Blogartikel für Reichweite, Image und neue Kunden

Blogartikel für Reichweite, Image und neue Kunden

Du hast Ziele mit deinem Blog? Wähle den passenden Artikel-Mix für die gewünschte Wirkung.

  • Kunden, Reichweite und Image:
  • Wie unterschiedliche Artikel-Typen deine Ziele unterstützen.

Wenn ich im BlogKraftwerk über Blogs schreibe, geht es immer um Business-Blogs – also Blogs, die auf die eine oder andere Art Kunden gewinnen und binden wollen. Kunden formulieren Wünsche wie diese:

  • Seminare und Dienstleistungspakete verkaufen.
  • Kunden für Projekte gewinnen (Teamentwicklung / Organisationsentwicklung).
  • Reichweite und Bekanntheit aufbauen.
  • Profil zeigen / sich von anderen Anbietern unterscheiden.
  • Eine Stimme als Experte aufbauen / das Image pflegen.
  • Eine gute Platzierung bei Google erreichen.

Verkauf, Reichweite und Profil sind demnach die überragenden Wünsche an einen Blog. Für diese Ziele stehen dir eine Reihe von Mitteln zur Verfügung. Eines davon ist die Art, wie du deine Artikel-Mix zusammenstellst.

Drei Typen von Blogartikeln und ihre Wirksamkeit für deine Ziele

Blogartikel, die den Verkauf fördern

Du willst Seminare, Coaching-Pakete oder Projekte verkaufen. Mit Blick auf deine Blogartikel gibt es eine zentrale Frage:

Was muss dein Kunde glauben oder wissen, damit er bei dir bucht?

Am besten steigst du mit deinen Überlegungen weit vorne im Entscheidungsprozess deines Kunden (Kundenreise) ein: Was geht ihm durch den Kopf, wenn er bemerkt, dass etwas in seiner Welt nicht stimmt? Wonach sucht er, wenn er im Netz recherchiert?

Denke einmal in diese Richtung:

  • Was nimmt dein Kunde wahr: Welche Symptome sieht er?
  • Wie sind diese Symptome einzuordnen?
  • Welche Denkfehler und Irrtümer gibt es, die dringend aufgeklärt gehören?
  • Welche Lösungswege gibt es und wo haben sie ihre Grenzen?
  • Was bedeutet Qualität in deinem Fach?

Wenn du schon lange in deinem Fach arbeitest, wartet eine besondere Herausforderung auf dich: Da du dein Fach in- und auswendig kennst, läufst du Gefahr, zu schnell in die Analyse und auf die Meta-Ebene zu gehen. Konzentriere dich auf die Sicht deines Kunden.

Und, ja: Natürlich ist es ein Unterschied, ob du Laien und Selbstzahler oder Weiterbildungsprofis in der Personalabteilung ansprichst. Mache dir klar, für wen du schreibst.

Artikeltypen, die deine Bekanntheit steigern

Wenn du deine Bekanntheit steigern willst, bieten sich diese drei Artikeltypen an:

Profil zeigen. Standpunkt vertreten.

Meinungsartikel laden zur Diskussion ein. Sie werden häufiger geteilt und kommentiert als reine Wissens-Artikel. Schreibe also darüber, weshalb du etwas tust oder lässt, auch entgegen dem Mainstream.

Schmerzpunkte ansprechen.

Gibt es ein Thema, das deine Kunden tief berührt? Eines, das deine Kunden mit einem tiefen Seufzer „ja, so ist es“ sagen lässt?

Auch solche Artikel laden zu Kommentaren ein und werden vielfach geteilt. Wenn du in diese Richtung denkst, sollte dein Thema einen hohen emotionalen Gehalt haben. Gleichzeitig sollte es so geartet sein, dass sich die Leser öffentlich dazu bekennen können.

Ein Beispiel aus meinem Artikel-Portfolio ist dieses: „Willst du ein richtig fettes Honorar?“ Angelika Eder, Der Trainerlotse, hat einen Treffer gelandet mit ihrer Video-Reihe: „Mein irrer Trip zum digitalen Ich“.

SEO-orientierte Artikel

Mit Suchmaschinenoptimierung alter Couleur habe ich nichts im Sinn. Die Zeiten, in denen sich Blogger sprachlich verrenken mussten, um ein gutes Ranking bei Google zu erreichen, sind vorbei. Google ist in der Lage, Artikel in umfassender Weise zu analysieren und inhaltlich zuzuordnen.

Dennoch habe ich SEO als eigene Kategorie aufgenommen, weil ein gutes Suchmaschinenranking eigene Überlegungen erfordert. Hier ein paar Beispiele:

  • Welche Suchbegriffe dürfen es für dich sein? Das offensichtliche wie „Coach Hamburg“? Oder wählst du eines, das weniger häufig gesucht wird, bei dem du jedoch eine realistische Chance auf einen Platz weit vorne in den Suchergebnislisten hast?
  • Lässt du eine Artikel-Idee aus, weil du dir bei Google wenig Chancen ausrechnest? Oder schreibst du den Artikel trotzdem – für dein Netzwerk, deine Abonnenten und vielleicht für dein Buch, dass du langfristig planst? Möglich, dass du in einigen Fällen das Google-Ranking herunterstufst.
  • Vielleicht legst du eine ganze Artikel-Serie um einen Suchbegriff herum an (Cornerstone-Content). Google weiß damit, dass du wirklich etwas zum Thema zu sagen hast. Und deine Leser natürlich auch.

Blogartikel mit Wirkung auf dein Image

Für dein Image sind Meinungsartikel das Mittel der Wahl. Viele Neu-Blogger scheuen sich, sich aus dem Fenster zu lehnen. Doch der Mut wird belohnt. Für Meinungsartikel sprechen viele Gründe:

  • Das Plus für die Reichweite habe ich schon erwähnt.
  • Mit einem Meinungsartikel präsentierst du dich als eigenständiger Denker und gefestigter Begleiter: Beides sind wichtige Signale für Kunden, die sich von der Zusammenarbeit mit dir starke Impulse oder sogar Führung erhoffen.
  • Nicht zuletzt grenzt du dich mit Meinungsartikeln von deinen Wettbewerbern ab. Auch Meinungsartikel zahlen insofern auf deinen Verkauf ein, allerdings auf einer anderen Ebene als die weiter oben erwähnten Erklär- und Symptome-Artikel: Hier geht es nicht um das Verständnis von Begriffen und Zusammenhängen, sondern um die Frage, weshalb sich ein Kunde ausgerechnet für dich entscheiden sollte. In der Weiterbildung zählt bekanntermaßen der Nasenfaktor.

Kläre also Irrtümer und Missstände auf und lass deine Leser wissen, weshalb du Dinge tust oder lässt.

Von der Idee zur Praxis

Wenn du einen Artikel-Plan aufstellst, wirst du bemerken, dass einige deiner Artikel-Ideen auf mehrere Ziele einzahlen. So ist das mit der Wirklichkeit: Sie widersetzt sich hartnäckig dem Versuch, sich schön in Schubladen packen zu lassen.

Mit meinem Modell möchte ich dich dafür gewinnen, explizit in Richtung Verkauf, Profil und Reichweite zu denken. Vielleicht gelingen dir Artikel, die in jede Richtung Wirkung zeigen. Oft jedoch wirst du in der einen oder anderen Richtung Abstriche machen müssen. Überlege dir in dem Fall, wie du in deinem Artikel-Mix deine Schwerpunkte setzt.


Mehr erfahren?

Worüber soll ich schreiben?“ lautet der Titel eines Whitepapers, das ich dir gerne zur Verfügung stelle. Wenn es dich interessiert: Hier geht es zum Download.

„Wie viel …“: Drei Fragen zu Umfang & Mengen beim Bloggen

„Wie viel …“: Drei Fragen zu Umfang & Mengen beim Bloggen

Wörter, Artikel, inhaltliche Tiefe: Antworten auf drei Fragen nach dem „Wie viel?“ beim Bloggen

  • Die Frage nach Zahlen und Mengen führt in die Irre:
  • Achte auf das, was dein Kunde wissen muss, um dich zu beauftragen.

Wie viele Wörter soll ich schreiben?

Im Netz findest du zahlreiche Autoren, die Artikel im Umfang von 1.000 Wörtern empfehlen. Ihr Argument lautet: Ein umfangreicher Artikel ist ein Ausweis dafür, dass du zu deinem Thema etwas zu sagen hast – ein wichtiges Signal für deine Leser zugleich für Google. Es kommt auf den Umfang, den Mehrwert für den Leser und die Qualität an – so der Tenor.

Mir geht es oft so, dass ich nach etwa 800 Wörtern meinen Gedanken ausgebreitet habe. Der Artikel hat die notwendige Tiefe, sein Tempo und seinen Atem. Wollte ich noch 200 Wörter anbauen, müsste ich mit Füllwörtern und -sätzen operieren. Das möchte ich nicht und höre auf, wenn ich fertig bin.

Dazu ermutigt fühle ich mich von Google selbst. In der „Einführung in die Suchmaschinenoptimierung“ heißt es: „Nützlicher und fesselnder Content wird wahrscheinlich eure Website stärker beeinflussen als alle anderen Faktoren, die wir hier diskutieren.“ Und etwas weiter: „Erzeugt Content hauptsächlich für eure Nutzer, nicht für Suchmaschinen.“

Na, wenn uns schon Google auf Leser-Freundlichkeit einschwört, lasse ich mich doch gerne darauf ein! Leser mögen es, kompakt und gut informiert zu werden.

Sie schätzen einen freundlichen und zugewandten Tonfall. Dass ein Artikel in der Lesergunst deshalb durchfällt, weil 150 Wörter fehlen, kann ich nicht glauben.

Empfehlungen sind oft aus dem Zusammenhang gerissen

Dennoch hat die 1.000-Wörter-Regel ihren Weg ins Netz gefunden. Oft gehen solche Aussagen auf statistischen Auswertungen großen Unternehmen der Branche zurück: Ein international tätiger Anbieter für Suchmaschinenoptimierung etwa wertet aus, wie häufig Artikel geteilt werden und stellt das Ergebnis mit dem Umfang der Artikel in einen Zusammenhang.

Die PR-Leute des Unternehmens schreiben einen schönen Artikel. Sie entwerfen eine griffige Überschrift – und schon macht der Artikel seine Runde. Der eine schreibt vom anderen ab. Und zum Schluss kann keiner mehr nachvollziehen, woher die Zahl eigentlich kam und worin genau ihre Aussage liegt.

Vorsicht vor der Scheinobjektivität von Zahlen! Jeder Blogger freut sich, wenn seine Artikel gelesen, freundlich kommentiert und geteilt werden. Es ist das emotionale Gehalt des oft erheblichen Einsatzes. Doch wir Business Blogger sind vor allem auf der Suche nach Kunden. Ist das Geteilt-Werden unter dem Blickpunkt immer das Wichtigste?

Es kann so sein, wenn du dir etwa einen Namen als Experte aufbauen willst. Willst du aber erreichen, dass sich deine Leser ein Whitepaper laden, ist die Konversionsrate die entscheidende Größe. Geteilt zu werden ist in dem Moment natürlich auch schön und es ist klasse, wenn es klappt. Doch es ist die zweitwichtigste Größe.

Gerne möchte ich dich für gesunden Skeptizismus gewinnen: Was willst du mit dem Artikel, an dem du gerade arbeitest, erreichen? Neu-Kunden bei ihrer Entscheidung unterstützen? Reichweite gewinnen? Dein Profil schärfen? Und was ist angesichts deines Ziels die passende Kennzahl?

Im Netz wird viel kopiert und verallgemeinert. Lass dir bitte nicht die Sicht vernebeln!

Wie viele Artikel soll ich schreiben?

Diese Frage hat ihren Ursprung in den Anfängen des Bloggens. In vielen Agenturen galt die Regel: zwei Artikel pro Woche. Viel-Bloggen war das Gebot der Stunde.

Mit der Zeit haben die Blogger jedoch festgestellt, dass sie mit einer überschaubaren Zahl von Artikeln den größten Teil ihrer Besucher auf ihre Webseite ziehen.

Wäre es da nicht schlauer, eine maßvolle Anzahl zugkräftiger Artikel zu schreiben, diese regelmäßig zu optimieren und so anzureichern, dass sie zu Leads führen?

Eine rhetorische Frage, natürlich. Genau das ist nämlich mein Tipp: Stelle dir ein Themenset zusammen, das für deine Kunden wichtig und aussagekräftig ist. Optimiere die Artikel im Laufe der Zeit und bringe sie in angemessenen Zeitabständen wieder ins Spiel.

Du wirst immer einmal alte Artikel aussortieren und durch neue ersetzen. Doch dass du dir bis zum jüngsten Gericht ungezählte neue Themenideen abringen musst – das brauchst du wirklich nicht.

Wie viel Inhalt soll ich preisgeben?

Oder anders gefragt: Wie viel Inhalt solltest du verschenken? Mach dir klar, worin deine eigentliche Leistung besteht und bohre tief. Was ich damit meine? Hier ein Beispiel:

Du bist Coach und bietest Coaching an. – Ja.
Du hilfst bei Karriereentscheidungen. – Ja.

Die beiden Fragen bleiben auf der praktischen, greifbaren Ebene. Frage dich: Welche Leistung steckt dahinter?

Deine Klienten haben die Chance, ihre Persönlichkeit zu erkunden. – Ja.
Sie lernen, Abstand von sich zu nehmen und sich zu steuern. – Ja.

Diese beiden Aussagen stellen auf die handwerkliche Ebene ab. Doch noch bist du nicht am Grund angekommen. Was steckt noch dahinter?

Sie schließen Frieden mit sich. – Aha!

Diese Aussage zielt auf die Sehnsucht, auf den oft unausgesprochene Wunsch deines Kunden.

Die Antworten sind natürlich individuell. Das Verkaufsversprechen des Beispiel-Coachs lautet: Frieden mit sich schließen. Für dich ist die Antwort sicher eine andere.

Die Ideen für Artikel fließen, wenn das Verkaufsversprechen steht:

  • Woran erkennt ein Kunde, dass er das falsche Leben lebt?
  • Was passiert, wenn Menschen keinen Frieden mit sich haben? Welche Folgen hat das für sie und ihre Mitmenschen?
  • Woran liegt es, dass Menschen im Unfrieden mit sich leben?
  • Welche grundsätzlichen Möglichkeiten gibt es, dem entgegenzuwirken? Wie sind die Erfolgsaussichten einer Zusammenarbeit? Für wen eignet sich welcher Weg?
  • Welche Wege bevorzugst du und welche lehnst du ab? Weshalb?
  • Welche Erfahrungen haben Kunden von dir gemacht?

Das Verkaufsversprechen herauszuarbeiten, ist Teil der Positionierungsarbeit. Es lenkt den Blick weg von „was muss der Kunde tun, um seinen Frieden zu finden“ hin zu „was muss der Kunde wissen, damit er meine Leistung beauftragt„.

Auch hier ist die Welt nicht schwarz-weiß, sondern mit Grautönen angereichert. Dass du gelegentlich Tipps als Arbeitsprobe abgibst – geschenkt. Doch im Wesentlichen geht es auf dem Blog des Beispiel-Coachs um den persönlichen Unfrieden und seine Folgen – und nicht darum, wie man ihn loswird. Das nämlich ist Gegenstand des Coachings.

„Worüber soll ich schreiben?“ Whitepaper

Dieses Mal habe ich tatsächlich 1.000 Wörter gebraucht. Wie du deine Inhalte findest, ist ein neues Thema. „Worüber soll ich schreiben?“ lautet der Titel eines Whitepapers, das ich dir gerne zur Verfügung stelle. Wenn es dich interessiert: Hier geht es zum Download.

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