Sich wohlfühlen mit deiner Kommunikation:
Content braucht Persönlichkeit Teil II

Solange du dich gut fühlst, fällt es dir leicht, der Welt ein Lächeln zu schenken und dich von deiner Sonnen-Seite zu zeigen. Überzeugend und authentisch auftreten? – In diesen Momenten kein Problem!

Was aber passiert, wenn dir der Zugang zu dieser wunderbaren Mischung aus Heiterkeit und Selbstbewusstsein versperrt ist? Wie etwa gehst du damit um, dass du noch nicht ganz genau weißt, was du willst? Dass dein Netzwerk noch klein ist? Dass du dich nicht perfekt fühlst? Dass du noch nicht weißt, was deine Kunden an dir lieben?

In dieser Einheit geht es um Unsicherheiten beim Content-Marketing und wie du sie auflöst, damit du in die beste Version deiner selbst kommst.

Deine Blockade will dir etwas sagen

Nehmen wir einmal an, du hast dir vorgenommen, Posts zu schreiben oder anderen Content zu veröffentlichen. Immer wieder schiebst du die Aufgabe vor dir her. Dir steht einfach nicht der Sinn danach. Und überhaupt: Dein Schreibtisch ist voll. Du hast wirklich genug zu tun!

Kenne ich. Ganz ehrlich. Doch so sehr ich dich verstehen kann: Die Sache ist tückisch, denn du arbeitest viel, vielleicht sogar an deinem Business. Und doch du gehst dem aus dem Weg, was dein Business voranbringt. Auf lange Sicht leidet deine geschäftliche Entwicklung.

Mach dir bitte keine Vorwürfe, falls du dich wieder erkennst. Vielmehr lade ich dich ein, die Ursachen deiner Blockade zu ergründen und aus dem Weg zu räumen.

Sei gewiss: anderen ergeht es ebenso!

Gedanken, die viele Content-Werker als Bremse empfinden:

  • „Was sollen denn die anderen von mir denken?“
  • „Was schreibe ich nur?“
  • „Ich kann doch gar nicht schreiben!“
  • „Wie soll ich das eigentlich durchhalten?!“
  • „Es schreiben doch schon so viele, weshalb soll ich denn auch noch …?“
  • Erkennst du dich wieder? Was ist es bei dir?

Weiter unten findest du Impulse, um gedankliche Querschläger wie diese aufzulösen.

Was sollen die anderen von mir denken?

Typische Anzeichen und Signale

  • Die Vorstellung, in die Öffentlichkeit zu treten und die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, treibt dir Schweißperlen auf die Stirn.
  • Von anderen Situationen kennst du das schon: Leistungssituationen, bei denen du dich blamieren könntest, sind dir ein Gräuel.
  • Wenn du dir vorstellst, etwas zu veröffentlichen, befällt dich Angst oder Panik, und das, obwohl dir klar ist, dass deine Reaktion übertrieben ist.
  • Du meidest Situationen, in denen du in der Öffentlichkeit stehst. Am liebsten bleibst du im Hintergrund. Dabei weißt du sehr wohl, dass du einen teuren Preis dafür bezahlst.

Hintergründe & Ursachen

Dies könnten die Ursachen sein:

  • Du hast zuvor schon einmal schlechte Erfahrungen gemacht.
  • Deine Herkunftsfamilie oder deine Umwelt haben dir den „Auftrag“ mitgegeben, unsichtbar zu sein.
  • Du fühlst die natürliche, soziale Angst vor Ablehnung, Verurteilung und Ausgrenzung.

Über die Folgen für dein Business haben wir schon weiter oben gesprochen. Doch da ist noch mehr:

Wenn du dich „nach draußen“ traust, könntest du entdecken, dass du vielen Menschen etwas zu geben hast.

Sicher nicht allen, aber doch einigen. Möchtest du dieser beglückenden Erfahrung dauerhaft den Riegel vorschieben?

Was dich stärkt

Gelernte Ängste lassen sich überwinden, indem man sich ihnen stellt. Die Frage ist, wie stark die Angst bei dir ausgeprägt ist: Willst du es alleine versuchen oder dir jemanden zur Verstärkung an die Seite holen?

Hier sind einige Reflexionsübungen für dein Selbst-Coaching:

Prüfe deine Erwartungen an dich

Welche Erwartungen hast du an dich? Mutest du dir zu viel zu?

Bitte recherchiere nach Vorbildern und Beispielen, die du gut findest, und suche parallel dazu das Gespräch mit einer Person deines Vertrauens:

  • Was gefällt dir an deinen Vorbildern?
  • Teilt dein Gesprächspartner deine Wahrnehmung? Oder sieht er etwas anderes? Erkenne, wie unterschiedlich die Einschätzungen sein können.
  • Hast du eine Idee, wie dein Vorbild zu seinem hervorragenden Ergebnis kommt? Was kannst du übernehmen und auf deine Bedürfnisse anpassen? Lass dich inspirieren.
  • Wie lange ist dein Vorbild schon im Geschäft? Bedenke: Auch im Marketing gibt es etwas zu lernen. Vielleicht brauchst du einfach Zeit und Übung.
  • Macht dein Vorbild sein Marketing selbst oder zusammen mit Dienstleistern? Es hat keinen Sinn, alleine zu starten und sich mit einem Team von drei, vier, fünf … Personen zu messen. Achte auf Vorbilder, die unter den gleichen Voraussetzungen arbeiten wie du. Oder ziehe die Konsequenzen, schaffe gleich Voraussetzungen, indem du Dienstleister beauftragst.

Freunde dich mit deinen Ängsten an

Ängste ins Abseits zu drängen, ist schwierig. Kreativer ist es, deine Angst als einen wohlmeinenden Freund zu betrachten: Was will er dir sagen? Wovor will er dich beschützen?

Versuche, möglichst genau in Worte zu fassen, was dir quer sitzt. Wenn du weißt, worum es geht, kannst du dich auf den Weg machen und Lösungen finden.

Gönne dir eine Aufbau-Phase

Ob du Speaker, Coach, Trainer oder Content-Marketer werden willst: Es gibt keinen Grund, sich kopflos ins Getümmel zu stürzen. Gönne dir eine Lern- und Aufbau-Phase:

  • Suche dir einen Kanal – Linkedin, Twitter, Instagram oder was du sonst magst.
  • Folge Menschen und Organisationen, die du gut findest. Schau dir an, was sie veröffentlichen und wie sie sich verhalten.
  • Beginne nach und nach, Likes zu verschenken. Beobachte, was passiert.
  • Wenn du dich gut fühlst, schreibe ab und an einen kleinen Kommentar nach dem Motto: „Gut gemacht. Das gefällt mir.“ Was passiert jetzt?
  • Entwickele im nächsten Schritt erste Posts und stimme sie mit Personen deines Vertrauens ab.
  • Gib deinen Freunden eine Nachricht, dass du mit deinen Posts an den Start gehst, damit sie dich mit Likes und Kommentaren unterstützen. Hab keine Scheu! Andere machen das auch so.
  • Genieße die freundliche Resonanz und erkenne, dass alles in Ordnung ist.

Notfall-Plan

Ein Wort noch zu Hass-Kommentaren und Hetze:

Solange du dich im Umfeld von Training, Coaching und Beratung bewegst, passiert nach meiner Erfahrung nicht viel. Wirklich schlimme Reaktionen habe ich in mehr als zehn Jahren noch nicht erlebt. Anders sieht es aus, wenn du dich zu politischen Themen oder generell zu Streitthemen der Gegenwart äußerst. Dann musst du mit Gegenwind rechnen.

Negative Kommentare oder Hetze tun weh. Sie machen Angst – jedem! Bitte vermeide es, im Zustand der Angst auf Hass-Kommentare zu antworten. Wenn du Coach bist, weißt du: Dein Gehirn ist in diesen Momenten vernebelt. Die Gefahr ist groß, dass du zu emotional reagierst und Öl ins Feuer gießt.

Wenn dich jemand persönlich angreift, hole dir kompetente Hilfe an deine Seite und besprich, wie du am besten reagierst! Auch Profis tun das.

Aus dem Dialog mit den Mitgliedern

Ein Thema des Austauschs war die Angst, an die Öffentlichkeit zu treten und zu publizieren. Ganz konkret ging es um Shitstorms und Vorwürfen von Kollegen.

Was soll ich schreiben?

Typische Anzeichen und Signale

Deine Ideen kommen und gehen. Sie bleiben vage und lassen sich nicht richtig greifen.

  • Sobald du dich an den Schreibtisch setzt, lösen sie sich in Luft auf.
  • Deine Content-Ideen triggern dich nicht so richtig.
  • Alles kommt dir irgendwie banal vor.

Hintergründe & Ursachen

Ein ehrliches Wort? Hier treibt eine verschwommene Positionierung ihr Unwesen: Wer profitiert von deiner Leistung? Wem bietest du sie an? Welche Fragen haben deine Kunden, bevor sie deine Leistung buchen? Was müssen sie wissen und was wollen sie außerdem wissen? Was willst du erreichen? Zu diesen Fragen brauchst du Antworten.

Sobald du deine Kunden und deren Lebenswirklichkeit klar vor Augen hast, zeichnen sich die wichtigen Themen deiner Kunden von selbst ab. Es ist so ähnlich wie bei Alice im Wunderland: Was richtig und wichtig ist, hängt vom Ziel ab. Solange du unsicher damit bist, was du willst, ist jeder Weg und jedes Thema gleich gut.

  • Fokus auf eine Personengruppe und/oder Fokus auf eine Branche wie etwa: „Training von Führungskräften in der Metallindustrie“. Dies ist ein Klassiker und bis heute gibt es Trainer und Berater, die gut damit fahren.
  • Fokus auf eine Aufgabe oder Problem wie etwa „sicher im Bewerbungsgespräch“ oder „frei von Flugangst“. Dieser Positionierungstyp ist aus Kundensicht attraktiv, weil er auf leicht verständliche und greifbare Art ein Versprechen transportiert. Der Nutzen ist offensichtlich. Vielen Trainern und Beratern ist das allerdings zu eng, weil sie mehr können und ihr Können präsentieren wollen.
    Auch für Trainer und Berater mit langer Berufserfahrung kann eine Positionierung mit Fokus auf ein Problem eine gute Lösung sein – und zwar als Auftakt für die Kommunikation. Wichtig ist, dass die Kunden dieses Problem in ihrer Innensicht genau so wahrnehmen und deshalb die Tür öffnen. Der Fokus auf eine Aufgabe oder ein Problem wird somit zur Eintrittskarte.
    Ein Klient mag einen Coach wegen seiner Flugangst ansprechen. Wenn es zum Coaching kommt, sitzt dort der ganze Mensch mit allen Facetten. Wenn das Vertrauensverhältnis stimmt, öffnet sich die Tür für Folgeaufträge mit abweichenden Themen.
  • Fokus auf das „Why“ Die meisten Menschen haben ein Thema, das sie bewegt. Es treibt sie um. Sie arbeiten sich daran ab und gelegentlich packt sie der heilige Zorn, wenn sich ihnen in dieser Frage etwas in den Weg stellt. Für manche ist es die Introversion und die gesellschaftlichen Vorbehalte oder die zu geringe Anerkennung von Frauen.
    Hast auch du so ein Thema? Überlege: In welchen Momenten geht dir der Hut hoch? Wo endet deine Kompromissbereitschaft, weil dir etwas einfach zu wichtig ist? Dieses Thema ist der Herzschlag deines Tuns. Das war es schon immer. Es könnte das Dach sein, unter dem sich alle deine Leistungen und Angebote einordnen lassen.
  • Fokus auf dein Wissen Gemeint ist die Expertenpositionierung. In der Trainer- und Berater-Szene wird sie oft als selbstverständlich richtig und angemessen hingenommen. Aus meiner Sicht hat sie ihre Berechtigung, wenn spezialisiertes Wissen für die Qualität Leistung wichtig ist.
    Bitte überlege: Wie wichtig ist es für deine Kunden, dass du vertieftes Detailwissen hast, das deine Kollegen in dieser Form nicht haben – eben Expertenwissen? Die Expertenpositionierung lebt – zum Beispiel im Wissenschaftsumfeld oder bei Anbietern spezialisierter Produkte und Lösungen. Bei Trainern und Beratern halte ich sie nicht für den selbstverständlichen Normalfall.

Die Positionierung ist für viele Trainer und Berater ein heißes Eisen. Viele scheuen sich davor, sich festzulegen. Nach meiner Beobachtung steht oft ein zu enges Bild von der Positionierung im Weg. Es gibt unterschiedliche Typen. Darüber hinaus ändern sich die Zeiten und damit die Aufgabe, die eine Positionierung leisten sollt. Hier ein paar Beispiele:

Ich halte es für sehr schade, dass die Positionierung so schlecht angesehen ist, denn es wird viel Energie frei, wenn du weißt, wem du was anbietest und wie du es sagst. Und wenn du darüber hinaus sicher bist, dass dein Angebot für deine Kunden ganz einfach großartig ist.

Finde deine Positionierung, damit es dir nicht wie Buridans Esel ergeht, der zwischen zwei Heuhaufen verhungerte. Wer sich alle Möglichkeiten offen halten will, läuft Gefahr, am Ende nichts zu haben.

Was dich stärkt

Deine Positionierung zu schärfen, ist die gründliche Lösung. Wenn eine Positionierungsberatung aktuell nicht infrage kommt, mach es so:

Orientiere dich an den Fragen deiner Kunden. Fans und Follower wünschen sich Content, der ihnen hilft.

In deinem Alltag passiert das ständig: Kunden haben Fragen und Probleme und du hilfst ihnen, indem du antwortest. Die Fragen deiner Kunden sind eine großartige Quelle. Die Antworten kennst du zudem aus dem Effeff. Du musst noch nicht einmal etwas recherchieren.

Notizen sind eine gute Arbeitshilfe für dich, ganz gleich in welcher Form: Schriftlich in einem Notizheft, als Sprachnachricht, in der Notizfunktion deines Smartphones. Wenn ein Kunde eine Frage stellt – schreib sie sofort nach dem Gespräch auf. Andernfalls ist sie schnell wieder vergessen.

Aus dem Dialog mit den Mitgliedern

Was soll ich schreiben? Darf ich mich überhaupt zu Wort melden, wenn ich keinen USP habe und als Trainer und Coach keinen Erfolg versprechen kann? Und wo finde ich meine Themen?

Das sind die Ergebnisse unseres Austauschs.

Ich kann doch gar nicht schreiben!

Typische Anzeichen und Signale

Du sitzt vor deinem Dokument und quälst dich. Seit Stunden! Was du dir abringst, gefällt dir nicht. Dein Text ist dir zu locker oder nicht locker genug. Es ist zu wissenschaftlich oder hat keine Substanz. Du verlierst den roten Faden und driftest in die Details ab.

Entweder kommst du erst gar nicht ins Schreiben oder du machst es so wie in der Schule oder im Studium. Egal, wie: Du bist unzufrieden. Das Ergebnis ist lau und du hast ein schlechtes Gefühl. Deine innere Befangenheit wird in deinem Text spürbar.

Hintergründe & Ursachen

Lass dich nicht bange machen! Die kundenorientierte Kommunikation hat nichts mit dem zu tun, was du in Schule, Ausbildung oder Studium gelernt hast. Keiner erwartet, aus dem Stand ein toller Speaker zu sein, der von jetzt auf gleich 500 Zuschauer mit seiner Performance begeistert. Oder als Trainer ein Training hinzulegen, das methodisch und didaktisch auf Top-Niveau angesiedelt ist.

Zum kundenorientierten Schreiben gehören Übung und Handwerk.

Was dich stärkt

Schreiben lernt man, wie alles auf der Welt: Ein bisschen Lust und Interesse, Know-how, freundliche Unterstützung und Übung sind der Mix, auf dem sich Neu-Autoren entfalten können. Dies hilft außerdem:

  • Themen: Kenne deine Themen. Wisse, worüber du schreiben willst.
  • Vorlagen: Mach dir den Content-Typ bewusst, an dem du gerade arbeitest. Für fast jeden gibt es Text-Templates. Sie helfen dir, deine Gedanken zu sortieren.
  • Selbstmanagement: Einen Post kannst du zur Not an einem Stück schreiben und Veröffentlichen. Wobei es nach meiner Erfahrung besser ist, den Entwurf noch einen oder zwei Tage liegenzulassen, noch einmal darüber zu lesen und ihn erst dann zu veröffentlichen. Größere Content-Stücke schreiben sich auf gar keinen Fall auf einmal. Das ist viel zu anstrengend und überlastet mental. Teile dir die Aufgabe in überschaubare Schritte auf.
  • Sprache: Blog-Artikel und die übrigen Formate des Content-Marketings bewegen sich sprachlich zwischen gesprochener und geschriebener Sprache. Sie sind weniger formal angelegt, als du es aus Ausbildung und Studium gewohnt bist. Vertraue deiner Alltagssprache: Sie ist völlig in Ordnung. Du musst nichts Außergewöhnliches hinlegen.
  • Mindset: Erlaube dir die Vorstellung, dass auf der anderen Seite des Bildschirms ein ganz normaler Mensch sitzt. Einer wie du. Stell dir vor, ihr beide würdet zusammen an einem Tisch sitzen und miteinander reden. Welchen Tonfall würdest du anschlagen?

Wie soll ich das durchhalten?

Typische Anzeichen und Signale

Es ist nicht so, dass du Angst davor hättest, mit deinem Content in die Öffentlichkeit zu treten. Doch die schiere Menge, die sich vor dir aufbaut, schüchtert dich ein. Wann soll das alles passieren – zusätzlich zu deinem täglichen Geschäft, mit dem du dein Einkommen verdienst! Du fängst an, du machst mal was, aber dann hörst du auch wieder auf.

Hintergründe & Ursachen

Wahrscheinlich mutest du dir zu viel zu. Möglicherweise ist es an der Zeit, dein Bild vom Content-Marketing zu aktualisieren. Die Zeiten von „mehr hilft mehr“ sind schon lange vorbei.

„Weniger“ und „intelligentes Content-Recycling“ dürften deine Schlüsselwörter sein. Auch ein gutes Selbstmanagement, bei dem du dir Zeiten für dein Content-Marketing einräumst, können dir helfen. Du solltest auf jeden Fall regelmäßig kommunizieren, damit deine Kommunikation Kraft entwickelt.

Was dich stärkt

Werde dir darüber klar, welches Content-Marketing du brauchst
Trainer, Berater und Coachs werden gerne in einem Atemzug genannt. Dies täuscht darüber hinweg, dass hinter den Begriffen ausgesprochen unterschiedliche Geschäftsmodelle und Anforderungen an das Marketing stehen. Gesucht ist der Weg, der zu dir passt.

Werde dir darüber klar, worauf es bei deiner Kunden-Akquise ankommt
Bietest du relativ preiswerte Kurse an? – Dann brauchst du viele Einzelkunden. Bei dir lohnt sich vermutlich das ganze Online-Marketing-Paket von Content über Anzeigen bis hin zu Landing-Pages. Wenn du jedoch in wenigen, dafür umfangreichen Projekten arbeitest, sieht die Sache anders aus: Ein ausgewogener Mix aus klassischem Marketing und Content-Marketing ist oft die bessere Lösung. Arbeitest du mit Firmen- oder Privat-Kunden? Auf welchem Markt bist du unterwegs? Es gibt viel zu bedenken, weshalb pauschale Tipps fragwürdig sind. Möglicherweise lohnt es sich für dein, deine Kundenansprache einmal grundsätzlich zu überarbeiten.

Mach dir bewusst, was du gut kannst
Schreibst du gerne, sprichst du lieber oder bist du ein toller Netzwerker? Bau dein Marketing auf dem auf, was dir liegt und wo du gute Erfolge erzielst.

Hole dir Verstärkung ins Haus
Die Selbstständigkeit bringt vielfältige Aufgaben mit sich. Kaum jemand schafft alles gleich gut. Hole dir Verstärkung ins Haus – entweder für dein Marketing oder für andere Aufgaben, sodass du mehr Zeit für deine Kommunikation hast.

Beachte deine persönlichen Grenzen
Für feinfühlige oder introvertierte Personen bedeutet das Netz eine einzige Kraftanstrengung. Haushalte mit deinen Ressourcen, indem du etwa deine Zeiten in den Social Media begrenzt und dir im Urlaub eine Online-Diät gönnst. Überhaupt profitieren Content-Creators von geistiger Frische und Ausgeruhtsein. Wenn deine Kraft erschöpft ist, fällt dir nicht mehr viel ein. Sorge für Auszeiten.

Plane realistisch
Überlege dir in einem ruhigen Moment, wie viel Zeit du in deine Kundenkommunikation investieren willst: Was kannst du wirklich schaffen? Entwickele deinen Content-Plan daran entlang. Wenn du glaubst, dass das nicht reicht, solltest du über Unterstützung von außen nachdenken.

Prüfe dein Bild von Content-Marketing
Als das Bloggen aufkam, ging die Empfehlung der Agenturen dahin, möglichst viel zu produzieren. Das ist schon lange vorbei! Schon seit Jahren zeigen die Zeichen in Richtung Qualität vor Quantität. Erfahrene Content-Marketer wissen, dass es immer ein Set an Inhalten gibt, das vom Publikum besonders gut angenommen wird. Auf diesem Schatz bauen sie auf: Sie verbessern und überarbeiten diese Inhalte – und publizieren sie neu. Aus Texten machen sie Podcasts. Aus Grafiken Erklär-Videos. Ein gewisses Maß an Erneuerung muss natürlich sein. Doch generell gilt: Mit deinem Content baust du einen Schatz auf, den du pflegst und polierst. Du fängst keinesfalls immer wieder bei null an.

Aus dem Dialog mit den Mitgliedern

Lass dich unterstützen von den Helfern Ordnung, Spirit und Recycling.

Das sind die Ergebnisse unseres Austauschs.

Es schreiben doch schon so viele. Weshalb sollte ich auch noch?

Typische Anzeichen und Signale

Du schaust dich bei deinen Kollegen um, um dir Inspiration zu holen und merkst: Es gibt nichts Neues in der Welt. Es ist ernüchternd: Alles, was dich interessiert und was du wichtig findest, haben andere schon bearbeitet. Weshalb solltest du auch noch an den Start gehen?

Hintergründe & Ursachen

Prüfe dein Bild von Content-Marketing! Erwartest du, dass ein Blog oder ein Social-Media-Kanal laufend Neues bringt? Vorsicht: Eine Zeitschrift oder ein Fachmagazin erfüllt andere Aufgaben als dein Content!

Der Unterschied liegt hier: In einem persönlichen Gespräch mit einem Neu-Kunden beantwortest du dessen Fragen. Nach und nach lernt dein Kunde dich und deine Arbeit kennen, gewinnt Vertrauen zu dir und bucht schließlich deine Leistung. So läuft das, normal, natürlich.

Mit dem Aufkommen des Internets hat sich das Kundenverhalten verändert: Kunden haben weniger Interesse daran, mit den Anbietern direkt ins Gespräch zu treten. Stattdessen machen sie sich im Netz schlau und finden es gut, eine ganze Weile ungestört herumzustöbern.

Erst wenn ihre Kaufentscheidung weit fortgeschritten ist, treten sie in persönlichen Kontakt mit dir – oder buchen sogar direkt online.

Deine Kunden sind ziemlich lange alleine unterwegs. Content-Marketing liefert die Antworten auf ihre Fragen, während du nicht dabei sein kannst.

Was dich stärkt

Überlege, was deine Kunden wissen wollen:

  • In der Regel gibt es entscheidungsorientierte Fragen wie „Ist das schwierig und teuer?“ oder „Passt die Lösung auch zu mir?“
  • Hinzu kommen fachliche Fragen zu deinem Spezialthema.

Du siehst: Neuigkeiten sind schön. Doch für deine Kommunikation sind sie nicht zwingend notwendig. Auch akademische Ansprüche kannst du getrost übergehen, wenn du nicht gerade im Wissenschaftsumfeld arbeitest. 

Für deine Kunden ist viel wichtiger, wer du bist und wie es ist, mit dir zu arbeiten. Deshalb ist es ideal, wenn du davon berichtest, wie du deinen Kunden hilfst. Damit schlägst du gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe:

  • Du zeigst, dass deine Kunden von dir profitieren.
  • Du machst deutlich, wie es ist, mit dir zu arbeiten,
  • wer deine Kunden sind und
  • mit welchen Themen du dich beschäftigst.

Deine Art, deine Persönlichkeit, dein Blick auf die Welt: Das ist es, was deine Kunden wissen wollen und darüber solltest du etwas veröffentlichen.

Und außerdem: die liebe Technik

Die Möglichkeiten sind unendlich und alle klingen verlockend. Wie triffst du am besten deine Auswahl?

Das sind die Ergebnisse unseres Austauschs.

Dein Kompass in der Kommunikation

Du möchtest dich fit machen für deine Kommunikation? Anke Ernst empfiehlt, diese sechs Kerzen anzuzünden. Ich empfand diese Idee als wunderbar, weshalb ich sie hier weitergebe:

Klarheit: Du weißt, was du erreichen möchtest.
Strategie: Du weißt, wie du es erreichst.
Können: Du kannst, was du können musst.
Energie: Du sorgst für deine körperlichen und geistigen Grundbedürfnisse.
Genie: Du räumst den Konventionsmist zur Seite und schreibst in deiner Schreibstimme.
Zuversicht: Du spürst tief in dir, dass du es schaffen kannst.