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Nicht mehr. Sondern besser. Vor allem besser zugänglich.

Im B2B-Content Marketing gibt es widersprüchliche Signale:

  • Die New York Times etwa druckt bis heute 80.000 Print-Exemplare pro Tag. Erst seit kurzem übersteigen die digitalen Verkäufe die traditionellen.
  • Andererseits hat SiriusDecision (heute: Forrester Research) schon vor acht Jahren festgestellt, dass bis zu 67 Prozent der Buyers Journey digital ist. Dazu passend hat das Marktforschungsunternehmen Gartner herausgefunden, dass B2B-Käufer bis zu 27 Prozent ihrer Zeit mit der Online-Recherche verbringen.

Ist B2B-Content-Marketing einfach ein bisschen old-fashioned? Wie passt das zusammen? Digitale Entscheider schätzen digitale Inhalte, auch in Deutschland (Statista). Doch sie entscheiden sich nicht deshalb für bestimmte Formate, weil sie sie schick finden, sondern weil sie für sie vorteilhaft sind.

Content nutzerfreundlich präsentieren

Wir als Content-Anbieter sollten uns darüber klar werden, wie wir unsere Inhalte präsentieren. Hier ein paar Impulse:

Beliebt, aber problematisch: PDFs

Print-Formate verhalten sich zu PDFs wie Präsenz-Trainings zu Online-Events. Klassische Print-Medien wie etwa Magazine einfach eins zu eins als PDFs anzubieten, ist für die Nutzer wenig attraktiv: PDFs lassen sich zum Beispiel am Smartphone schlecht lesen. Zugleich lassen Online-Dokumente ein abwechslungsreiches Angebot aus Text, Ton, Grafik und Bewegtbild zu. Wer seine Inhalte einfach als PDF anbietet, vergibt Chancen.

Blogs: häufig ineffizient

Auch klassische Blogs geraten unter Beschuss. Ein typischer Blog ist ein Publikationsmedium, auf dem mehr oder weniger regelmäßig neue Beiträge erscheinen. Wie auf einer Timeline in den Social Media erscheinen die jüngsten Beiträge oben, die älteren sortieren sich dahinter – und geraten aus dem Sichtfeld der Nutzer.

Wenn du aktuelle Informationen veröffentlichen willst, ist ein klassischer Blog nach wie vor eine gute Lösung. Reichen deine Inhalte jedoch über den Tag hinaus, lohnt es sich, über andere Lösungen nachzudenken.

Die Alternative: Content-Hub

Wie sieht ein attraktives Informationsangebot für deine Kunden aus?

Ab und an bin ich in den Online-Veranstaltungen des Content-Marketing-Institutes zu Gast. Unabhängig vom jeweiligen Sprecher taucht eine Empfehlung immer wieder auf: Präsentiere deine Inhalte so, sodass deine Leser und Kunden einen komfortablen Zugriff darauf haben, und zwar entlang ihrer eigenen Interessen.

Content-Marketer sprechen von Hubs und On24 zeigt, wie so ein Content-Hub aussehen kann.

Beispiel für einen Content-Hub von on24.

Das Beratungsunternehmen Deloitte hat sich für eine aufwändige Variante entschieden – kaum geeignet für Solo-Selbständige. Inspirierend ist das Beispiel dennoch: InsideNow.

Content Hubs können die unterschiedlichsten Formen annehmen. Gut ist, was für deine Leser und Kunden attraktiv ist. Wenn du kreative Ideen hast – nur zu!

Bitte überlege dir:

  • Was müssen deine Kunden wissen, damit sie dein Angebot verstehen und sich positiv für dich entscheiden können?
  • Wie kannst du diese Inhalte attraktiv präsentieren?

Die gute Nachricht: Schreib‘ nicht so viel!

Mit einem Content-Hub bekommt dein Content-Marketing einen anderen Dreh:

Löse dich von der Idee, bis in alle Ewigkeit neue Inhalte produzieren zu müssen.

  • Achte lieber auf langlebige Content-Stücke, die du in regelmäßigen Abständen aktualisierst.
  • Dass junge Leute Videos anschauen und alte Leute lesen, ist so nicht haltbar. Es gibt persönliche Präferenzen und Präferenzen, die der Situation geschuldet sind: Im Auto ein Video anzusehen, geht nun einmal nicht. Deshalb lohnt es sich, deine bewährten Inhalte in verschiedenen Formaten anzubieten.

Immer dann, wenn du ein etwas größeres Content-Stück produzierst und auf deinem künftigen Content-Hub veröffentlichst, schaffst du einen dauerhaften Wert für dein Business. Ich hoffe, dass dich die Aussicht motiviert und du mit einem guten Gefühl deinen Content entwickelst.

P.S.

Wenn du meine Webseite besuchst und wissen willst, wie ich die Idee umsetze, muss ich dich enttäuschen. In dieser Richtung ist noch nichts passiert, weil ich meine Webseite umgestalten möchte. Es ist August. Ich hoffe, bis zum Jahreswechsel ist das Werk vollbracht.

Inspiriert von: Four Challenges Marketers must Address to Overcome Content Creation Barriers, by Foleon / Content Marketing Institute / Foto: Canva