Weshalb du als Blogger zwei Arten von Überschriften brauchst

  • Stöbern oder gezielt suchen: Die Situation deines Lesers entscheidet darüber, was eine gute Überschrift ist.
  • Mit Links zu Überschriften-Vorlagen und Umsetzungstipps

Vielen Dank, dass du bei mir einsteigst! Offenbar hat meine Überschrift bei dir gezogen.

Und wenn es nicht geklappt hätte? – Das wäre schade gewesen. Für mich. Denn dann wäre die Mühe für den ganzen restlichen Artikel umsonst gewesen.

Das macht Überschriften so bedeutsam

Überschriften sind also wichtig und das hat viele Gründe:

  • Überschriften machen deine Leser neugierig und bringen sie dazu, deine Artikel zu lesen.
  • Viele Leser geben dir ein „Like“ oder empfehlen deine Artikel allein auf Basis der Überschriften.
  • Manche lesen überhaupt nur die Überschriften deiner Artikel und steigen bestenfalls in dem Abschnitt ein, der sie besonders interessiert.

Du siehst: Gute Überschriften sind essenziell, damit sich deine Leser mit dir beschäftigen und damit sie dich in ihr Netzwerk empfehlen. Gute Überschriften zahlen deshalb auf deine Reichweite ein.

Einige Profi-Blogger berichten davon, dass sie die Hälfte der Zeit, die sie für einen Artikel einplanen, auf die Überschrift verwenden. Kein Wunder!

Nur – was ist eine gute Überschrift?

Vor ein paar Jahren habe ich mich einmal mit einem SEO-Optimierer überworfen. Wir konnten uns wegen der Überschriften nicht einigen. Erst später ist mir klar geworden, dass wir beide richtig gelegen hatten, allerdings mit einer unterschiedlichen Sicht auf das Thema.

Die SEO-Sicht

Die Überlegung beginnt damit, dass ein Internet User eine Frage hat. Er interessiert sich für etwas und gibt die entsprechenden Suchbegriffe bei Google ein. Prompt wirft Google eine Ergebnisliste aus. Der User sucht sich unter den angebotenen Treffern diejenigen heraus, die seiner Ursprungsfrage am nächsten liegen.

Der Internet User fühlt sich gut abgeholt, wenn er seine Suchbegriffe in der Überschrift ebenso wie in der Meta Description wieder findet. Wichtig an dieser Situation ist: Der User sucht etwas. Er hat einen gerichteten Blick und will einfach und schnell die perfekte Antwort.

Ein Beispiel? „Mitarbeiter Feedback geben“

Wenn du via organischer Suche bei Google viele Leser gewinnen willst, dann ist es eine gute Idee, die passenden Suchbegriffe in deine Artikel einzubauen. Einen ersten Hinweis darauf, wie Kunden suchen liefert Google selbst: Die Auto-Ergänzung zeigt Begriffskombinationen, nach denen User tatsächlich suchen.

Die Ich-guck-mal-was-es-so-gibt Sicht

Wie du weißt, kannst du Leser nicht nur per Suchmaschine, sondern auch über die Social Media-Kanäle gewinnen. Die Situation hier ist eine andere: Dein Leser loggt sich morgens bei Facebook, Twitter oder anderswo ein und sieht mal nach, was es Neues gibt. Wenn etwas seine Aufmerksamkeit erregt, schaut er genauer hin.

Im Kontext der Social Media hat die Überschrift eine andere Aufgabe, nämlich die, deinen Leser zu stoppen, während er gerade dabei ist, in seiner Timeline zu scrollen. Überschriften in den Social Media sind deshalb meist emotionaler, mit mehr Reizwörtern und auch länger.

Ein Beispiel hier lautet: „Mitarbeiterfeedback: So gehen beide Seiten zufrieden aus dem Gespräch“

Was du brauchst, sind also attraktive, farbige, vielversprechende Überschriften. Manchmal jedoch steht auch der beste Autor neben sich. Er überlegt und grübelt – doch die zündende Idee will sich einfach nicht zeigen.

Im Marketing steckt eine Menge Geld, weshalb fast alles schon einmal untersucht wurde – so auch die zugkräftigsten Überschriften. Auf der Basis gibt es Listen mit Überschriften-Formeln, die du auf deine Bedürfnisse anpassen kannst. Recherchiere ruhig einmal, es gibt eine ganze Menge davon.

Zwei Listen, mit denen ich gerne arbeite, sind diese:

Wenn du häufig Artikel schreibst, sind diese Quellen früher oder später ausgeschöpft. So großartig die Möglichkeit auch ist – du kannst die immer gleichen Formeln einfach nicht mehr sehen.

Versuche dann einmal, Inspiration bei Zeitschriften zu finden. Zeitschriften müssen mit ihren Titeln Käufer anziehen. Du kannst also darauf vertrauen, dass die Redaktionen viel Einsatz auf ihre Überschriften verwendet haben und dass du mit einem guten Ausgangsmaterial arbeitest. Als jemand, der in der Weiterbildungsszene unterwegs ist, arbeite ich gerne mit

Stöbere einfach in den Heften der vergangenen Jahre und suche dir eine Vorlage.

Wie bringst du beide Arten von Überschriften unter einen Hut?

Dafür bieten sich zwei Möglichkeiten an

Das Layout deines Blogs geschickt nutzen

Deine Blog Software bietet dir Möglichkeiten an, Textzeilen als Überschriften zu markieren und eine Hierarchie herzustellen. Du kannst also Überschriften der Ebene 1, Ebene 2, Ebene 3 und so weiter markieren.

Üblicherweise ist die Überschrift der Ebene 1 die fetteste und die größte. So haben wir das gelernt. Google und deiner Blog Software ist das allerdings ziemlich egal.

Du kannst das Layout so einrichten (lassen), dass die 1. Überschrift kleiner läuft als die zweite. Damit hast du die Möglichkeit, die erste Überschrift als SEO-optimierte Überschrift zu gestalten und die zweite als eine, die neugierig macht.

Google greift sich dann automatisch die erste Überschrift als diejenige heraus, die in der Suchmaschine als SEO-Überschrift sichtbar ist. Die Suchmaschine wird außerdem die zweite Überschrift und – je nach Umfang der Überschrift – den Anfang deines Fließtextes als Meta Description verwenden.

Ein Plugin installieren

Alternativ kannst du in deinem Blog ein Plugin, also ein zusätzliches kleines Programm installieren. „Yoast“ ist ein sehr bekanntes Beispiel dafür.

Wenn du dich für ein Plugin entscheidest, gibst du deinem Artikel eine schöne, aussagekräftige Überschrift und definierst eine SEO-Überschrift extra.

Ich habe mich schon lange für die Lösung mit dem Plugin entschieden, weil Yoast noch weitere Services anbietet: Das Plugin prüft unter anderem den gesamten Artikel auf Suchmaschinentauglichkeit, darunter die Lesbarkeit und die Häufigkeit, mit der der Suchbegriff auftaucht. Yoast wird regelmäßig aktualisiert, sodass du mit Blick auf die Anforderungen von Google immer auf einem aktuellen Stand bist.

Von konkreten Empfehlungen für den Umfang der Überschrift und der Meta Description sehe ich hier ab, es immer wieder einmal Änderungen gibt. Google selbst gibt Auskunft.

Ich hoffe, der Artikel ist praktisch und nützlich für dich. Wenn du mehr davon möchtest, melde dich zum Newsletter des BlogKraftwerks an: Dort stelle ich Artikel von Experten und mir zu Themen zusammen und lade außerdem zu (gratis) WebWorkshops ein.

Freut mich, wenn wir uns sehen!

 

 

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