Ein herzliches Dankeschön für die Einladung zur Blogparade von Klaus Eck: „Content Marketing und Corporate Blogs 2015“.

Meine Welt sind selbständige Dienstleister: Ich bin PR-Beraterin für Trainer, Berater und Coachs. Meine Kunden sind überwiegend Einzelunternehmer – Menschen, die vor allem trainieren, beraten oder coachen und ihr Marketing nebenher bewältigen müssen. Was bedeutet das Bloggen in einem solchen Szenario? Ist es sinnvoll?

Ein Blog ist für die Auftraggeber von Trainern und Beratern spannend, weil …

Ja, finde ich, und zwar mit Blick auf die Fragen, die die Kunden meiner Kunden stellen. Wer einen Trainer, Berater oder Coach bucht, will wissen: Wer ist dieser Mensch? Was macht er? Wie denkt er? Ob wir gut zusammen passen? Kann er mir helfen?

Eine Flasche Cola oder eine Jeans einzukaufen, ist einfach. Jeder weiß, was er bekommt und die finanziellen Risiken sind begrenzt. Was aber verbirgt sich hinter „Training“, „Beratung“ und „Coaching“? Von esoterisch angehauchter Lebenshilfe bis zum Vorstandscoaching ist alles denkbar. Eine Stange Geld ist ebenfalls im Spiel. Das Kaufrisiko ist ungleich höher, deshalb sind die Arbeitsweise und das Denken des Anbieters für den Kunden ausgesprochen interessant.

Content Strategie für Trainer, Berater und Coachs

Vor dem Hintergrund ergeben sich für die Content Strategie eines Trainers, Beraters oder Coachs als Themen:

  • Projektbeschreibungen: Der Leser erfährt, in welchen Kontexten der Trainer, Berater oder Coach beheimatet ist und wo er über die meiste Erfahrung verfügt.
  • Entwicklungen, die er auf seinem Arbeitsgebiet beobachtet und seinen Standpunkt.
  • Tipps und How-to-Anleitungen.

Mit einem solchen Programm sendet der Trainer, Berater oder Coach Botschaften auf mehreren Ebenen:

  • Über welche praktischen Erfahrungen verfügt er und wo kann ihn sein Auftraggeber mit Aussicht auf Erfolg einsetzen?
  • Was motiviert ihn? Worauf kommt es ihm an?
  • Was für ein Typ ist er? Im Schreiben drückt sich das Denken aus.

Immer ein guter Tipp: Ein Redaktions- und Vermarktungsplan

Doch wie ist das alles zu schaffen? Ich arbeite für Einzelunternehmer – wie gesagt. Zeitnot ist in dieser Szene ein ständiger Begleiter. Deshalb empfehle ich einen Redaktions- und Vermarktungsplan aufzustellen. Der Redaktionsplan für das Blog ist wichtig

  • um immer einen Pfeil im Köcher zu haben, auch wenn die „eigentliche“ Arbeit die geistigen Kapazitäten auslastet,
  • um thematisch auf einer Linie zu bleiben und der Beliebigkeit vorzubeugen,
  • um Artikel auf Vorrat zu schreiben und Belastungsspitzen abfangen zu können.

Ein Blog ohne Vermarktung bleibt einsam. Deshalb ist die Pflege mindestens eines Social Media-Kanals wie Twitter oder Facebook fast nicht zu umgehen. Für die Postings auf den Social Media bietet sich eine ausgewogene Mischung aus Leseempfehlungen zu Fremd-Artikeln, Hinweise auf eigene Texte, praktische Tipps und sparsam eingestreut ein paar persönliche Postings an. Auch dies kostet Zeit: Um im laufenden Betrieb besser gerüstet zu sein, habe ich in einer stillen Stunde zu Beginn des Jahres eine Ideensammlung aufgestellt. Nach und nach veröffentliche ich jetzt die Postings und passe sie an das an, was gerade ist. Das funktioniert bisher gut.

Was bleibt: Für Einzelunternehmer ist das Bloggen eine Herausforderung, denn es muss neben der „eigentlichen“ Arbeit passieren. Dennoch rate ich dazu, denn für Trainer, Berater und Coachs sind die Möglichkeiten beschränkt, an die Öffentlichkeit zu gelangen. Wer noch mehr vom Bloggen als Einzelkämpfer wissen will, kann hier weiterlesen:

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