Was ist Storytelling und was nicht? Vier Tipps zu deiner Orientierung.

Magst du Storys? Aktuell reden sich hier bei LinkedIn Netzwerker die Köpfe heiß. Einige machen ihrem Unmut über das allgegenwärtige und scheinbar unvermeidliche Storytelling Luft. „Ich bin kein Freund von langen, persönlichen Geschichten“, schreibt eine. Oder: „Storytelling geht mir tierisch auf den Keks.“

Storytelling und persönliche Geschichten sind in der Wahrnehmung vieler mehr oder weniger eins. Das wird in den Kommentaren spürbar. Doch das ist ein fundamentaler Irrtum – der dich davon abhalten könnte, das Potenzial von Storytelling für dich zu nutzen. Denn eigentlich sind Storys eine super Sache.

Doch worum geht es beim Storytelling?

Tipp 1: Storytelling ist eine Erzählform

Wenn ich mich über wirkungsvolle Überschriften verbreiten wollte, könnte ich:

👉 Eine Tippliste schreiben: „Fünf Tipps für wirkungsvolle Überschriften“.
👉 Einen Erklär-Artikel verfassen: „Wirkungsvolle Überschriften: So ziehst du deine Leser*innen magisch an“.
👉 Oder eine Story erzählen: „Wirkungsvolle Überschriften: Diesen Fehler hast du bestimmt auch schon gemacht“.

Im letzten Fall würde ich von Zeitnot berichten, einem hingehuschten Artikel, schwindender Kraft beim letzten Schliff, einer faden Überschrift. Und fatalem Misserfolg.

Das bedeutet: Du kannst deine Themen in unterschiedlicher Weise aufbereiten. Storytelling ist eine Variante.

Storytelling ist eine Erzählform, um deine Botschaft zu transportieren.

Tipp 2: Persönlich heißt nicht unbedingt „privat“

Keineswegs musst du dich beim Storytelling über die Details deines Privatlebens auslassen. Vielmehr geht es darum, deine Botschaft mit einer Geschichte anschaulich zu machen. Storys sind stark darin, Emotionen zu transportieren. Mit ihrer Hilfe kannst du deine Leser direkt in eine Szene versetzen.

Um beim Beispiel weiter oben zu bleiben: Ich könnte von meinem Ärger über mich selbst berichten, nachdem ich Stunden an meinem Artikel geschrieben habe, ohne etwas zu erreichen. Das könnte jeder nachvollziehen und würde den Sinn meines Textes erklären. Geschichten findest du überall: bei der Arbeit mit deinen Kunden, in deinem persönlichen Umfeld, im Business und im Privaten.

Gute Storys machen den emotionalen Gehalt deiner Botschaft spürbar. Sie können privat sein. Doch das müssen sie nicht.

Tipp 3: Algorithmen belohnen das Extreme. Doch das hilft dir nicht

Die Algorithmen der Plattformen verleiten uns dazu, immer noch eine Schippe aufzulegen, um Reaktionen zu erzielen. Bei Instagram ziehen sich junge Frauen aus. Hier bei LinkedIn erzählen Leute von zutiefst persönlichen Erfahrungen. Wer traut sich mehr? Der Algorithmus belohnt den (Seelen-) Striptease.

Persönliche Geschichten sind natürlich Storys. Doch die Frage ist, wie sehr sie auf dein Business einzahlen.

Manche erzählen viel von sich, andere weniger. Die Meinungen gehen weit auseinander. Ich halte mich zurück, weil mir die Selbstinszenierung mit fancy Locations und tollem Lebensstil auf die Nerven geht. Da geht’s doch auch wieder um Klischees, oder? Jedenfalls:

Unterscheide den Hunger des Algorithmus von zielgerichtetem Storytelling.

Tipp 4: Storytelling ist gut. Andere Formen ebenso.

Und schließlich:

Storytelling ist in den letzten Jahren zu einem breiten Trend geworden, mit allen Übertreibungen, die dazu gehören. Man hat fast schon das Gefühl, Storytelling ist Pflicht. Doch mitnichten:

Storys sind wirkungsvoll. Andere Erzähl-Typen ebenso.

Manchen gehen Storys fürchterlich auf die Nerven, wie du weiter oben in der Diskussion gesehen hast. Wenn du eine Story an der Hand hast – super. Wenn nicht, auch gut. Du hast die Wahl 😁!


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