passt zu dir? Finde dein Rezept.

Transparenz.

Welche Quellen ziehst du für dein Content Marketing heran? Wie sorgfältig triffst du deine Auswahl?

Deine Quellen zu nennen, ist mehr als eine Frage des Urheberrechtsschutzes. Sie belegen, wo du dich informierst. Sie bilden damit einen Baustein für deine Glaubwürdigkeit.

Halte Kritik aus.

Kritik ist nicht nett. Sie tut weh und macht zuweilen Angst. Doch solange sie höflich formuliert und inhaltlich angemessen ist, solltest du sie zulassen – und dich gegebenenfalls sogar bedanken.

Geduld.

Vielleicht ist die Geduld die härteste Übung, wo der Druck so groß und die Zeit so knapp ist. Doch so wie das Gras benötigt auch das Vertrauen Zeit zum Wachsen. Gib sie ihm.

Und wie kommst du jetzt zu deinen Kunden?

Mit deinem Content Marketing schaffst du Vertrauen. Du hilfst deinem Kunden, sich zu orientieren. Nach und nach hält er dich für einen patenten Kerl oder eine kluge Frau. Doch wie geht es jetzt weiter?

Überlege dir, wie der nächste angemessen große Schritt aussieht. Was passt zu deinen Kunden? Ein Newsletter in Kombination mit einem Lead Magnet (siehe auch: Follow up).

  • Ein kurzer Workshop zu einem überschaubaren Preis.
  • Ein E-Mail-Kurs als Arbeitsprobe.
  • Ein Kennenlernangebot.

Oder was könnte es sonst sein? Es kommt auf dich und deine Zielgruppe an: Ein preisgünstiges, risikoarmes Angebot sieht B2B anders aus als B2C.

Wofür auch immer du dich entscheidest: Beim Content-Marketing geht es darum, dem Kunden eine Treppe zu bauen, die er entlang geht – bis er so weit ist, dein Produkt zu kaufen.


Du denkst darüber nach, mit Content-Marketing zu beginnen

oder kraftvoller neu zu starten? Ich habe eine Auswahl an Informationen zusammengestellt, die für dich interessant sein können. Schau dich um und mach dir selbst ein Bild: Ist Content-Marketing das Richtige für dich?