Rezept für einen einfachen Content-Marketing-Plan

Rezept für einen einfachen Content-Marketing-Plan

Baue auf dem auf, was du kennst: Weshalb ein Content-Marketing-Plan nicht viel anders funktioniert, als der Plan für dein nächstes Seminar.

Stell dir vor, du hast den Auftrag, ein Seminar auszurichten. Als Trainer, Berater oder Coach hast du dir im Laufe der Zeit bestimmt eine Vorgehensweise zurechtgelegt.

Eine kommunikative Aufgabe: Tagesgeschäft für dich

Du fragst dich etwa:

  • Wer sind die Teilnehmenden?
  • Welches Vorwissen haben sie?
  • Was sollen sie im Anschluss an die Veranstaltung wissen, können, verstehen?
  • Wie sind die Rahmenbedingungen?
  • Welche Tools und Methoden bieten sich an?
  • Und was kannst du angesichts all dessen leisten?

Wenn es um Content-Marketing geht und das Wort „Plan“ oder „Strategie“ fällt, bekommen alle lange Zähne. Dabei springen einen die Parallelen geradezu an:

  • Wer sind deine Zielkunden?
  • Was müssen Sie wissen oder verstehen, damit sie den Wert und den Nutzen deines Angebots einschätzen können?
  • Welchen Nutzen ziehen sie aus deinen Content-Angeboten?
  • Mit welchen Kanälen arbeitest du?
  • Welche sind deine bevorzugten Formate wie Text, Grafik, Video oder Podcast?
  • Wie kommt deine unverwechselbare Handschrift zum Ausdruck?
  • Was kannst du auf Dauer leisten?

Bestimmt gibt es auch in deinem Bekanntenkreis Kolleg*innen, die sich ins Content-Marketing gestürzt haben, um es kurze Zeit später enttäuscht wieder abzubrechen. Der Vergleich mit einer Seminarvorbereitung ist auch hier gerechtfertigt:

Content-Marketing wird umso leichter, je klarer du selbst bist und deine Tools schön geordnet bereitgestellt hast.

Du willst zum Handeln ermutigen

Ob Seminar oder Content-Marketing: In beiden Fällen geht es um ein absichtsvolles Sprechen. Du willst etwas erreichen, meist eine Handlung. Normalerweise geht dem ein Verstehen, Erkennen und eine Erweiterung der Kompetenzen voraus.

Die besten Chancen hast du, wenn du dir deinen Content-Marketing-Plan schriftlich festhältst. Ein schriftlicher Plan hat mehr Verbindlichkeit, als das gesprochene Wort und wenn du im Eifer des Geschäfts deine Ziele aus den Augen verlierst, kannst du sie mithilfe deines Plans kurzfristig wieder wachrufen.

Das Content Marketing Institute führt jährlich eine Studie „Benchmarks, Budgets und Trends“ durch. Immer wieder zeigt es sich, dass eine schriftliche Dokumentation die erfolgreichen Content-Marketing-Creators von den erfolglosen unterscheidet. Danach haben 62 % der erfolgreichsten Content-Vermarkter eine dokumentierte Strategie im Vergleich zu 11 % der weniger erfolgreichen.

Auch wenn du – anders als die meisten Befragten – kein Unternehmen bist und kein Team steuern musst: Die Prioritäten im Blick behalten und die Ressourcen sorgsam einteilen – das betrifft uns Solo-Selbstständige ganz besonders.

In deinem Content-Marketing-Plan solltest du deshalb Antworten zu diesen Fragen notieren:

  • Wer sind deine Kunden?
  • Was müssen sie wissen, damit sie dich buchen können?
  • Worin liegt deine vordringliche Aufgabe im Marketing? Was willst du unbedingt erreichen?
  • Für welche Kanäle und Formate entscheidest du dich?
  • Wie stimmst du dein Content-Marketing mit anderen Marketing-Maßnahmen ab, sodass ein schlüssiges Ganzes entsteht?
  • Welche Ressourcen stehen dir zur Verfügung?
  • Wie managst du dich selbst?

Die meisten Fragen sind dir bestimmt bekannt. Falls dir die Sache mit den vordringlichen Aufgaben kryptisch vorkommt, habe ich hier noch etwas für dich:

Gute Aussichten: Was soll anders und besser werden?

Spüre Wachstumspotenzial in deinem Geschäft auf

Was beflügelt deinen Geschäftserfolg? Was behindert ihn aus Marketing-Sicht? Fragen zur Selbsteinschätzung.


Was ist Content-Marketing? (Teil 1)

Was ist Content-Marketing? (Teil 1)

Spirit, was du mit Content-Marketing erreichen kannst und wie du an den Start kommst

Viele Kollegen haben sich mit Definitionen und Erklärungen versucht. Ich bin nie richtig froh damit geworden: Meist bleiben sie im Kopf stecken, ohne an innere Bilder und Erfahrungen anzuknüpfen. Deshalb geben sie wenig Orientierung.

Ich probiere mich einmal an einem Vergleich.

Der Spirit

Klassische Werbung …

Jemand könnte zu dir sagen: Gehe in einen Bio-Laden und kaufe deine Lebensmittel dort. Die Ware ist fair produziert, umweltfreundlich und schmeckt besser.

Das sind gute Argumente. Allerdings fehlt die Emotion. Mit Bildern und Worten würde man etwas suggerieren wie: „Du willst doch nicht auf Kosten anderer konsumieren?!“ Oder: „Echter Genuss ist natürlich.“ Je nachdem, wie du persönlich aufgestellt bist, würdest du dich vom schlechten Gewissen oder dem Wunsch nach unverfälschten Genuss gewinnen lassen.

Das ist klassische Werbung.

… im Gegensatz zu Content-Marketing

Wie wäre es, wenn dich die Inhaber des gleichen Bio-Ladens mit einem freundlichen Lächeln begrüßen? Wenn es unheimlich gut riecht. Wenn du leckere Sachen entdeckst, die du gerne ausprobieren möchtest. Wenn du gelegentlich etwas kosten darfst. Wenn es ganz einfach angenehm ist, sich in diesem Laden aufzuhalten.

Du würdest beim ersten Mal eine Kleinigkeit mitnehmen und beim nächsten Mal etwas mehr. Mit der Zeit würde es dir zur Gewohnheit werden, dort einzukaufen. Du würdest gar nicht mehr fragen.

Content-Marketing will etwas Vergleichbares erreichen: Deine Fans & Follower freunden sich mit dir an. Sie lernen, dass es bei dir etwas Wertvolles, Inspirierendes, Angenehmes oder Wichtiges gibt. Sie lesen zunächst deinen Content, besuchen dann ein Webinar und dann vielleicht noch eines. Schließlich sind sie so weit, dass sie deine Leistung buchen, weil – nun ja – bislang war alles prima. Wo sollten sie denn sonst hingehen?

Deine Kunden kommen dir Schritt für Schritt näher, weil sie dich gut finden. Sie tun es freiwillig.

Was Content-Marketing sein will

Content-Marketing drückt und drängt nicht. Es macht kein schlechtes Gewissen.

Das setzt auf deiner Seite jedoch voraus, dass du dir sehr klar darüber wirst,

  • was deine Kunden von Herzen bewegt,
  • was sie benötigen,
  • wie du sie Schritt für Schritt zu deinem Angebot führst,

immer vertrauenswürdig, immer angenehm. Dennoch zielgerichtet. Darin liegt kein Widerspruch, denn sie bekommen eine Lösung von dir, die sie in ihrer Wahrnehmung weiter bringt und für die sie sich selbst entschieden haben.

Content-Marketing in der Praxis

Soweit der Vergleich. Lass uns etwas handwerklicher werden. Eine etwas formellere Einordnung von Content-Marketing ist diese:

Content-Marketing ist ein strategischer Marketingansatz, bei dem wertvolle, relevante und konsistente Inhalte erstellt und verbreitet werden, um ein klar definiertes Publikum anzusprechen und zu gewinnen – mit dem Ziel, profitable Kundenaktionen auszulösen.“

Jodi Harris, Content Marketing Institute

Drei Begriffe fallen auf:

Definiertes Publikum
Du wünschst dir stabile und vertrauensvolle Beziehungen zu deinen Fans und Follower. So sind deine Chancen am größten, sie schließlich als Kunden zu gewinnen.

  • Achte bei der Auswahl deiner Inhalte auf die Interessen, den Wissensstand und die Sichtweise deiner Kunden. Die Lieblingsthemen und Prioritäten, die dich als Expert*in deines Fachs umtreiben, sollten zurückstehen.
  • Achte bei der Auswahl deiner Kanäle und Medien auf die Vorlieben und üblichen Verhaltensweisen deiner Kunden.

Wertvoll und relevant
Content-Marketing wird gelegentlich als „Sog-Marketing“ beschrieben. Mache dir deshalb das spezifische und unbefriedigte Bedürfnis deiner Kunden bewusst; eines, das sie magisch anzieht, und stimme deine Inhalte darauf ab.

Deine Erfolgschancen sind am größten, wenn deine Inhalte Informationen bereitstellen, nach denen deine Kunden ohnehin suchen. Seth Godin fordert, dass schon das Marketing hilfreich und nützlich sein sollte. Mögliche Inhalte sind:

  • Hilf deinen Kunden, Erlebnisse ihres Alltags einzuordnen.
  • Stelle Ihnen praktische Tools vor, die ihnen das Leben erleichtern.
  • Beschreibe unterschiedliche denkbare Lösungswege und weshalb du dich für deinen entschieden hast.
  • Räume mit schrägen Vorstellungen und falschen Vorbildern auf.

Bei alledem brauchst du keine Angst haben, zu viel Wissen herauszugeben. Denn: Als Trainer, Berater oder Coach hilfst du deinen Kunden in der Regel mit Dingen zurechtzukommen, die sie allein nicht schaffen. Da hilft die ganze Klugheit nicht. Mach dir bewusst, was du deinen Kunden wirklich gibst.

Konsequenz
Content-Marketing benötigt einen langen Atem. Von jetzt auf gleich wirst du nichts. Der Erfolg wird sich nur dann einstellen, wenn du deine Inhalte dauerhaft, regelmäßig und entlang deiner Qualitäts-, Wert- und Zweckmaßstäbe ausrichtest.

Das kann Content-Marketing leisten

Bei diesen Aufgaben kann dir Content-Marketing helfen:

Markenbekanntheit

  • Eine neue Zielgruppe erschließen.
  • Ein neues Angebot auf den Markt bringen.
  • Sich gegenüber dem Wettbewerb abgrenzen.

Beziehung zu den Fans & Followern

  • Sich als seriöse und sympathische Informationsquelle beweisen.

Website-Traffic

  • Besuche erzeugen.
  • Die Bounce-Rage verringern.
  • Den Fans & Followern Inhalte zur Verfügung stellen, die deren Entscheidung unterstützen.

Leads

  • Neue Leads gewinnen und qualifizieren.
  • Bestehende Leads für ein neues Angebot gewinnen.
  • Influencer gewinnen, die sich für dein Angebot verwenden.

Marketing-ROI

  • Content kann die Marketing-Kosten senken, weil einmal erstellter Content auf Dauer für dich arbeitet. Anzeigen hingegen, sind nur so lange wirksam, wie du zahlst.

Auf einen Nenner gebracht geht es stets um Verkauf, Kosteneinsparungen und Business-Wachstum. Frage dich einfach, an welcher Stelle du dir am dringendsten eine Verbesserung wünschst. Dort liegt deine aktuelle Aufgabe im Content-Marketing.

Gute Partner für dein Content-Marketing

Content-Marketing verträgt sich gut mit:

  • Telefonakquise
  • Pressearbeit
  • Online-Anzeigenschaltung
  • Messeauftritten
  • Vorträgen
  • Netzwerken
  • Eigenen Büchern
  • SEO
  • und anderem mehr.

Tatsächlich ist eine Kombination in den meisten Fällen die beste Lösung. Und um das gleich zu sagen: Lass dir nicht einreden, du müsstest jeden Tag ein Post und alle zwei Wochen einen Artikel versenden. Wie du dein Marketing gewichtet, hängt von dir, deinen Kunden und deinem Angebot ab. Pauschale Empfehlungen, die an der spezifischen Situation eines Selbstständigen oder Unternehmers vorbeigehen, leiten meist in die Irre.

An den Start kommen, anfangen

Was braucht es für den Erfolg im Content-Marketing? Am besten legst du dir zurecht:

Zweck und Ziele:
Content-Marketing ist mit Aufwand verbunden. Ob du selbst Hand anlegst oder wenigstens teilweise eine Agentur beauftragst: Es ist eine Investition. Mach dir deshalb bewusst, weshalb du auf Content-Marketing setzen möchtest und welcher Wert daraus für dein Business entsteht.

Zielkunden:
Werde dir über deine Zielkunden klar: Welche Inhalte helfen ihnen am meisten und welche Vorteile bietet dein Angebot?

Deine Story:
Eine großartige Leistung wirkt noch mal so gut, wenn sie mit einer guten Geschichte dargereicht wird. Gute Argumente für deine Leistung bedienen den Wunsch nach Rationalem, Greifbaren. Eine gute Story schafft eine emotionale Verbindung. Wie also lautet deine Story, die sich wie ein roter Faden durch deine Inhalte zieht?

Abläufe und Tools:
Lege dir einen Plan zurecht, wie du deine Inhalte zeitsparend entwickelst und wiederverwendest. Content Recycling ist ein wichtiges Thema. Lege zuerst fest, welche Kanäle und Formate du nutzen möchtest und entscheide daran entlang, welche technischen Tools du brauchst – und was du können möchtest. Lernzeit und der Besuch von Kursen lohnt meist nur, wenn du etwas regelmäßig selbst machen möchtest.


Du denkst darüber nach, mit Content-Marketing zu beginnen

oder kraftvoller neu zu starten? Ich habe eine Auswahl an Informationen zusammengestellt, die für dich interessant sein können. Schau dich um und mach dir selbst ein Bild: Ist Content-Marketing das Richtige für dich?


Buyer-Persona: Hast du den Fehler auch immer gemacht?

Buyer-Persona: Hast du den Fehler auch immer gemacht?

Die Buyer-Persona von Buying-Insights

Wie oft habe ich schon da gesessen und wusste einfach nicht weiter: Das Netz ist voll des Lobes über die Segnungen einer Buyer-Persona für das Content-Marketing. Nur bei mir fruchtete das Konzept nie. Egal, welcher Vorlage ich folgte: Nie konnte ich die Fragen beantworten und nie wusste ich, wie die abgefragten Antworten Eingang in meinen Content finden sollten.

Um ein Beispiel zu nennen: Muss ich wirklich wissen, ob meine Kunden segeln oder Rosen züchten? Mein Zuhause ist das B2B-Geschäft.

Nähe folgt auf Verständnis

Trotz der Hürden mochte ich das Konzept der Buyer-Persona nie aufgeben, den die Idee ist bestechend:

Schon lange haben sich die Kunden im Netz selbstständig gemacht. Bis sie auf dich zukommen und das persönliche Gespräch suchen, ist ihre Entscheidung schon weit gereift. Oft reden sie gar nicht erst mit dir und buchen gleich deine Leistung.

Du hast also wenig bis keine Gelegenheit, ihre Fragen zu beantworten und Missverständnisse auszuräumen. Deine Kunden konzentrieren sich auf das, was sie im Netz von dir finden. Sie suchen Informationen und wollen sich zugleich menschlich abgeholt fühlen.

Content hat den Auftrag, eine Verbindung zu deinen Kunden herzustellen, und das auf mehreren Ebenen. Sachliche Information ist der eine Teil. Ob die Chemie stimmt, der andere.

Die Buyer-Persona von Buying-Insights

Vor dem Hintergrund ist es nur sinnvoll, sich von der unscharf umrissenen Zielgruppe zu lösen und stattdessen einen Menschen in seinem realen Lebensumfeld in den Mittelpunkt zu stellen. Im Netz macht deshalb die Idee die Runde, Buyer-Persona seien fiktive oder halb-fiktive Personen.

Kunden in ihrer Rolle als Käufer verstehen

Das allerdings ist mehr falsch als richtig, wie ich inzwischen gelernt habe. Auf die Spur gebracht hat mich Adele Revela. Aus der Feder der US-amerikanischen Beraterin stammt ein alternatives Konzept: 5 Rings of Buying Insights.

Quelle: bpi Buyer Persona Institute Mind the GAP

Die Positionen

Priority Initiatives / Auslöser des Kaufimpulses

Was löst den Kaufimpuls aus? Was ist der Anlass, der deinem Kunden das Signal gibt: Jetzt muss ich etwas tun!

Success Factors / Erfolgsfaktoren

Welche Ergebnisse erwartet deine Buyer-Persona vom Kauf deiner Lösung? Die Vorteile deiner Lösung sind ein guter Anfang. Doch frage dich außerdem, wie sich der Alltag deiner Kunden verändert: Was gewinnen deine Kunden, was sie vielleicht gar nicht erwarten?

Perceived Barriers / Hemmnisse

Welche negativen Einflüsse beeinflussen die Kaufentscheidung? Es können Vorurteile sein, „echte“ Hindernisse oder einfach ein Mangel an Information. Egal, wie: Sie bewirken, dass dein Kunde seinen Kaufprozess abbricht.

Decision Criteria / Entscheidungskriterien

An welchen Kriterien macht deine Buyer-Persona ihre Entscheidung fest? Welche Anbieter-, Produkt- oder Lösungsdetails sind für sie wichtig? Wenn sie verschiedene Angebote miteinander vergleicht: Anhand welcher Kriterien trifft sie ihre Entscheidung?

Buyers Journey / Kundenreise

Welche Phasen durchläuft dein Kunde, bis er seine Entscheidung trifft? Die Buyers-Journey verrät dir, wer alles an der Entscheidung beteiligt ist, welche Ressourcen deine Kunden nutzen und welche Optionen sie abwägen.

Die einzig wichtige Frage

Du siehst: Die fünf Positionen orientieren sich eng am Entscheidungsprozess deiner Kunden. Die Idee der Zielgruppe ist deshalb nicht falsch. Doch das Konzept der Buyer-Persona geht einen Schritt weiter: Es wirft ein Licht darauf, wie deine Kunden zu ihrer Entscheidung kommen.

Es geht deshalb nicht darum, möglichst viele Informationen über einen fiktiven Käufer zusammenzustellen. Eine Buyer-Persona verschafft dir Klarheit über den Kaufentscheidungsprozess deiner Kunden.

Wenn du dich intensiver mit der Buyer-Persona beschäftigen möchtest, besuche am besten das bpi Buyer Persona Institute Mind the GAP.

Dort findest du das Original.

Ich wünsche dir viel Erfolg!


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Content-Hub: So nutzt du deine Inhalte effizient

Content-Hub: So nutzt du deine Inhalte effizient

Nicht mehr. Sondern besser. Vor allem besser zugänglich.

Im B2B-Content Marketing gibt es widersprüchliche Signale:

  • Die New York Times etwa druckt bis heute 80.000 Print-Exemplare pro Tag. Erst seit Kurzem übersteigen die digitalen Verkäufe die traditionellen.
  • Andererseits hat SiriusDecision (heute: Forrester Research) schon vor acht Jahren festgestellt, dass bis zu 67 Prozent der Buyers Journey digital ist. Dazu passend hat das Marktforschungsunternehmen Gartner herausgefunden, dass B2B-Käufer bis zu 27 Prozent ihrer Zeit mit der Online-Recherche verbringen.

Ist B2B-Content-Marketing einfach ein wenig old-fashioned? Wie passt das zusammen?

Digitale Entscheider schätzen digitale Inhalte, auch in Deutschland (Statista). Doch sie entscheiden sich nicht deshalb für bestimmte Formate, weil sie sie schick finden, sondern weil sie für sie vorteilhaft sind.

Content nutzerfreundlich präsentieren

Wir als Content-Anbieter sollten uns darüber klar werden, wie wir unsere Inhalte präsentieren. Hier ein paar Impulse:

Beliebt, aber problematisch: PDFs

Print-Formate verhalten sich zu PDFs wie Präsenz-Trainings zu Online-Events. Klassische Print-Medien wie etwa Magazine einfach eins zu eins als PDFs anzubieten, ist für die Nutzer wenig attraktiv: PDFs lassen sich zum Beispiel am Smartphone schlecht lesen. Zugleich lassen Online-Dokumente ein abwechslungsreiches Angebot aus Text, Ton, Grafik und Bewegtbild zu. Wer seine Inhalte einfach als PDF anbietet, vergibt Chancen.

Blogs: häufig ineffizient

Auch klassische Blogs geraten unter Beschuss. Ein typischer Blog ist ein Publikationsmedium, auf dem mehr oder weniger regelmäßig neue Beiträge erscheinen. Wie auf einer Timeline in den Social Media erscheinen die jüngsten Beiträge oben, die älteren sortieren sich dahinter – und geraten aus dem Sichtfeld der Nutzer.

Wenn du aktuelle Informationen veröffentlichen willst, ist ein klassischer Blog nach wie vor eine gute Lösung. Reichen deine Inhalte jedoch über den Tag hinaus, lohnt es sich, über andere Lösungen nachzudenken.

Die Alternative: Content-Hub

Ab und an bin ich in den Online-Veranstaltungen des Content-Marketing-Institutes zu Gast. Unabhängig vom jeweiligen Sprecher taucht eine Empfehlung immer wieder auf: Präsentiere deine Inhalte so, sodass deine Leser und Kunden einen komfortablen Zugriff darauf haben, und zwar entlang ihrer eigenen Interessen.

Content-Marketer sprechen von Hubs und On24 zeigt, wie so ein Content-Hub aussehen kann.

Beispiel für einen Content-Hub von on24.

Das Beratungsunternehmen Deloitte hat sich für eine aufwändige Variante entschieden – kaum geeignet für Solo-Selbständige. Inspirierend ist das Beispiel dennoch: InsideNow.

Content Hubs können die unterschiedlichsten Formen annehmen. Gut ist, was für deine Leser und Kunden attraktiv ist. Wenn du kreative Ideen hast – nur zu!

Bitte überlege dir:

  • Was müssen deine Kunden wissen, damit sie dein Angebot verstehen und sich positiv für dich entscheiden können?
  • Wie kannst du diese Inhalte attraktiv präsentieren?

Die gute Nachricht: Schreib‘ nicht so viel!

Mit einem Content-Hub bekommt dein Content-Marketing einen anderen Dreh:

Löse dich von der Idee, bis in alle Ewigkeit neue Inhalte produzieren zu müssen.

  • Achte lieber auf langlebige Content-Stücke, die du in regelmäßigen Abständen aktualisierst.
  • Dass junge Leute Videos anschauen und alte Leute lesen, ist so nicht haltbar. Es gibt persönliche Präferenzen und Präferenzen, die der Situation geschuldet sind: Im Auto ein Video anzusehen, geht nun einmal nicht. Deshalb lohnt es sich, deine bewährten Inhalte in verschiedenen Formaten anzubieten.

Immer dann, wenn du ein etwas größeres Content-Stück produzierst und auf deinem künftigen Content-Hub veröffentlichst, schaffst du einen dauerhaften Wert für dein Business. Ich hoffe, dass dich die Aussicht motiviert und du mit einem guten Gefühl deinen Content entwickelst.

Inspiriert von: Four Challenges Marketers must Address to Overcome Content Creation Barriers, by Foleon / Content Marketing Institute / Foto: Canva


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Was ist Content-Marketing? (Teil 2)

Was ist Content-Marketing? (Teil 2)

Worum geht es beim Content-Marketing? Lass die Internet-Technik für einen Moment außer Acht: Der Ursprung ist ein menschlicher.

Stell dir vor: Du triffst jemanden auf einem Event. Der andere fragt: „Was machen Sie beruflich?“ Du erzählst. Der andere wirkt neugierig. „Ach ja? Das ist ja interessant!“ Er stellt Fragen.


Das muss dein Kunde von dir wissen

Bisher läuft dein Gespräch prächtig. Glückwunsch! Fragen sind ein gutes Zeichen: Der andere will dein Angebot verstehen und wissen, wie es ist, mit dir zu arbeiten:

  • Ist es schwierig? Anstrengend? Teuer?
  • Oder macht es sogar Spaß?
  • Ist das Ergebnis sicher?

All das treibt ihn um. Du antwortest geduldig.

Nach einer Weile ist der Fragevorrat erschöpft. Es ist genug für den Moment. Ihr tauscht Visitenkarten und trennt euch. In den nächsten Tagen surft dein neuer Bekannter auf deinem Social-Media-Kanal und auf deinem Blog. Teilweise kannst du das sehen. Einige Wochen später ruft er bei dir an: Er hat doch noch ein paar Fragen. Dann heißt es: Auftrag!

Der Ursprung des Content-Marketings ist ein menschlicher

Bis hierher ist alles normal. Das kennst du.

Mit dem Internet hat sich etwas verändert. Die Menschen sind weniger bereit, zuerst mit dir zu reden. Lieber gehen sie ins Netz und informieren sich selbst. Sie wollen möglichst viel allein herausbekommen und treten erst spät mit dir in Kontakt. Sie haben Angst, sich zu früh zu verpflichten. Auch Werbe-Mails und Akquise-Anrufe empfinden sie als unangenehm. Erst wenn sie ihre Entscheidung fast abgeschlossen haben, sprechen sie dich an.

Das bedeutet: Deine Kunden sind während ihrer Entscheidungsphase auf sich gestellt. Du hast keine Möglichkeit, sie zu beraten. Content-Marketing springt in diese Lücke. Beim Content-Marketing geht es darum, ein Info-Angebot bereitzustellen, das die Fragen deiner Kunden beantwortet.

Lass dich also von der ganzen Technik nicht irremachen. Sie ist das Transportmittel für deine Botschaft, nicht mehr. In erster Linie geht es um Verstehen, Vertrauen, Beziehung. Dieser menschliche Teil ist das Herz des Content-Marketings. Immer. Alle Überlegungen um Videos, Social Media Posts oder Themenpläne kommen erst danach.

Beim Content-Marketing geht es in erster Linie um Verstehen, Vertrauen, Beziehung.

Wie kommst du im Content-Marketing an den Start?

Dein Kunde ist im Entscheidungsprozess auf sich gestellt, wie gesagt. Es besteht immer die Gefahr, dass ihn etwas irritiert und dass er sich abwendet. Daher findest du im Netz zunehmend klar definierte, leicht zu verstehende Dienstleistungspakete, bei denen einfach nichts misszuverstehen ist. Einfach, klar, verständlich ist eine echte Erfolgsformel.

Einfach, klar, verständlich ist die Erfolgsformel für ein Content-Marketing-taugliches Angebot.

Tipp

Überlege dir deshalb: Wie lautet dein einfaches, klares und verständliches Angebot? Richte deine Artikel, Postings, Videos, Podcasts und alles andere darauf aus. Durchforste dein Portfolio:

  • Gibt es ein Angebot, das besonders gut bei deinen Kunden ankommt? Dann nimm dies.
  • Gibt es ein Thema, auf das deine Kunden geradezu fliegen? Auch hier steckt eine mögliche Lösung.
  • Oder gibt es einen Stolperstein, über den deine Kunden regelmäßig fallen? Dann denke mal hier weiter.

Deine „Cash Cow“ und das einfache, attraktive Angebot können zwei verschiedene Dinge sein. An dieser Stelle geht es um die Frage: Wie bekommst du einen Fuß in die Tür? Wie kommst du mit deinen Kunden ins Gespräch?

Wie auch immer du dein Angebot schneiderst: Bleibe gedanklich in der Welt deiner Kunden. Das, was sie wahrnehmen und das, was du als Profi als Ursache ausmachst, kann voneinander abweichen. Versuche, sie bei ihrer Wahrnehmung abzuholen.


Du denkst darüber nach, mit Content-Marketing zu beginnen

oder kraftvoller neu zu starten? Ich habe eine Auswahl an Informationen zusammengestellt, die für dich interessant sein können. Schau dich um und mach dir selbst ein Bild: Ist Content-Marketing das Richtige für dich?