So twittern Trainer, Berater und Coaches: empfehlenswerte und weniger empfehlenswerte Gewohnheiten.

„Wie twittern Trainer, Berater und Coaches“ war einer meiner ersten Blogartikel überhaupt. Ich erinnere mich, wie ich ihn mit Herzklopfen in die Welt geschickt haben – halb hoffend, dass keiner was mitkriegt. Und dann gingen Kommentare ein! Sogar positive!

Knapp zehn Jahre ist das jetzt her. Damals konnte man mit einem Artikel auch als Newcomer noch Aufmerksamkeit wecken. Da muss man sich heute schon mehr anstrengen.

Ich mag den Artikel noch immer, jedenfalls weitgehend. Mit weisen Sprüchen und Zitaten von fremden Autoren hadere ich nach wie vor: Sind sie nicht ein Eingeständnis, dass der Autor keine eigenen Ideen hat? Die Frage nach den Dialogen sehe ich heute anders. Aber, nun ja: In zehn Jahren kann man ja auch einmal seine Meinung ändern.

Ein dickes Dankeschön an Stefan Schütz und seine Idee, nach alten Schätzen zu graben. Hier geht es zu seiner Einladung zur Blogparade: MyFirstContent.

Und das ist der Artikel von 2009:

Wie können Sie Twitter sinnvoll einsetzen? Was sind gute Inhalte? Um das herauszufinden, habe ich mir Twitter-Accounts von 35 Trainern, Beratern und Coaches angesehen. Keine riesige statistische Basis – zugegeben. Aber doch ein Pool mit vielen guten und ein paar nicht so guten Ideen.

Hot or not: Beobachtungen

Das hat mir gefallen:

  • Tweet-Inhalte, die Ihren Beruf erkennen lassen.
  • Hinweise darauf, wo man Sie antreffen kann (Netzwerke, Vorträge, etc.).
  • „Hätten Sie’s gedacht“-Geschichten aus Ihrem Alltag.
  • Erkenntnisse, Erfahrungen, „geronnene Wahrheiten“ aus Ihrem eigenen Erleben.
  • Spotligths auf Ihren Arbeitsalltag. Es ist noch lange nicht jedem klar, was dazu gehört, ein Training aufzusetzen oder ein Coaching vorzubereiten. Solche Informationen machen Ihre Arbeit transparenter.
  • Überlegungen zu einem größeren Projekt, zum Beispiel zu einem eigenen Buch.
  • Ein freies Coaching (Seminar, Einladung zum Vortrag) für den 200. (400. / 800. / …) Follower.
  • Überlegungen und Schritte rund um ein neues Angebot von Ihnen.
  • Fragen an die Follower.
  • Hinweise auf Bücher, Vorträge, neue Podcasts, … von Partnern und Kollegen.

Das hat mir nicht gefallen:

  • Weise Sprüche und Zitate sind beliebt, weil einfach zu finden. Aber genauso wirkt das Ergebnis: einfach und phantasielos.

Hier ist Vorsicht angeraten:

  • Das Web 2.0 lebt vom Austausch. Und so haben auch die Twitterer einen Weg gefunden, wie sie sich persönlich ansprechen können. Das „@“ Zeichen weist auf eine Nachricht für eine einzelne Person hin. Manche finden die persönlichen Botschaften so super, dass sie ihren ganzen Account damit füllen.
    Ich finde es schön, wenn sich zwei Menschen gut unterhalten. Nur – muss ich mitlesen? Zumal ich ja nur von der einen Hälfte des Gesprächs erfahre. Das ist nicht viel anders, als einem Handy Gespräch in der S-Bahn zu lauschen. Den regen persönlichen Austausch auf einem Twitter-Account finde ich eher unglücklich. Halbwegs interessant ist es, mit einem Promi zu twittern. Das fördert das Image.
  • Die meisten Twitterer weisen auf eigene Blogbeiträge, Vorträge, Seminare, Presseartikel, Podcasts, Videos und vieles andere mehr hin. Das finde ich in Ordnung, solange alle anderen Inhalte sichtbar überwiegen.

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