Es gibt diese Texte – durch die gleitest du als Leser*in hindurch, weich und ohne zu stolpern. Bist du am Ende angelangt, tut es dir fast schon leid.

So schön möchte ich am liebsten immer schreiben. Manchmal gelingt es. Was mir an guten Tagen hilft, habe ich hier zusammengestellt.

Sorge für dich

Schöne Texte gelingen dir am ehesten, wenn du mit dir und der Welt im Reinen bist. Schreiben ist nun einmal Kommunikation und deine Texte transportieren deine Stimmung. Ärger und Zorn stehen dem schönen Denken und Schreiben im Weg. Auch Übermüdung und ständige Unterbrechungen sind echte Störenfriede.

Schreibe einfach.

Versuche, es deinen Leser*innen leicht zu machen. Ein klarer Aufbau und ein erkennbares Fazit sind der erste Schritt. Der zweite Schritt liegt im konsequenten Vereinfachen: einfache Worte, einfache Sätze, einfache Bilder.

Versuche nicht, kunstvoll oder gedrechselt zu schreiben. Die Suche nach dem richtigen Wort, die Präzision, trägt dich weiter. Vertraue insgesamt deinem Wortschatz.

Der kürzlich verstorbene Wolf Schneider gilt bei den Textern als der Stil-Papst. Schau dich doch einmal bei seinen TikTok-Videos um und lass dich inspirieren: Wolf Schneider bei TikTok.

Schreibe zugewandt.

Stell dir vor, du sitzt mit einem Kunden an einem Tisch. Wie sprichst du mit ihm oder ihr? Versuche, diese innere Haltung in deine Texte zu übertragen und sprich deine Leser*innen mit „Du“ oder „Sie“ an.

Ob du dabei humorvoll, frech und provozierende auftrittst oder unterstützend und wohlwollend, ist deine Sache. Viele Varianten sind denkbar. Deine Persönlichkeit drückt sich auch in deinem Sprachstil aus.

Dosiere die Lautstärke.

Ein deftiger Spruch unter Freunden – sicher hast du auch schon einmal einen herausgehauen. Das ist in Ordnung. Deine Freunde kennen dich und sie sind Zeuge der Situation, in der du deiner Emotion Raum gibst. Sie können deinen Ausbruch einordnen.

Texte im Weg hingegen stehen für sich allein. Ohne Kontext.

Deine Leser*innen haben nichts anderes als deine Worte. Das geschriebene Wort wirkt stärker und härter als das gesprochene. Achte deshalb auf die Lautstärke und reguliere sie etwas herunter – sofern du dich nicht gerade mit „klarer Kante“ positionieren möchtest.


Übrigens: Am 24. Februar 2023 beginnt das nächste Praxis-Camp: Die Bühne betreten: klar, sicher und anziehend, mit Social-Media-Posts, Blog, Newsletter und Freebie. Wenn’s dich interessiert: Hier findest du mehr zum Programm: KLASSE CONTENT.