Authentisch kommunizieren, Schreibblockaden auflösen

Authentisch kommunizieren, Schreibblockaden auflösen

Leicht, überzeugend und authentisch kommunizieren. Sich wohlfühlen mit der Kommunikation.

Solange du dich gut fühlst, fällt es dir leicht, der Welt ein Lächeln zu schenken und dich von deiner Sonnen-Seite zu zeigen. Überzeugend und authentisch kommunizieren? – In diesen Momenten kein Problem!

Was aber passiert, wenn dir der Zugang zu dieser wunderbaren Mischung aus Heiterkeit und Selbstbewusstsein versperrt ist? Wie etwa gehst du damit um, dass du noch nicht ganz genau weißt, was du willst? Dass dein Netzwerk noch klein ist? Dass du dich nicht perfekt fühlst? Dass du noch nicht weißt, was deine Kunden an dir lieben?

Der folgende Artikel zum Thema „Authentisch kommunizieren“ ist 2021 in der Community von CONTENT EINFACH MACHEN entstanden. Meinungen und Ergebnisse unseres Dialogs sind teilweise in den Videos wiedergegeben.

Deine Blockade will dir etwas sagen

Nehmen wir einmal an, du hast dir vorgenommen, Posts zu schreiben oder anderen Content zu veröffentlichen. Immer wieder schiebst du die Aufgabe vor dir her. Dir steht einfach nicht der Sinn danach. Und überhaupt: Dein Schreibtisch ist voll. Du hast wirklich genug zu tun!

Authentisch kommunizieren - nicht immer leicht.

Kenne ich. Ganz ehrlich. Doch so sehr ich dich verstehen kann: Die Sache ist tückisch, denn du arbeitest viel, vielleicht sogar an deinem Business. Und doch gehst du dem aus dem Weg, was dein Business voranbringt. Auf lange Sicht leidet dein geschäftlicher Erfolg.

Mach dir bitte keine Vorwürfe, falls du dich wieder erkennst. Vielmehr lade ich dich ein, die Ursachen zu ergründen und den Weg freizumachen für eine leichte und authentische Kommunikation.

Sei gewiss: Anderen ergeht es ebenso.

Gedanken, die viele Content-Werker als Bremse empfinden:

  • „Was sollen denn die anderen von mir denken?“
  • „Was schreibe ich nur?“
  • „Ich kann doch gar nicht schreiben!“
  • „Wie soll ich das eigentlich durchhalten?!“
  • „Es schreiben doch schon so viele, weshalb soll ich denn auch noch …?“

Erkennst du dich wieder? Was ist es bei dir?

Weiter unten findest du Impulse, um gedankliche Querschläger wie diese aufzulösen.

Was sollen die anderen von mir denken?

Typische Anzeichen und Signale

  • Die Vorstellung, in die Öffentlichkeit zu treten und die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, treibt dir Schweißperlen auf die Stirn.
  • Von anderen Situationen kennst du das schon: Leistungssituationen, bei denen du dich blamieren könntest, sind dir ein Gräuel.
  • Wenn du dir vorstellst, etwas zu veröffentlichen, befällt dich Angst oder Panik, und das, obwohl dir klar ist, dass deine Reaktion übertrieben ist.
  • Du meidest Situationen, in denen du in der Öffentlichkeit stehst. Am liebsten bleibst du im Hintergrund. Dabei weißt du sehr wohl, dass du einen teuren Preis dafür bezahlst.

Hintergründe & Ursachen

Dies könnten die Ursachen sein:

  • Du hast zuvor schon einmal schlechte Erfahrungen gemacht.
  • Deine Herkunftsfamilie oder deine Umwelt haben dir den „Auftrag“ mitgegeben, unsichtbar zu sein.
  • Du fühlst die natürliche, soziale Angst vor Ablehnung, Verurteilung und Ausgrenzung.

Über die Folgen für dein Business haben wir schon weiter oben gesprochen. Doch da ist noch mehr:

Wenn du dich „nach draußen“ traust, könntest du entdecken, dass du vielen Menschen etwas zu geben hast.

Möchtest du dieser beglückenden Erfahrung dauerhaft den Riegel vorschieben?

Authentisch kommunizieren: Was dich stärkt

Gelernte Ängste können überwunden werden, indem man sich ihnen stellt. Die Frage ist, wie stark die Angst bei dir ausgeprägt ist: Willst du es allein versuchen, authentischer zu kommunizieren, oder dir jemanden zur Verstärkung an die Seite holen?

Hier sind einige Reflexionsübungen für dein Selbst-Coaching:

Prüfe deine Erwartungen an dich

Welche Erwartungen hast du an dich? Mutest du dir zu viel zu?

Bitte recherchiere nach Vorbildern und Beispielen, die in deiner Wahrnehmung authentisch kommunizieren, und suche parallel dazu das Gespräch mit einer Person deines Vertrauens:

  • Was gefällt dir an deinen Vorbildern?
  • Teilt dein Gesprächspartner deine Wahrnehmung? Oder sieht er etwas anderes? Erkenne, wie unterschiedlich die Einschätzungen sein können.
  • Hast du eine Idee, wie dein Vorbild zu seinem hervorragenden Ergebnis kommt? Was kannst du übernehmen und auf deine Bedürfnisse anpassen? Lass dich inspirieren.
  • Wie lange ist dein Vorbild schon im Geschäft? Bedenke: Auch im Marketing gibt es etwas zu lernen. Vielleicht benötigst du einfach Zeit und Übung.
  • Macht dein Vorbild sein Marketing selbst oder zusammen mit Dienstleistern? Es hat keinen Sinn, allein zu starten und sich mit einem Team von drei, vier, fünf … Personen zu messen. Achte auf Vorbilder, die unter den gleichen Voraussetzungen arbeiten wie du. Oder ziehe die Konsequenzen, schaffe gleich Voraussetzungen, indem du Dienstleister beauftragst.

Freunde dich mit deinen Ängsten an

Ängste ins Abseits zu drängen, ist schwierig. Kreativer ist es, deine Angst als einen wohlmeinenden Freund zu betrachten: Was will er dir sagen? Wovor will er dich beschützen?

Versuche, möglichst genau in Worte zu fassen, was dir quer sitzt und dich von einer freien, authentischen Kommunikation abhält. Wenn du weißt, worum es geht, kannst du dich auf den Weg machen und Lösungen finden.

Gönne dir eine Aufbau-Phase

Ob du Speaker, Coach, Trainer oder Content-Marketer werden willst: Es gibt keinen Grund, sich kopflos ins Getümmel zu stürzen. Gönne dir eine Lern- und Aufbau-Phase:

  • Suche dir einen Kanal – LinkedIn, Twitter, Instagram oder was du sonst magst.
  • Folge Menschen und Organisationen, die du gut findest. Schau dir an, was sie veröffentlichen und wie sie sich verhalten.
  • Beginne nach und nach, Likes zu verschenken. Beobachte, was passiert.
  • Wenn du dich gut fühlst, schreibe gelegentlich einen kleinen Kommentar nach dem Motto: „Gut gemacht. Das gefällt mir.“ Was passiert jetzt?
  • Entwickele im nächsten Schritt erste Posts und stimme sie mit Personen deines Vertrauens ab.
  • Gib deinen Freunden eine Nachricht, dass du mit deinen Posts an den Start gehst, damit sie dich mit Likes und Kommentaren unterstützen. Hab keine Scheu! Andere machen das auch so.
  • Genieße die freundliche Resonanz und erkenne, dass alles in Ordnung ist.

Notfall-Plan

Ein Wort noch zu Hass-Kommentaren und Hetze:

Solange du dich im Umfeld von Training, Coaching und Beratung bewegst, passiert nach meiner Erfahrung nicht viel. Wirklich schlimme Reaktionen habe ich in mehr als zehn Jahren noch nicht erlebt. Anders sieht es aus, wenn du dich zu politischen Themen oder generell zu Streitthemen der Gegenwart äußerst. Dann musst du mit Gegenwind rechnen.

Negative Kommentare oder Hetze tun weh. Sie machen Angst – jedem! Bitte vermeide es, im Zustand der Angst auf Hass-Kommentare zu antworten. Wenn du Coach bist, weißt du: Dein Gehirn ist in diesen Momenten vernebelt. Die Gefahr ist groß, dass du zu emotional reagierst und Öl ins Feuer gießt.

Wenn dich jemand persönlich angreift, hole dir kompetente Hilfe an deine Seite und besprich, wie du am besten reagierst! Auch Profis tun das.

Aus dem Dialog mit den Mitgliedern

Ein Thema des Austauschs war die Angst, an die Öffentlichkeit zu treten und zu publizieren. Ganz konkret ging es um Shitstorms und Vorwürfen von Kollegen.

Was soll ich schreiben?

Typische Anzeichen und Signale

Deine Ideen kommen und gehen. Sie bleiben vage und lassen sich nicht richtig greifen.

  • Sobald du dich an den Schreibtisch setzt, lösen sie sich in Luft auf.
  • Deine Content-Ideen triggern dich nicht so richtig.
  • Alles kommt dir mehr oder weniger banal vor.

Hintergründe & Ursachen

Ein ehrliches Wort? Hier treibt eine verschwommene Positionierung ihr Unwesen: Wer profitiert von deiner Leistung? Wem bietest du sie an? Welche Fragen haben deine Kunden, bevor sie deine Leistung buchen? Was müssen sie wissen und was wollen sie außerdem wissen? Was willst du erreichen? Zu diesen Fragen brauchst du Antworten.

Sobald du deine Kunden und deren Lebenswirklichkeit klar vor Augen hast, zeichnen sich die wichtigen Themen deiner Kunden von selbst ab. Es ist so ähnlich wie bei Alice im Wunderland: Was richtig und wichtig ist, hängt vom Ziel ab. Solange du unsicher damit bist, was du willst, ist jeder Weg und jedes Thema gleich gut.

Die Positionierung ist für viele Trainer und Berater ein heißes Eisen. Viele scheuen sich davor, sich festzulegen. Nach meiner Beobachtung steht oft ein zu enges Bild von der Positionierung im Weg. Es gibt unterschiedliche Typen. Überdies ändern sich die Zeiten und damit die Aufgabe, die eine Positionierung leisten sollt. Hier ein paar Beispiele:

  • Fokus auf eine Personengruppe und/oder Fokus auf eine Branche wie: „Training von Führungskräften in der Metallindustrie“. Dies ist ein Klassiker und bis heute gibt es Trainer und Berater, die gut damit fahren.
  • Fokus auf eine Aufgabe oder Problem wie „sicher im Bewerbungsgespräch“ oder „frei von Flugangst“. Dieser Positionierungstyp ist aus Kundensicht attraktiv, weil er auf leicht verständliche und greifbare Art ein Versprechen transportiert. Der Nutzen ist offensichtlich. Vielen Trainern und Beratern ist das allerdings zu eng, weil sie mehr können und ihr Können präsentieren wollen.
    Auch für Trainer und Berater mit langer Berufserfahrung kann eine Positionierung mit Fokus auf ein Problem eine gute Lösung sein – und zwar als Auftakt für die Kommunikation. Wichtig ist, dass die Kunden dieses Problem in ihrer Innensicht genau so wahrnehmen und deshalb die Tür öffnen. Der Fokus auf eine Aufgabe oder ein Problem wird somit zur Eintrittskarte.
    Ein Klient mag einen Coach wegen seiner Flugangst ansprechen. Wenn es zum Coaching kommt, sitzt dort der ganze Mensch mit allen Facetten. Wenn das Vertrauensverhältnis stimmt, öffnet sich die Tür für Folgeaufträge mit abweichenden Themen.
  • Fokus auf das „Why“: Die meisten Menschen haben ein Thema, das sie bewegt. Es treibt sie um. Sie arbeiten sich daran ab und gelegentlich packt sie der heilige Zorn, wenn sich ihnen in dieser Frage etwas in den Weg stellt. Für manche ist es die Introversion und die gesellschaftlichen Vorbehalte oder die zu geringe Anerkennung von Frauen.
    Hast auch du so ein Thema? Überlege: In welchen Momenten geht dir der Hut hoch? Wo endet deine Kompromissbereitschaft, weil dir etwas einfach zu wichtig ist? Dieses Thema ist der Herzschlag deines Tuns. Das war es schon immer. Es könnte das Dach sein, unter dem sich alle deine Leistungen und Angebote einordnen lassen.
  • Fokus auf dein Wissen: Gemeint ist die Expertenpositionierung. In der Trainer- und Berater-Szene wird sie oft als selbstverständlich richtig und angemessen hingenommen. Aus meiner Sicht hat sie ihre Berechtigung, wenn spezialisiertes Wissen für die Qualität Leistung wichtig ist.
    Bitte überlege: Wie wichtig ist es für deine Kunden, dass du vertieftes Detailwissen hast, das deine Kollegen in dieser Form nicht haben – eben Expertenwissen? Die Expertenpositionierung lebt – zum Beispiel im Wissenschaftsumfeld oder bei Anbietern spezialisierter Produkte und Lösungen. Bei Trainern und Beratern halte ich sie nicht für den selbstverständlichen Normalfall.

Ich halte es für sehr schade, dass die Positionierung so schlecht angesehen ist, denn es wird viel Energie frei, wenn du weißt, wem du was anbietest und wie du es sagst. Und wenn du darüber hinaus sicher bist, dass dein Angebot für deine Kunden ganz einfach großartig ist.

Finde deine Positionierung, damit es dir nicht wie Buridans Esel ergeht, der zwischen zwei Heuhaufen verhungerte. Wer sich alle Möglichkeiten offen halten will, läuft Gefahr, am Ende nichts zu haben.

Authentisch kommunizieren: Was dich stärkt

Deine Positionierung zu schärfen, ist die gründliche Lösung. Wenn eine Positionierungsberatung aktuell nicht infrage kommt, mach es so:

Orientiere dich an den Fragen deiner Kunden. Fans und Follower wünschen sich Content, der ihnen hilft.

In deinem Alltag passiert das ständig: Kunden haben Fragen und Probleme und du hilfst ihnen, indem du antwortest. Die Fragen deiner Kunden sind eine großartige Quelle. Die Antworten kennst du zudem aus dem Effeff. Du musst noch nicht einmal etwas recherchieren.

Notizen sind eine gute Arbeitshilfe für dich, ganz gleich in welcher Form: Schriftlich in einem Notizheft, als Sprachnachricht, in der Notizfunktion deines Smartphones. Wenn ein Kunde eine Frage stellt – schreib sie sofort nach dem Gespräch auf. Andernfalls ist sie schnell wieder vergessen.

Aus dem Dialog mit den Mitgliedern

Was soll ich schreiben? Darf ich mich überhaupt zu Wort melden, wenn ich keinen USP habe und als Trainer und Coach keinen Erfolg versprechen kann? Und wo finde ich meine Themen?

Das sind die Ergebnisse unseres Austauschs.

Ich kann doch gar nicht schreiben!

Typische Anzeichen und Signale

Du sitzt vor deinem Dokument und quälst dich. Seit Stunden! Was du dir abringst, gefällt dir nicht. Dein Text ist dir zu locker oder nicht locker genug. Es ist zu wissenschaftlich oder hat keine Substanz. Du verlierst den roten Faden und driftest in die Details ab.

Entweder kommst du erst gar nicht ins Schreiben oder du machst es so wie in der Schule oder im Studium. Egal, wie: Du bist unzufrieden. Das Ergebnis ist lau und du hast ein schlechtes Gefühl. Deine innere Befangenheit wird in deinem Text spürbar.

Hintergründe & Ursachen

Lass dich nicht bange machen! Die kundenorientierte Kommunikation hat nichts mit dem zu tun, was du in Schule, Ausbildung oder Studium gelernt hast. Keiner erwartet, aus dem Stand ein toller Speaker zu sein, der von jetzt auf gleich 500 Zuschauer mit seiner Performance begeistert. Oder als Trainer ein Training hinzulegen, das methodisch und didaktisch auf Top-Niveau angesiedelt ist.

Zum kundenorientieren Schreiben gehören Übung und Handwerk.

Authentisch kommunizieren: Was dich stärkt

Schreiben lernt man, wie alles auf der Welt: Ein bisschen Lust und Interesse, Know-how, freundliche Unterstützung und Übung sind der Mix, auf dem sich Neu-Autoren entfalten können. Dies hilft außerdem:

  • Themen: Kenne deine Themen. Wisse, worüber du schreiben willst.
  • Vorlagen: Mach dir den Content-Typ bewusst, an dem du gerade arbeitest. Für fast jeden gibt es Text-Templates. Sie helfen dir, deine Gedanken zu sortieren.
  • Selbstmanagement: Einen Post kannst du zur Not an einem Stück schreiben und Veröffentlichen. Wobei es nach meiner Erfahrung besser ist, den Entwurf noch einen oder zwei Tage liegenzulassen, noch einmal darüber zu lesen und ihn erst dann zu veröffentlichen. Größere Content-Stücke schreiben sich auf gar keinen Fall auf einmal. Das ist viel zu anstrengend und überlastet mental. Teile dir die Aufgabe in überschaubare Schritte auf.
  • Sprache: Blog-Artikel und die übrigen Formate des Content-Marketings bewegen sich sprachlich zwischen gesprochener und geschriebener Sprache. Sie sind weniger formal angelegt, als du es aus Ausbildung und Studium gewohnt bist. Vertraue deiner Alltagssprache: Sie ist völlig in Ordnung. Du musst nichts Außergewöhnliches hinlegen.
  • Mindset: Erlaube dir die Vorstellung, dass auf der anderen Seite des Bildschirms ein ganz normaler Mensch sitzt. Einer wie du. Stell dir vor, ihr beide würdet zusammen an einem Tisch sitzen und miteinander reden. Welchen Tonfall würdest du anschlagen?

Wie soll ich das durchhalten?

Typische Anzeichen und Signale

Es ist nicht so, dass du Angst davor hättest, mit deinem Content in die Öffentlichkeit zu treten. Doch die schiere Menge, die sich vor dir aufbaut, schüchtert dich ein. Wann soll das alles passieren – zusätzlich zu deinem täglichen Geschäft, mit dem du dein Einkommen verdienst! Du fängst an, du machst mal was, aber dann hörst du auch wieder auf.

Hintergründe & Ursachen

Wahrscheinlich mutest du dir zu viel zu. Möglicherweise ist es an der Zeit, dein Bild vom Content-Marketing zu aktualisieren. Die Zeiten von „mehr hilft mehr“ sind schon lange vorbei.

„Weniger“ und „intelligentes Content-Recycling“ dürften deine Schlüsselwörter sein. Auch ein gutes Selbstmanagement, bei dem du dir Zeiten für dein Content-Marketing einräumst, können dir helfen. Du solltest auf jeden Fall regelmäßig kommunizieren, damit deine Kommunikation Kraft entwickelt.

Authentisch kommunizieren: Was dich stärkt

Werde dir darüber klar, welches Content-Marketing du brauchst
Trainer, Berater und Coachs werden gerne in einem Atemzug genannt. Dies täuscht darüber hinweg, dass hinter den Begriffen ausgesprochen unterschiedliche Geschäftsmodelle und Anforderungen an das Marketing stehen. Gesucht ist der Weg, der zu dir passt.

Werde dir darüber klar, worauf es bei deiner Kunden-Akquise ankommt
Bietest du relativ preiswerte Kurse an? – Dann brauchst du viele Einzelkunden. Bei dir lohnt sich vermutlich das ganze Online-Marketing-Paket von Content über Anzeigen bis hin zu Landing-Pages. Wenn du jedoch in wenigen, dafür umfangreichen Projekten arbeitest, sieht die Sache anders aus: Ein ausgewogener Mix aus klassischem Marketing und Content-Marketing ist oft die bessere Lösung. Arbeitest du mit Firmen- oder Privat-Kunden? Auf welchem Markt bist du unterwegs? Es gibt viel zu bedenken, weshalb pauschale Tipps fragwürdig sind. Möglicherweise lohnt es sich für dein, deine Kundenansprache einmal grundsätzlich zu überarbeiten.

Mach dir bewusst, was du gut kannst
Schreibst du gerne, sprichst du lieber oder bist du ein toller Netzwerker? Bau dein Marketing auf dem auf, was dir liegt,wo du gute Erfolge erzielst und mit Leichtigkeit authentisch kommunizieren kannst.

Hole dir Verstärkung ins Haus
Die Selbstständigkeit bringt vielfältige Aufgaben mit sich. Kaum jemand schafft alles gleich gut. Hole dir Verstärkung ins Haus – entweder für dein Marketing oder für andere Aufgaben, sodass du mehr Zeit für deine Kommunikation hast.

Beachte deine persönlichen Grenzen
Für feinfühlige oder introvertierte Personen bedeutet das Netz eine einzige Kraftanstrengung. Haushalte mit deinen Ressourcen, indem du etwa deine Zeiten in den Social Media begrenzt und dir im Urlaub eine Online-Diät gönnst. Überhaupt profitieren Content-Creators von geistiger Frische und Ausgeruhtsein. Wenn deine Kraft erschöpft ist, fällt dir nicht mehr viel ein. Sorge für Auszeiten.

Plane realistisch
Überlege dir in einem ruhigen Moment, wie viel Zeit du in deine Kundenkommunikation investieren willst: Was kannst du wirklich schaffen? Entwickele deinen Content-Plan daran entlang. Wenn du glaubst, dass das nicht reicht, solltest du über Unterstützung von außen nachdenken.

Prüfe dein Bild von Content-Marketing
Als das Bloggen aufkam, ging die Empfehlung der Agenturen dahin, möglichst viel zu produzieren. Das ist schon lange vorbei! Schon seit Jahren zeigen die Zeichen in Richtung Qualität vor Quantität. Erfahrene Content-Marketer wissen, dass es immer ein Set an Inhalten gibt, das vom Publikum besonders gut angenommen wird. Auf diesem Schatz bauen sie auf: Sie verbessern und überarbeiten diese Inhalte – und publizieren sie neu. Aus Texten machen sie Podcasts. Aus Grafiken Erklär-Videos. Ein gewisses Maß an Erneuerung muss natürlich sein. Doch generell gilt: Mit deinem Content baust du einen Schatz auf, den du pflegst und polierst. Du fängst keinesfalls immer wieder bei null an.

Aus dem Dialog mit den Mitgliedern

Lass dich unterstützen von den Helfern Ordnung, Spirit und Recycling.

Das sind die Ergebnisse unseres Austauschs.

Es schreiben doch schon so viele. Weshalb sollte ich auch noch?

Typische Anzeichen und Signale

Du schaust dich bei deinen Kollegen um, um dir Inspiration zu holen und merkst: Es gibt nichts Neues in der Welt. Es ist ernüchternd: Alles, was dich interessiert und was du wichtig findest, haben andere schon bearbeitet. Weshalb solltest du auch noch an den Start gehen?

Hintergründe & Ursachen

Prüfe dein Bild von Content-Marketing! Erwartest du, dass ein Blog oder ein Social-Media-Kanal laufend Neues bringt? Vorsicht: Eine Zeitschrift oder ein Fachmagazin erfüllt andere Aufgaben als dein Content!

Der Unterschied liegt hier: In einem persönlichen Gespräch mit einem Neu-Kunden beantwortest du dessen Fragen. Nach und nach lernt dein Kunde dich und deine Arbeit kennen, gewinnt Vertrauen zu dir und bucht schließlich deine Leistung. So läuft das, normal, natürlich.

Mit dem Aufkommen des Internets hat sich das Kundenverhalten verändert: Kunden haben weniger Interesse daran, mit den Anbietern direkt ins Gespräch zu treten. Stattdessen machen sie sich im Netz schlau und finden es gut, eine ganze Weile ungestört herumzustöbern.

Erst wenn ihre Kaufentscheidung weit fortgeschritten ist, treten sie in persönlichen Kontakt mit dir – oder buchen sogar direkt online.

Deine Kunden sind ziemlich lange allein unterwegs. Content-Marketing liefert die Antworten auf ihre Fragen, während du nicht dabei sein kannst.

Authentisch kommunizieren: Was dich stärkt

Überlege, was deine Kunden wissen wollen:

  • In der Regel gibt es entscheidungsorientierte Fragen wie „Ist das schwierig und teuer?“ oder „Passt die Lösung auch zu mir?“
  • Hinzu kommen fachliche Fragen zu deinem Spezialthema.

Du siehst: Neuigkeiten sind schön. Doch für deine Kommunikation sind sie nicht zwingend notwendig. Auch akademische Ansprüche kannst du getrost übergehen, wenn du nicht gerade im Wissenschaftsumfeld arbeitest. 

Für deine Kunden ist viel wichtiger, wer du bist und wie es ist, mit dir zu arbeiten. Deshalb ist es ideal, wenn du davon berichtest, wie du deinen Kunden hilfst. Damit schlägst du gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe:

  • Du zeigst, dass deine Kunden von dir profitieren.
  • Du machst deutlich, wie es ist, mit dir zu arbeiten,
  • wer deine Kunden sind und
  • mit welchen Themen du dich beschäftigst.

Dies ist authentischen Kommunikation in Bestform: Deine Art, deine Persönlichkeit, dein Blick auf die Welt – das ist es, was deine Kunden wissen wollen und darüber solltest du etwas veröffentlichen.

Und außerdem: die liebe Technik

Die Möglichkeiten sind unendlich und alle klingen verlockend. Wie triffst du am besten deine Auswahl?

Das sind die Ergebnisse unseres Austauschs.

Dein Kompass in der Kommunikation

Du möchtest dich fit machen für deine Kommunikation? Anke Ernst empfiehlt, diese sechs Kerzen anzuzünden. Ich empfand diese Idee als wunderbar, weshalb ich sie hier weitergebe:

Klarheit: Du weißt, was du erreichen möchtest.
Strategie: Du weißt, wie du es erreichst.
Können: Du kannst, was du können musst.
Energie: Du sorgst für deine körperlichen und geistigen Grundbedürfnisse.
Genie: Du räumst den Konventionsmist zur Seite und schreibst in deiner Schreibstimme.
Zuversicht: Du spürst tief in dir, dass du es schaffen kannst.

Fünf Artikel-Typen

Fünf Artikel-Typen

Aufbau, Formulierungshilfen, Erfolgsfaktoren für die wichtigsten Artikel-Typen

Du hast eine Artikel-Idee. Sagen wir, du möchtest etwas über die Resilienz schreiben, und zwar ganz speziell über Resilienz, die uns angesichts der aktuell schwierigen Welt-Lage allen gut bekommt.

Schreibst du einen Know-how-Artikel, einfach aus Gewohnheit?

Kann man machen, natürlich. Doch es gibt noch reichlich andere Möglichkeiten. Fünf weitverbreitete Artikel-Typen habe ich aufbereitet und ich wette: Dein Resilienz-Thema könntest du in jeder Form vorstellen, immer mit einem etwas anderen Twist.

Möchtest du es einmal ausprobieren?

Tipp-Liste (Listicle)

Fünf Artikel-Typen: die Tipp-Liste (Licticle) - Foto zum Artikel

Kennzeichen

Tipp-Listen sind weitverbreitet. Sehr weit verbreitet. Nicht wenige Autoren winken ermüdet ab: schon wieder eine Liste? Doch aus gutem Grund sind sie nicht kleinzukriegen: Seitenlange Artikel wirken schon auf den ersten Blick anstrengend. Listen hingegen versprechen einfache, schnell verdauliche Information.

„Der Leser kann sich kinderleicht orientieren und anhand der Zwischentitel mühelos Informationen wiederfinden. Vor allem komplexere oder eher trockene Themen lassen sich mit einer Tippliste außerdem oft verständlicher aufbereiten“,

heißt es deshalb auf der Seite Deutsche-Tageszeitungen.de.

Das bedeutet: Die Lesefreundlichkeit ist bei Listen direkt eingebaut.

Erfolgsfaktoren + Lesenutzen

Am besten funktionieren Tipps, die dein Publikum direkt und leicht umsetzen kann.

Beschränke am besten die Zahl deiner Tipps. Für dein Publikum sind Tipplisten deshalb so erfreulich, weil sie eine Vereinfachung versprechen. Du als Experte nimmst deinem Publikum Arbeit ab, weil du aus der unübersichtlichen Vielfalt, die uns die Welt bietet, das Beste auswählst. Insofern sind Tipplisten mit 50 Positionen fragwürdig, denn sie verschieben das Problem der Auswahl an das Publikum. Aus meiner Sicht sind gute Tipplisten kurze Listen.

Beispiel

Festgefahren? Drei Textertipps für den Neustart:

Know-how-Artikel

Fünf Artikel-Typen: Know-how-Artikel - Foto zum Artikel

Kennzeichen

Mit einem Know-how-Artikel greifst du ein Thema oder eine Frage aus deiner Berufswelt auf. Dabei hast du die Gelegenheit, einen Gedanken etwas ausführlicher zu beleuchten, als es in den Social Media üblich ist.

Erfolgsfaktoren

Bei der Auswahl deiner Themen hast du alle Freiheiten. Darin steckt zugleich ein Risiko: Allzu schnell geht der rote Faden verloren. Am besten machst du dir gleich zu Beginn die zentrale Aussage deines Artikels bewusst und sorgst dafür, dass deine Argumente, Aussagen und Beispiele konsequent darauf einzahlen. 

So machst du dir die Aufgabe leicht: Versuche, eine Frage deiner Kunden zu beantworten. Versetze dich dazu in eine Situation, die dir vertraut ist – etwa ein Kundengespräch oder ein Vortrag in einem Seminar. Schreibe auf, was du in dieser Situation sagen würdest, um die Fragen zu beantworten. So sicherst du für deinen Artikel ein gutes Tempo und einen hohen Lesenutzen. 

Achte zugleich auf eine respektvolle Haltung zu deinem Publikum: Deine Positionen sollten für deine Leser und Leserinnen nachvollziehbar sein. Vermeide deshalb Manipulationen und Behauptungen. Vorsicht deshalb auch vor rhetorischen Fragen: Verwende sie, wenn überhaupt, mit Sorgfalt.

Lesenutzen

Ein guter Knowhow-Artikel greift eine Frage auf, die deinem Publikum unter den Nägeln brennt. Zugleich hilfst du ihm, die eigene Welt zu sortieren. 

Mit einem Knowhow-Artikel präsentierst du dich als ein Experte, der die Welt seiner Kunden wirklich kennt. Sehr sympathisch!

Beispiel

So steigerst du dein Schreibtempo

Story und Knowhow-Artikel kombiniert

Fünf Artikel-Typen: Story & Know-how als Kombination - Foto zum Artikel

Kennzeichen

Berichte vermitteln Informationen, Geschichten geben Erfahrungen wider, heißt es bei Roy Peter Clark: „Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben“. Bericht und Story zu kombinieren, ist eine tolle Idee, denn mit einem solchen Artikel sprichst du Herz und Verstand deines Publikums zugleich an.

Geschichten und Storys sind groß in Mode, und das mit gutem Grund. Mit einer Story werden vielschichtige Situationen für deine Leser und Leserinnen sofort fühlbar. Schneller kannst du kaum in ein Thema einführen. Zudem ist unser Gehirn auf Geschichten programmiert: Sie bleiben im Gedächtnis hängen.

Erfolgsfaktoren

Der Boom hat jedoch eine Schattenseite: In der Begeisterung für Storys wird oft jede noch so banale Episode zur Story aufgeblasen. Dies kann nach hinten losgehen, wie ein Thread bei Twitter zeigt:

Ideen für deine Storys findest du in deiner Berufspraxis. Alternativ kannst du mit Erlebnissen aus deinem persönlichen Alltag arbeiten und diese als Analogien verwenden. Sei jedoch kritisch und mache dir am besten zuerst die Botschaft deines Artikels bewusst: Welchen Satz sollen deine Leser und Leserinnen mitnehmen? Hast du eine passende Geschichte parat – klasse. Dann nimm sie.

Lass dich jedoch nicht unter Druck setzen, wenn du gerade keine hast. Ein Bericht kann spannend sein und eine Story eine echte Schlaftablette!

In einer guten Geschichte überwinden die Helden schwierige Situationen. Als Absender einer Story solltest du deshalb bereit sein, auch dunkle Themen aufzugreifen.

Nicht jeder ist dazu bereit. Die IANA Hochschule der Medien warnt:

„Besonders schwierig sei es, wenn Unternehmen sich selbst als Helden darstellen wollen. Durch diese Falschinterpretation fehle oft die Bereitschaft, Schwächen oder tragische Elemente aus dem Unternehmen heraus zu entwickeln. Ohne diese Tiefe aber könne keine vollkommene Geschichte entstehen, noch das Unternehmen sympathisch dargestellt werden. Eine weitere Missinterpretation des Storytellings von Unternehmensseite bestehe darin, andere belehren zu wollen. Manipulation und Propaganda solle vermieden werden, indem nicht die Geschichte das Ergebnis zum Ziel habe, sondern eine Bewusstseinsveränderung im Fokus stehe.“

Lesenutzen

Mit einer guten Story verschaffst du deinem Publikum einen einfachen Zugang zu einem vielschichtigen Problem.

Beispiel

Das hatte ich wohl falsch verstanden.

Vergleich und Bewertung von Lösungen

Fünf Artikel-Typen: der Vergleich von Lösungen - Foto zum Artikel
Fünf Artikel-Typen: der Vergleich und die Bewertung von Lösungen

Kennzeichen

Mit einem Vergleich wägst du Lösungen und Möglichkeiten gegeneinander ab. Dabei skizzierst du mit wenigen Sätzen die Varianten und zeigst anschließend die Vor- und Nachteile.

Ähnlich wie bei einer Tipp-Liste hast du es hier weniger mit einem durchkomponierten Artikel zu tun, als mit einer Auflistung.

Erfolgsfaktoren

Die Erfolgsfaktoren der Tipp-Liste gelten weitgehend auch für den Vergleich: Mach es deinem Publikum möglichst einfach und gestalte deinen Vergleich übersichtlich. Mehr noch:

Vergleiche rufen geradezu nach einer formalen Gestaltung. Wenn du willst, kannst du deinen Artikel sogar in einer Tabelle entwerfen. Grafische Mittel werten deinen Vergleich auf: Kleine Grafiken findest du zum Beispiel hier: Get Emoji.

Lesenutzen

Mit einem Vergleich hilfst du deinem Publikum, Lösungen gegeneinander abzuwägen und zu einer Entscheidung zu kommen.

Beispiel

Wie hältst du es mit dem Gendering?

Meinungsartikel

Fünf Artikel-Typen: Meinungsartikel - Foto zum Artikel

Kennzeichen

Gerade in unruhigen Zeiten wünschen sich Menschen Orientierung und wollen ihre Meinung prüfen. Zudem wollen dich deine Kunden kennenlernen und wissen, mit wem sie sich in ein Boot setzen. Meinungsartikel sind deshalb gerade jetzt eine starke Form. Zumal sie zum Dialog einladen. Allerdings können sich kritische Positionen unter die Rückmeldungen mischen.

Niemand mag sich unnütz Watschen einfangen: Wie also gelingt es, kritische Reaktionen abzufedern und die eigene Position überzeugend und gut durchdacht zu präsentieren?

Erfolgsfaktoren

Bei LinkedIn ist mir eine Slidershow von Dr. Adem Mulamustafić zu einem Beispiel von Robert Habeck aufgefallen. Das Thema ist ein wirklich gewichtiges: die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine. Habeck nutzt eine Drei-Schritt-Formel, um seine Position zu erklären und zu verteidigen. Dieser Dreischritt ist als “Trias des Überzeugens nach Aristoteles” bekannt. Eine ausführliche Beschreibung findest du bei Grin “Ethos und Pathos in der Rhetorik des Aristoteles”.

Lesenutzen

Der argumentative Aufbau sorgt dafür, dass sowohl Herz als auch Verstand des Publikums angesprochen wird. Zugleich lädt der Aufbau dazu ein, einen Ausflug in die Argumente der Gegenseite einzubauen und so Verständnis und Respekt anzuzeigen.

Dies scheint mir die Hohe Schule der Rhetorik zu sein.

Selbst habe ich diese Form noch nicht angewendet. Doch angesichts der aktuell verbreiteten Diskussions(un)Kultur finde ich sie so überzeugend und wichtig, dass ich sie hier vorstellen möchte.

Schau dir doch einfach das Original an.

Beispiel

Öffnung für Argumente“ von Dr. Adem Mulamustafić am Beispiel eines Statements von Robert Habeck.

Artikel-Aufbau und Extra-Boni für dich

Mach dir das Schreiben doch leichter: Erhalte diesen Artikel plus Muster für den Aufbau sowie Extra-Tipps für die Zweit-Verwertung und Verstärkung – melde dich einfach zu meinem Newsletter an.

Ich wünsche dir viel Erfolg!

Herzliche Grüße
Kerstin

Festgefahren? Drei Textertipps für den Neustart

Festgefahren? Drei Textertipps für den Neustart

Drei Textertipps für Wege aus der kreativen Sackgasse oder: Man kann nicht nicht an blaue Elefanten denken.

Schon seit Tagen trägst du eine Idee für einen neuen Artikel mit dir herum. Sie gefällt dir so richtig gut. Und weil du Spaß an ihr hast, hast du dir schon einen Einstieg zurechtgelegt, Argumente gesammelt und Sprachbilder entworfen.

Endlich sitzt du am Schreibtisch und willst loslegen. Du merkst: Das passt alles hinten und vorne nicht zusammen! Die Bilder sind schief. Der Artikel bekommt keinen Fluss.

So ein Mist!

„Kill your Darlings“, sagen die Kreativen in solchen Fällen völlig ungerührt. Das jedoch ist leichter gesagt als getan, denn deine Ideen haben sich inzwischen tief in deine Gehirnwindungen eingegraben. Wie wirst du sie wieder los? Woher kommen jetzt ganz schnell frische Ideen?

Drei Textertipps für den Reboot

Hier sind meine drei bewährtesten Strategien für einen kreativen Neustart:

# Tipp 1: Sich ergeben

Schreibe einen Brief an eine Person deines Vertrauens. Schreibe auf, was dir in den Sinn kommt, auch die Teile, die du gerade verworfen hast. Lass deine Gedanken fließen, die guten wie die störenden.

Beim Schreiben merkst du, wie du die blockierenden Gedanken abarbeitest, hinter dir lässt und Platz schaffst für Neues. Nach einer halben oder dreiviertel Seite findest du einen neuen Pfad.

Den Brief schickst du natürlich nicht wirklich ab.

Stattdessen streichst du den ersten Teil genussvoll durch und steigst an einer vielversprechenden neuen Stelle ein.

Diese Methode ist meine liebste. Sie hilft auch dann, wenn du versucht bist, mit deiner Geschichte bei Adam und Eva anzufangen oder mit abgegriffenen Phrasen einzusteigen.

# Tipp 2: Unterbrechen

Beim Schreiben wollen die meisten ihre Ruhe haben und ungestört bleiben. Wenn man sich jedoch gerade geistig aufgehängt hat, kann das Telefon die Rettung sein.

Ein Gespräch erfrischt, bringt auf neue Gedanken und gibt Schwung.

Wieder zurück bei deinem Artikel, findest du meist einen neuen Zugang zum Thema. Wichtig hier: Das Gespräch sollte nicht zu lange dauern und es sollte nicht gerade ein schwieriges sein.

Falls gerade niemand Zeit hat und die Kaffee-Küche leer ist, stehe auf, gehe ein bisschen nach draußen und höre Musik. Oder lass dir etwas Ähnliches einfallen. Was zählt ist, dass du buchstäblich von „deiner Leitung“ herunterkommst.

# Tipp 3: In der Mitte anfangen

Wer sagt, dass Texte von vorne nach hinten geschrieben werden müssen? Wenn dir der Einstieg einfach nicht gelingen will, beginne doch mit den Teilen an, die dir leicht fallen.

Beim Schreiben setzt du dich mit deinem Thema intensiv auseinander. Du entwickelst neue Assoziationen und meist findest du unterwegs einen passenden Einstieg.

Aus diese Methode schätze ich sehr: Ich fange mit der Kernaussage an und entwickele den Gedankengang von hinten nach vorne. So kommst du zu einem sehr geradlinigen Aufbau und läufst nicht Gefahr, dich in Seitensträngen zu verzetteln.

Auch mit den Textertipps kommst du nicht weiter? Es könnte sein, dass du für den Tag bereits das deine getan hast und einfach müde bist. Das Schreiben braucht Kraft und Konzentration, so nebenher geht das nicht. Wenn du auch Erschöpfung ausschließen kannst, dann fehlt vermutlich die Klarheit über den Inhalt (Mehr dazu: „Deine Schreibblockade will Dir etwas sagen„).

Artikel vom 16. November 2016. Aktualisiert am 28. April 2022


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Vom Hölzchen aufs Stöckchen?

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In drei Schritten zum perfekten Aufbau eines Blogartikels

Wie behalte ich den roten Faden? Ich bin so in meiner Welt verhaftet, ich verliere ihn manchmal aus dem Blick.“ Der Aufbau eines Blogartikels ist das Thema. Viele Kunden haben mich schon darauf angesprochen, so auch mein Gesprächspartner: Es ist ihm ein ehrliches Bedürfnis, nützliche und lesenswerte Inhalte zu veröffentlichen. Doch wie gelingt ihm das, wenn gerade so richtig in Schwung ist und in seiner Begeisterung vom Weg abkommt?

Die Frage ist gut und wichtig:

Mit einer klaren Struktur liest sich dein Artikel leichter. Zugleich zeigst du mit einem schlüssigen Aufbau, dass du inhaltlich in Sattel sitzt und routiniert zu deinem Thema sprechen oder schreiben kannst.

So kommst du zum perfekten Aufbau eines Blogartikels:

Deine Haltung und Erwartung wirken

Ein erfolgreicher Blog lebt davon, dass der Betreiber etwas erzählen will. Im besten Fall hat er eine Botschaft oder eine Mission. So viel Energie ist großartig und unbedingt unterstützenswert! Wenn du dich angesprochen fühlst, solltest du deinen Enthusiasmus nur noch in den richtigen Kanal lenken, damit du in deinem Enthusiasmus nicht an deinen Lesern vorbeischießt.

Bist du mit deinem Fokus bei deinem Leser …

Gemeint ist dies: Aufgabe eines Business Blogs ist, deine Leser mit dir und deiner Arbeit bekannt zu machen. Zugleich willst du erreichen, dass sie sich für dich entscheiden und dich beauftragen.

Versuche also, dein Business aus der Sicht deiner Kunden zu betrachten: Welche Fragen haben sie? Was müssen sie vorab wissen? Welchen Fehlern sitzen sie immer wieder auf? Weshalb suchen sie Lösungen immer wieder am falschen Ende?

Stelle dir nun ein Kennenlerngespräch mit einem Neu-Kunden vor. Er stellt eine Frage, du antwortest. Vielleicht gibst du ihm zwischendurch einen Tipp und antwortest auf die nächste Frage, und so weiter. Mit deiner Aufmerksamkeit bist du bei deinem Kunden. Du möchtest, dass er zufrieden aus dem Gespräch geht. Deshalb konzentrierst du dich auf ihn.

… oder bei dir?

Alleine am Schreibtisch kann es passieren, dass der Fokus bei dir, dem Autor liegt. Du bist versucht, zu erzählen, was du interessant findest.

Der serviceorientiert Vier-Augen-Modus hilft dir weiter: Indem du in Gedanken Kundenfragen beantwortest, gehst du Schleifen und Wendungen aus dem Weg. Deine persönliche Botschaft kommt dennoch an, denn du antwortest immer aus deiner Sicht. Keine Sorge also, dass dein Weltbild oder deine Mission auf der Strecke bleibt.

Mit etwas innerer Distanz zu deinem Blogartikel ist es einfacher, den Aufbau zu planen.

Du schaust gewissermaßen von oben darauf und bist persönlich weniger verwickelt. Dies führt zu einem weiteren positiven Effekt: Mit einem kleinen bisschen Abstand fühlst du dich weniger angreifbar, wenn jemand an deinem Artikel herumnörgelt.

Der positive Subtext eines klaren Aufbaus

Zwischen dem Schreiben und der persönlichen Begegnung gibt es Parallelen – und Unterschiede:

  • Beim Schreiben kommunizierst du in eine Richtung. Falls dein Leser aussteigt, weil er etwas nicht versteht, hast du keine Chance, ihn zurückzuholen. Dein Blogartikel muss ohne dich auskommen. Ein klarer Aufbau hilft dir in dieser Frage: Er sorgt für Verständlichkeit.
  • In der persönlichen Begegnung senden und empfangen wir viele Signale, über die Worte hinaus. So kannst du an der Gestik und Mimik deines Gegenübers ablesen, wie sicher er sich mit seinem Thema fühlt. Sicherheit wirkt vertrauenswürdig. Bei einem unsicheren Sprecher wirst du hellhörig.

Diese Begleitinformation fehlt deinem Blogartikel. Als Ersatz bietet sich eine klare Struktur an: Kannst du dein Thema organisieren, hast du es gründlich durchdacht. Punkt für dich.

Die Struktur ist wichtiger denn je

Vor einiger Zeit fiel mir ein Sachbuch von 1940 in die Hand. Darin zu lesen, war eine Erfahrung: Wie viel Zeit sich der Autor genommen hat, um seine Gedanken zu entwickeln! Heute sind wir ein anderes Tempo gewöhnt. Ich bin richtig kribbelig geworden – was mich als Kind meiner Zeit ausweist. Schnelle Schnitte und verdichtete Informationen sind üblich. So sind wir es gewöhnt.

Mit einem geradlinigen Aufbau beschleunigst du das Tempo deines Artikels. Du sorgst dafür, dass dein Leser zügig zum Fazit und damit zum Höhepunkt deines Artikels kommt.

Drei typische Muster für den Aufbau eines Blogartikels

Die Tippliste

Stell dir die Tippliste als eine Kreuzfahrt mit einem Ausflugsdampfer vor: Du bist der Kapitän und bringst deine Passagiere zu den Höhepunkten deines Reisegebiets.

Tipplisten versprechen schnelle, leicht lesbare und nützliche Informationen. Deshalb sind sie seit Jahren beliebt und bleiben in Mode. Denk doch mal über Highlights deines Fachgebiets nach.

Die Story

Mit einer Story öffnest du deinem Leser die Augen für etwas, das er vielleicht schon tausendmal gesehen, aber nie verstanden hat. Um im Reisebild zu bleiben: Bei einer Story bist du Reiseführer und enthüllst die Geheimnisse einer Sehenswürdigkeit.

Für den Aufbau eines Blogartikels bietet sich als Reihenfolge an:

  • Steige mit einer Geschichte ein. Deine Kunden bleiben anonym, wenn du mit offensichtlich fiktiven Figuren wie „Frau Freundlich“ oder „Herrn Hektisch“ arbeitest. So wird deutlich, dass du eine typische, jedoch keine individuelle Szene wiedergibst.
  • Gehe im zweiten Abschnitt zu den Hintergründen über: Wie lässt sich das, was du gerade erzählt hast, fachlich einordnen?
  • Im dritten Abschnitt ist Platz für deinen Kommentar: Was bewegt dich an der Geschichte? Was findest du beeindruckend, berührend, ärgerlich, erstaunlich oder faszinierend? Welche Folgen siehst du für die Beteiligten? Lass es deine Leser wissen.
  • Gib im vierten Abschnitt einen Tipp oder schließe mit einem Fazit.

Die Entdeckungsfahrt

Mit einer Entdeckungsfahrt führst du deinen Leser an einen Ort, den er alleine nie aufsuchen würde. Du bist so etwas wie ein Expeditionsleiter.

Versuche es einmal mit folgendem Aufbau:

Worum geht es?
Steige mit etwas ein, das an der Oberfläche liegt und von allen gesehen wird.

Worum geht es wirklich?
Was liegt dahinter? Worin liegen die Bedeutung und die Tragweite deines Themas? Was hat dein Leser mit dem Thema zu tun?

Das muss dein Leser wissen
Erläutere, was dein Leser zum Verständnis braucht.

Vorsicht, Fehler!
Was geht häufig schief? Worüber kann dein Leser stolpern?

Vorteile
Welchen Benefit siehst du für deinen Leser? Nicht immer gibt es einen, doch es ist schön, wenn du einen ausmachen kannst. Bis hierher hast du deinen Leser tief in dein Thema eingeführt und auch die dunklen Stellen ausgeleuchtet. Wenn du ihm jetzt etwas Positives mitgibst, gibt das deinem Blogartikel einen schönen Schwung.

Tipp / Fazit
Schließe deine Artikel mit einem Tipp oder einem Fazit ab.

Denke auch an die visuelle Umsetzung deiner Struktur

Gib deinem Artikel mit Überschriften und Zwischenüberschriften eine logische Struktur. Die visuelle Gliederung hilft deinem Leser, sich zu orientieren. Zugleich kannst du anhand deiner Gliederung testen, wie gut du dein Thema aufgebaut hast.

Meine Kollegin Manuels Seubert hat einen tollen Artikel dazu geschrieben:
Grafisch schreiben: 6+1 Tipps gegen Fließtext-Langeweile

So organisierst du dich

  1. Mindmap

Bestimmt hast du eine Idee, worüber du schreiben willst. Nimm ein Blatt Papier oder öffne dein Programm und schreibe deinen Kernbegriff in die Mitte. Gruppiere deine Ideen darum herum.

Mach dir klar, was für ein Stück du schreiben und welche Botschaft du transportieren möchtest: Wie lautet dein Fazit? Was sollte dein Leser mitnehmen, wenn er sich auf einen Satz beschränken müsste?

Schau jetzt noch einmal auf deine Mindmap: Welche Teile brauchst du, um dein Fazit aufzubauen und zu erklären? Nimm diese Ideen mit und spare dir die übrigen für eine neue Gelegenheit auf.

  1. Entwurf

Schreibe nun deinen Artikel in einem Rutsch herunter. Du wirst krumme Sätze formulieren, Fehler tippen und Wortwiederholungen einbauen. Alles egal. Versuche einfach, deinen Gedanken einmal aufzuschreiben.

Ein kleines bisschen Zeitdruck schadet übrigens nicht. Er hilft dir, dich besser zu fokussieren.

  1. Korrektur

Nimm dir nun die Korrektur vor: Verschwurbelte Sätze, schiefe Bilder und Passivsätze sortierst du jetzt aus. Du kannst dir übrigens vom Duden helfen lassen: Der Service weist dich auf sprachliche Unebenheiten hin.

Kommst du so zurecht? Ich wünsche dir viel Erfolg!

Vollständige Neubearbeitung eines Artikels vom 6. November 2017


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Sympathische Kommunikation: Was für deine Fans und Follower zählt

Sympathische Kommunikation: Was für deine Fans und Follower zählt

Was bedeutet „sympathische Kommunikation“ aktuell? Alles ändert sich, auch die Kommunikation. So gewinnst du die Sympathie deiner Fans und Follower heute.

Menschen kaufen von Menschen: Das Wort kennst du bestimmt. Sympathie und Vertrauen sind wichtige Größen, wenn es darum geht, eine herzustellen. Sie legen die Basis dafür, dass sich deine Neu-Kunden gerne und mit Neugier deinem Angebot widmen.

Neu ist dieser Gedanke nicht, doch in letzter Zeit hat er einen gehörigen Schub bekommen. Schon länger erleben wir einen Wertewandel, der sich in der Pandemie zusätzlich beschleunigt hat. Wie also schaffst du es, persönlicher und emotionaler zu kommunizieren, und zwar zeitgemäß?

Was die Kommunikation heute prägt

Unsere Welt ist unsicherer geworden. Veränderlicher. Dynamischer. Strukturen, die uns früher Halt gegeben haben, lösen sich immer mehr auf. Wer kann noch von sich sagen, dass er seinem Verein ein Leben lang treu ist? Vielmehr sind wir auf ganzer Linie Nomaden geworden, die sich privat und beruflich hier, da und dort niederlassen, je nachdem, was die Situation gerade verlangt. Großen Institutionen wie den Kirchen oder den Parteien trauen wir nicht mehr. Und als wäre das nicht genug, sitzen viele von uns mehr oder weniger allein im Homeoffice. Vereinsamung greift um sich.

In dieser Situation suchen Menschen nach Haltepunkten und Orientierung. Unternehmen können in die Lücke springen. Ich sage bewusst „können“, denn ein Selbstläufer ist das nicht (Quelle: Transforming Brands, zukunftsinstitut).

So bitte nicht!

Willst du auch in Zukunft die Sympathie deiner Kunden gewinnen, vermeide Verhalten wie dieses:

Deine Kunden instrumentalisieren

Kunden mögen es nicht, ausgepresst, schlecht informiert und ausgebeutet zu werden.

Wer will schon Objekt kurzfristigen Gewinnstrebens sein? Banken, Versicherungen und Mobilfunk-Anbieter haben sich in dieser Sache einen unrühmlichen Namen gemacht. Doch auch unter Trainern, Beratern und Coaches existiert diese Denkweise. Sie versteckt sich oft hinter einer „geschickten“ Verkaufsstrategie und meint etwa ein Geschäftsmodell, bei dem der Kunde in ewiger Abhängigkeit des Beraters oder Trainers bleibt.

Das eine sagen – das andere tun

Offensichtlich unökologisches und unsoziales Handeln ist immer unsympathisch. Doch auch Feigenblatt-Aktionen kommen schlecht an: Wenn pro Bierkiste ein Euro für den Schutz des Regenwalds abgegeben wird und der Rest bleibt, wie gehabt, leidet die Glaubwürdigkeit. Sieht so wahrhaft ökologische Verantwortung aus?

„Walk your Talk“, kann man da nur sagen: Wer „Nachhaltigkeit“ von sich behauptet, sollte sie glaubwürdig in sein Geschäftsmodell integrieren. Wer „Respekt“, „Augenhöhe“ und „offene Kommunikation“ für sich reklamiert, sollte diese in seiner Kommunikation leben.

Mit reinem Nutzen langweilen

Produkte und Dienstleistungen haben einen Nutzen. Ein Schuh etwa hält die Füße warm und schützt beim Gehen vor Verletzungen. Doch ist das der Grund, weshalb wir uns für einen Schuh entscheiden?

Wir Kunden wollen eine Geschichte hören. Etwas womit wir uns identifizieren können und das uns sagt: „Hier bin ich richtig. Das gefällt mir. In diesem Unternehmen arbeiten Leute von meinem Stamm. Ich möchte dazu gehören.“

Eine glaubwürdige Idee oder ein Versprechen weckt unsere Kauflust mehr als der reine Nutzen.

Sprich also darüber, wie du zu deinem Angebot gekommen bist, welche Hürden du selbst überwinden musstest und was für dich heute besser geworden ist.

Gut für dich

Vielen Selbstständigen war das reine Gewinnstreben schon immer ein Graus. Es dürfte für sie eine gute Nachricht sein, dass sich die Zeiten geändert haben und dass vordergründige Schlauheit nicht mehr schlau ist.

Sympathische Kommunikation: Mach es so

Überdenke die Ausrichtung deiner Kommunikation

Bisher haben wir ein gutes Profil oder eine Positionierung als Antwort auf die Fragen verstanden: „Wer bin ich in dieser Business-Welt? Weshalb sollte sich ein Kunde für mich entscheiden?“ Bei dieser Interpretation gibt es einen deutlichen Ich-Bezug. Die Frage „Was will ich? Was mache ich? Was qualifiziert mich?“ nimmt einen großen Raum ein.

Das hat Folgen für die Kommunikation. Die eigene Expertise zu belegen, wird zum Schwerpunkt. Bei Xing und Linkedin lässt sich das gut beobachten.

Was könnte außerdem der rote Faden deiner Content-Strategie sein? Seit einiger Zeit finde ich diese Alternative: Was kann ich besonders gut? Was braucht diese Welt? Wie kommt beides zusammen?

Was ist mein Beitrag zum Ganzen? In diesem Szenario richtet sich die Kommunikation rückhaltlos an der Frage aus, wie du deinen Kunden und Followern helfen kannst.

Ziemlich charmant, finde ich. Denn diese Interpretation lässt Raum für persönliche Entfaltung und Individualität, ohne einen Ego-Trip zu begründen.

Psychologische Sicherheit

In der Führungsarbeit und der Teamentwicklung gibt es den Begriff schon eine Weile: psychologische Sicherheit. Er hat etwas mit der Gewissheit zu tun, gut aufgehoben zu sein und sich in einem vertrauenswürdigen und grundsätzlich wohlwollenden Umfeld zu bewegen. Auch unsere Fans und Kunden freuen sich daran.

Psychologische Sicherheit in der Kundenbeziehung zeigt sich darin, deutlich zu sagen, was dein Kunde von dir erwarten darf, was du kannst und wo du Grenzen ziehst.

Inspiration

Kunden wollen etwas erleben, etwas lernen, wachsen und das Sichtfeld erweitern. Dann nämlich fühlen sie sich lebendig. So sind die Menschen eben.

Lass deine Kunden also staunen, hinter den Spiegel blicken und Dinge erfahren, an die sie bisher nie gedacht hatten: Deine Kunden sind gespannt, was du ihnen zu erzählen hast.

Werde dir deiner Vorbild-Rolle bewusst und nimm sie an

Jeder Selbständige besetzt mit seinem Business ein Thema und nimmt dafür eine Vorbild-Funktion ein. Werde dir dessen bewusst und fülle diese Rolle aus, denn dein Kunde entscheidet sich für dich, wenn er sich mit dir identifizieren kann. Kombiniert mit unbedingter Zugewandtheit zu deinen Kunden, Vertrauenswürdigkeit und Inspiration hast du für deine Kommunikation viel erreicht.


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