Mein Kollege trennt sich von den Social Media. Eine gute Idee?

Mein Kollege trennt sich von den Social Media. Eine gute Idee?

Von den Alternativen, deren Aufwand sowie fünf Tipps für den ressourcenschonenden Umgang mit den Social Media.

Viele von uns verbindet mit den Social Media eine Art Hassliebe. Auch mir geht es so: Immer wieder finde ich inspirierende Posts, doch ebenso sehr Langweiliges und Überflüssiges.

Mein Kollege Sascha Theobald hat den Stecker gezogen. In den sozialen Medien ist er nicht mehr aktiv – was mich verblüfft hat, denn ich kenne ihn als engagierten Netzwerker.

Die dunkle Seite der Social Media: Was uns die Laune verhagelt

In seinem Artikel „Selbstständig ohne Social Media?“ schreibt er von seinen Gründen für diesen Schritt: Er sieht zu viel Belangloses. Die Algorithmen fördern die dunklen Seiten der sozialen Netze wie Fake News und Hatespeech. Statt zugewandter Beziehungspflege trifft man vielfach auf unangenehm vorpreschenden Verkauf und nicht zuletzt werden wir, die Nutzer, von den Plattformbetreibern ausgenutzt.

Zudem bemängelt er die oftmals wenig aussichtsreiche Nutzung der Social Media: Viele Selbstständige melden sich an, weil alle es tun. Doch es fehlt an einem Plan für die Inhalte und an Konsequenz. So verbringen sie viel Zeit auf den Plattformen und erreichen wenig.

Saschas Lösung lautet: Entscheide dich entweder für die Social Media oder lass es bleiben. Immerhin stehen viele alternative Kommunikationswege zur Verfügung, wie Blog, SEO, Pressearbeit oder Newsletter.

In vielen Punkten kann ich ihn gut verstehen. Doch bevor du erleichtert seufzt deinen Kanal löschst, lies, ob die Alternativen wirklich günstiger für dich sind.

Weshalb wir von den Social Media dennoch nicht loskommen

Im Marketing hast du drei Aufgaben: neue Kontakte kennenlernen, die Beziehung zu ihnen entwickeln und sie zum Verkauf führen.

Die Plattformen stellen dir alles Nötige dazu zur Verfügung. Und obwohl es ausgesprochen hilfreich ist, wenn du ein Budget für Anzeigen oder erweiterte Funktionen hast, kannst du zumindest kostenfrei starten. Für viele Einsteiger ist das unabdingbar.

„Geh dorthin, wo deine Kunden sind“, heißt es im Marketing. Auch dieser Punkt ist in den Social Media erfüllt.

Punkt für die Social Media.

++ Selbstbestimmt
++ Expertenpositionierung
– – Zeit
+- Budget

Sind denn die Alternativen besser?

Mit Blick auf die Kosten und Abhängigkeit von anderen sind auch die Alternativen nicht ohne.

Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Eine Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist eine laufende Aufgabe. Der Algorithmus ändert sich ständig. Wenn du es gut machen willst, solltest du das Ranking deiner Artikel und Seiten im Blick behalten und deine Optimierung regelmäßig nachjustieren. Dazu musst du entweder fachlich in das Thema SEO einsteigen oder mit Experten arbeiten – und natürlich auf jeden Fall Content produzieren. SEO kostet Zeit oder Geld oder beides.

++ Selbstbestimmt
– – Expertenpositionierung
+- Zeit
+- Budget

Google-Anzeigen

Google-Anzeigen waren zu Beginn einmal günstig. Inzwischen sind sie ziemlich kostspielig geworden, besonders wenn du mit Suchbegriffen arbeitest, die einem hohen Wettbewerb ausgesetzt sind. Auch hier braucht es Know-how und eine Strategie, damit du nicht sinnlos dein Budget verpulverst.

++ Selbstbestimmt
– – Expertenpositionierung

++ Zeit
++ Budget

Pressearbeit

Auch bei der klassischen Pressearbeit (Gastartikel, Fachartikel) musst du dich intensiv kümmern.

Im Einzelnen bedeutet das: Publikationen recherchieren, einen Verteiler aufbauen, eine Artikel-Idee entwickeln, deine Idee in den Redaktionen vorstellen, den Artikel liefern, die Vorgaben der Redaktion einhalten und deinen veröffentlichten Artikel vermarkten.

Pressearbeit erinnert in weiten Teilen an Kaltakquise, weil du per Telefon oder E-Mail versuchst, einen Kontakt in eine Redaktion aufzubauen. Die Redakteure und Redakteurinnen sind die Chefs im Ring. Das bedeutet: Sie entscheiden, ob sie deinen Artikelvorschlag übernehmen oder nicht und in welcher Form. Vielleicht haben sie einen Platz für dich – oder nicht. Fehlversuche sind unvermeidlich und: Es gibt kein (preisgünstiges) zentrales Presseverzeichnis. Du musst dir deine Adressen selbst zusammensuchen.

– – Selbstbestimmt
++ Expertenpositionierung

– – Zeit
++ Budget

Veranstaltungen

Du kannst Veranstaltungen besuchen, natürlich. Doch wie viele sollen es sein, wenn du mit relativ kleinpreisigen Angeboten arbeitest und deshalb viele Kunden benötigst? Für viele Anbieter ist das keine realistische Option.

++ Selbstbestimmt
++ Expertenpositionierung
– – Zeit
++ Budget

Newsletter

Newsletter sind ein gutes Mittel, um bestehende Kontakte zu entwickeln. Doch wie werden neue Kontakte auf deinen Newsletter aufmerksam? Zu der Frage benötigst du eine Antwort.

++ Selbstbestimmt
++ Expertenpositionierung
+- Zeit
++ Budget

Ein eigenes Online-Netzwerk

Als fragwürdig erscheint es mir, eine eigene Plattform zu gründen. Netzwerke sind so spannend wie die Mitglieder, die sich dort treffen. Wenn alle deine Freunde schon da sind, musst du mit. Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Die Menschen sind wenig bereit, sich auf mehreren Plattformen einzuwählen.

++ Selbstbestimmt
++ Expertenpositionierung
– – Zeit
++ Budget

Unsere anfängliche Begeisterung für die Social Media hatte einen Grund

So könnte ich weitermachen. Die Social Media sind kein Königsweg, sicher. Doch auch die anderen Kommunikationswege haben ihren Preis.

Es gibt einen Grund, weshalb wir uns vor Jahren begeistert auf die Social Media gestürzt haben:

Wir dürfen publizieren, was wir wollen, und wir können den Einsatz unserer Zeit und unseres Budgets selbst steuern. Unsere Kunden sind schon da. Jede Plattform bietet reichlich Tools an, mit denen wir unsere Marketing-Aufgaben bewältigen können.

Du bist noch immer nicht überzeugt von den Social Media? – In Ordnung. Doch versuche, die Alternativen realistisch einzuschätzen.

Entspannt und zielgerichtet in den Social Media

Viele andere Punkte, die Sascha angesprochen hat, haben mit dem Verhalten der Nutzer zu tun. Du hast alle Hebel in der Hand. Wenn du deine Ressourcen schonen willst, versuche es doch einmal so:

Entscheide dich für eine (!) Social Media-Plattform

Plattformen haben das Potenzial, dir den Kopf „zuzumüllen“. Ich weiß ein Lied davon zu singen. Als bloggende Marketing-Frau habe ich zeitweise versucht, Xing, Twitter, Facebook, Instagram und LinkedIn gleichzeitig zu bedienen. Es war fürchterlich. Das hat überhaupt nicht funktioniert.

Inzwischen konzentriere ich mich auf LinkedIn. Das entlastet meinen Kopf. Zugleich gibt es bei LinkedIn genügend Kunden für mich. Weshalb sollte ich verschiedene Plattformen betreiben?

  • Mein Tipp: Wähle eine Plattform, und zwar die, auf der du dich am liebsten aufhältst.

Erziehe deinen Algorithmus

Der Algorithmus der Plattformen wählt aus, was du siehst: Das sind zunächst die Posts deiner Kontakte und die deiner ausgewählten Organisationen und Gruppen. Überdies werten die Algorithmen dein Verhalten aus: Was schaust du dir intensiv an? Wo verschenkst du ein Like? Wo kommentierst du?

Du bekommst immer mehr von dem gezeigt, auf das du reagiert hast. Wenn du aus lauter Freundschaft den Posts deiner Netzwerk-Partner ein Like schenkst, zeigt dir der Algorithmus immer mehr Posts dieses Typs, auch wenn du inhaltlich vielleicht gar kein Interesse hast.

  • Wenn du Wert auf spannende Informationen legst, reagiere vorrangig auf solche Inhalte, die dich wirklich interessieren.
  • Prüfe zudem, wem du folgst. LinkedIn unterscheidet zwischen „Folgen“ und „Vernetzen“. Von den Kontakten, denen du folgst, siehst du potenziell die Posts. Wenn dich die Posts weniger interessieren, entfolge sie einfach. Deine bestehende Vernetzung bleibt davon unberührt.

Begrenze dein Zeitfenster

Abends vor dem Fernseher sitzen und bei Instagram surfen hat etwas von Chips essen, finde ich: Einmal angefangen, kann man nur schwer aufhören – auch wenn es überhaupt nicht guttut. Am Ende ist der Kopf voll, doch richtig nahrhaft ist das alles nicht.

  • Wenn es dir auch so ergeht, hilft nur, die Zeit auf der Plattform zu begrenzen.

Steuere dein Netzwerk

Mit Hatespeech hatte ich bisher nichts zu tun. Zum Glück. Marketing ist allerdings auch ein weniger explosives Thema als all die Dinge, die wir in Politik und Gesellschaft diskutieren.

  • Inhaltlich bleibe ich weitgehend bei meinem Fach. Das ist eine Entscheidung, die jeder für sich treffen muss. Wenn du politische und weltanschauliche Themen ansprichst, solltest du mit emotionaleren Reaktionen rechnen. Du hast die Wahl.
  • Die Zahl meiner Follower ist relativ überschaubar. Das hat etwas mit einem ziemlich rigorosen Kontaktmanagement zu tun: Wer mir oder anderen gegenüber einen fragwürdigen Tonfall anschlägt, wird konsequent entfolgt.

Viele Wege führen zum Kunden

Wähle für dein Marketing die Kanäle, auf denen du dich wohlfühlst. Sofern du neue Kontakte gewinnst, sie entwickelst und zum Verkauf führst, ist alles gut. Es gibt kein „Muss“. Ich finde allerdings, dass für die Social Media noch immer gute Gründe sprechen.


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Rezept für einen einfachen Content-Marketing-Plan

Rezept für einen einfachen Content-Marketing-Plan

Baue auf dem auf, was du kennst: Weshalb ein Content-Marketing-Plan nicht viel anders funktioniert, als der Plan für dein nächstes Seminar.

Stell dir vor, du hast den Auftrag, ein Seminar auszurichten. Als Trainer, Berater oder Coach hast du dir im Laufe der Zeit bestimmt eine Vorgehensweise zurechtgelegt.

Eine kommunikative Aufgabe: Tagesgeschäft für dich

Du fragst dich etwa:

  • Wer sind die Teilnehmenden?
  • Welches Vorwissen haben sie?
  • Was sollen sie im Anschluss an die Veranstaltung wissen, können, verstehen?
  • Wie sind die Rahmenbedingungen?
  • Welche Tools und Methoden bieten sich an?
  • Und was kannst du angesichts all dessen leisten?

Wenn es um Content-Marketing geht und das Wort „Plan“ oder „Strategie“ fällt, bekommen alle lange Zähne. Dabei springen einen die Parallelen geradezu an:

  • Wer sind deine Zielkunden?
  • Was müssen Sie wissen oder verstehen, damit sie den Wert und den Nutzen deines Angebots einschätzen können?
  • Welchen Nutzen ziehen sie aus deinen Content-Angeboten?
  • Mit welchen Kanälen arbeitest du?
  • Welche sind deine bevorzugten Formate wie Text, Grafik, Video oder Podcast?
  • Wie kommt deine unverwechselbare Handschrift zum Ausdruck?
  • Was kannst du auf Dauer leisten?

Bestimmt gibt es auch in deinem Bekanntenkreis Kolleg*innen, die sich ins Content-Marketing gestürzt haben, um es kurze Zeit später enttäuscht wieder abzubrechen. Der Vergleich mit einer Seminarvorbereitung ist auch hier gerechtfertigt:

Content-Marketing wird umso leichter, je klarer du selbst bist und deine Tools schön geordnet bereitgestellt hast.

Du willst zum Handeln ermutigen

Ob Seminar oder Content-Marketing: In beiden Fällen geht es um ein absichtsvolles Sprechen. Du willst etwas erreichen, meist eine Handlung. Normalerweise geht dem ein Verstehen, Erkennen und eine Erweiterung der Kompetenzen voraus.

Die besten Chancen hast du, wenn du dir deinen Content-Marketing-Plan schriftlich festhältst. Ein schriftlicher Plan hat mehr Verbindlichkeit, als das gesprochene Wort und wenn du im Eifer des Geschäfts deine Ziele aus den Augen verlierst, kannst du sie mithilfe deines Plans kurzfristig wieder wachrufen.

Das Content Marketing Institute führt jährlich eine Studie „Benchmarks, Budgets und Trends“ durch. Immer wieder zeigt es sich, dass eine schriftliche Dokumentation die erfolgreichen Content-Marketing-Creators von den erfolglosen unterscheidet. Danach haben 62 % der erfolgreichsten Content-Vermarkter eine dokumentierte Strategie im Vergleich zu 11 % der weniger erfolgreichen.

Auch wenn du – anders als die meisten Befragten – kein Unternehmen bist und kein Team steuern musst: Die Prioritäten im Blick behalten und die Ressourcen sorgsam einteilen – das betrifft uns Solo-Selbstständige ganz besonders.

In deinem Content-Marketing-Plan solltest du deshalb Antworten zu diesen Fragen notieren:

  • Wer sind deine Kunden?
  • Was müssen sie wissen, damit sie dich buchen können?
  • Worin liegt deine vordringliche Aufgabe im Marketing? Was willst du unbedingt erreichen?
  • Für welche Kanäle und Formate entscheidest du dich?
  • Wie stimmst du dein Content-Marketing mit anderen Marketing-Maßnahmen ab, sodass ein schlüssiges Ganzes entsteht?
  • Welche Ressourcen stehen dir zur Verfügung?
  • Wie managst du dich selbst?

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Was ist Content-Marketing? (Teil 1)

Was ist Content-Marketing? (Teil 1)

Spirit, was du mit Content-Marketing erreichen kannst und wie du an den Start kommst

Viele Kollegen haben sich mit Definitionen und Erklärungen versucht. Ich bin nie richtig froh damit geworden: Meist bleiben sie im Kopf stecken, ohne an innere Bilder und Erfahrungen anzuknüpfen. Deshalb geben sie wenig Orientierung.

Ich probiere mich einmal an einem Vergleich.

Der Spirit

Klassische Werbung …

Jemand könnte zu dir sagen: Gehe in einen Bio-Laden und kaufe deine Lebensmittel dort. Die Ware ist fair produziert, umweltfreundlich und schmeckt besser.

Das sind gute Argumente. Allerdings fehlt die Emotion. Mit Bildern und Worten würde man etwas suggerieren wie: „Du willst doch nicht auf Kosten anderer konsumieren?!“ Oder: „Echter Genuss ist natürlich.“ Je nachdem, wie du persönlich aufgestellt bist, würdest du dich vom schlechten Gewissen oder dem Wunsch nach unverfälschten Genuss gewinnen lassen.

Das ist klassische Werbung.

… im Gegensatz zu Content-Marketing

Wie wäre es, wenn dich die Inhaber des gleichen Bio-Ladens mit einem freundlichen Lächeln begrüßen? Wenn es unheimlich gut riecht. Wenn du leckere Sachen entdeckst, die du gerne ausprobieren möchtest. Wenn du gelegentlich etwas kosten darfst. Wenn es ganz einfach angenehm ist, sich in diesem Laden aufzuhalten.

Du würdest beim ersten Mal eine Kleinigkeit mitnehmen und beim nächsten Mal etwas mehr. Mit der Zeit würde es dir zur Gewohnheit werden, dort einzukaufen. Du würdest gar nicht mehr fragen.

Content-Marketing will etwas Vergleichbares erreichen: Deine Fans & Follower freunden sich mit dir an. Sie lernen, dass es bei dir etwas Wertvolles, Inspirierendes, Angenehmes oder Wichtiges gibt. Sie lesen zunächst deinen Content, besuchen dann ein Webinar und dann vielleicht noch eines. Schließlich sind sie so weit, dass sie deine Leistung buchen, weil – nun ja – bislang war alles prima. Wo sollten sie denn sonst hingehen?

Deine Kunden kommen dir Schritt für Schritt näher, weil sie dich gut finden. Sie tun es freiwillig.

Was Content-Marketing sein will

Content-Marketing drückt und drängt nicht. Es macht kein schlechtes Gewissen.

Das setzt auf deiner Seite jedoch voraus, dass du dir sehr klar darüber wirst,

  • was deine Kunden von Herzen bewegt,
  • was sie benötigen,
  • wie du sie Schritt für Schritt zu deinem Angebot führst,

immer vertrauenswürdig, immer angenehm. Dennoch zielgerichtet. Darin liegt kein Widerspruch, denn sie bekommen eine Lösung von dir, die sie in ihrer Wahrnehmung weiter bringt und für die sie sich selbst entschieden haben.

Content-Marketing in der Praxis

Soweit der Vergleich. Lass uns etwas handwerklicher werden. Eine etwas formellere Einordnung von Content-Marketing ist diese:

Content-Marketing ist ein strategischer Marketingansatz, bei dem wertvolle, relevante und konsistente Inhalte erstellt und verbreitet werden, um ein klar definiertes Publikum anzusprechen und zu gewinnen – mit dem Ziel, profitable Kundenaktionen auszulösen.“

Jodi Harris, Content Marketing Institute

Drei Begriffe fallen auf:

Definiertes Publikum
Du wünschst dir stabile und vertrauensvolle Beziehungen zu deinen Fans und Follower. So sind deine Chancen am größten, sie schließlich als Kunden zu gewinnen.

  • Achte bei der Auswahl deiner Inhalte auf die Interessen, den Wissensstand und die Sichtweise deiner Kunden. Die Lieblingsthemen und Prioritäten, die dich als Expert*in deines Fachs umtreiben, sollten zurückstehen.
  • Achte bei der Auswahl deiner Kanäle und Medien auf die Vorlieben und üblichen Verhaltensweisen deiner Kunden.

Wertvoll und relevant
Content-Marketing wird gelegentlich als „Sog-Marketing“ beschrieben. Mache dir deshalb das spezifische und unbefriedigte Bedürfnis deiner Kunden bewusst; eines, das sie magisch anzieht, und stimme deine Inhalte darauf ab.

Deine Erfolgschancen sind am größten, wenn deine Inhalte Informationen bereitstellen, nach denen deine Kunden ohnehin suchen. Seth Godin fordert, dass schon das Marketing hilfreich und nützlich sein sollte. Mögliche Inhalte sind:

  • Hilf deinen Kunden, Erlebnisse ihres Alltags einzuordnen.
  • Stelle Ihnen praktische Tools vor, die ihnen das Leben erleichtern.
  • Beschreibe unterschiedliche denkbare Lösungswege und weshalb du dich für deinen entschieden hast.
  • Räume mit schrägen Vorstellungen und falschen Vorbildern auf.

Bei alledem brauchst du keine Angst haben, zu viel Wissen herauszugeben. Denn: Als Trainer, Berater oder Coach hilfst du deinen Kunden in der Regel mit Dingen zurechtzukommen, die sie allein nicht schaffen. Da hilft die ganze Klugheit nicht. Mach dir bewusst, was du deinen Kunden wirklich gibst.

Konsequenz
Content-Marketing benötigt einen langen Atem. Von jetzt auf gleich wirst du nichts. Der Erfolg wird sich nur dann einstellen, wenn du deine Inhalte dauerhaft, regelmäßig und entlang deiner Qualitäts-, Wert- und Zweckmaßstäbe ausrichtest.

Das kann Content-Marketing leisten

Bei diesen Aufgaben kann dir Content-Marketing helfen:

Markenbekanntheit

  • Eine neue Zielgruppe erschließen.
  • Ein neues Angebot auf den Markt bringen.
  • Sich gegenüber dem Wettbewerb abgrenzen.

Beziehung zu den Fans & Followern

  • Sich als seriöse und sympathische Informationsquelle beweisen.

Website-Traffic

  • Besuche erzeugen.
  • Die Bounce-Rage verringern.
  • Den Fans & Followern Inhalte zur Verfügung stellen, die deren Entscheidung unterstützen.

Leads

  • Neue Leads gewinnen und qualifizieren.
  • Bestehende Leads für ein neues Angebot gewinnen.
  • Influencer gewinnen, die sich für dein Angebot verwenden.

Marketing-ROI

  • Content kann die Marketing-Kosten senken, weil einmal erstellter Content auf Dauer für dich arbeitet. Anzeigen hingegen, sind nur so lange wirksam, wie du zahlst.

Auf einen Nenner gebracht geht es stets um Verkauf, Kosteneinsparungen und Business-Wachstum. Frage dich einfach, an welcher Stelle du dir am dringendsten eine Verbesserung wünschst. Dort liegt deine aktuelle Aufgabe im Content-Marketing.

Gute Partner für dein Content-Marketing

Content-Marketing verträgt sich gut mit:

  • Telefonakquise
  • Pressearbeit
  • Online-Anzeigenschaltung
  • Messeauftritten
  • Vorträgen
  • Netzwerken
  • Eigenen Büchern
  • SEO
  • und anderem mehr.

Tatsächlich ist eine Kombination in den meisten Fällen die beste Lösung. Und um das gleich zu sagen: Lass dir nicht einreden, du müsstest jeden Tag ein Post und alle zwei Wochen einen Artikel versenden. Wie du dein Marketing gewichtet, hängt von dir, deinen Kunden und deinem Angebot ab. Pauschale Empfehlungen, die an der spezifischen Situation eines Selbstständigen oder Unternehmers vorbeigehen, leiten meist in die Irre.

An den Start kommen, anfangen

Was braucht es für den Erfolg im Content-Marketing? Am besten legst du dir zurecht:

Zweck und Ziele:
Content-Marketing ist mit Aufwand verbunden. Ob du selbst Hand anlegst oder wenigstens teilweise eine Agentur beauftragst: Es ist eine Investition. Mach dir deshalb bewusst, weshalb du auf Content-Marketing setzen möchtest und welcher Wert daraus für dein Business entsteht.

Zielkunden:
Werde dir über deine Zielkunden klar: Welche Inhalte helfen ihnen am meisten und welche Vorteile bietet dein Angebot?

Deine Story:
Eine großartige Leistung wirkt noch mal so gut, wenn sie mit einer guten Geschichte dargereicht wird. Gute Argumente für deine Leistung bedienen den Wunsch nach Rationalem, Greifbaren. Eine gute Story schafft eine emotionale Verbindung. Wie also lautet deine Story, die sich wie ein roter Faden durch deine Inhalte zieht?

Abläufe und Tools:
Lege dir einen Plan zurecht, wie du deine Inhalte zeitsparend entwickelst und wiederverwendest. Content Recycling ist ein wichtiges Thema. Lege zuerst fest, welche Kanäle und Formate du nutzen möchtest und entscheide daran entlang, welche technischen Tools du brauchst – und was du können möchtest. Lernzeit und der Besuch von Kursen lohnt meist nur, wenn du etwas regelmäßig selbst machen möchtest.


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