Kunden gewinnen mit Linkedin

Kunden gewinnen mit Linkedin

So sprichst du bei Linkedin Kunden an, professionell und ohne sie gleich zu Beginn zu nerven.

Linkedin steht hoch im Kurs. Corona-tauglich ist die Plattform außerdem. Was also läge näher, als dort nach Kunden zu suchen? Der Druck, unter dem viele stehen, macht sich allerdings unangenehm bemerkbar. Ich mag die Kontaktanfragen schon gar nicht mehr zusagen, denn regelmäßig passiert dies:

Kontaktanfrage:

Anschließende Mail:

Mit schwierigen Situationen in Teams habe ich nichts zu tun. Gar nichts. Jeder, der meinem Profil nur drei Sekunden widmet, kann das sehen. Ich fühle mich benutzt. Offenbar geht es jedoch nicht nur mir so, wie der empörte Post eines HR Managers zeigt:

Wie gelingt es dir, Kunden für dich zu interessieren, ohne offene oder stillschweigende Empörung auszulösen? Wichtig ist, dass du sie individuell ansprichst, und zwar mit etwas, das ihnen auf dem Herzen liegt. Wie das gelingt, dazu habe ich zwei Varianten für dich: eine aus dem Content Marketing und eine aus dem Vertrieb.

Content Marketing

Schritt 1: Wo sind die Menschen, die deine Leistung suchen?

Mach dir den Charakter deiner Leistung klar. Wie sprechen deine Kunden über ihre Fragen und Herausforderungen? Vielfach wird empfohlen, sich einer Gruppe anzuschließen, Fragen zu beantworten und so auf sich aufmerksam zu machen.

Nach meiner Beobachtung funktioniert das manchmal, manchmal nicht. In Gruppen, die sich etwa mit Technik beschäftigen, herrscht meist reger Austausch. Als Technik-Profi kannst du dich gut profilieren, denn über Probleme mit der Technik kann jeder reden, ohne sich eine Blöße zu geben.

Doch wie sieht es mit Ängsten, Problemen mit dem Arbeitgeber oder in der Partnerschaft aus? Was würde passieren, wenn ein HR-Profi eines Konzerns öffentlich über die Demotivation der Mitarbeiter in seinem Haus sprechen würde?

Du siehst:

Das Engagement in einer Gruppe kann ein guter Tipp sein. Doch wenn deine Kunden Gründe haben, mit ihren Problemen hinter dem Berg zu halten, dann sind Gruppen wenig aussichtsreich.

Aus der Sicht eines Kunden erlaubt die Recherche viel mehr Diskretion. Mach dir also bewusst, was deinen Kunden durch den Kopf geht und wie sie ihre Fragen stellen: Wo drückt ihnen der Schuh? Welche Probleme sehen sie? Diese Themen sind die Grundlage für deine Postings. Reichere deine Postings außerdem mit sinnvollen Hashtags an, sodass du von Interessierten gefunden wirst.

Schritt 2: Sei hilfreich und freundlich auf offener Bühne

Der Satz klingt merkwürdig, ich weiß. Gemeint ist dies: Interessenten werden auf dich aufmerksam, folgen dir und schauen dir zu, was du so machst. Manche werden mit der Zeit aktiv, kommentieren deine Posts oder schenken dir ein Like. Andere bleiben still. Doch sie beobachten, wie du dich verhältst.

In dieser Zeit bauen sie eine Beziehung zu dir auf, zumindest entwickeln sie ein Gefühl für dich. Dein Job ist es, zu zeigen, wofür du stehst und Vertrauen aufzubauen. Schreibe konsequent deine Posts, reagiere auf Kommentare, zeige dich großzügig. Und vergiss nicht, auf deine Leistungen hinzuweisen.

Hilfreich für das rechte Maß ist die 70-30-10 Formel. Sie besagt: Nutze …

  • 70 Prozent deiner Zeit, um anderen zu helfen,
  • 20 Prozent deiner Zeit, dich zu präsentieren und
  • 10 Prozent deiner Zeit, um um Hilfe zu fragen.

Im Content Marketing gehen wir von gut informierten und selbstbewussten Kunden aus. Sie kommen auf dich zu, wenn sie dich brauchen. Zentral für deinen Erfolg sind ein attraktives Angebot und eine Produkttreppe mit einer gut gewählten Schritthöhe: Die Stufen sollten deine Kunden gehen können, ohne sie zu überfordern.

Schritt 3: Gehe auf die Menschen zu, die dich umkreisen

Wenn Netzwerker und Interessenten immer wieder in deinem Umfeld auftauchen – na, dann sprich sie an und frage nach einem Kontakt. Sie sind offensichtlich an dir und deiner Arbeit interessiert. Wenn du vertieftes Interesse an dem Kontakt hast, verabrede dich zu einem Telefongespräch oder zu einem Treffen auf einem Event.

Die Erfolgsformel für dein Content-Marketing heißt:

  • hilfreich und nützlich
  • klar
  • verbindlich
  • freundlich und gut gestimmt
  • regelmäßig

Vertrieb: Direktansprache bei Linkedin

Vielleicht ist dir das alles zu defensiv. Du bist ein forscher Charakter – oder deine Kunden kennen deine Leistung nicht und suchen nicht nach dir. Es gibt viele Gründe, aktiv auf Kunden zuzugehen. Fang am besten so an:

Schritt 1: Recherchiere mögliche Kunden

Linkedin stellt dir umfangreiche Recherche-Möglichkeiten zur Verfügung. Nutze sie gerne ausgiebig und ergänze sie um die Webseite deiner möglichen Kunden sowie andere Quellen, die du findest. Akquise-Profis werden nicht müde zu betonen, dass der Erfolg deiner Ansprache in deiner Vorbereitung liegt. Bedenke die Negativ-Beispiele von weiter oben: Die Menschen, die du ansprichst, wollen wissen:

  • Wer ist der Mensch auf der anderen Seite?
  • Was will er von mir?
  • Weshalb ausgerechnet ich?

Du brauchst also Antworten auf die Fragen: Wer bist du? Was bietest du an? Weshalb sprichst du diesen Kunden an?

Schritt 2: Schreibe deine Kunden an

Sende deinen möglichen Kunden eine Kontaktanfrage. Bei Linkedin hast du 300 Zeichen Platz, deine Anfrage zu gestalten und zu legitimieren. Denn: Dein Kunde will von Anfang an wissen, wer du bist, was du von ihm willst und weshalb du ihn ansprichst.

Schritt 3: Entwickele die Beziehung

Wenn alles gut geht, sagt dir dein möglicher Kunde den Kontakt zu. Und dann?

Erst einmal passiert wenig – zumindest aus deiner Sicht. Dein Kunde macht sich mit dir und deinem Angebot vertraut. Vielleicht spricht er mit Kollegen über dich. Zum sofortigen Auftrag kommt es jedoch nur selten. Im B2B-Geschäft können gut und gerne neun Monate bis zu einem Auftrag ins Land gehen. Zwölf Kontakte braucht dein Kunde, bis er auf dich zukommt, heißt es. Was tust du, damit du nicht wieder vergessen wirst?

Darüber ließe sich ein Buch schreiben. Zum Glück hat das Angelika Eder schon längst getan, und zwar ganz wunderbar. Schau dir bei Interesse den „Akquise Coach“ an und lass dich nicht davon irritieren, dass die Autorin aus der Telefon-Akquise kommt. Sie bereitet dich auf eine überzeugende Erstansprache und einen gelungenen Beziehungsaufbau vor – was dir hier wie dort gut zu Gesicht steht.

Content Marketing und Vertrieb passen toll zusammen!

Lass uns zum Content Marketing zurückkehren, meinem Steckenpferd. „Beziehung entwickeln“ war das Thema.

Vielleicht ahnst du, was ich dir jetzt vorschlage: Dank deiner Vertriebsaktivitäten hast du eine Reihe Kontakte geknüpft. Damit sie dich nicht vergessen, greifst du zu den Mitteln des Content-Marketing: Du sendest hilfreiche und nützliche Posts über deine Timeline – und vergisst nicht, hier und da auf deine Leistungen hinzuweisen. So entwickeln deine Interessenten ein Bild von dir und deiner Arbeit. Sie wissen, wer du bist und bei welchen Aufgaben sie auf dich zukommen sollten.

Damit schließt sich der Kreis. Es steckt definitiv Arbeit darin. Doch das ist eine Binsenweisheit in der Kundengewinnung. Mit einem guten Profil, Konsequenz und Fokus auf die Themen deiner Kunden kannst du bei Linkedin viel erreichen.

Ich wünsche dir viel Erfolg!

Aus Lesern werden Freunde

Aus Lesern werden Freunde

Acht unverzichtbare Regeln für dein Content Marketing, um Vertrauen zu schaffen und Kunden zu gewinnen.

Wenn du Aufträge gewinnen willst, brauchst du das Vertrauen deines Kunden.

Ohne Vertrauen kein Verkauf.

Solange dir dein Kunde das Vertrauen versagt, befindet er sich im Alarm-Modus. Er scannt dein Verhalten und sucht nach Misstönen. Hat er etwas gefunden, fühlt er sich bestätigt.

Du kannst dich noch so anstrengen: Mit dem Auftrag wird es nichts.

Anders, wenn er sich wohl mit dir fühlt: Er spricht mit dir über das, was er sich wünscht oder braucht. Über befürchtete Hindernisse und Sorgen. Wenn er dir vertraut, ist er offen für ein gemeinsames Projekt.

Viele unterschätzen die Bedeutung dieser emotionalen Basis im Verkauf. Im Content Marketing wird das spürbar, wenn Anbieter in ihren Artikeln und Post Produkte und Leistungen in den Vordergrund stellen.

Doch damit erwarten sie zu schnell zu viel. Ihr Kunde ist noch nicht so weit.

Die Stärke von Blog-Artikeln und anderen Content-Formaten ist weniger der Verkauf. Vielmehr helfen sie, sich vertraut zu machen, Verständnis herzustellen und den Verkauf vorzubereiten.

So öffnen sich Menschen

Klingt kompliziert? In allen anderen Fällen machen wir es ebenso, völlig intuitiv. Lass uns dem emotional nachgehen.

Auf einer Fortbildungsveranstaltung lernst du einen Kollegen kennen. Du findest ihn sympathisch und ihr redet ein bisschen miteinander. Die Chemie stimmt und ihr beide steigt in das Gespräch ein.

Dein guter erster Eindruck bestätigt sich. In dem Maße, wie ihr vertraut miteinander werdet, bist du bereit, dich zu öffnen. Du erzählst mehr von dir, auch von den weniger glanzvollen Seiten (siehe auch: Vertrauen aufbauen, Karrierebibel).

So geht das. Es ist ganz normal. Menschen begegnen sich und öffnen sich stückweise. Nur im Verkauf besteht die nicht auszurottende Hoffnung, dass der Kunde eine Anzeige oder eine Verkaufsseite liest und auf der Stelle den Vertrag unterschreibt.

Vertrauen aufbauen: Acht Regeln für dein Content Marketing

Was bedeutet das für dein Content Marketing?

Sei da. Kommuniziere regelmäßig.

Dem Kerl, der nur dann auftaucht, wenn er etwas will, traut man nicht. Sich zu kennen und Vertrauen zueinander zu haben, hängt eng zusammen.

Kommuniziere deshalb regelmäßig, zuverlässig und für deine Kunden bedeutsam. So wirst du zuerst virtuell und später praktisch zur selbstverständlichen Adresse deines Kunden.

Prüfe deine Haltung.

Vertrauen ist ein Geschenk. Deshalb bin ich zwiegespalten, dem Leser und Kunden appellativ zu begegnen.

Die Frage ist während der Corona-Krise mehrfach aufgetaucht: Die Unternehmen mussten sich schnell digitalisieren und zwangsläufig einen Schritt nach vorne gehen. Vielen Trainern und Coaches ist es jetzt ein Anliegen, diese Chance zu nutzen und auszubauen, anstatt das Rad wieder zurückzudrehen.

Das Thema kann man aufgreifen. Vielleicht muss man das sogar. Doch einen Appell kann der Leser als eine Unterstellung verstehen: „Warum machst du nicht einfach weiter? Bist du zu faul, zu dumm, zu träge?“

Menschen tun Dinge, die sie nicht tun sollten. Weshalb? Weshalb versuchen Unternehmen, den Zustand von vor der Corona-Krise zurückzuholen? Weshalb verschleppen wir unsere ToDos? Weshalb können wir uns zu Netzwerkveranstaltungen einfach nicht aufraffen? Weshalb tritt das eigene Marketing auf der Stelle?

Wir wissen es besser, wir schaffen es nur einfach nicht. Ich glaube, es ist hilfreicher, über Hindernissen und Lösungen zu sprechen als den Leser aufzufordern, sich nun endlich einmal anzustrengen. (siehe auch: Textqualität – einen Text bewerten).

Wähle deine Themen mit Bedacht.

Zurück zu deiner Fortbildungsbekanntschaft: Wem würdest du leichter vertrauen? Ist es der Typ, der zusammen mit seinem Team internationale Trainingsprojekte stemmt oder derjenige, der in mittelständischen Unternehmen Kommunikationsprojekte leitet?

Die Antwort kenne ich nicht. Es kommt darauf an, wem du dich nahe fühlst. Die Größe der Projekte muss noch nicht einmal das entscheidende Kriterium sein.

Im Content Marketing wird das Thema unter „Zuhören“ diskutiert: Was sind die wahren Wünsche, Bedürfnisse, Fragen und Sorgen deiner Leser und Kunden? Wecke Vertrauen, indem du darauf antwortest (siehe auch: Wie Sie schnell Vertrauen aufbauen, Roland Kopp-Wichmann).

Sprich wie ein echter Mensch.

Phrasen sind fürchterlich. Das Dumme ist nur, dass uns Phrasen meist bei anderen auffallen. Im eigenen Feld sind sie uns so vertraut, dass wir sie benutzen, ohne es zu merken.

Vorsicht deshalb vor „the End of the Day“, „Thinking Outside the Box“, der „Augenhöhe“ und den berühmt-berüchtigten „Synergien“. Sprüche wie diese hat jeder von uns schon tausendmal gehört.

Was genau gemeint ist, bleibt meist verschwommen, weshalb wir innerlich auf Distanz gehen. Die Worte sprechen uns ein bisschen an, aber nicht richtig.

Unseren Kunden und Lesern geht es ebenso. Zu Recht wächst bei ihnen der Verdacht, dass sie ein bisschen, aber nicht wirklich gemeint sind.

Sei nahbar.

Vertrauen braucht Offenheit. Doch muss man wirklich jede innere Regung und jede Banalität in die Öffentlichkeit tragen? Die Meinungen darüber sind geteilt. Jeder muss seine eigene Antwort finden, fürchte ich.

Um deine eigene Position zu finden, kannst du ja mal nachsehen, wie es andere machen. Zuerst zwei Netzwerkspezialisten:

Sandra Holze verfolgt einen anderen Stil: Über mich / Facebook

  • Was auffällt:Sonnenuntergänge, Blumenbeete und Sonntagskuchen postet keiner.
  • Manche erzählen persönliche Geschichten. Doch nie geht es um Privates. Wenn sie es tun, stehen diese im Business-Kontext.
  • Alle sind als Person sichtbar. Sie veröffentlichen viele Fotos von sich, wobei diese Fotos lebendiger sind als traditionelle Bewerbungsfotos.

Was passt zu dir? Finde dein Rezept.

Transparenz.

Welche Quellen ziehst du für dein Content Marketing heran? Wie sorgfältig triffst du deine Auswahl?

Deine Quellen zu nennen, ist mehr als eine Frage des Urheberrechtsschutzes. Sie belegen, wo du dich informierst. Sie bilden damit ein Baustein für deine Glaubwürdigkeit.

Halte Kritik aus.

Kritik ist nicht nett. Sie tut weh und macht zuweilen Angst. Doch solange sie höflich formuliert und inhaltlich angemessen ist, solltest du sie zulassen – und dich gegebenenfalls sogar bedanken.

Geduld.

Vielleicht ist die Geduld die härteste Übung, wo der Druck so groß und die Zeit so knapp ist. Doch so wie das Gras braucht auch das Vertrauen Zeit zum Wachsen. Gib sie ihm.

Und wie kommst du jetzt zu deinen Kunden?

Mit deinem Content Marketing schaffst du Vertrauen. Du hilfst deinem Kunden, sich zu orientieren. Nach und nach hält er dich für einen patenten Kerl oder eine kluge Frau. Doch wie geht es jetzt weiter?

Überlege dir, wie der nächste angemessen große Schritt aussieht. Was passt zu deinen Kunden?

  • Ein Newsletter in Kombination mit einem Lead Magnet (siehe auch: Follow up).
  • Ein kurzer Workshop zu einem überschaubaren Preis.
  • Ein E-Mail-Kurs als Arbeitsprobe.
  • Ein Kennenlernangebot.

Oder was könnte es sonst sein? Es kommt auf dich und deine Zielgruppe an: Ein preisgünstiges, risikoarmes Angebot sieht B2B anders aus als B2C.

Wofür auch immer du dich entscheidest: Beim Content Marketing geht es darum, dem Kunden eine Treppe zu bauen, die er entlang geht – bis er so weit ist, dein Produkt zu kaufen.

Lies mich! So steigern routinierte Blogger ihre Reichweite

Lies mich! So steigern routinierte Blogger ihre Reichweite

Du willst reichlich Leser? Bitteschön! Hier sind 13 einfache Routinen, die jedem gelingen.

Wenn sich gute Qualität doch nur von alleine verkaufen würde! Schön wär’s. Doch leider bleibt das ein Traum. Tatsächlich solltest du deine Blogartikel aktiv vermarkten und dazu die Hälfte deiner Zeit einplanen.

Auf Dauer funktioniert deine Reichweiten-Strategie am besten, wenn du dir eine Routine zurechtlegst. Ich habe 13 Ideen für dich. Welche davon willst du übernehmen?

13 Basis-Rezepte für eine hohe Reichweite

Suchbegriffe

Die Zeiten des penetranten „Keyword Stuffings“ sind zum Glück vorbei: Wir alle sollten uns zuerst auf die Leser konzentrieren und dann an Google denken. Schon klar. Suchbegriffe ganz außer Acht zu lassen, muss dennoch nicht sein. Immerhin zeigen sie Google das zentrale Thema deines Artikels an.

Für mich funktioniert die Google-Routine am besten so: Ich schreibe meinen Artikel einmal herunter und schaue dann, wo ich meinen gewählten Suchbegriff sinnvoll einfügen kann.

Wenn du es auch so machen willst, prüfe zu dem Zweck

  • die Überschriften und Zwischenüberschriften,
  • die Einleitung,
  • den Fließtext
  • sowie die Informationen für Google, also SEO-Überschrift und Meta-Description.

Eine professionelle SEO-Strategie setzt du am besten mit einem SEO-Berater um. Wenn du jedoch die ersten grundlegenden Dinge selbst in die Hand nehmen willst, schau dich einmal beim Upload Magazin um: SEO selbstgemacht: Die effektivsten Maßnahmen und Tools.

Status Meldungen in den sozialen Netzwerken

Um deine Reichweite zu steigern, solltest du deinen neuen Artikel per Statusmeldung in deinen sozialen Netzwerken ankündigen. Dabei wäre es schade, wenn du nur die Überschrift und den Link versendest. Da geht mehr. Friends und Follower reagieren positiv auf ein bisschen mehr Engagement. Und das geht so:

Neugierig machen

Bei Facebook, Linkedin und Instagram ist es üblich, einen Artikel recht umfangreich anzumoderieren. Selbst Twitter hat sich schon lange von seiner 140-Zeichen-Grenze verabschiedet. Nutze deine Chance und mache deine Friends und Follower mit ein paar Sätzen auf deinen Artikel neugierig. Sie danken es dir mit Reaktionen – was deine Reichweite steigert.

Mehrfach versenden

Wer sagt, dass du nur eine Statusmeldung pro Netzwerk versenden darfst? Abhängig von der Kultur, die jeweils herrscht, kannst du mehrere Statusmeldungen posten. Bei Twitter mache ich es so:

Ich versende eine Statusmeldung

  • 1x am Tag der Veröffentlichung
  • 1x am Tag danach
  • 1x eine Woche später
  • 1x einen Monat später
  • 1x zwei Monate später
  • 1x sechs Monate später

Bei Facebook oder Linkedin bin ich längst nicht so offensiv. Doch nach sechs Monaten ist eine Wiederholung in meinen Augen in Ordnung.

Mir ist es schon oft passiert, dass die Mundpropaganda für einen Artikel erst bei der zweiten oder dritten Statusmeldung in Schwung kam. Es sind eben nicht immer alle im Netz, wenn ich zufällig da bin.

Überschriften und Teaser testen

Wenn du deinen Artikel mehrfach postest, solltest du mit verschiedenen Überschriften und Teasern arbeiten (Anleitung für einen Teaser). Die Entwürfe gelingen meist unterschiedlich gut. Mit mehreren Varianten steigerst du die Chance, den richtigen Ton für deine Friends und Follower zu treffen.

Bei Twitter ist das Analyse-Tool für die Ergebnisse gleich integriert. Und es ist sehr spannend, worauf die Follower gut reagieren.

Du fragst dich, woher die vielen Überschriften kommen sollen? Am einfachsten ist es, wenn du die verschiedenen Schwerpunkte deines Artikels jeweils in den Mittelpunkt hebst (Siehe auch: Starke Überschriften für deine Blogartikel).

Mit Tools arbeiten

Wenn du dich auf meine Tipps einlässt und mehrere Statusmeldungen mit verschiedenen Überschriften möglichst in mehreren Netzwerken versendest – dann wirst du unglücklich. Jedenfalls dann, wenn du das alles per Hand in den Griff bekommen willst.

Lass dir von einem Tool wie Hootsuite, Buffer oder Social Pilot helfen. Ich kann mir nicht vorstellen, wie man sich anders sinnvoll organisieren kann.

Befreundete Blogger um eine Empfehlung bitten

Sprich dich mit guten Freunden in deinem Netzwerk ab: Teilt eure Publikationen gegenseitig und steigert so eure Reichweite.

Unterstützer fördern

Früher oder später werden deine Follower damit beginnen, deine Artikel zu teilen. Sich zu bedanken, ist schlicht ein Gebot der Höflichkeit. Noch schöner ist es, deine Unterstützer bei einer nächsten Gelegenheit ebenfalls zu bedenken: mit einem Kommentar oder damit, dass du einen Artikel teilst.

Nach und nach steigerst du so den Kreis derer, die deine Artikel wohlwollend lesen und ihn häufiger teilen. Zugleich bildet sich ein Netzwerk, das über die Online-Welt hinaus reicht. Du wirst sehen: Wenn du jemanden außerhalb des Webs triffst oder mit ihm telefoniert, habt ihr schon eine kleine gemeinsame Geschichte. Es gibt etwas, das euch verbindet.

Deinen Artikel in Gruppen und Foren anteasern

In eine Liste wie diese gehört der Hinweis, deinen Artikel in einer Gruppe oder in einem Forum anzuteasern. Ich bin in der Sache zwiegespalten: Es gehört Fingerspitzengefühl dazu.

Auf der sicheren Seite bist du, wenn du dir zuerst ansiehst, was in der Gruppe üblich ist, in der du etwas posten möchtest. Meist reagieren die Mitglieder ungnädig, wenn du alle Diskussionen auslässt und dich niemals beteiligst, dann aber einen Artikel absetzt und wieder verschwindest. Auch Eigenwerbung ist in der Regel unerwünscht.

Noch etwas knirscht in meiner Wahrnehmung: In Business Netzwerken will man sich möglichst keine Blöße geben. Deshalb sind die Artikel oft informativ gehalten. Der Autor zeigt sich im besten Licht. Die Frage ist nur, wie Gruppenmitglieder auf einen rundum perfekten Beitrag reagieren sollen: Toll? Wie sollen sie antworten? Meist bleiben sie stumm, denn wenn der Autor vor allem sein Können und Wissen präsentiert, lädt das einfach nicht zum Austausch ein. Gespräch und Austausch sind jedoch der Wesenskern einer Gruppe oder eines Forums.

Versuche es alternativ einmal so: Leite eine Diskussion ein, indem du eine Frage stellst, die mit deinem Artikel in Zusammenhang steht. Ergänzend (!) kannst du auf deinen Artikel hinweisen.

Den Output steigern

Im Marketing hilft mehr oftmals mehr. Damit du deinen Aufwand einigermaßen im Griff behältst, versuche, deine Ideen mehrfach zu verwenden.

Bei Linkedin etwa kannst du unter Linkedin Pulse einen Artikel einstellen. Veröffentliche also deine Artikel zuerst auf deinem Blog und einige Monate später bei Pulse.

Um Problemen mit Google und Duplicate Content aus dem Weg zu gehen, solltest du nur 50 Prozent bei Linkedin einstellen und auf deinen Blog als Originalquelle verweisen. (Tipp von Linkedin).

Alternativ kannst du eine kleine Serie an Posts entwerfen, die inhaltlich zusammenhängen. Die versendest du im Verlauf von vier oder sechs Wochen. Ein gutes Jahr später kannst du aus den Posts einen Artikel schreiben.

Helfen, Fragen beantworten

Recherchiere auf deinen Plattformen, wer gerade eine Frage zum Thema deines jüngsten Artikels hat. Bitte antworte auf die Frage aufrichtig und individuell. Verweise ergänzend (!) auf deinen Artikel. So gewinnst du neue Follower.

E-Mail-Signatur

Tools wie WiseStamp helfen dir, dynamische E-Mail-Signaturen zu erstellen. Das bedeutet: Dein jeweils neuester Artikel wird in deine E-Mail-Signatur integriert. Sehr praktisch!

Ausgewählte Kunden anmorsen

Wenn dein Artikel im Anschluss an ein Kundengespräch entstanden ist oder wenn es gerade passt, lass deinen Kunden von deinem neuen Werk wissen.

Newsletter

Weise in deinem nächsten Newsletter auf deinen Artikel hin. Falls du noch keinen Newsletter führst, kann dies der Auftakt sein: Informiere deine Abonnenten über deine neuen Artikel.

Welche Tipps für mehr Reichweite haben dir am besten gefallen? Vielleicht legst du dir eine Checkliste an, die du nach der Veröffentlichung eines Artikels durchgehst. Die erste Runde ist die aufwändigste. Mit der Zeit wird es einfacher.

Eine große Reichweite beruht zum großen Teil auf Hartnäckigkeit und Geduld. Damit dir unterwegs die Motivation erhalten bleibt, lohnt es sich, wenigstens die Zahl der Zugriffe auf deiner Webseite zu prüfen. Wenn du merkst, dass sich dein Einsatz lohnt, gewinnst du neue Energie.

Ich wünsche dir viel Erfolg!