Wie sinnvoll ist Provokation in Blog-Artikeln?

Wie sinnvoll ist Provokation in Blog-Artikeln?

Was ist die Erwartung an Blog-Artikel im Business? Wirkt eine Provokation unterstützend oder torpediert sie den Zweck?

  • Weshalb eine Provokation in Blog-Artikeln fragwürdig ist
  • und was du stattdessen tun kannst, um eine selbstbewusste Position zu demonstrieren.
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Mehr Kommentare für dein Blog

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Was du tun kannst, um mehr Kommentare zu erhalten

Neu-Blogger fragen mich oft, wie sie zu mehr Kommentaren kommen. Sie wünschen sich Feedback. Zugleich gehören Kommentare zum Bloggen einfach dazu, finden sie.

Tatsächlich ist die Zahl der Kommentare zurückgegangen. Das hat verschiedene Gründe.

Weshalb Kommentare heute selten sind

Die gute Idee …

Ich muss einen Schritt zurückgehen: In der Wissenschaft erkennst du einen wichtigen Autor daran, dass er zitiert wird. Gleiches gilt für Blogs. Ein Blog von einem inspirierenden Vordenker wird von anderen Bloggern zitiert.

In der Praxis funktioniert das so: Ein Blogger schreibt einen Artikel, in den er ein Zitat des Vordenkers einfügt. Das Zitat hinterlegt er mit einem Link auf den Blog des Vordenkers, so ist es guter Brauch. Der Vordenker hat somit einen Link, der von außen auf seine Webseite zeigt – einen Backlink.

Google wertet solche Backlinks als Indiz für einen wichtigen Blog – bis heute (t3n). Viele Backlinks sorgten für ein gutes Ranking bei Google.

… und was daraus wurde

Kommentare zu einem Blog-Artikel erzeugen ebenfalls Backlinks. Die Formulare für die Kommentare fragen die nötigen Informationen ab: Du schreibst deinen Kommentar, gibst deinen Namen, deine Mail-Adresse und deine Web-Adresse an – und sendest deinen Kommentar ab. Sobald er öffentlich ist, zeigt ein Link von außen auf deine Webseite.

„Das ist ja toll!“, denkst du vielleicht. Backlinks sind gut für das Ranking und zugleich liegt es in deiner Hand, welche zu erzeugen! Genau das dachten sich zahllose SEO-Optimierer. Sie produzierten Massen an Backlinks für ihre Auftraggeber – häufig mit völlig sinnlosen Kommentaren.

Google musste reagieren, um die Qualität seiner Suchergebnisse zu sichern. Seither hat sich die Blogger-Welt hinsichtlich der Kommentare gewandelt: Google und andere „Suchmaschinen reagieren teils ablehnend auf Blog Kommentare, weil diese Art des Linkbuilding von vielen Webmastern und SEO-Agenturen exzessiv verfolgt wurde.“ (Ryte). Und weiter: „Google differenziert jetzt zwischen themenfremden, wertlosen Links und Links, deren Verweis für den User hilfreich sein könnten.“

Google prüft deinen Kommentar auf den Mehrwert

Google will „Die Informationen dieser Welt organisieren und allgemein zugänglich und nutzbar machen.“ (Google). Die Suchmaschine hat ein Eigeninteresse an der Qualität der Suchergebnisse. Deshalb prüft Google sowohl den Inhalt als auch den Link zu einem Kommentar. Die Kombination aus einem sinnlosen Kommentar in Verbindung mit einem Link zu einer möglicherweise fragwürdigen Webseite kann sich negativ auf das Ranking auswirken. Denn:

Lediglich hilfreiche, relevante und ergänzende Beiträge sind demnach als Mehrwert zu betrachten. Als Mittel zur Kommunikation sind Blog Kommentare nach wie vor relevant, aber als Verbesserung des Linkprofils sind sie wertlos geworden.“ (Ryte).

Mit anderen Worten: Schreibe einen Kommentar, wenn du etwas zu sagen hast.

Die Ansprüche an Kommentatoren sind also hoch. In Verbindung mit der Informationsflut, der Überforderung durch die Überfülle, der Zeitnot und der Neigung vieler Web-Nutzer, gleich in den Social Media zu bleiben, sind Kommentare selten geworden. Die DSVO baut eine zusätzliche Hürde (Datenschutzexperte.de). Kein Wunder also, dass die Kommentarfreude zurückgegangen ist.

Doch was machst du jetzt damit? Ist das schlimm?

Fünf Tipps für den Umgang mit Blog-Kommentaren

Kommentiere, um dein Netzwerk aufzubauen

Ohne Zweifel geben Kommentare ein gutes Gefühl. Sie sind das direkteste Feedback für einen Blogautor, der vielfach allein an seinem Schreibtisch brütet. Ein Kommentar sagt ihm, dass er gelesen wird und für andere von Bedeutung ist.

Deshalb lautet mein Tipp für dich: Wenn du dein Netzwerk aufbauen willst, kommentiere.

Da Kommentare so selten und wertvoll bist, fällst du mit einem freundlichen und gut geschriebenen Kommentar zuverlässig auf. Du machst dich auf positive Weise bekannt (Tipps für deine Kommentare).

Wenn der Autor nicht gerade mit einer Holz-Antenne gesegnet ist, bedankt er sich auch mit einem Gegen-Kommentar bei dir.

Unterscheide zwischen deinen Zielen und dem guten Gefühl

Doch wie sieht es mit deinem eigenen Blog aus: Wie bekommst du mehr Kommentare?

Kommentare sind ein gutes Zeichen und eine Art emotionales Gehalt. Doch achte darauf, dass du die guten Gefühle nicht mit den Zielen deines Blog verwechselst. Was willst du wirklich erreichen?

  • Wenn du die Rolle eines Vordenkers anstrebst, eines Thought Leaders, dann sind Kommentare eine sinnvolle Messgröße.
  • Vielleicht ist es für dich jedoch viel wichtiger, Leser für deinen Newsletter zu gewinnen.

Bedenke, was du erreichen willst: Eine große Anzahl von Kommentaren müssen für sich genommen kein Ausweis dafür sein, dass dein Blog seine Ziele erreicht.

Sprich mit guten (!) Bekannten

Nimm Kontakt mit guten Bekannten auf. Nichts spricht dagegen, sich abzusprechen und sich gegenseitig zu unterstützen. Steigert eure Bekanntheit und die Reichweite im Team mit gegenseitigen Kommentaren und Empfehlungen in den Social Media.

Bei der Gelegenheit profitierst du von einem weiteren Effekt: Menschen mögen es nicht, allein in einem Restaurant zu sitzen. Ebenso wenig mögen sie es, den ersten Kommentar zu schreiben. Wo schon Betrieb ist, kommt Betrieb hinzu. (Siehe auch Toushenne und Conterest)

Schreibe deine Artikel so, dass sie zum Kommentieren einladen

Mit der Art und Weise, wie du deine Artikel gestaltest, steigerst du die Wahrscheinlichkeit für Kommentare.

  • Nimm in deinem Artikel eine starke Position ein, wie etwa: „Schau dir die Wachstumsraten bei YouTube an. Artikel sind von gestern, die liest keiner mehr.“ Sicher? Hier würde sich ein Kommentar lohnen.
  • Schreibe emotional: „Ich finde es total traurig, dass heute so wenig kommentiert wird. Alle reden von Wertschätzung. Doch tatsächlich ist es nicht weit her damit.“ Die Chance für einen emotionalen Schulterschluss mit deinen Lesern ist hoch. Und wer weiß? Vielleicht zeigt sich Wertschätzung noch ganz anders. Auch hier winkt eine Chance für einen Kommentar.

Ein sachlich-neutraler Artikel nach dem Muster: „Die Geschichte der Kommentare in den letzten fünf Jahren“ lässt dem Leser kaum eine Chance zu kommentieren. Was soll er schreiben? Er kann nur schlucken und „Amen“ sagen.

Beteilige dich an der Diskussion in den Social Media

Generell sind Austausch und Diskussion in die Social Media gewandert. Die Kommunikation dort fällt leichtfüßiger und einfacher aus.

Einen dauerhaften Bestand haben deine Beiträge dort nicht, anders als bei einem Kommentar auf einem Blog. Nichtsdestotrotz verschaffen dir die Social Media die Möglichkeit, mit Bekannten, Interessenten und Kunden in Kontakt zu bleiben und eine Beziehung zu entwickeln. Das ist nicht wenig!

In den Social Media ist es oft einfacher, ein Gespräch herzustellen, was sich auf Dauer positiv auf deine Geschäfte auswirkt.

Blogs verändern sich und mit ihnen die Kommentar-Kultur. Viele Kommentare sind ein positives Zeichen. Wenige Kommentare müssen jedoch kein schlechtes Zeichen sein. Wenn du andere Wege für Austausch und Gespräch findest, ist das aus meiner Sicht in Ordnung. Wie siehst du das?


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Soll ich bloggen?

Soll ich bloggen?

Entscheidungstipps für Weiterbildungsprofis

  • Acht Gründe, sofort anzufangen
  • und neun Gründe, es zu lassen.

„Bloggen macht Freude“, sage ich gerne und mit Überzeugung. Das Setting sollte allerdings stimmen, weil andernfalls der Erfolg ausbleibt – und damit die Freude. Solltest du also anfangen zu bloggen?

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Leser gewinnen, deinen Blog bekannt machen

Leser gewinnen, deinen Blog bekannt machen

Leser gewinnen? – Ja! Doch sind es auch die richtigen?

Schon seit 2007 gibt es meinen Blog. Und wahrscheinlich gibt es keinen Fehler, den ich noch nicht gemacht habe ;-) Nun ja. „Leben und Lernen“ heißt mein Motto. Vielleicht aber willst du die eine oder andere Schleife vermeiden.

So machst du deinen Blog bekannt, ohne etwas zu erreichen

Hier sind meine „besten“ Fehlgriffe:

Blogparade

Du nimmst an einer Blogparade teil und schreibst einen sehr schönen Artikel (Was ist eine Blogparade?). Dank dieses schönen Artikels besuchen dich viele neue Leser auf deinem Blog.

Dumm nur, dass der Initiator der Blogparade so rein gar nichts mit deinen Ziellesern zu tun hat. Die vielen neuen Leser werden in hundert Jahren keine Kunden von dir.

Eine Blogparade ist eine gute Sache, wenn dich dein Beitrag bei deinen Ziellesern bekannt macht.

Mehrdeutiger SEO-Begriff

Wie du weißt, konzentriere ich mich auf Trainer, Berater und Coaches und verwende demnach häufig das Wort „Trainer“.

Das ist ganz natürlich, nicht? Nie habe ich mir Gedanken darum gemacht, mich jedoch immer über die vielen jungen, männlichen Besucher auf meinem Blog gewundert.

Irgendwann dämmerte es mir: Es sind Sportler, oftmals Fußballer. Seither hoffe ich, dass sich der „Weiterbildungsprofi“ als Begriff durchsetzt. Der ist zumindest eindeutig.

Achte gerade bei deinen zentralen SEO-Suchworten auf eindeutige Begriffe. Auch der „Coach“ ist vieldeutig.

Fan im eigenen Haus

Soeben hast du deine Webseite und deinen Blog neu gestaltet. Du bist begeistert und außerdem musst du noch ein paar kleine Fehler ausbügeln. Aus vielerlei Gründen bist du ständig auf deiner Seite.

Die neue Seite scheint gut anzukommen. Es ist großartig: Google Analytics meldet dir reichlich Besuch und lange Besuchsdauern.

Bei der Einleitung ahnst du, wo der Hase im Pfeffer liegt: Du bist dein treuester Fan.

Sorge dafür, dass du deine eigenen Zugriffe aus deiner Analyse ausschließt (Interne Zugriffe ausschließen).

Verliebt in den Zuspruch

Jeder Blogger freut sich über zahlreiche Kommentare und gutes Feedback.

Was aber, wenn die Kommentare einem Artikel gelten, der nichts mit deinem Angebot zu tun hat? Und was ist, wenn der freundliche Zuspruch aus der Feder von Kollegen stammt?

Auf meinem Blog sind die Artikel über Trainerhonorare oder Bounce Rates sehr beliebt. Da ich schon so lange selbständig bin, kann ich etwas dazu sagen. Mit meinem Angebot hat das wenig zu tun.

Was mache ich jetzt? Die schönen Artikel und die schönen Kommentare löschen? Eine Zwickmühle. Sehr schwierig!

Bleibe mit deinen Artikeln lieber bei deinem Thema, damit du gar nicht erst in einen Zwiespalt gerätst.

Reichweite und Leser gewinnen

Wie machst du nun deinen Blog bei den Menschen bekannt, die du tatsächlich erreichen willst?

  1. Schritt

Mache dir bewusst, was du mit deinem Blog erreichen willst.

Der Satz klingt banal. Doch in der Praxis zeigt sich, dass er es in sich hat.

  • Willst du ein bestimmtes Angebot in den Vordergrund stellen – ein Produkt oder ein Dienstleistungspaket? Oder willst du dir einen guten Namen für ein Thema machen?
  • Sprechen deine Zielgruppe und dein Angebot dafür, rein online vermarktet zu werden? Oder bieten sich analoge Maßnahmen als Ergänzung an? Inwiefern zahlen deine Blogartikel auf die Kundengewinnung ein?
  • Wen willst du mit deinen Artikeln überzeugen: Personalleute? Assistenten und Referentinnen? Einkäufer? Sofern du in umfangreichen Projekten arbeitest, sprichst du in der Regel mit vielen Menschen.

2. Schritt

Triff eine plausible Annahme

Entwerfe eine Kontaktkette, die einen vernünftigen Eindruck macht und zu dir passt. Gemeint ist dies:

  • Überlege dir, wo dir Neukunden das erste Mal begegnen. Hältst du Vorträge? Schreibst du Bücher? Kommst du mit Facebook, LinkedIn oder Xing gut zurecht? Machst du Telefonakquise?
  • Was passiert, nachdem dein möglicher Neukunde das erste Mal etwas von dir erfahren hat? Aufgrund eines einzelnen Posts oder einer Anzeige wird er kaum bei dir buchen. Er will wissen, wer du bist, was du für ihn tun kannst und ob er mit dir sicher an sein Ziel kommt. Was bietest du ihm an?

3. Schritt

Teste und verwerfe

Du willst teure Fehler vermeiden und auf direktem Weg zu deinem Ziel? Du hast dich umgehört und festgestellt: Es gibt bewährte Wege. Viele machen zum Beispiel gute Erfahrungen mit dem Bloggen. Doch ist das auch dein Weg?

Für die Marketingabteilungen in Unternehmen sind A/B-Tests völlig normal. Sie stellen eine These auf, testen sie und verwerfen sie wieder, wenn sie sich als falsch erweist. Nach und nach nähern sie sich einem Szenario an, das sie sich als Zukunftsbild ausgemalt haben.

Bei Solopreneuren hingegen existiert die unausgesprochene Hoffnung, dass man sich durch scharfes Nachdenken, Gefühl und viel Erfahrung sämtliche Umwege ersparen kann. Wenn man es nur richtig macht, klappt das schon, so die unterschwellige Idee.

Derart zugespitzt formuliert, ist offensichtlich, dass das nicht sein kann. Mein Tipp geht dahin, dir zu überlegen, was dir persönlich liegt: telefonieren, schreiben, auf der Bühne stehen oder was auch immer. Aus dem Set der Aktivitäten, die zur dir passen, baust du deine Kontaktkette. Sie wird zu deiner Marketingmaschine, die du schrittweise verbesserst. Denn es ist tatsächlich so: Viele Wege führen zum Kunden.

Doch zurück zu deinem Blog: Wenn du sicher sein willst, dass du kein Stroh drischst, sondern deine Zielleser erreichst, geht nichts an einer Messung vorbei. Zum Glück ist das DSGVO-konform möglich. Nutze deine Chance.


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