Leser gewinnen, deinen Blog bekannt machen

Leser gewinnen, deinen Blog bekannt machen

Oder: Bist du sicher, dass du deine Wunschleser anziehst?

  • Vier Quellen der Selbsttäuschung
  • und ein Weg zu den richtigen Lesern.

Schon seit 2007 gibt es meinen Blog. Und wahrscheinlich gibt es keinen Fehler, den ich noch nicht gemacht habe ;-) Nun ja. „Leben und Lernen“ heißt mein Motto. Vielleicht aber willst du die eine oder andere Schleife vermeiden.

(mehr …)
Blogartikel schreiben – ist doch gar nicht so schwer

Blogartikel schreiben – ist doch gar nicht so schwer

Drei einfache Wahrheiten über die Kunst des Schreibens

  • Schreiben kannst du lernen.
  • Mit einem bisschen Offenheit und Technik klappt das schon.

Wie du weißt, biete ich seit einiger Zeit Workshops zum Blogartikel-Schreiben an. Bei der Gelegenheit treffe ich auf das Ich-kann-nicht-schreiben-Syndrom.

So war es auch am letzten Freitag. Eine Teilnehmerin hat mich besonders berührt: Aus meiner Sicht hat sie alles, was sie braucht. Doch das „Ich kann das nicht“ sitzt tief in ihrem Herzen.

Das kann ich gar nicht mitansehen. Ich erzähle dir jetzt drei einfache Dinge über das Blogartikel schreiben und das Schreiben allgemein.

Blogartikel sind Gebrauchslektüre. Keine Kunst

Von diesem kurzen Text war ich tief beeindruckt: In einem Reisebericht erzählt John Steinbeck von einer hässlichen Szene im Süden der USA zur Zeit der Rassenunruhen: Eine aufgebrachte weiße Menschenmenge brüllt ein kleines schwarzes Mädchen an seinem ersten Schultag nieder. Die Politik hatte entschieden, dass weiße Schulen für Schwarze geöffnet werden sollten.

Der erste Schultag war also gekommen. Kein Weißer hatte seine Kinder zur Schule geschickt. Nur das kleine schwarze Mädchen war gekommen, umringt von vier riesigen, schwarz gekleideten Bodyguards. Die Kleine steht da: Die Menge brüllt. Die Gesichter sind hassverzerrt. Fäuste drohen.

Ich kriege jetzt noch Gänsehaut, wenn ich daran denke.

John Steinbeck hat mit wenige Worten die Absurdität der Szene einzufangen: ein eingeschüchtertes kleines, schwarzes Kind wird zum Spielball von Politik und Rassenhass.

Erzählerisch ist das großes Kino!

Aber kein Blogartikel.

Blogartikel wirken viel direkter. In meinen Kursen frage ich die Teilnehmer jedes Mal, was das für sie bedeutet: ein guter Blogartikel. Die Antwort kommt stets wie aus der Pistole geschossen: Die Artikel müssen praktisch sein und nutzwertig.

Leser von Blogartikeln wünschen sich Inhalte, die für sie wichtig und nützlich sind.

So einfach ist das.

Willst du erfolgreiche Blogartikel schreiben, mache dich mit den Fragen deiner Kunden vertraut. Schriftstellerisches Genie ist nicht vonnöten.

Vergiss deinen Deutschlehrer

Hat dir mal einer eingeredet, du könntest nicht schreiben? Eine andere Teilnehmerin erzählte davon. Es ist schrecklich! Es gibt diese Typen, die immerzu Dinge fordern, ohne sie zu erklären, und andere niedermachen.

Bei praktisch allen Dingen im Leben gibt es etwas zu wissen. Mit Schrecken erinnere ich mich an einen Vortrag, den ich zu Beginn meiner Selbständigkeit gehalten habe. In die Nummer war ich einfach hineingerutscht, ohne zu wissen, worauf ich mich einlasse.

Plötzlich fand ich mich in einer Reihe mit Profi-Speakern wieder und sollte eine sehr anspruchsvolle Zuhörerschaft begeistern.

Es wurde schlimm.

Ich hatte nicht die leiseste Ahnung, was von mir verlangt war und wie ich das hätte bewerkstelligen können.

Ähnliches gilt auch für das Schreiben: Wenn dir das nötige Wissen fehlt, dauert das Schreiben ewig lange und du läufst in jede Falle. Dieses handwerkliche Knowhow existiert, wobei speziell Blogartikel auf verschiedenen Ebenen funktionieren, darunter Aufbau, Überschrift, Intro, Optik und Fokus. Auf jeder Ebene gibt es etwas zu sagen: Sobald man es weiß, ist das Geheimnis entzaubert.

Schreiben lässt sich lernen!

Du hattest gute Noten in Deutsch? Das ist fast noch schlimmer. 

Denn was kundenorientierte Kommunikation ausmacht, hat dir in Deutsch garantiert keiner gezeigt.

Solche Artikel laufen mir häufiger über den Weg: Weiterbildungsprofis erzählen Geschichten aus ihrem Berufsleben. Storytelling – so haben sie gelernt – ist super. Ihre Artikel präsentieren demnach eine locker geschriebene Alltagsszene. Die Worte perlen dahin. Und dabei bleibt es.

Das Fazit? Eine Aufforderung? Eine persönliche Meinung? Ein Learning? Fehlt leider. Die Erzählung franst aus. Sie führt ins Leere.

Eine lockere Schreibe ist noch keine Kommunikation.

Kundenorientierte Kommunikation verfolgt stets einen Auftrag. Ob sie gelungen ist oder nicht, bemisst sich daran, wie gut sie auf ihr Ziel einzahlt.

Erlaube dir, zu lernen

Der Mann an meiner Seite und ich haben einige Jahre getanzt. Mit dem Üben waren wir nicht allzu fleißig, sodass wir eher mittelgut waren. Mäßig, um ehrlich zu sein. Das hat uns jedoch nie davon abgehalten, in jeder Stunde das Beste zu geben, das wir zu bieten hatten.

Einige Paar hatten eine andere Philosophie. Tänze, die sie schwierig fanden, ließen sie einfach aus. Im Einzelfall standen Paar in einer Tanzstunde beim Salsa, Samba und Jive am Rand. Angesichts von zwölf Tänzen insgesamt ist das immerhin ein Viertel.

Ich habe mich immer gefragt, was sie dazu motiviert: Hatten sie Angst, sich zu blamieren? Weshalb haben sie sich das gute Gefühl versagt, etwas zu schaffen? Als Kinder haben wir uns mit Nichts davon abhalten lassen, auf die Nase zu fallen und wieder aufzustehen.

Es ist völlig egal, was du anfängst: Ob Schreiben, Singen, Klavier spielen oder Skifahren – der Anfang kostet immer ein bisschen Energie. Doch dafür eroberst du dir etwas Neues. Wenn du wirklich schreiben möchtest, bleibe am Ball.

Du wirst am Anfang schnell und viel lernen und einen deutlichen Sprung nach vorne machen. Mit der Zeit wird die Lernkurve flacher. Dafür aber gewinnst du Sicherheit und so etwas wie Gelenkigkeit. Das ist eine andere Freude. Die jedoch ist auch ziemlich klasse.

Wenn dich irgendetwas am Schreiben lockt: Erlaube dir, zu lernen, und bewahre dir die Freude an jedem Schritt, den du vorankommst.

Ich hoffe, ich kann dich ermutigen. Darüber wäre ich jedenfalls sehr froh. Wenn du bereits Schreiberfahrung gesammelt hast, was würdest du Einsteigern raten?


„Worüber soll ich schreiben?“ Whitepaper

Worüber soll ich schreiben?“ lautet der Titel eines Whitepapers, das ich dir gerne zur Verfügung stelle. Wenn es dich interessiert: Hier geht es zum Download.

Blogartikel für Reichweite, Image und neue Kunden

Blogartikel für Reichweite, Image und neue Kunden

Du hast Ziele mit deinem Blog? Wähle den passenden Artikel-Mix für die gewünschte Wirkung.

  • Kunden, Reichweite und Image:
  • Wie unterschiedliche Artikel-Typen deine Ziele unterstützen.

Wenn ich im BlogKraftwerk über Blogs schreibe, geht es immer um Business-Blogs – also Blogs, die auf die eine oder andere Art Kunden gewinnen und binden wollen. Kunden formulieren Wünsche wie diese:

  • Seminare und Dienstleistungspakete verkaufen.
  • Kunden für Projekte gewinnen (Teamentwicklung / Organisationsentwicklung).
  • Reichweite und Bekanntheit aufbauen.
  • Profil zeigen / sich von anderen Anbietern unterscheiden.
  • Eine Stimme als Experte aufbauen / das Image pflegen.
  • Eine gute Platzierung bei Google erreichen.

Verkauf, Reichweite und Profil sind demnach die überragenden Wünsche an einen Blog. Für diese Ziele stehen dir eine Reihe von Mitteln zur Verfügung. Eines davon ist die Art, wie du deine Artikel-Mix zusammenstellst.

Drei Typen von Blogartikeln und ihre Wirksamkeit für deine Ziele

Blogartikel, die den Verkauf fördern

Du willst Seminare, Coaching-Pakete oder Projekte verkaufen. Mit Blick auf deine Blogartikel gibt es eine zentrale Frage:

Was muss dein Kunde glauben oder wissen, damit er bei dir bucht?

Am besten steigst du mit deinen Überlegungen weit vorne im Entscheidungsprozess deines Kunden (Kundenreise) ein: Was geht ihm durch den Kopf, wenn er bemerkt, dass etwas in seiner Welt nicht stimmt? Wonach sucht er, wenn er im Netz recherchiert?

Denke einmal in diese Richtung:

  • Was nimmt dein Kunde wahr: Welche Symptome sieht er?
  • Wie sind diese Symptome einzuordnen?
  • Welche Denkfehler und Irrtümer gibt es, die dringend aufgeklärt gehören?
  • Welche Lösungswege gibt es und wo haben sie ihre Grenzen?
  • Was bedeutet Qualität in deinem Fach?

Wenn du schon lange in deinem Fach arbeitest, wartet eine besondere Herausforderung auf dich: Da du dein Fach in- und auswendig kennst, läufst du Gefahr, zu schnell in die Analyse und auf die Meta-Ebene zu gehen. Konzentriere dich auf die Sicht deines Kunden.

Und, ja: Natürlich ist es ein Unterschied, ob du Laien und Selbstzahler oder Weiterbildungsprofis in der Personalabteilung ansprichst. Mache dir klar, für wen du schreibst.

Artikeltypen, die deine Bekanntheit steigern

Wenn du deine Bekanntheit steigern willst, bieten sich diese drei Artikeltypen an:

Profil zeigen. Standpunkt vertreten.

Meinungsartikel laden zur Diskussion ein. Sie werden häufiger geteilt und kommentiert als reine Wissens-Artikel. Schreibe also darüber, weshalb du etwas tust oder lässt, auch entgegen dem Mainstream.

Schmerzpunkte ansprechen.

Gibt es ein Thema, das deine Kunden tief berührt? Eines, das deine Kunden mit einem tiefen Seufzer „ja, so ist es“ sagen lässt?

Auch solche Artikel laden zu Kommentaren ein und werden vielfach geteilt. Wenn du in diese Richtung denkst, sollte dein Thema einen hohen emotionalen Gehalt haben. Gleichzeitig sollte es so geartet sein, dass sich die Leser öffentlich dazu bekennen können.

Ein Beispiel aus meinem Artikel-Portfolio ist dieses: „Willst du ein richtig fettes Honorar?“ Angelika Eder, Der Trainerlotse, hat einen Treffer gelandet mit ihrer Video-Reihe: „Mein irrer Trip zum digitalen Ich“.

SEO-orientierte Artikel

Mit Suchmaschinenoptimierung alter Couleur habe ich nichts im Sinn. Die Zeiten, in denen sich Blogger sprachlich verrenken mussten, um ein gutes Ranking bei Google zu erreichen, sind vorbei. Google ist in der Lage, Artikel in umfassender Weise zu analysieren und inhaltlich zuzuordnen.

Dennoch habe ich SEO als eigene Kategorie aufgenommen, weil ein gutes Suchmaschinenranking eigene Überlegungen erfordert. Hier ein paar Beispiele:

  • Welche Suchbegriffe dürfen es für dich sein? Das offensichtliche wie „Coach Hamburg“? Oder wählst du eines, das weniger häufig gesucht wird, bei dem du jedoch eine realistische Chance auf einen Platz weit vorne in den Suchergebnislisten hast?
  • Lässt du eine Artikel-Idee aus, weil du dir bei Google wenig Chancen ausrechnest? Oder schreibst du den Artikel trotzdem – für dein Netzwerk, deine Abonnenten und vielleicht für dein Buch, dass du langfristig planst? Möglich, dass du in einigen Fällen das Google-Ranking herunterstufst.
  • Vielleicht legst du eine ganze Artikel-Serie um einen Suchbegriff herum an (Cornerstone-Content). Google weiß damit, dass du wirklich etwas zum Thema zu sagen hast. Und deine Leser natürlich auch.

Blogartikel mit Wirkung auf dein Image

Für dein Image sind Meinungsartikel das Mittel der Wahl. Viele Neu-Blogger scheuen sich, sich aus dem Fenster zu lehnen. Doch der Mut wird belohnt. Für Meinungsartikel sprechen viele Gründe:

  • Das Plus für die Reichweite habe ich schon erwähnt.
  • Mit einem Meinungsartikel präsentierst du dich als eigenständiger Denker und gefestigter Begleiter: Beides sind wichtige Signale für Kunden, die sich von der Zusammenarbeit mit dir starke Impulse oder sogar Führung erhoffen.
  • Nicht zuletzt grenzt du dich mit Meinungsartikeln von deinen Wettbewerbern ab. Auch Meinungsartikel zahlen insofern auf deinen Verkauf ein, allerdings auf einer anderen Ebene als die weiter oben erwähnten Erklär- und Symptome-Artikel: Hier geht es nicht um das Verständnis von Begriffen und Zusammenhängen, sondern um die Frage, weshalb sich ein Kunde ausgerechnet für dich entscheiden sollte. In der Weiterbildung zählt bekanntermaßen der Nasenfaktor.

Kläre also Irrtümer und Missstände auf und lass deine Leser wissen, weshalb du Dinge tust oder lässt.

Von der Idee zur Praxis

Wenn du einen Artikel-Plan aufstellst, wirst du bemerken, dass einige deiner Artikel-Ideen auf mehrere Ziele einzahlen. So ist das mit der Wirklichkeit: Sie widersetzt sich hartnäckig dem Versuch, sich schön in Schubladen packen zu lassen.

Mit meinem Modell möchte ich dich dafür gewinnen, explizit in Richtung Verkauf, Profil und Reichweite zu denken. Vielleicht gelingen dir Artikel, die in jede Richtung Wirkung zeigen. Oft jedoch wirst du in der einen oder anderen Richtung Abstriche machen müssen. Überlege dir in dem Fall, wie du in deinem Artikel-Mix deine Schwerpunkte setzt.


Mehr erfahren?

Worüber soll ich schreiben?“ lautet der Titel eines Whitepapers, das ich dir gerne zur Verfügung stelle. Wenn es dich interessiert: Hier geht es zum Download.