Social Media: Was dir die Reaktionen in der Timeline wirklich sagen

Social Media: Was dir die Reaktionen in der Timeline wirklich sagen

Die Reaktionen deiner Fans und Follower zeigen dir, dass dein Post interessant ist. Zugleich sind sie das Signal für den Algorithmus, dein Post weiter auszuspielen.

So hatte ich das im Webinar letzte Woche vertreten und eine Excel-Tabelle von mir gezeigt. In diese Tabelle trage ich regelmäßig die Reaktionen meiner Follower ein. Und siehe da: Auf Storys reagieren sie intensiv, auf reine Know-how Artikel fast gar nicht.

Viele Reaktionen: die wünschen wir uns in den Social Media

„𝘚𝘦𝘵𝘻𝘦 𝘢𝘶𝘧 𝘦𝘤𝘩𝘵𝘦 𝘌𝘳𝘭𝘦𝘣𝘯𝘪𝘴𝘴𝘦 𝘶𝘯𝘥 𝘝𝘦𝘳𝘴𝘵𝘢̈𝘯𝘥𝘯𝘪𝘴 𝘶𝘯𝘥 𝘨𝘦𝘩 𝘴𝘱𝘢𝘳𝘴𝘢𝘮 𝘮𝘪𝘵 𝘒𝘯𝘰𝘸-𝘩𝘰𝘸-𝘗𝘰𝘴𝘵𝘴 𝘶𝘮. 𝘜𝘯𝘥 𝘸𝘦𝘯𝘯 𝘥𝘶 𝘥𝘰𝘤𝘩 𝘸𝘦𝘭𝘤𝘩𝘦 𝘷𝘦𝘳𝘰̈𝘧𝘧𝘦𝘯𝘵𝘭𝘪𝘤𝘩𝘦𝘯 𝘮𝘰̈𝘤𝘩𝘵𝘦𝘴𝘵, 𝘢𝘳𝘣𝘦𝘪𝘵𝘦 𝘴𝘪𝘦 𝘭𝘦𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘷𝘦𝘳𝘥𝘢𝘶𝘭𝘪𝘤𝘩 𝘢𝘶𝘧, 𝘢𝘮 𝘣𝘦𝘴𝘵𝘦𝘯 𝘮𝘪𝘵 𝘦𝘪𝘯𝘦𝘮 𝘊𝘢𝘳𝘰𝘶𝘴𝘴𝘦𝘭-𝘗𝘰𝘴𝘵. 𝘋𝘦𝘯𝘯 𝘳𝘦𝘪𝘯𝘦 𝘒𝘯𝘰𝘸-𝘩𝘰𝘸-𝘗𝘰𝘴𝘵𝘴 𝘦𝘳𝘻𝘦𝘶𝘨𝘦𝘯 𝘸𝘦𝘯𝘪𝘨 𝘙𝘦𝘢𝘬𝘵𝘪𝘰𝘯.“

Mit diesen Worten verwies ich auf meine Tabelle und ein Post, mit dem ich eine Anleitung für Überschriften veröffentlicht hatte. „𝘋𝘢𝘴 𝘗𝘰𝘴𝘵 𝘩𝘢𝘵 𝘯𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘨𝘶𝘵 𝘧𝘶𝘯𝘬𝘵𝘪𝘰𝘯𝘪𝘦𝘳𝘵.“

„𝘏𝘢𝘭𝘵“, rief eine Teilnehmerin. „𝘈𝘶𝘴𝘨𝘦𝘳𝘦𝘤𝘩𝘯𝘦𝘵 𝘥𝘪𝘦𝘴𝘦𝘴 𝘗𝘰𝘴𝘵 𝘪𝘴𝘵 𝘥𝘦𝘳 𝘎𝘳𝘶𝘯𝘥 𝘥𝘢𝘧𝘶̈𝘳, 𝘥𝘢𝘴𝘴 𝘸𝘪𝘳 𝘣𝘦𝘪𝘥𝘦 𝘻𝘶𝘴𝘢𝘮𝘮𝘦𝘯 𝘢𝘳𝘣𝘦𝘪𝘵𝘦𝘯.“ Es war ihr aufgefallen und sie hatte es sich ausgedruckt(!).

Echt! Ich war verblüfft. 😳

Was machen wir jetzt damit? 🧐

Was du siehst, ist nicht „die Wahrheit“

Ein Großteil des Publikums in den Social Media liest mit, es wird jedoch nicht selbst aktiv. Das ist schon lange bekannt. Es gibt so etwas wie eine „stille Mehrheit“: Mehr Menschen lesen deine Posts, als es auf den ersten Blick scheint.

Allein auf die stille Mehrheit zu setzen, wäre jedoch nicht klug. Denn wenn Follower auf deine Posts reagieren, wirst du in deren Timeline sichtbar. Dies erhöht deine Chance, neue Follower auf dich aufmerksam zu machen. Und das ist natürlich auch wichtig.

Ich habe mich für eine Mischung entschieden: Storys und gelegentliche Tipps. Wobei mir bewusst ist, dass Tipps oft weniger reichweitenstark sind. Allerdings sind sie so etwas wie eine Arbeitsprobe und auch das ist interessant.

Was sagst du: Wie gehst du mit dem Thema um?


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Was deine Leser wirklich von dir lesen wollen

Was deine Leser wirklich von dir lesen wollen

Mit diesen vier Methoden findest du es heraus

Eine Kundin beschäftigt sich mit dem „Betrieblichen Eingliederungsmanagement“. Kurz gesprochen geht es darum, Menschen nach einer Erkrankung wieder in das Berufsleben einzugliedern, möglichst in den eigenen Betrieb.

Ein wertvolles Anliegen, in jeder Hinsicht. Doch hattest du den Begriff zuvor schon einmal gehört?

Vielleicht. Zu meiner Leserschaft gehören immerhin viele Coachs, Trainer und Berater. Doch insgesamt zeichnet sich ab: Kaum ein Mensch ist mit dem Wort „Betriebliches Eingliederungsmanagement“ vertraut.

Wie kommst du in so einer Situation zu den Themen und Begriffen, die deine Wunsch-Leser und Kunden als lesenswert empfinden? Wie sprechen sie von deinem Thema? Mit welchen Keywords recherchieren sie?

Wie erreichst du deine Leser*innen?

Hier sind vier Möglichkeiten, der Sprache deiner Kund*innen und Leser*innen auf die Spur zu kommen: 

Recherche im Netz

Mit Google sprechen die Menschen offener als mit ihrem Partner, heißt es. Aus dem Rechercheverhalten der Google-Nutzer kannst du deshalb die Interessen und die Sprache deiner Leser*innen ableiten. 

Es gibt viele Möglichkeiten, diesen Schatz zu heben. Zwei stelle ich dir hier vor:

Autoergänzung bei Google

Sobald du die ersten Buchstaben deines Suchbegriffs bei Google eintippst, ergänzt Google geläufige Suchbegriffe. Weiter unten siehst du ein Beispiel für „Depression Mitarbeiter“.

Du siehst, mit welchen Suchbegriffen die Google-Nutzer suchen. Doch welcher von den ausgewiesenen Begriffen ist der aussichtsreichste für dich?

Klicke einen der Begriffe an, dann siehst du oben vor dem ersten Eintrag das jeweilige Suchvolumen. Indem du dich durch die Begriffe durcharbeitest, bekommst du einen Eindruck von der Bedeutung der verschiedenen Begriffe.

Ubersuggest von Neil Patel

Versuche es alternativ einmal mit Ubersuggest von Neil Patel. Das Tool gibt es in einer kostenfreien und kostenpflichtigen Version.

Im Beispiel habe ich „Betriebliches Gesundheitsmanagement“ eingegeben. Das Schöne hier: Das Tool wirft ähnliche und verwandte Suchbegriffe aus.

Die „betriebliche Gesundheitsförderung“ stellt sich in der Auswertung deutlich besser als das „betriebliche Gesundheitsmanagement“. Die Kundin könnte einen Artikel „Betriebliche Gesundheitsförderung und betriebliches Gesundheitsmanagement: Gemeinsamkeiten und Unterschiede“ aufsetzen, um am hohen Suchvolumen teilzuhaben.

Ob sie mit einem solchen Artikel die richtigen Leser erreichen würde? Das kann ich nicht sagen, da ich mich im Thema zu wenig auskenne. Doch die Frage solltest du natürlich ebenfalls bedenken. 

Interviews mit Kunden

Ein wenig Mut gehört dazu, doch dafür ist das Ergebnis unschlagbar wertvoll: Frage Kunden oder mögliche Kunden, wie es ihnen mit deinem Thema ergeht: Welche Probleme sehen sie? Was würden sie gerne loswerden? Was beunruhigt sie? Was wünschen sie sich? Wie sähe die optimale Welt für sie aus?

Alle Fragen, Probleme und Wünsche sind Top-Themen für deinen Content. Zudem erfährst du, wie deine Kunden von deinem Thema sprechen. 

Am besten fährst du, wenn du dein Anliegen deinen Wunsch-Gesprächspartnern gegenüber offen kommunizierst: Sprich mögliche Interview-Partner*innen per Mail an und bitte sie um ein paar Minuten:

Ich möchte mein Angebot verbessern und ich bin dir sehr dankbar, wenn du mir etwas Zeit für ein (Telefon-/Zoom-/persönliches) Interview schenken würdest. Gerne möchte ich deine Sicht auf [dein Thema] kennenlernen und verstehen. Würdest du mich unterstützen?

Die Menschen sind oft hilfsbereit, wenn man sie offen anspricht. Außerdem verschaffst du deinen Ansprechpersonen die Gelegenheit, ihre Fragen bei dir abzugeben. Immerhin eröffnest du ihnen eine Aussicht auf eine Antwort.

Kollegen von mir geben unterschiedliche Empfehlungen darüber ab, wie viele Interviews du führen solltest. Klar ist: Mehr ist besser. Weniger als drei sollten es nach meiner Einschätzung nicht sein, fünf bis sechs sind besser. Wenn du bis dahin auf immer gleiche Wünsche und Themen triffst, bist du auf einem stabilen Pfad. Sollten die Antworten sehr unterschiedlich ausfallen, sind einige weitere Interviews sinnvoll.

Interviews sind das Beste, was du tun kannst. Sie verbessern die Ausrichtung deiner Kommunikation. Zudem unterstützen sie dich bei deiner Angebotsentwicklung. Du findest heraus, was deine Kunden auf Anhieb anspricht.

Newsletter-Empfänger erhalten eine Übersicht mit Tipps und Fragen für ihre Interviews zum Download. Hier geht es zur Anmeldung.

Umfragen

Ob LinkedIn, Instagram oder Facebook: Umfragetools gehören zum Standard der Plattformen. Setze sie ein, wenn du bereits ein kleines Publikum hast. 

Nach meiner Erfahrung solltest du die Fragen einfach gestalten, sodass deine Fans & Follower intuitiv antworten können. Mach es ihnen nicht so schwer: Sehen und klicken, heißt die Devise. 

Bedenke auch, dass die Umfragetools der Social Media häufig nur wenige Fragen zulassen. Für einen etwas umfangreicheren Fragebogen benötigst du eine Alternative, wie Jotform.

Auswertung 

Seit einiger Zeit werte ich die Reaktionen meiner Posts bei LinkedIn aus. Ich bin begeistert: Fünf Minuten Einsatz pro Woche – und ich gewinne einen neuen Blick darauf, was sich meine Follower wünschen.

LinkedIn etwa wirft dir die Interaktionen und die Impressions aus. Daraus lässt sich die Engagement-Rate sowie die Reichweite errechnen. Mehr braucht es für den Anfang nicht, um zu erkennen, welche Publikationen Resonanz erzeugen. 

Was nach meiner Erfahrung bedingt funktioniert

Häufig empfehlen Kollegen, Buch-Rezensionen zu lesen. In den Rezensionen selbst findest du wenig, was auf die Wünsche und Hindernisse deiner Kunden hinweist. Die Bücher, die die Leser als gut empfinden, sind jedoch ein Hinweis darauf, wie du dein Thema am besten präsentierst. 

Auch Diskussionsforen gelten als gute Quelle. Ich meine: Es kommt darauf an. Wenn es um Technik geht, mag das stimmen, denn es schadet nicht, zuzugeben, dass man hier und dort Unterstützung benötigt. Anders sieht es mit Themen aus, die den Absender angreifbar machen. Öffentliche Diskussionen sind in dem Fall nicht die erste Wahl.

Bei meiner Kundin und ihrem Thema der Wiedereingliederung erwarte ich aus dieser Quelle wenig. 

Meine Tipps habe ich so ausgewählt, dass du sie als Selbstständige*r realisieren kannst. Also: nichts mit KI und so. Die Methoden lassen sich selbstverständlich kombinieren. So würde ich mit Google anfangen und versuchen, eine Richtung auszumachen. Die Kundeninterviews eignen sich für das Finetuning. Ich wünsche dir viel Erfolg!

Neun alltagstaugliche LinkedIn-Tipps für Selbstständige

Neun alltagstaugliche LinkedIn-Tipps für Selbstständige

Jenseits des Algorithmus: Die besten LinkedIn-Tipps selbstständige Content-Creators.

Wie du vielleicht weißt, habe ich LinkedIn zu meiner Basis-Social-Media-Plattform gemacht (zu meinem Profil). Ich versuche einiges. Herausgefunden habe ich dies:

#1 „Small is beautiful“

Portioniere den Inhalt deiner Posts mit Sorgfalt.

Weniger ist oft mehr. Mit einem einfachen Post machst du es deinen Fans und Followern leicht, zu reagieren und zu kommentieren. Und das ist das beste, was dir passieren kann.

#2 Beweise Humor

Erzähle bei Gelegenheit von einem Missgeschick und verbinde es mit einem Inhalt aus deinem Fach.

So schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe: Über sich selbst zu lachen, wirkt sympathisch. Du zeigst dich auf angenehme Weise menschlich. Zugleich können sich deine Fans und Follower deine Botschaft mithilfe der Story leichter merken.

#3 Sei mobil

Auch Earnest Hemingway und Thomas Mann waren viel in der Welt unterwegs.

Sie schätzten das Reisen und wussten, weshalb: Wer ständig am Schreibtisch sitzt, dem vertrocknet die Inspiration.

#4 Sei freundlich

Deine Fans und Follower sind dankbar für ein Lächeln.

Die Welt ist schon ruppig genug.

#5 Poste nicht zu viel

Zwei, höchstens drei Posts pro Woche sind bei LinkedIn für Selbstständige in Ordnung.

Die Posts benötigen ohnehin etwas Zeit, bis sie ankommen. Seit Kurzem schaue ich mir das gezielt an: Die Reichweite der Posts steigt zum Teil noch Wochen nach der Veröffentlichung.

#6 Mach’s dir leicht

Text und Grafik sind in Ordnung.

Ich mag Canva und kann die Finger nicht davon lassen. Doch die Wahrheit ist: Ein Post läuft nicht deshalb gut, weil es aufwendig gestaltet ist. Der Inhalt zählt.

#7 Sorge für dich

Ein beschwingter Geist schreibt beschwingt.

Wie du dich fühlst, wird in deinem Erzähltempo, im Rhythmus und in der Wort- und Themenwahl spürbar.

#8 Lies die Zahlen kritisch

Ein bewundertes Vorbild von dir bekommt 326 Likes und 22 Kommentare, während dein Post mit mageren sieben Reaktionen bedacht wurde?

Achte auf die Gesamtzahl der Follower: Falls dein Vorbild 12.000 Follower hast und du 200, ist deine Beifallquote besser.

Du machst deine Sache gut. Nur sollte dein Netzwerk natürlich noch wachsen.

#9 Studiere dein Publikum

Am besten machst du dir ein paar Notizen.

Welche Posts und Themen kommen gut an? Wo hast du die meisten Reaktionen? Schreib’s dir auf und erkenne auf Dauer die Muster.

Welche LinkedIn-Tipps hast du? Ich freue mich über Nachrichten von dir!