Einen Blog starten

Einen Blog starten

Themen, Technik, Leser und Spaß: der ultimative Guide für alle Neu-Blogger, die einen Blog starten wollen

Im Netz findest du reichlich Artikel zum Stichwort „einen Blog starten„. Die meisten beziehen sich auf die Technik. Klar, ohne Technik kein Blog, so wie du ohne Fahrrad keine Fahrradtour machen kannst.

Doch steht dein neues Gefährt erst einmal im Keller, brauchst du ein Ziel. Andernfalls nützt es dir nichts. Ebenso ist es mit deinem Blog. Mit der Technik alleine ist dir noch nicht gedient. Das Gute an einem Blog ist der Inhalt: Was also willst du schreiben? Und was willst du persönlich erreichen?

„Kunden gewinnen“, sagen die meisten und das ist in Ordnung. Doch wie funktioniert das? Bloggen ist Spielart des Content Marketing. Content Marketing wiederum greift auf Beobachtungen im Netz zurück: Wie verhalten sich Kunden im Netz? Was brauchen sie, um eine Entscheidung zu treffen? Entlang dieser Idee gibt es Praxis-Beispiele und Empfehlungen für Inhalte und Wege, die deine Kunden zu dir führen.

Einfach loszulegen, kann ich dir nicht empfehlen. Oft sehe ich werbliche Artikel, die kaum einer lesen will und auch nicht viral gehen. Wer mag sich schon für die Werbung anderer verwenden? Auf der anderen Seite gibt es Artikel, die irgendwie nett sind, doch man fragt sich, was sie bewirken sollen.

Beide Varianten sind aussichtsreiche Kandidaten für „eingeschlafene Blogs“: Die Blogger starten mit viel Enthusiasmus, doch die Ergebnisse bleiben aus. Es bleibt Unsicherheit über das „Wie“ und dann vergeht die Motivation ganz schnell.

Was ausgesprochen schade ist!

Wenn dein Angebot beratungsintensiv ist, wenn es etwas zu erklären gibt, wenn außerdem deine Persönlichkeit beim Kunden-Gewinnen und bei der Leistung wichtig sind – dann ist ein Blog eine gute Empfehlung für dich!

Am Anfang kommt es darauf an, einige Artikel zu Themen zu schreiben, die für deine Kunden zentral sind. Mit diesen Artikeln machst du Kanäle auf, auf denen deine Kunden dauerhaft zu dir finden.

Stell dich daher lieber gleich richtig auf. So machst du dir die wenigste Arbeit.

Lies hier von den Fragen, die Kunden und Neu-Blogger gestellt haben.

Was heißt „spannend“?

Darum geht es
Du wünschst dir begeisterte Leser. Menschen, die deinen Blog gerne besuchen und zurückkommen, weil deine Artikel etwas transportieren, das sie schätzen und das sie brennend interessiert.

Du willst sie fesseln, denn dir ist klar: Das Angebot im Netz ist gewaltig. Trantütige Artikel haben keine Chance.

Darum geht es wirklich
Was macht einen Artikel spannend? Geht es wirklich um Spannung im Stil eines Hitchcock-Krimis? Was spannend oder fesselnd ist, liegt im Auge des Betrachters: Auch wenn du mit Zahlen im allgemeinen wenig anfangen kannst, können 6 Zahlen aus 49 außerordentlich spannend sein – wenn du ahnst, dass du die 6 richtigen angekreuzt hast und deine erste Million winkt.

Deshalb ist es besser, den Faden von einer anderen Seite her zu knüpfen: Welches Angebot willst du nach vorne bringen und welches Problem deiner Kunden löst es? Oder geht es um einen dringenden Wunsch? Spannung entsteht, wenn es dir gelingt, die tiefen und wahren Wünsche deiner Kunden anzusprechen.

Gut zu wissen, wenn du einen Blog starten willst
Kaum ein Artikel wird sorgfältig von der ersten bis zur letzten Zeile gelesen. Meist überfliegen die Leser die Überschriften und steigen an den Stellen ein, die ihnen wichtig sind – wenn überhaupt.

Mach dir also keine Sorgen um komplizierte literarische Kunstgriffe. Ein Blog-Artikel ist das falsche Medium dafür. Business-Leser im Netz haben andere Wünsche als Roman-Leser an einem verregneten Wochenende.

Zum Nachdenken
Herauszufinden, was deine Kunden ehrlich beschäftigt oder was ihnen heimlichen Kummer bereitet, ist DER Hebel für deinen Erfolg beim Bloggen. Ein überzeugender Blog lebt davon, dass du deinen Kunden sensibel zuhörst.

Überraschung
Mach dich frei von überzogenen Erwartungen an deine Schreibkünste, gerade wenn du einen Blog starten willst! Mit einfachen, klaren, prägnanten Artikeln bist du sehr gut aufgestellt.

Weshalb lesen Leser?

Darum geht es
Im Netz gibt es doch schon alles, richtig? Wenn du begreifst, weshalb Leser dennoch lesen, kannst du ihnen geben, was sie mögen.

Darum geht es wirklich
Erkenne, was ein Business Blog in seinem Wesen ist – im Gegensatz zu einer Fachzeitschrift, einem Portal, einem Lifestyle Blog oder einer anderen Publikation, die dir in den Sinn kommt.

Gut zu wissen, wenn du einen Blog starten willst
Fragt man Leser nach dem „Warum“, geben sie meist an, sich informieren zu wollen. Eine nebulöse Aussage! „Sich informieren“ kann viel bedeuten: einen anderen Blickwinkel einnehmen; Worte finden für das, was sie innerlich bewegt; die eigene Meinung prüfen oder sie bestätigen; den eigenen Wissensstand abgleichen oder Beispiele finden, wie sich Hürden überwinden lassen.

Es gibt noch mehr Gründe, zu lesen: Leser mögen deinen Stil oder dich selbst. Wenn die Beratung einen Teil deiner Leistung ausmacht, ist außerdem folgendes wichtig zu wissen: Leser lesen, weil sie wissen wollen, wie du „tickst“; wie du an ein Thema herangehst; wie du dich positionierst. Sie wollen sich – kurz gesagt – ein Bild davon machen, wie es sein wird, mit dir zu arbeiten.

Bleibt also festzuhalten: Neuigkeiten sind prima.
Jenseits dessen gibt es jedoch noch viele andere Gründe für das Lesen.

Zum Nachdenken
Alles findet kritische Gegenstimmen, so auch Blogs: „Blogs sind doch altmodisch“, heißt es dann oder: „Wer liest denn noch? Videos oder Podcasts sind doch viel schicker!“

Mach dir bewusst, wer deine Leser sind und was du erreichen willst. „Schick“ kann ein Argument sein, muss aber nicht.

Gerade B2B hast du es vielfach mit Lesern zu tun, die kostenintensive und weitreichende Entscheidungen für ihr Business oder ihren Arbeitgeber treffen müssen. Die frühen Jugendjahre liegen eine Weile hinter ihnen, sprich: Sie sind lesend erwachsen geworden. Sie tun es, weil sie es so gewohnt sind.

Leser mit Entscheidungsverantwortung brauchen und schätzen vor allem vertrauenswürdige Information. Der gute Inhalt schlägt deshalb die Form.

Einen Blog starten und schreiben oder nicht schreiben? Die eine Antwort für alle kann es nicht geben. Doch lass dich von pauschalisierten Statements im Netz nicht verrückt machen, sondern schau dir an, was deine Kunden brauchen, um sich zu entscheiden.

Überraschung
Lass den Gedanken hinter dir, dass du ständig etwas Neues, nie Dagewesenes, Exzeptionelles bringen musst. Häufig bearbeitete Themen können auch für dich in Ordnung sein, so lange du deine Haltung und deine Position erkennbar machst.

Wie werden Leser zu Kunden?

Darum geht es
Deine Leser brauchen Führung. Sie wollen wissen, was der nächste Schritt ist. Baue ihnen deshalb eine Brücke zu dir: Mache dir bewusst, was sie wissen müssen, um sich für dich zu entscheiden und führe sie zu dir.

Darum geht es wirklich
Die Frage ist der Dreh- und Angelpunkt beim Bloggen: Sollte dein Blog keine Kunden anziehen, wäre die ganze Mühe umsonst gewesen!

Gut zu wissen, wenn du einen Blog starten willst
Bevor sich ein Kunde für dich entscheidet, geht er einen Entscheidungsweg. Er hat viele Fragen an dich, etwa: Kannst du sein Problem lösen oder seinen Wunsch erfüllen? Wird es angenehm sein, mit dir zu arbeiten?

Viele Autoren haben sich bereits mit diesem Entscheidungsweg, der Kundenreise, beschäftigt. Infos findest du zum Beispiel bei ryte oder Chimpify . Meine Darstellung lehnt sich daran an:

Die Kundenreise (Grafik)
Die Kundenreise: Stationen deines Kunden auf dem Weg zu dir
  • Phase 1: Aufmerksamkeit
    In der ersten Phase gilt es, die Aufmerksamkeit deines Kunden zu gewinnen. Was sieht dein Kunde in seiner Umwelt? Mit seinen Augen? Was nimmt er wahr? Das ist mit dem Wort „Symptome“ gemeint: Etwas ist deinem Kunden bewusst geworden: Seine Welt ist nicht mehr vollständig. Womöglich ist er aber weit davon entfernt, die Wahrnehmung einordnen und benennen zu können. Was immer du publizierst: Deine Artikel sollten sich in der Wahrnehmungswelt deiner Kunden bewegen. Sprich seine Sprache.
  • Phase 2: Interesse
    Dein Kunde ist schon einen Schritt weiter, er hat etwas gelernt. So nach und nach wird ihm klar, wie man das nennt, was ihn stört, und welche Lösungen auf dem Markt sind.
  • Phase 3: Anbieterauswahl
    In der dritten Phase hat sich dein Kunde mit Lösungswegen vertraut gemacht und sich für einen entschieden. Nun sucht er nach einem Anbieter.
  • Phase 4: Kaufgespräch
    Herzlichen Glückwunsch, dein Kunde hat Kontakt zu dir aufgenommen. Bis hierher hat er sich bereits intensiv mit dir beschäftigt. Man sagt, dass die Kaufentscheidung zum Zeitpunkt des persönlichen Kontakts zu 80 Prozent gefallen ist.

Zum Nachdenken
Wenn du einen Blog starten willst und noch am Anfang stehst, hast du vermutlich alle Hände voll zu tun, die ersten Artikel zu veröffentlichen und eine Routine für dich zu entwickeln.

Ich finde: Das ist viel! Und genug für die ersten Monate.

Auf lange Sicht solltest du deine Kundenreise allerdings ausbauen: Gute Blog-Artikel und Inhalte sind das eine. Auf Dauer brauchst du für ein stabiles System zu Kundengewinnung voraussichtlich mehr wie Landing Pages, Newsletter und Lead Magneten. Das hängt von deinem Angebot ab.

Überraschung
Du bist Experte auf deinem Gebiet. Über die Jahre hast du viel gelernt und erlebt und das wird wohl auch so weiter gehen.

Deine Neu-Kunden sind jedoch Anfänger. Sie starten immer vorne und haben immer wieder dieselben Fragen.

In deinem Blog wird es deshalb ein Set an Basis- oder Grundlagen-Artikeln geben. Im Kern sind sie immer aktuell, auch wenn du sie hin und wieder prüfen und schleifen solltest. Sie sind so etwas wie die Hauptschlagader in deinem Blog. Gib dir am Anfang etwas Mühe. Du baust mit ihnen einen langlebigen Wert für dein Business auf. Und freue dich darauf, dass auf lange Sicht der Aufwand für das Artikel-Schreiben sinkt.

Wie findest du deine Themen?

Darum geht es
Du gallopierst durch den Tag, deine ToDo-Liste ist vollgestopft. Du hast dir wohl Zeit für deinen neuen Blog-Artikel eingerichtet, doch jetzt sitzt du da und die zündende Idee bleibt aus. Worüber sollst du nur schreiben?

Darum geht es wirklich
Ein erfolgreicher Blog lebt von guten Ideen und Artikeln. Doch wie gelingt dir ein dauerhaft hohes Niveau? Und wie sorgst du für sprudelnde Ideen?

Gut zu wissen, wenn du einen Blog starten willst
Von den Fragen deiner Leser und Kunden war schon weiter oben die Rede. Sie sind die wichtigste Quelle für Themen-Ideen.

Drehe dein Themenfeld für neue Ideen einmal um und schau es dir von einer anderen Seite an. Blog-Artikel haben das Potenzial,

  • den Verkauf zu fördern
  • das Profil zu schärfen
  • und ein gutes Ranking in der Suchmaschine zu erreichen.

Doch zur Wahrheit gehört, dass es schwer ist, alles gleichzeitig in einem Artikel abzubilden. Wenn du dir die Gesamtzahl deiner bestehenden Blog-Artikel ansiehst, wie gut ist jeder Bereich abgedeckt? Was fehlt noch?

  • Mit den Fragen deiner Kunden bewegst du dich eng am Verkauf entlang.
  • Mit Meinungsartikel schärfst du dein Profil. Sie laden zur Diskussion ein und werden häufiger geteilt und kommentiert als reine Wissensartikel. Schreibe also darüber, weshalb du etwas tust oder lässt, auch im Gegensatz zum Mainstrean.
  • SEO-orientierte Artikel sind umfangreich und greifen Suchanfragen von Internetnutzern im Netz auf. Für Ideen kannst du die Autoergänzung von Google nutzen oder andere Tools, wie etwa Ubersuggest.

Zum Nachdenken
Redaktionspläne sind ungefähr so attraktiv wie alte Socken. Dennoch lege ich sie dir ans Herz, denn sie sind treue Begleiter in deinem Blogger-Alltag: Sie helfen dir, deinen Artikel-Mix gezielt zu gestalten. Und sie schützen dich vor der Ideen-Flaute im falschen Moment.

Überraschung
Kreative Ideen sind Übungssache. Bloggern geht es nicht anders als Fotografen: Wer seinen Blick schult, findet Themen einfach so unterwegs. Auf Dauer laufen dir gute Ideen einfach über den Weg.

Alles verschenken?

Darum geht es
Einen neuen Anbieter zu beauftragen, ist für einen Kunden ein Wagnis. Ob der Anbieter sein Versprechen einhalten und die Zusammenarbeit funktionieren wird, weiß er erst hinterher.

Deshalb geht er gerne auf Test- und Gratis-Angebote ein, um sich ein Bild zu machen und Vertrauen zu gewinnen.

Die Anbieter auf der anderen Seite sind stolz auf ihr Wissen und ihre Erfahrung. Vielfach haben sie es über Jahre aufgebaut. Sollen sie es wirklich einfach so verteilen? Gratis? Dies widerspricht ihrem Gefühl für den Wert ihrer Leistung.

Darum geht es wirklich
Gewinne ein Verständnis dafür, was deine Kunden tatsächlich bei dir buchen. Den Rest kannst du verschenken.

Gut zu wissen, wenn du einen Blog starten willst
Was bekommt dein Kunde, wenn er bei dir bucht: Ist es wirklich das Wissen? Oder was ist es sonst?

  • Buchen sie in Wahrheit deine Prozessbegleitung, weil alles Kopf-Wissen nicht hilft, blinde Flecken zu erkennen?
  • Ist deine Kompetenz so weit und fachübergreifend, dass deine Kunden sie in sinnvoller Zeit nicht selbst aufbauen können?
  • Sammelst du Wissen und verdichtest es speziell für die Bedürfnisse deiner Kunden?
  • Haben deine Kunden mit dir ein gutes Gefühl? Gewinnen sie mit dir eine Identität? Inspirierst du sie oder machst du ihnen Mut?

Worin auch immer deine Leistung liegt: Ohne Wissen kannst du wahrscheinlich nicht starten. Doch um Wissen alleine geht es selten.

Wenn es allerdings so ist, musst du keine Angst haben, Wissen abzugeben.

Zum Nachdenken
Das Wort vom „Schenken“ ist fragwürdig: Im Netz wird nichts verschenkt und jeder weiß das. Die Aufgabe ist vielmehr, gezielt Kostproben abzugeben, damit Neu-Kunden erkennen, was sie mit dir gewinnen und Vertrauen zu dir fassen.

Fehlerhaft wäre es deshalb:

  • Blind den Kern deiner Leistung zu wegzugeben.
  • Sich geizig zu zeigen und Informationen zu teilen, die dem Empfänger keinen Nutzen stiften.
  • Informationen abzugeben, die keinen Bezug zu deinem Angebot haben und deine Kunden auf eine falsche Fährte locken.

Überraschung
Beim Bloggen gilt: ziehen, nicht drücken. Mit deinem Knowhow machst du deinen Kunden süchtig nach mehr. Auf deiner Angebotstreppe geht er Schritt für Schritt mit – von den Gratis-Angeboten bis zu den kostenpflichtigen Leistungen. Dabei begegnest du ihm zu jedem Zeitpunkt im Expertenstatus, freundlich und unterstützend.

Nichtsdestotrotz solltest du strategisch handeln.

Wie gewinnst du Leser? Teil 1: Pleiten und Pannen

Darum geht es
Dein Blog braucht Leser. Am besten viele!

Darum geht es wirklich
Viele Leser zu haben, ist super. Doch vor allem brauchst du Leser, die mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit zu deinen Kunden werden. Und da wird es spannend.

Gut zu wissen, wenn du einen Blog starten willst
Für Neu-Blogger ist die Vorstellung von einer großen Leserschaft oft so eine Sache: Man will sie und fürchtet sie zugleich.

Wahrscheinlich ist, dass deine ersten Artikel von Menschen gelesen werden, die dich ohnehin kennen und mögen. Sie kommen aus deinem Netzwerk. Mit der Zeit werden deine Kreise größer:

  • Du gewinnst Fans, die deine Artikel in ihren Netzwerken teilen und empfehlen,
  • schreibst Gastartikel für andere Blogs oder Zeitschriften und erweiterst so deine Reichweite,
  • machst dir bei einem oder mehreren sozialen Medien einen guten Namen und gewinnst Leser für deine Blog-Artikel
  • oder schaltest Anzeigen, etwa bei Facebook.

Deine Leserschaft aufzubauen, ist eine langfristige Aufgabe. Sie ist ebenso wichtig wie das Blog-Artikel-Schreiben selbst. Viele vergessen das, wenn sie einen Blog starten. Über Nacht gewinnst du in der Hinsicht nichts.

Zum Nachdenken
Meinen Blog gibt es schon seit 2007. Ob es einen Fehler gibt, den ich noch nicht gemacht habe? Wahrscheinlich nicht. Vielleicht willst du jedoch die eine oder andere Schleife vermeiden. So machst du deinen Blog bekannt, ohne etwas zu erreichen: meine „besten“ Fehlgriffe:

  • Blogparade
    Du nimmst an einer Blogparade teil und schreibst einen sehr schönen Artikel (Was ist eine Blogparade?). Dank dieses schönen Artikels besuchen dich viele neue Leser auf deinem Blog. Dumm nur, dass der Initiator der Blogparade so rein gar nichts mit deinen Ziellesern zu tun hat. Die vielen neuen Leser werden in hundert Jahren keine Kunden von dir.

    Eine Blogparade ist eine gute Sache, wenn dich dein Beitrag bei deinen Ziellesern bekannt macht.
  • Mehrdeutiger SEO-Begriff
    Wie du weißt, gehören viele Trainer, Berater und Coachs zu meinen Kunden. Deshalb verwende ich häufig das Wort „Trainer“. Das ist ganz natürlich, nicht? Nie habe ich mir Gedanken darum gemacht, mich jedoch immer über die vielen jungen, männlichen Besucher auf meinem Blog gewundert. Irgendwann dämmerte es mir: Es sind Sportler, oftmals Fußballer. Sicher keine Kunden für mich!

    Achte gerade bei deinen zentralen SEO-Suchworten auf eindeutige Begriffe. Auch der „Coach“ ist vieldeutig.
  • Fan im eigenen Haus
    Soeben hast du deine Webseite und deinen Blog neu gestaltet. Du bist begeistert und außerdem musst du noch ein paar kleine Fehler ausbügeln. Aus vielerlei Gründen bist du ständig auf deiner Seite. Die neue Seite scheint gut anzukommen. Es ist großartig: Google Analytics meldet dir reichlich Besuch und lange Besuchsdauern. Irgendwann wird dir klar, was los ist: Du bist dein treuester Fan.

    Sorge dafür, dass du deine eigenen Zugriffe aus deiner Analyse ausschließt (Interne Zugriffe ausschließen).
  • Verliebt in den Zuspruch
    Jeder Blogger freut sich über zahlreiche Kommentare und gutes Feedback. Was aber, wenn die Kommentare einem Artikel gelten, der nichts mit deinem Angebot zu tun hat? Und was ist, wenn der freundliche Zuspruch aus der Feder von Kollegen stammt? Auf meinem Blog sind die Artikel über Trainerhonorare oder Bounce Rates sehr beliebt. Da ich schon so lange selbständig bin, kann ich etwas dazu sagen. Mit meinem Angebot hat das wenig zu tun. Was mache ich jetzt? Die schönen Artikel und Kommentare löschen? Eine Zwickmühle. Sehr schwierig!

    Bleibe mit deinen Artikeln lieber bei deinem Thema, damit du gar nicht erst in einen Zwiespalt gerätst.

Überraschung
Eine große Leserschaft entwickelt langfristig. Du kannst dich über den Umstand ärgern oder ihn als Schutzzone verstehen: Nicht gleich auf der ganz großen Bühne zu stehen, macht es manchem Neu-Blogger leichter, die ersten Schritte zu wagen.

Wie gewinnst du Leser? Teil 2: der aussichtsreiche Weg

Darum geht es
Du willst teure Fehler vermeiden und auf direktem Weg zu deinem Ziel.

Darum geht es wirklich
Wenn du Hoffen und Bangen hinter dir lassen willst, wenn du dir mehr Stabilität in deinem Auftragsbuch wünschst, dann sind deine Auswertungen deine treuesten Freunde.

Gut zu wissen, wenn du einen Blog starten willst
Wie machst du deinen Blog bei den Menschen bekannt, die du tatsächlich erreichen willst?

  • 1. Schritt: Mache dir bewusst, wen du mit deinem Blog erreichen willst.
    Der Satz klingt banal. Doch in der Praxis zeigt sich, dass er es in sich hat. Finde deine Antwort.
  • 2. Schritt: Triff eine plausible Annahme
    Überlege dir, wo dir Neukunden das erste Mal begegnen und wie du sie entlang einer Treppe zu deinem Angebot führst. Messe die Ergebnisse auf jeder Stufe und ziehe deine Schlüsse.
  • 3. Schritt: Teste und optimiere
    Für Mitarbeiter in den Marketingabteilungen sind Tests selbstverständlich. In Solo-Unternehmen existiert meist unausgesprochen die Hoffnung, dass man sich durch scharfes Nachdenken, Gefühl und Erfahrung das lästige Testen ersparen kann. So zugespitzt wird das Unrealistische daran offensichtlich. Etwas Greifbares gewinnst du so nicht.

Zum Nachdenken
Wenn du sicher sein willst, dass du kein Stroh drischst, geht nichts an einer Messung vorbei. Zum Glück ist das DSGVO-konform möglich. Nutze deine Chance.

Überraschung
Die Ziffern 0 bis 9 sind für sich genommen ebenso spannend wie die Buchstaben A bis Z – nämlich gar nicht. Spannend werden sie erst, wenn sie anfangen zu erzählen. Viele sagen, dass sie mit Zahlen nichts anfangen können. Wenn du dich dazu zählst, könntest du eine Überraschung erleben: Zahlen erzählen von Wünschen, Träumen und Hoffnungen. Du musst sie nur hören können.

Wie bleibst du motiviert?

Darum geht es
Regelmäßig Artikel veröffentlichen in einem Turnus, den du dir vorgenommen hast.

Darum geht es wirklich
Sich beim Bloggen kompetent fühlen und sicher sein, das Richtige für dein Business zu tun.

Gut zu wissen, wenn du einen Blog starten willst

Kennst du dein „why“?
Ein Blog ist mit Aufwand verbunden. Deshalb ist es wichtig, dir klar zu machen, weshalb du ein Blog betreiben willst. Ist dieser Grund wichtig und stark genug, so dass du andere Aufgaben nach hinten stellst, wenn ein neuer Artikel ansteht?

Nach meiner Beobachtung haben Langzeit-Blogger ein starkes Motiv. Sie bloggen, weil

  • sie ihr Business grundsätzlich umgestalten wollen und etwa auf Online-Kurse umsteigen,
  • ihnen der bisherige Zugang zu Kunden versperrt ist.
  • sie überzeugt sind, dass Bloggen der beste Kommunikatonsweg für sie ist und etwas leistet, das andere Wege vermissen lassen. Sie schätzen die Kombination aus Sichtbarkeit, Nahbarkeit und Verkaufen ohne Druck.

Bist du gut vorbereitet?
Ähnlich wie beim Sport profitiert ein Blog von der Begeisterung des Bloggers. Aus reiner Vernunft bleibt niemand auf Dauer am Ball.

Viele Langzeit-Blogger wollen eine Botschaft in die Welt tragen. Sie haben etwas zu erzählen, das ihnen wichtig ist. Andere schätzen den Prozess des Schreibens, weil er hilft, die Gedanken zu sortieren und sich zu klären.

Auch die Schreib-Kompetenz ist ein Thema: Jeder Blogger will sicher sein, dass seine Artikel interessant sind und gut zu lesen – na klar! Im Allgemeinen machen die Dinge Spaß, die man gut kann.

Die Haltung zum Schreiben ist allerdings ein merkwürdiges Ding. Manche glauben, das Schreiben sei eine unerreichbare Kunstform. Andere sind überzeugt, dass am Schreiben nicht viel dran ist.

Nur auf das Naheliegende kommen wenige. Ob Tanzen, Singen, Coachen oder Motorradfahren: Alles lebt von einer Kombination aus Knowhow, Handwerk und Übung. Das Schreiben macht da keine Ausnahme.

Blog-Artikel wollen im Netz bestehen. Allein schon wegen der Umgebung gibt es ein paar Dinge zu wissen. Zugleich ist Schreiben machbar: Blog-Artikel sind Alltags- und Gebrauchstexte. Ein bisschen Neugier und Spaß an der Sache vorausgesetzt, klappt das schon.

Zum Nachdenken
„Ich will’s mal ausprobieren“, ist ein zweifelhafter Auftakt: Einerseits fehlt es wahrscheinlich an Motivation, andererseits ist ein Blog ein Langstrecken-Projekt. In den ersten Wochen wird die Resonanz aller Voraussicht nach gering sein.

Wenn dir ein Blog zu viel ist, hast du zwei Alternativen:

  • Veröffentliche deine Artikel etwa bei LinkedIn.
  • Schreibe eine Handvoll Artikel für deine Webseite, nenne das Ganze jedoch nicht „Blog“, sondern „Magazin“ oder „News“.

Überraschung
Die meisten beginnen mit dem Bloggen, weil sie Kunden gewinnen wollen. Doch das Bloggen oder generell das Schreiben wirkt auf einer noch anderen Ebene positiv auf dein Business zurück: Bloggen ist ein Weg, die fachliche Kompetenz im eigenen Business zu ordnen und zu vertiefen. Dies stabilisiert und stärkt das Selbstvertrauen.

Macht die Bloggerei nicht ziemlich einsam?

Darum geht es
Wie stellst du dir dein künftiges Leben als Blogger vor? Viele sehen sich am Schreibtisch sitzend, schreibend. Und du?

Darum geht es wirklich
Das Schreiben der Artikel ist ein Teil des Bloggens. Ebenso wichtig ist jedoch das Sich-Vernetzen und Bekannt-Machen. Dabei spielen Social Media-Plattformen eine große Rolle. Vernetzung ist nun gerade das Gegenteil von Einsamkeit.

Gut zu wissen, wenn du einen Blog starten willst
Viele routinierte Blogger berichten, dass sie für die Überschrift ebenso viel Zeit einplanen wie für das Schreiben des Artikels. Ist der Artikel fertig, verwenden sie noch einmal so viel Zeit darauf, ihn bekannt zu machen. In eine Formel gegossenen, heißt das für die Zeiteinteilung: 1 Teil Überschrift / 1 Teil Text / 2 Teile Vernetzung und Vermarktung. Hättest du das gedacht?

Zum Nachdenken
Die frühen Blogger waren begeistert von den Möglichkeiten des Netzes: Jeder konnte und durfte etwas veröffentlichen. Einfach so, ohne Journalisten zu fragen, ob sie einen Platz in ihrer Zeitung freimachen.

Die Blog-Artikel verstanden sich als Beiträge zu einer öffentlichen Diskussion. Man wollte etwas teilen. Sich austauschen. Lernen. Gleichgesinnte treffen. Auch deshalb wurde auf den Blogs reichlich kommentiert. Das Begeisternde und letztlich Motivierende war die Chance, Menschen kennenzulernen, die man anders nie getroffen hätte.

Dann kam das Marketing hinzu und mit ihm die Diskussion um Artikel-Umfänge, Besuchsdauern, Suchmaschinenranking, Absprungraten und andere Kennzahlen. Das virtuelle Köpfe-zusammenstecken trat in der Wahrnehmung zurück. Blogs wurden professionell. Ihre Zahl stieg.

Inzwischen reden wir einer Informations-Flut, auch das bereits seit Jahren. Wahr ist außerdem, dass sich zu den klassischen Blogs viele Alternativen für den Austausch gesellt haben wie Social Media-Plattformen, geschlossene Mitgliederbereiche oder Chat Rooms. Blog-Artikel sind in dem Vergleich das Format, in dem du einen vollständigen Gedanken entwickeln kannst. Viele Dauer-Blogger stellen sich mit der Zeit ein individuelles Set zusammen.

Blogger, die jetzt noch auffallend erfolgreich sind, haben etwas von den frühen Blogs über die Zeit gerettet: Sie sind so etwas wie Sammelpunkte für Menschen mit gleichem Interesse. Vielleicht bist du schon einmal über „Tribes“ gestolpert: Tribes sind inoffizielle Gruppierungen von Menschen mit gleichem Interesse. Sie organisieren sich über Netz-Medien (Wikipedia: Tribe).

Ein erfolgreicher Blogger ist einer, der einen Tribe um sich schart. Er sorgt für die Initialzündung, gibt Impulse – und die Follower beginnen, miteinander zu reden. Dieses Szenario entwirft zumindest Seth Godin in seinem Buch „Tribes: We need you to lead us“. Seth Godin ist einer der Wegbereiter des heutigen Marketings und hat mit „Permission Marketing“ schon in den 1990er Jahren Meilensteine gesetzt.

Wenn du am Anfang stehst und einen Blog starten willst, ist das alles harter Tobak. Vermutlich machst du dir Gedanken, wie du überhaupt deine ersten fünf, sechs Artikel auf die Beine stellst.

Persönlich finde ich: Für den Anfang ist das genug. Wenn du jedoch nach einiger Zeit zurückblickst und dich fragst, was eigentlich so schwer war und wie es weiter geht, dann ist dein Tribe die Perspektive.

Überraschung
Macht Blogging einsam? Es kommt darauf an, was du daraus machst: Wer seinen Blog als klassische Marketingplattform nutzt, um die eigene Großartigkeit zu feiern, wird einsam bleiben. Es liegt an dir, Blog-Artikel als Gespräch zu denken. Dann gibt es bis heute Austausch.

Gut mit deiner Zeit umgehen

Darum geht es
Das BlogKraftwerk spricht Solo-Selbständige und Köpfe kleiner Teams an. Wenn du dich dazu zählst, ist das Bloggen ein Teil deiner Selbständigkeit – nicht jedoch der Kern deines Tuns. Das Bloggen muss seinen Platz in deinem vermutlich gut gefüllten Tag finden.

Darum geht es wirklich
Mach dir bewusst, was du mit deinem Blog erreichen willst und wie umfangreich dein Blog-Projekt sein sollte. Das ist wichtig, damit du dir sicher bist, mit deiner Zeit-Investition das Richtige für dein Business zu tun. Nur mit dieser Sicherheit wirst du die die Zeit nehmen.

Gut zu wissen, wenn du einen Blog starten willst
Ein Blog ist zunächst nichts weiter als ein Stück Software. Wie du ihn füllst, ist deine Entscheidung. Du bist frei, dir die Variante zu zimmern, die am besten zu dir passt. Dies sind zwei verbreitete Varianten:

Du bist „Projektarbeiter“
Du bist ein hervorragender Netzwerker, betreibst Telefonakquise oder bist routiniert in Sachen Social Selling: Wie auch immer du aufgestellt bist – du hast deine Strategie, Kunden zu gewinnen und sie funktioniert.

Mit deinem Blog willst du deinen Webseiten-Besuchern die Gelegenheit verschaffen, dir bei der Arbeit über die Schulter zu schauen: Deine Webseite berichtet von deinen Angeboten, deinen Kundenstimmen, deiner Qualifikation – doch wie es ist, mit dir zu arbeiten, das können Blog-Artikel am besten transportieren. Deine Neu-Kunden schätzen diesen Einblick und deshalb ist ein eigener Blog eine gute Idee.

Vielleicht kommt der Tipp für einen Blog von deinem SEO-Berater: Google bevorzugt Webseiten, die ihren Besuchern etwas bieten und regelmäßig aktualisiert werden. Auch das ist ein Grund, einen Blog zu starten.

Über die Distanz eine Empfehlung auszusprechen, ist so eine Sache. Doch das Setting „klingt“ nach 8 bis 18 Artikel pro Jahr. Dies schließt ein, dass du deine Kunden eher vertrieblich gewinnst, weil du dein Einkommen damit verdienst, in wenigen und dafür umfangreichen Projekten zu arbeiten.

Du bist „Solopreneur“
Formal bist du Freiberufler und Solist, doch in dir schlägt ein Unternehmer-Herz. Du möchtest nicht mehr im Auftrag anderer arbeiten, sondern für dich. Deshalb bietest du Dienstleistungspakete an – als Produkte. Dabei achtest du sorgfältig darauf, diese unselige Zeit-gegen-Geld-Geschichte hinter dir zu lassen.

Es gibt gute Gründe, sich für diesen Weg zu entscheiden. „Die Zeit der smarten Experten“ von Brigitte und Ehrenfried Conta Grumberg finde ich der Frage sehr lesenswert. Doch dass du künftig an südlichen Stränden sitzend lässig ein paar Zeilen in deinen Laptop hämmerst, halte ich für wenig wahrscheinlich. Vielmehr wirst du gerade zu Beginn sehr viel arbeiten, um dein Programm auf die Beine zu stellen und dir deine Bekanntheit zu erarbeiten.

Bedenke: Für Käufer deines Produkts muss viel zusammen kommen. Das Thema muss stimmen, deine Aufbereitung, die Zeit und das Geld. Deshalb bist du auf eine breite öffentliche Wahrnehmung angewiesen.

Deine Selbstvermarktung wird einen großen Teil deiner Ressourcen einnehmen, wobei dein Blog einen natürlichen Ausgangspunkt bildet: Mit deinen Artikeln beantwortest du Kundenfragen, SEO-optimierte Artikel steigern deine Sichtbarkeit und mit Meinungsartikeln grenzt du dich von Wettbewerbern ab.

Mit deinen Artikeln kannst du außerdem deinen ersten Newsletter bestücken und Social Media Posts ableiten. Dein Blog bildet deshalb das Herzstück deines Marketings. Für Solopreneure am Start gilt: Mehr hilft mehr.

Zum Nachdenken
Wohin tendierst du? Bist du mehr Projektarbeiter oder Solopreneur?

Mache dir dein Geschäftsmodell bewusst und achte darauf, dass dein Vermarktungspaket dazu passt. Mit einer Handvoll Blog-Artikel ein Online Business an den Start bringen zu wollen, das dich ernährt, ist wenig aussichtsreich. Projekt-Aufträge hingegen gehen oft auf Netzwerk-Empfehlungen zurück. Was eine Artikel-Flut alleine bewirken soll, ist fraglich. Mithilfe von Blog-Artikeln bleibst du in deinem Netzwerk präsent – insofern helfen sie dir. Doch unendlich viele müssen es nicht sein.

Wie üblich gibt es Ausnahmen: Ich denke an eine Kundin, die gezielt Konzerne anspricht. Sie setzt auf einen professionell designten Internet-Auftritt zusammen mit rund 30 Blog-Artikeln pro Jahr und SEO-Optimierung. Sie spielt zusammen mit den Großen und das strahlt ihr Auftritt mit jeder Zeile aus. Das Konzept geht auf: Großkunden sprechen sie für Projekte an.

Du siehst, worauf ich hinaus will: Gutes Marketing ist gut durchdacht. Du willst einen Blog starten: Überlege dir, wie deine Kunden zu dir finden und wie dein Blog diesen Weg unterstützen soll. Die Anzahl deiner Artikel und dein Zeit-Aufwand schließt sich daran an.

Überraschung
Aus zwei Gründen empfehle ich Bloggern, von Praxisfällen zu berichten:

  • Artikel aus der Praxis zeigen, welche Themen du bearbeitest, in welchen Fällen Kunden dich ansprechen sollten und wie du ihnen hilfst.
  • Zugleich schüttelst du diese Theman aus dem Ärmel. Sie sind dein tägliches Brot. Und somit sparst du dir zumindest Zeit für eine Recherche.

Schöner Schreiben

Darum geht es
Wie schreibst du Artikel, die deine Leser mögen?

Darum geht es wirklich
Wie schaffst du es, dass deine Leser lange genug bei dir bleiben, um etwas von deinen Gedanken mitzunehmen? Falls sie regelmäßig nach dem ersten Absatz abbrechen, hast du wenig gewonnen.

Gut zu wissen, wenn du einen Blog starten willst
Ob „Deutsch!“ von Wolf Schneider oder das Text-Analyse-Tool der Wortliga: Wenn du dich umsiehst, findest du reichlich Hilfe für einen guten Schreibstil.

Leider gibt es da einen Haken: Auch wenn die Sätze schön geformt sind, kann der Artikel als Ganzes langweilig sein.
Wie hauchst du einem informativen Text Leben ein?

Ein großartiges Vorbild gibt ein Buch von Martin Schröder ab: „Wann sind wir wirklich zufrieden?“ Der Soziologe geht der Frage nach, wann Menschen von sich sagen, sie seien zufrieden. Dafür greift er auf eine Untersuchungsreihe unter 85.000 deutschen Teilnehmern zurück, die seit 1984 läuft. Das Ausgangsmaterial des Autors sieht in etwa so aus:

  • „Die Frage x beantworten soundsoviel Prozent mit Antwort a, soundsoviel Prozent mit Antwort b, soundsoviel Prozent mit Antwort c.
  • Die Frage y beantworten soundsoviel Prozent mit Antwort a, soundsoviel Prozent mit Antwort b, soundsoviel Prozent mit Antwort c.
  • …“

So geht das immer weiter.

Das Buch hätte zu einer effektiven Einschlafhilfe werden können. Doch der Soziologe (oder sein Ghost Writer) kann schreiben. Sein Geheimnis:

  • Ein gutes Tempo. Mit seinen Überschriften verspricht der Autor seinen Lesern etwas und kommt in seinem Fließtext schnell zu Punkt. Er hält sich an seinen eigenen roten Faden, ohne Abzweige, Verästelungen und Exkurse. Super! So kommt er dem heutigen Lesetempo entgegen.
  • Direktes Gespräch mit dem Leser: Der Autor lässt den Leser direkt an seinen Gedanken teilhaben. Das Buch liest sich so, als würden der Autor und der Leser gemeinsam am Tisch sitzen und die Ergebnisse studieren. In der Untersuchung wird deutlich, wie sehr traditionelle Rollenbilder noch immer verankert sind. Als aufgeklärt Menschen wünschen wir uns etwas anderes! Der Autor wundert sich mit uns und sagt das genau so. Dabei vermeidet er Erklärungsversuche und Wertungen, denn das ist nicht die Aufgabe dieses Buches, erklärt er uns. Während der ganzen Zeit hören wir seine Stimme. Schön, lebendig, nahbar! Gut gemacht.
  • Spielszenen: Zwischendurch diskutiert der Autor mit zwei fiktiven Freunden über eine Frage des jeweiligen Kapitels. Das Stilmittel sorgt für Abwechslung und führt auf praktische, nachvollziehbare Weise in schwierige Zusammenhänge ein.
  • Nicht zuletzt ist das Thema gut gewählt. Es ist mir nah, jedem anderen sicher auch: Wer wollte nicht zufrieden sein? Während des Lesens rattert es im Kopf: Wie hätte ich geantwortet? Liege ich im statistischen Mittel? Wie erklärt sich das Ergebnis?

Thema, Tempo, Nahbarkeit, Abwechslung: Ein Rezept, das eine staubtrockene statistische Auswertung auf Trab bringt, funktioniert für deine Blog-Artikel allemal.

Zum Nachdenken
Das Gegenteil dieses erfrischenden Stils ist ein Dozieren, von oben herab Reden, sich ins Abstrakte flüchten. Du schützt dich, indem du dir tatsächlich eine Person vorstellst, für die du schreibst. Profi-Texter machen es ebenso.

Überraschung
Ein informativer Text profitiert von einem klaren Aufbau. Dein Leser sollte deinem Gedanken, deinen Argumenten und deinem Fazit folgen können. Davon getrennt ist deine Sprache. Vertraue ihr. Sie ist dein persönlicher Ausdruck und gibt deinen Artikeln ihre unverkennbare Farbe.

Technik: Deinen Blog einrichten (Whitepaper)

Das Spannende am Bloggen ist der Inhalt. Doch vorher kommt die Technik, damit du starten kannst. Viele empfinden sie als große Hürde. Dabei ist gar nicht viel zu tun, sofern du schon eine Webseite betreibst.

  • Lies dieses Whitepaper, wenn du keine Lust auf Technik hast: Du erfährst, was zu tun ist und wer dir jeweils hilft.
  • Wenn du deine Webseite und deinen Blog in eigener Regie installieren willst, dann findest du im Whitepaper Tipps für die Auswahl deines Systems sowie Namen, Ressourcen und Quellen, mit deren Hilfe du dich schlau machen kannst.