Kampagne oder Dauermarketing?

Kampagne oder Dauermarketing?

Oder: Wie aktivierst du Kunden, die einfach nicht ins Handeln kommen? Vorteile und Beispiel für eine Kampagne.

Seit mehr als 15 Jahren lebe ich in der Nähe von Hamburg und bis heute habe ich es noch nicht ins Miniatur-Wunderland geschafft – und das, obwohl jeder davon schwärmt. Regelmäßig drängt sich etwas anderes vor und das Wunderland steht ja nächste Woche auch noch.

Wenn du eine laufend verfügbare Leistung anbietest, kann dir etwas Ähnliches passieren: Vielleicht gibt es Kunden und Interessenten, die dich und deine Leistung wirklich mögen. Doch es fehlt der letzte kleine Schubs, um mit dir zu starten.

Dein Kampagnen-Plan

Was hältst du davon, diesen Fast-Kunden einen Motivationsschub zu geben? Was du dazu brauchst, ist ein gutes Thema und eine Kampagne. Die Aktionsskizze gibt es hier:

  1. Setze dein Ziel

Eine Kampagne ist eine zeitlich befristete Aktion mit einem festgelegten Ziel. Beispiele sind „Bestandskunden reaktivieren“ oder „neue Gesichter kennenlernen“. Wie lautet dein Ziel?

Ein Bekannter von mir, ein Vertriebsprofi, hatte sich für „Bestandskunden reaktivieren“ entschieden. Seine Kampagne stelle ich dir im Folgenden vor.

  1. Wähle ein Thema

Entscheide dich für ein Thema, das deinen Kunden oder Interessenten ernsthaft unter den Nägeln brennt.

Der oben erwähnte Vertriebsprofi wählte „Umsatz steigern“.

  1. Entwirf ein Angebot

Er hatte ein Video gedreht und den Link dazu zusammen mit einem Anschreiben an seine ehemaligen Kunden versendet. Ganz einfach per E-Mail.

Im Video berichtete er zuerst von den Knackpunkten, die er häufig sieht. Danach stellte er die Success-Story eines konkreten Kunden von ihm vor. Am Schluss lud er zu einem Kennenlerngespräch ein.

Dies ist ein Beispiel. Wenn du alternativ dein Netzwerk erweitern und neue Menschen kennenlernen möchtest, würde sich ein Zoom-Event anbieten – etwa einen Dialog zu einem für deine Kunden wichtigen Thema.

  1. Aktiviere deine Empfänger

Mit deiner Einladung oder deinem Anschreiben solltest du deine Empfänger aktivieren und ihnen sagen, was sie als Nächstes tun sollen: dich per Telefon ansprechen, dir schreiben, einen Termin buchen oder sich zum Event anmelden.

Überlege, wie du sie zusätzlich zum Handeln motivieren kannst. Begrenze als Beispiel die Teilnehmerzahl oder biete einen Early-Bird-Tarif an. Manche Anbieter nehmen eine begrenzte Zahl von Projekt-Kunden pro Jahr an.

Was gewinnst du mit einer Kampagne?

Im wechselhaften Berater- und Coach-Alltag bist du vielleicht froh, wenn du wenigstens im Marketing auf deine Routine zurückgreifen kannst. Dagegen ist nichts einzuwenden – außer, du benötigst frischen Wind in deiner Kommunikation.

Eine Kampagne lässt dir alle Freiheiten. Du kannst sie regelmäßig oder unregelmäßig durchführen, einmal oder mehrfach im Jahr. Wann immer du willst.

Deine Vorteile:

  • Du gibst deinen Kunden oder Interessenten einen Handlungsimpuls.
  • Du hast einen triftigen Grund, deine Bestandskunden oder Netzwerkkontakte wieder einmal anzusprechen.
  • Zeiten mit geringerer Auslastung kannst du sinnvoll nutzen.
  • Mit Events machst du deinen Kontakten ein niedrigschwelliges Angebot, dich persönlich kennenzulernen.
  • Events geben dir ein Thema für deine Kommunikation.
  • Marketing profitiert von einem langen Atem. Etappenziele mit einer zeitlich begrenzten Aktion zu unterstützen, bildet keinen Widerspruch dazu.

Der größte Vorteil von Kampagnen aus meiner Sicht: Du bringst deine Kunden und Interessenten aus der Morgen-ist-auch-noch-ein-Tag-Haltung.


Übrigens: Am 24. Februar 2023 beginnt das nächste Praxis-Camp: Die Bühne betreten: klar, sicher und anziehend, mit Social-Media-Posts, Blog, Newsletter und Freebie. Wenn’s dich interessiert: Hier findest du mehr zum Programm: KLASSE CONTENT.