„Wie halten Sie es mit der Weihnachtspost?“ Das Beste vom TrainerTalk am 18. November 2015

  • Weihnachtspost, die dem Empfänger Freude macht

  • Tipps für Geschenke und Aufmerksamkeiten

Der letzte TrainerTalk stand ganz im Zeichen der kommenden Festtage. Wir waren ausgebucht. Einige Interessenten konnten nicht mehr teilnehmen, weshalb Sie hier eine Zusammenfassung des Abends lesen.

Stil und Form

„Was muss ich tun, damit die Weihnachtspost gelesen wird und nicht direkt in die Rundablage wandert?“ war eine der ersten Fragen. Das Geheimnis heißt: individuelle Gestaltung.

Individualität drückt sich in einem persönlichen Anschreiben aus, in einer schön gestalteten Karte, in handgeschriebenen Adressen, in ausgewählten Umschlägen und so weiter. All das kostet Zeit. Und genau das ist die Botschaft: „Zeit ist knapp, Zeit ist kostbar. Du bist es mir wert.“

So sympathisch die Idee ist: Praktisch stoßen wir alle an Grenzen. Deshalb bleibt nichts anderes übrig, als die Kontakte zu qualifizieren und nach dem Grad der Bedeutung zu beschenken oder anzuschreiben (siehe auch: „Weihnachtsgrüße, die ankommen“, quiVendo, 2011).

Werbung und Weihnachtsgrüße zu vermischen, fällt eigentlich in die Kategorie „schlechter Stil“. Einer der Teilnehmer hat jedoch erst in diesem Jahr gegründet und will zusammen mit der Weihnachtspost auf die Tatsache aufmerksam machen. Die Personen, er anschreiben will, kennen ihn schon seit Jahren, jedoch aus einem anderen Zusammenhang.

Wir haben ihm vorgeschlagen, die Weihnachtspost mit persönlichen Grüßen zu eröffnen und dann ein paar Sätze unter der Überschrift „was war, was wird“ einzufügen, zum Beispiel: „… in diesem Jahr hat es eine große Veränderung für mich gegeben … ich schaue mit Erwartung in ein spannendes, neues Jahr und freue mich, wenn Sie den Jahreswechsel gleichermaßen positiv gestimmt erleben …“.

Der Fiskus spielt mit

Wenn Sie Ihren Kunden etwas schenken wollen, beachten Sie bitte, dass dem enge Grenzen gesetzt sind: Viele Unternehmen haben Regeln darüber vereinbart, was ihre Mitarbeiter annehmen dürfen. Prüfen Sie deshalb gerade für Konzernmitarbeiter die Compliance Regeln, damit Sie den Beschenkten nicht in Verlegenheit bringen.

Auch der Fiskus hat ein Wörtchen mitzureden. Steuerlich absetzen dürfen Sie Geschenke bis 35 Euro netto. Falls Ihr Geschenk teurer ausfällt, müssen Sie nicht etwa den Differenzbetrag aus der eigenen Schatulle begleichen, sondern den Gesamtbetrag.

Das eigentlich Schwierige ist jedoch die Sache mit der Steuerpflicht. Mit Ihrem Geschenk lösen Sie beim Beschenkten eine solche aus. Dem Empfänger Arbeit und Mühe aufzubürden, will natürlich niemand. Als Ausweg schlägt der Fiskus vor, Geschenke pauschal zu versteuern und den Empfänger auf der beigefügten Weihnachtskarte darüber zu informieren.

So richtig froh macht das alles nicht. Von meiner Steuerberaterin habe ich erfahren, dass die Frage auch in Fachkreisen kontrovers diskutiert wird. Fragen Sie also ruhig noch einmal nach. Wirklich aus dem Schneider sind Sie, wenn Ihr Geschenk weniger als 10 Euro kostet. Solche Geschenke wertet das Finanzamt als „Streuwerbeartikel“ (Quelle: Rechnungswesen-Portal).

Ideen, Ideen

„Was schenke ich nur“: Die klassische Vor-Weihnachtsfrage stand natürlich auch bei uns im Raum. Hier unsere Ideensammlung:

  • Bio-Orangen aus Mallorca und andere Spezialitäten von der Lieblingsinsel der Deutschen (FetaSoller, deutschsprachig)

  • Gutscheine für ein Erlebnis, z.B. eine Hafenrundfahrt: Besonders schön ist es, wenn der Empfänger selbst entscheiden kann, wann er den Gutschein einlöst.

  • Sekt oder Champagner: Nicht originell, kommt aber trotzdem gut an – passt gut als Gruß zum neuen Jahr.

  • Rezeptbuch mit „Magischen Suppen“ für Gesundheitsbewusste.

  • Teelichtkarten: Googlen Sie einfach unter „Teelichtkarten Weihnachten“ oder „Teelichtkarten basteln“.

  • Ein selbst gemachtes Chutney (Rezept Zwiebel-Chutney) oder ähnlich: Zwiebel-Marmelade (Rezept Rote Zwiebelmarmelade).

  • Ein selbst gemischtes Kräutersalz (Rezept Orangen-Thymian Würzsalz). Am besten etikettieren Sie Ihre Geschenke aus der Küche und schreiben die Zutaten auf: Sie wissen ja – Unverträglichkeiten und Allergien nehmen zu.

  • Wie auch in unserem gleichnamigen TrainerTalk 2011 waren die Meinungen mit Blick auf Spenden geteilt: Eine Fraktion fand Spenden lobenswert und nützlich, hält sie jedoch für eine Privatsache des Spenders. Anderen ist sie eine willkommene Alternative zur ewigen Schokolade. Spenden können sogar negative Emotionen auslösen: Eine Teilnehmerin assoziiert den Wunsch des Unternehmens, kurz vor Ende des Jahres noch ein paar Kosten zu produzieren und Steuern zu sparen.

Gutes Klima im TrainerTalk

Am Ende war Herr B. wunschlos glücklich, sagte er, und auch die anderen Teilnehmer hatten erfahren, was sie wissen wollten. „Jetzt geht’s ans Doing“, hieß es.

Wie immer hatten wir Spaß und es wurde gelacht. Unsere TrainerTalks haben einen eigenen Charme: Angelika Eder und ich stellen den Rahmen. Wir geben Tipps und beraten, wie versprochen.

Doch das eigentlich Schöne ist das Gespräch zwischen den Teilnehmern – in einer Offenheit, die mich immer wieder überrascht und freut. Es funktioniert jedes Mal neu.

Besuchen Sie uns doch auch einmal. Gerne lade ich Sie ein: Schicken Sie mir dazu bitte per Xing eine E-Mail und eventuell eine Kontaktanfrage, falls wir uns noch nicht kennen. Das Stichwort „TrainerTalk“ genügt. Ich benachrichtige Sie dann per Xing-Event-Funktion. Mehr zum Ablauf finden Sie auf meiner Website auf der Seite „TrainerTalk“.

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