Geh ins Netz und bleib fit

  • Als Selbständige (über-) leben in der digitalen Welt:
  • Sich Kompetenzen bewusst machen und übersetzen.

„Was hat die digitale Reformation gebracht?“, fragt die zielbar in ihrer Blogparade. Ich lehne mich zurück und schau aus dem Fenster. Tja, dieses Jahr bin ich 50 geworden. Über 20 Jahre lebe ich jetzt schon mit dem Netz und von ihm. Was hat‘s gebracht?

Gerade baue ich an meiner fünften Website in zwölf Jahren. Nie würde ich das von einem Kunden erwarten. Doch wer mit Services rund um den Auftritt im Netz punkten will, muss aktuell bleiben. Auf der ToDo-Liste stehen außerdem Videos drehen und schneiden, Messenger Dienste und Chat Bots. Ich bin gespannt, was noch so dazu kommt.

Was ist der Kern deiner Fähigkeiten? Wie übersetzt er sich?

Das Netz zwingt uns zur ständigen Erneuerung. Ist Erfahrung nichts mehr wert? Während meine Eltern aus ihrer Erfahrung noch selbstverständlich Autorität beansprucht haben, muss ich mich sehr genau fragen, was von meiner Erfahrung in die Zukunft trägt. Welche Erfahrung habe ich denn genau: Was ist der Kern dessen, was ich kann? Was daran ist wertvoll? Wie übersetzt sich diese Fähigkeit in die Zukunft?

Bei meiner Freundin und Kooperationspartnerin Angelika Eder sehr ich das gerade exemplarisch: Sie ist mit Telefonakquise für Trainer, Berater & Coachs bekannt geworden. Wer ihren Namen hört, denkt sofort ans Telefonieren. Ist das ihre Kompetenz? Geht es wirklich um‘s Telefonieren?

Ihre eigentliche Fähigkeit aus meiner Sicht liegt darin, Kontakte zu knüpfen, mit Leichtigkeit ins Gespräch zu kommen und einen Kontakt so zu vertiefen, so dass er für eine Geschäftsbeziehung trägt. Das Telefon ist nur ein Medium. Ein Mittel zum Zweck, mehr nicht. Ihre Beziehungsfähigkeit hingegen ist auch in Zukunft wertvoll. Nur wie übersetzt sie sich?

Persönlichkeitsentwicklung, stimmt …

An dunklen Tagen erscheint die Digitalisierung als gefräßiges Monster, das immer noch mehr Einsatz fordert. An sonnigen Tagen sehe ich ein Erfrischungsbad: Die Digitalisierung fordert uns, die Ecken unserer Persönlichkeit auszuleuchten, die im Dunkeln liegen – die es aber auch noch gibt und die ans Licht wollen. Dazu gehört, sich zu positionieren und sich mit dem, was man ist und kann, ins Licht zu stellen – auf allen Kanälen.

Mit 20 bin ich losgerannt, einfach weil Bewegung so viel Spaß machte. Heute will ich wissen, was dabei heraus springt. Das ist der Unterschied. Warum soll ich etwas tun? Ganz schnell komme ich von da zu der Frage, wie sich das Persönliche mit dem Beruflichen verbindet und was jetzt an der Reihe ist. Bewegung lohnt noch immer. Versuche nur keiner, mir kleine Möhrchen vor die Nase zu hängen. Es darf ein bisschen mehr sein.

Ein Hoch auf uns!

Madonna hat uns über Jahre begeistert. Wir haben sie dafür bewundert, wie sie sich immer neu erfunden hat. In den 80er und 90er Jahren war das ungewöhnlich. Tun wir das heute nicht alle? Wer einen Jahresrückblick hält, kann ja mal darüber nachdenken und sich auf die Schulter klopfen. Nur so als Anregung.

In diesem Sinne: Fröhliche Feiertage und einen guten Start in ein erfrischendes, beschwingtes, bewegungsreiches Jahr 2018! Ich freue mich, wenn wir uns hier wiedersehen. Dann ist das BlogKraftwerk am Start. Lasst euch überraschen!

 

 

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