Interview mit Presse-Spezialistin Maria Fahnemann

Maria habe ich auf dem CoachCamp 2018 in Köln kennengelernt. Wir sind ins Erzählen gekommen – und als ich gemerkt habe, dass Sie sich in Sachen Pressearbeit für Coaches richtig gut auskennt, habe ich ihr all die Fragen gestellt, die Kunden gelegentlich auch mir stellen.

 

 

 

Wenn du Pressearbeit machen willst, fängst du das am besten so an:

Min 00.01 Zeitungen/Ansprechpartner recherchieren
Min 03.20 Eine Story entwickeln
Min 06.28 Bis wann ruft ein Redakteur zurück? Wie erkenne ich, dass ein Thema „greift“?
Min 10.15 Erwartungen: Reaktionen auf einen Artikel und die Vermarktung eines Artikel.
Min 12.28 Ein bisschen was vom Recht
Min 13.08 Was darf ich mir nach einem Interview erhoffen? Beziehungen bilden.
Min 16.32 Ende

 

10 Tipps, die du beherzigen solltest, wenn du als Coach in die Presse möchtest

von Maria Fahnemann, fahnemann.de

1. Um als Experte in der Presse zu erscheinen, musst du einem Journalisten eine gute Geschichte anbieten. Eine gute Story erzählt von dir oder von Menschen, denen du immer wieder in deinen Coachings begegnest – natürlich, ohne dass du deine Verschwiegenheitspflicht brichst!

2. Bei der Entwicklung einer journalistischen Story geht es nicht darum, deine tollen Coachingmethoden in den Vordergrund zu stellen. Es geht darum, die menschlichen Geschichten dahinter zu erzählen. Ganz beiläufig kannst du dann erzählen, wie du Menschen in ihren Umbrüchen und Lebensschwierigkeiten hilfst.

3. Um den „richtigen“ Journalisten anzusprechen, musst du wissen, in welcher Zeitung oder Zeitschrift etwas über dich erscheinen soll. Dazu muss deine Positionierung stehen und deine Zielgruppe sollte dir bekannt sein. Welche Medien lesen diese Menschen?

4. Stöber in großen Zeitschriftenläden, zum Beispiel am Bahnhof, und verschaffe dir einen Überblick über die Presseerzeugnisse, die aus Sicht deiner Zielgruppe interessant sein könnten. Wie werden dort Themen behandelt, die auch deine sein könnten? Und: Wer behandelt diese Themen?

5. Die Namen der Journalisten findest du z.B. in der Autorenangabe zu einem Artikel. Die Kontaktdaten kannst entweder im Impressum finden, auf der Internetseite der Zeitung oder Zeitschrift, über einen Anruf bei der Redaktionsassistenz oder indem du den Namen in eine Suchmaschine eingibst.

6. Am besten sprichst du Journalisten per E-Mail an. In die Betreffzeile kommt dann „Themenangebot“ und kurz und knackig das Thema, um das es geht. Bring die Sache auf den Punkt, vermeide Wortspiele und Anspielungen. Sei hingegen verständlich, klar und mache neugierig.

7. Im Text deiner E-Mail fasst du kurz das Wichtigste zu deinem Thema zusammen. Weniger ist hier mehr – Journalisten haben nicht viel Zeit!

8. Nenne am Ende deiner Mail deine Kontaktdaten: E-Mail-Adresse, Festnetznummer, Handynummer sind das mindeste. Wenn du einen Blog hast oder eine Internetseite gehört die Angabe dazu ebenfalls an das Ende der Mail. Wenn der Journalist nämlich anbeißt, will er mit dir sprechen, um mehr zu erfahren.

9. Sei selbst im Netz aktiv. Du solltest eine gute, aktuelle Internetseite, ggf. einen Blog betreiben oder in den sozialen Netzen aktiv sein. Journalisten recherchieren wie jeder andere auch: Über die Suchmaschinen im Internet.

10. Zu guter Letzt: Betreibe regelmäßig Pressearbeit, mindestens einmal im Quartal. So wirst du nach und nach als Experte für dein Thema wahrgenommen!

 

 

Was dich außerdem interessieren könnte

  • Keine ähnlichen Artikel