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Auf deinem Blog ist es still geworden: Was tun bei Verlust deiner Schreiblust?

  • Fünf ungute Gefühle beim Bloggen,
  • was sie bedeuten und was du gegen sie tun kannst.

Die große Zahl verwaister Blogs spricht für sich: Durchhänger beim Bloggen sind ein großes Thema. Viele Neu-Blogger sorgen sich schon am Start vor Motivationsschwächen und fragen, wie sie sich davon schützen können.

Ich denke: Mit dem Bloggen ist es ähnlich wie mit dem Sport. Die reine Einsicht hält auf Dauer niemanden bei der Stange. Ob Sport oder Bloggen: Es muss Spaß machen.

Blogger wollen sich kompetent fühlen, mit dem, was sie tun. Sie wollen Ergebnisse sehen und sicher sein, dass sie ihre Zeit gut investieren.

Ungute Gefühle und Unsicherheit bringen sie vom Weg ab. Lies, was mir Kunden zugesteckt haben und wo die Lösungen liegen.

Durchhänger beim Bloggen und ihre Ursachen

Das macht keinen Spaß!

Schreiben hattest du dir als schöne und befriedigende Arbeit vorgestellt. Stattdessen sitzt du jetzt an deinem Schreibtisch und dein Artikel kommt einfach nicht in Form. Dieses Biest! Wieso will das nicht wie du willst?!

Die Ursache liegt häufig in einer Lücke bei der Arbeitsorganisation. Ob du einen Artikel schreibst oder ein Haus baust: Am besten beginnst du mit den Fundamenten, dann baust du die tragenden Wände und zum Schluss kommt das Dach.

Für deinen Artikel heißt das: Mach dir zuerst deine Kernbotschaft bewusst und überlege dir anschließend, wie du deinen Leser zu deiner Botschaft führst.

Persönlich fahre ich gut damit, mit einer Mindmap zu starten: Was will ich erzählen? Welche Ideen habe ich dazu? Ich mache mir ein paar Notizen. Danach sortiere ich sie. Manche kommen einfach weg. Dann heißt es: schreiben, einmal korrigieren, liegen lassen, noch einmal korrigieren und publizieren. Für mich ist das ein praktikabler Weg für ein gutes Ergebnis bei vertretbarem Zeiteinsatz.

So überwindest du deinen Durchhänger beim Bloggen

  • Ob du meinen Vorschlag annimmst oder lieber etwas anderes versuchst: Finde die Routine, die zu dir passt.
  • Strukturiere deine Arbeit und entwickele eine sinnvolle Reihenfolge für die verschiedenen ToDos beim Schreiben: Texte brauchen kreative Ideen, Geschichten, Überschriften, Botschaften, treffende Vergleiche, Texteinstiege, Suchbegriffe und anderes mehr. Versuche besser nicht, alles gleichzeitig zu machen. Auch Profis arbeiten in Etappen.

Bringt nix!

Hat das alles einen Sinn? Verschwendest du mit deinem Blog unsinnig Zeit? Für das Gefühl von „bringt nix“ gibt es viele Ursachen:

So überwindest du deinen Durchhänger beim Bloggen

  • Einen Blog dauerhaft zu betreiben, bedeutet Aufwand. Daran lässt sich nichts ändern. Diejenigen, die anfangen und am Ball bleiben, haben einen triftigen Grund dazu, so meine Beobachtung: Sie wollen oder müssen ihr Geschäft verändern. Der Blog ist das Vehikel, das sie zu ihrem neuen Ziel trägt. Frage dich also: Weshalb willst du bloggen? Finde einen wesentlichen Grund.
  • Blog-Artikel profitieren von Storys. Wer allerdings wahllos Geschichten aus dem Alltag aneinanderreiht, kommt nicht weit. Blogs sind eine Spielart der Business-Kommunikation und als solche wollen sie zielgerichtet Botschaften in die Welt tragen. Welche sind deine Botschaften?
  • Wir betreten jetzt das Reich der Konzeption, Planung, Strategie und Zielsetzung. Ungeliebte Begriffe, ich weiß. Doch mit deinem Blog begibst du dich auf eine ausgedehnte Reise: Du musst schon wissen, weshalb du aufbrichst. Wohin du willst. Wie du dich unterwegs versorgst. Und wie viel Gepäck du mitnimmst. Mach dir also bewusst, was du erreichen willst und in welchem Setting dich dein Blog überhaupt zum Ziel führen kann. Sorge dafür, dass dir deine Reisebedingungen bewusst sind und dass du sie bejahen kannst.
  • Wie lange dauert es, bis ein Blog läuft? Viele Berufskollegen sprechen von einem Jahr. Ich finde pauschale Angaben wie diese schwierig: Ist dein Blog eine Ergänzung in deinem sonst bereits funktionierenden Kunden-Gewinnungssystem? Oder fängst du bei null an? Kannst du auf ein Netzwerk zurückgreifen? Sprichst du mit deinem Blog ein Problem an, das deine Kunden als dringend empfinden? Bringst du einen erfrischenden, originellen Blickwinkel in deine Themen ein?

Von dem und anderem hängt die Anlaufzeit ab. Was also tun? Mein Tipp lautet:

Achte von Beginn an auf die Qualität der Reaktionen. Auch wenn ihre Zahl gering ist, sollten deine Artikel spürbar Interesse wecken.

Lauwarmes Wohlwollen ist ein bisschen zu wenig. Es spricht für Schwächen in der Strategie. Wenn du spürst, dass deine Artikel deinen Lesern etwas bedeuten, stellt sich der Motivationsschub von selbst ein. Versprochen!

Ich hab keine Idee!

Keine Idee für Artikel zu haben, ist meist eine Variante des „Bringt-nix“-Themas von weiter oben. Auch hier geht es um Strategie, Knowhow und vor allem eine zu große Distanz zu deinen Ziellesern und -kunden.

Überlege dir: Welche Fragen treiben deine Kunden um? Was wollen sie dringend wissen?

Weitere ergiebige Quellen für Blog-Artikel sind diese: Wie stellst du dich zu aktuellen Themen, die in deinem Fach diskutiert werden? Mit welchen Suchbegriffen willst du bei Google gefunden werden.

Wenn du das alles abgearbeitet hast, sind bereits eine Menge Artikel von dir in Umlauf. Alles schon fertig? Dann wird es Zeit für eine Aktualisierung und Überarbeitung.

So überwindest du deinen Durchhänger beim Bloggen

Ein Redaktionsplan rettet dich, wenn deine Muse gerade in Urlaub ist.

Ich schaff das einfach nicht!

Eigentlich hast du Lust auf deinen Blog, doch dein Schreibtisch ist übervoll. Von irgendetwas musst du schließlich auch in der Auf- und Umbaubauzeit leben. Du willst das Eine und tust das Andere. Fürchterlich! Der Spagat zerreißt dich.

So überwindest du deinen Durchhänger beim Bloggen

  • Von selbst wird nie Zeit in deinem Kalender sein. Die Phasen zum Schreiben musst du dir nehmen. Es spricht übrigens nichts dagegen, in ruhigen Zeiten in Vorproduktion zu gehen – und etwas in der Schublade zu haben, wenn es brennt.
  • Ein Blog begleitet meist den Umbau des Business. Das zu bewältigen, ist schwer! Punkt.
  • Persönlich glaube ich, dass eine eindeutige und konsequente Entscheidung für das Neue nötig ist, soll heißen: Ich sorge für stabile Umsätze, strebe aber nicht das Maximum dessen an, was ich erreichen könnte. Gelegentlich lehne ich Anfragen ab, wenn sie mich zu weit von meinem Weg abbringen.

Bei mir klingt das einfach nicht so gut wie bei den anderen!

Du wünschst dir einen flüssigen, lockeren, leichten Schreib-Stil. So wie bei deinen Vorbildern, bei denen du so gerne stöberst. Doch es gelingt dir einfach nicht. Deine Artikel kommen dir – nun ja – schwergängig vor.

Ein Blog ist eine Art von Bühne. Ob Blogger oder Speaker vor großen Publikum: Du musst dich ausprobieren. Mit der Zeit merkst du, was dir dein Publikum abnimmt, was dir offensichtlich gut steht und was du glaubwürdig transportieren kannst.

So überwindest du deinen Durchhänger beim Bloggen

  • Vertraue darauf, dass du deine Form finden wirst.
  • Hier noch ein Tipp: Unterscheide zwischen Struktur, Argumentation, Logik deines Artikels einerseits und deiner Sprache andererseits. Artikel profitieren von einem klaren Aufbau. Versuche, auf dem Ende geordnet zu bleiben. Deine Sprache hingegen ist Ausdruck deiner Persönlichkeit. Vertraue ihr! Ein präzise aufgebauter Artikel und ein salopper Tonfall vertragen sich durchaus.

Welche Erfahrungen machst du?

War das Passende für dich dabei? Ich freue mich, über deinen Kommentar: Vielleicht fallen und gemeinsam noch weitere Durchhänger beim Bloggen und Lösungen ein