Schreiben mit KI

Schreiben mit KI

Was tut eine KI? Welche Qualität liefert sie? Und unterstützt sie dich tatsächlich in deinen Zielen?

Seit November 2022 steht die Welt der Content-Ersteller Kopf: Innerhalb weniger Wochen hat ChatGPT den Markt erobert. Ach was: Gestürmt! Alle sprechen darüber. Keiner weiß so ganz genau, wohin die Reise führt. Das Durcheinander ist perfekt.

Einig sind sich die Kommentatoren, dass sich das Schreiben und Texten von Content verändern wird. So muss auch ich mich fragen, wie ich mich zu automatisch erstellten Inhalten verhalten will: Wenn Software-erstellte Texte günstiger und inhaltlich womöglich sogar besser sind als meine, bin ich es meinen Kunden schuldig, sie einzusetzen. 

Doch was heißt „gut“ bei Content-Marketing-Texten? Wodurch zeichnet sich ein hochwertiger Artikel aus? Unterstützen mich die Software-Lösungen darin? 

Ich habe Informationen gesammelt, sortiert und eigene Tests gemacht. Die Ergebnisse findest du weiter unten. Sie bilden einen Stand von Januar 2023 ab.

Was ist das – ein „guter Artikel“?

KI-erstellter Content beeindruckt die Benutzer mit schöner, gut lesbarer Sprache. Doch ist es das, worauf es ankommt? Von gutem Content erwarte ich mehr. Hier ist mein Vorschlag:

Gut lesbare Sprache
Hochwertige Content-Stücke sollten angenehm und leicht zu lesen sein.

Sachlich richtig
Die Inhalte sollten sachlich richtig sein.

Entspricht dem eigenen Weltbild
Content soll nicht nur etwas von meinem Fach erzählen, sondern auch von mir – dem Absender. Kunden wollen wissen, mit wem sie sich verbinden, wenn sie uns buchen. Deshalb ist das eigene Weltbild ein wichtiger Teil der Kommunikation – und unsere Texte sollten uns in dieser Frage richtig repräsentieren. 

Unterstützt die eigenen Ziele
Wenn wir Content erstellen und veröffentlichen, wollen wir etwas damit erreichen, wie Sichtbarkeit, die Beziehung zu unseren Kunden entwickeln, ein gutes Ranking bei Google und anderes mehr. Schafft KI-generierter Content das?

Was ist ChatGPT?

Alle reden von ChatGPT. Doch was ist das eigentlich? Der Fachverlag für IT-Technologie heise erklärt auf seinem Portal heise online

ChatGPT (Generative Pretrained Transformer) ist ein Chatbot, der auf Spracheingabe antwortet, fast wie ein Mensch. Dazu „durchsucht eine große Menge bereitgestellter Textdateien und versucht, daraus einen neuen Text“ zu entwerfen. Die KI sucht nach Sprach-Mustern und versucht, die „beste Antwort zu erraten, die am wahrscheinlichsten auf die Nutzeranfrage passt“. 

Der Chatbot ChatGPT wird mit der Zeit besser. Er wird „mithilfe zweier Arten des sogenannten bestärkenden Lernens trainiert: RLHF (Reinforcement Learning from Human Feedback) und PPO (Proximal Policy Optimization)“.  ChatGPT „nutzt zur Textein- und -ausgabe den KI-Algorithmus GPT-3.5, eine verbesserte Version von GPT-3, die beide von OpenAI stammt“ (Wikipedia).

GPT-3 ist ein auto-regressives Sprachmodell … Es basiert auf einem gigantischen neuronalen Netz mit 175 Millionen Synapsen und kann unter minimalen Vorgaben selbstständig Texte hinzufügen und verfassen. Es ist der größte Natural Language Processing Transformer (NLP), der menschliche Denk- und Argumentationsmuster genau und effektiv reproduzieren kann. … Seit seiner Einführung im Jahr 2020 generiert GPT-3 durchschnittlich 4,5 Millionen Wörter pro Tag und wird von mehr als 300 Anwendungen genutzt

Webseite der Firma „neuroflash“

GPT 3.5 ist eine Technologie. Sie ist seit November 22 auf dem Markt. ChatGPT ist eine Anwendung, die diese Technologie nutzt.

Lösungen jenseits von ChatGPT

Der Bot, der zurzeit so sehr Furore macht, ist nicht die einzige Software-Anwendung für Content-Produzenten. Jens Polomski hat einige Tools getestet. Seine Favoriten sind:

Im Test waren insgesamt sechs Tools. Wenn du dir die einzelnen Ergebnisse und die übrigen Tools ansehen willst, geht es hier weiter: Die 6 besten KI-Text Generatoren für 2023 (auch kostenlos)

Der Praxis-Test

Test 1: Welche Probleme haben Solo-Selbstständige?

Das Textoriginal

Ich habe ChatGPT nach den Problemen von Solo-Selbstständigen gefragt:

Welche Probleme haben Solo-Selbstständige? (Übersetzung)

Solo-Selbstständige können mit einer Vielzahl von Problemen konfrontiert sein, darunter:

  • Finanzielle Instabilität: Ohne ein regelmäßiges Einkommen oder Sozialleistungen haben Selbstständige oft Schwierigkeiten, über die Runden zu kommen.
  • Begrenzte Möglichkeiten zur Vernetzung: Ohne ein Team oder Kollegen haben Selbstständige weniger Möglichkeiten, potenzielle Kunden oder Mitarbeiter zu treffen und Kontakte zu knüpfen.
  • Fehlende Sozialleistungen: Selbstständige haben möglicherweise keinen Zugang zu Leistungen wie Krankenversicherung, Altersvorsorge und bezahlter Freizeit.
  • Schwierige Trennung von Arbeit und Privatleben: Ohne klare Grenzen fällt es Selbstständigen oft schwer, sich von der Arbeit zu trennen und ein gesundes Gleichgewicht zwischen Arbeit und Privatleben zu finden.
  • Schwierigkeiten mit Zeitmanagement und Organisation: Ohne einen festen Zeitplan oder eine feste Struktur fällt es Selbstständigen möglicherweise schwer, ihre Zeit effektiv zu verwalten und organisiert zu bleiben.
  • Begrenzter Zugang zu Ressourcen und Unterstützung: Selbständige haben möglicherweise nicht die Ressourcen und die Unterstützung zur Verfügung, die Angestellte eines Unternehmens haben.

Die Einordnung

Was sagst du: Das hört sich nicht schlecht an, richtig? Weiter oben hatte ich ein Bewertungsmuster vorgegeben. Gehen wir das einmal durch:

Gut lesbare Sprache:

Was du siehst, ist der Original-Text, ohne jede Änderung. Beeindruckend. Auf jeden Fall ist das Ergebnis sehr gut lesbar. Punkt für ChatGPT.

Sachlich richtig:

Die Richtigkeit der Fakten müssen wir Anwender selbst prüfen. Der Hersteller Open AI übernimmt keine Gewähr. Hier allerdings finde ich keine Fehler. Also auch die sachliche Richtigkeit ist in Ordnung.

Entspricht dem eigenen Weltbild:

Die Software ist so gut, wie die Daten, auf der sie trainiert ist. Von Fall zu Fall kann es vorkommen, dass der Chatbot Vorurteile oder Stereotype aufgreift. Auch das müssen wir, die Anwender, prüfen. Hier ist alles in Ordnung.

Etwas anderes sitzt mir allerdings quer: Formal kaufen Kunden unsere Leistungen wie Coaching, Beratung oder Training. Tatsächlich aber suchen sie nach einer Transformation. Sie wollen etwas haben, das wir bereits besitzen, wie persönliche Souveränität, Sicherheit im Umgang mit sozialen Medien, Selbstbewusstsein, Freude am Beruf, Ankommen und anderes mehr. Diese Qualität fehlt dem Textentwurf. Er ist sachlich richtig, aber kalt.

Würde ich diesen Textentwurf tatsächlich nutzen, würde ich ihn ergänzen, vielleicht so:

  • Mit einer einleitenden Story.
  • Passen wirklich alle aufgeführten Punkte zu meinem Business? Was kann und sollte raus?
  • Welche Punkte fehlen nach meiner Erfahrung? Wie sieht es zum Beispiel damit aus, dass wir Selbstständigen mit Leistungsschwankungen umgehen müssen?
  • Die Bedeutung der aufgeführten Punkte könnte man nach Bedeutung gewichten oder Praxisbeispiele einfügen.
Unterstützt die eigenen Ziele:

Die Textziele waren im Test nicht definiert. Was dabei herauskommt, sieht man hier: Wollte ich den Entwurf etwa bei LinkedIn einstellen, würde er sicher durchfallen. Es fehlt im nicht nur die Persönlichkeit. Er lädt auch nicht zum Dialog ein. Ich meine: Alle Inhalte sind richtig. Aber was sollte jemand dazu sagen? Wir lernen: Beim Arbeiten mit einer KI kommt es darauf an, richtig zu fragen.

Test 2: Wie schaffen es Coachs, lukrative Aufträge abzuschließen?

Wie gelingt es Trainern, lukrative Verträge abzuschließen? (Übersetzung)

Coaches können lukrative Verträge gewinnen, indem sie eine Reihe von Strategien anwenden, darunter:

  • Networking: Der Aufbau von Beziehungen zu potenziellen Kunden und Kontakten in der Branche kann Coaches helfen, Sichtbarkeit zu erlangen und Zugang zu neuen Möglichkeiten zu bekommen.
  • Marketing und Markenbildung: Die Schaffung einer starken persönlichen Marke und die Anwendung effektiver Marketingstrategien können Coaches dabei helfen, neue Kunden zu gewinnen und sich auf dem umkämpften Coaching-Markt abzuheben.
  • Spezialisierung: Durch die Konzentration auf eine bestimmte Nische oder Branche können sich Coaches als Experten auf ihrem Gebiet positionieren und ihre Attraktivität für potenzielle Kunden erhöhen.
  • Nachgewiesene Erfolgsbilanz: Der Nachweis einer erfolgreichen Coaching-Tätigkeit kann Coaches helfen, Glaubwürdigkeit und Vertrauen bei potenziellen Kunden aufzubauen.
  • Einen guten Ruf aufbauen: Ein guter Ruf und Mund-zu-Mund-Propaganda können für Coaches, die neue Aufträge gewinnen wollen, ein wirkungsvolles Instrument sein.
  • Anbieten einer Reihe von Dienstleistungen: Coaches können zusätzliche Dienstleistungen wie Schulung, Beratung und Mentoring anbieten, um ihr Wertversprechen zu erhöhen und potenzielle Kunden anzusprechen.
  • Aufbau einer starken Online-Präsenz: Mit einer professionellen Website, aktiven Konten in den sozialen Medien und positiven Online-Bewertungen können Coaches ein breiteres Publikum erreichen und mehr Kunden anziehen.
  • Zusammenarbeit mit anderen Fachleuten der Branche: Der Aufbau strategischer Partnerschaften mit anderen Fachleuten wie Therapeuten, Beratern oder Trainern kann Coaches dabei helfen, ihre Präsenz zu erhöhen und neue Kunden zu erreichen.

Die Einordnung

Auch dieser Textentwurf liest sich richtig gut.

Gut lesbare Sprache:

Alles richtig. Einmal mehr Punkt für ChatGPT.

Sachlich richtig:

Ja. Stimmt.

Entspricht dem eigenen Weltbild:

Keine Vorurteile oder Stereotype. Doch auch dieser Text ist mir zu kalt.

Unterstützt die eigenen Ziele:
  • Was erzählt dieser Text von seinem Absender? Nichts. Nach meiner Einschätzung wird er diesen nicht darin unterstützen, eine starke Bindung zu seinen Leserinnen und Lesern aufzubauen.
  • Er ist nicht SEO-optimiert. Das allerdings hatte ich beim Testen auch nicht angefragt.
  • Unterstützt der Text den Aufbau eines Expertenstatus? Ich meine: Er schadet nicht. Inspirierend finde ich ihn allerdings auch nicht.

Chancen: KI sinnvoll einsetzen

Eine KI leistet wertvolle Hilfe bei der Recherche und Vorbereitung von Artikeln

  • Mithilfe einer Recherche kannst du abfragen, was die Welt bereits zu einer Frage weiß und sich erzählt. Die KI wirft ihre Antworten in einer gut strukturierten Weise aus. Im Vergleich dazu ist die Recherche bei Google viel mühsamer, weil du dich durch alle Suchtreffer arbeiten und die Ergebnisse bewerten musst.
  • Eine KI entwirft Vorlagen für Artikel, Webseiten-Texte, Verkaufstexte, Produktbeschreibungen, Social-Media-Posts und anderes mehr. Diese Entwürfe sind hilfreich, weil sie Texten von vornherein eine Struktur geben.

Auf keinen Fall solltest du sie jedoch ohne Prüfung und Korrektur publizieren.

  • Achte darauf, dass die Fakten stimmen.
  • Prüfe den Entwurf auf Stereotype und Vorurteile.
  • Überlege dir, ob die ausgeworfenen Ergebnisse mit deiner Expertise übereinstimmen. Vielleicht solltest du einen Teil streichen?
  • Denke außerdem darüber nach, was eventuell fehlt.

Die KI kann außerdem:

  • Die Leseransprache von „du“ nach „Sie“ verändern.
  • Texte gendern.
  • Eine Zusammenfassung eines umfangreichen Textes erstellen.
  • Die typischen Probleme einer Zielgruppe abfragen.
  • Ideen für neue Inhalte entwickeln.
  • Grammatik und Stil verbessern. 
  • Bei einer Schreibblockade helfen.
  • Eine Gliederung zu einem Artikel vorschlagen.
  • Produktnamen entwerfen.

Und vieles andere mehr.

Insgesamt sollten wir alle lernen, gezielte Fragen zu stellen. Die Qualität der Ergebnisse hängt stark davon ab, wie wir die KI nutzen.

Und Grenzen: Wie gut erreichst du mit einer KI deine Ziele?

Bedingte Freundschaft: Google und KI

Hinsichtlich der Frage, wie Google mit KI-Texten verfährt, habe ich unterschiedliche Meinungen gefunden. Einige behaupte, Google würde KI-Texte abstrafen, andere machen gute Erfahrungen hinsichtlich des Rankings.

Die Zeitschrift t3n digital pioneers sieht die Frage differenziert (Januar 2023). Sie verweist auf einen Tweet aus dem Hause Google. Dort heißt es: Texte, die allein auf ein gutes Ranking abzielen, ohne echten Gewinn für die Nutzer, werden abgestraft. Sind die Texte sinnvoll und hilfreich, schadet KI nicht.

Google Spam Policy: KI generated Content.

Auch der SEO-Experte Sistrix sieht es so. Doch auch die Experten geben sich vorsichtig. Es ist viel in Bewegung. Ihre positiven Ergebnisse beziehen sich auf Tests mit Content, die sie kürzlich durchgeführt haben. 

Was Google von hochwertigem Content erwartet, wird in der Dokumentation zur Google Suche erklärt:

Du siehst: Google belohnt Original-Inhalte mit hohem Lesenutzen. Wenn dir ein gutes Google-Ranking wichtig ist, solltest du KI-Entwürfe sorgfältig aufarbeiten und mit eigenen Inhalten anreichern.

Die Beziehung zum Kunden entwickeln

In unserem beratungsnahen Business zählt der Nasenfaktor ganz besonders. Egal, ob Video, Social-Media-Posts oder Artikel: Content hat stets die Aufgabe, die Aufmerksamkeit zu wecken und unseren Kunden ein Gefühl dafür zu geben, wer wir sind und wie es sein wird, mit uns zu arbeiten. 

Guter Content lebt deshalb von Empathie und fühlbarer Nähe zum echten Leben unserer Kunden. In diesem Punkt haben die KI-Entwürfe deutliche Schwächen:

Holzantenne: KI und die Empathie

Wärme und Persönlichkeit gehören nicht zu den Stärken der KI-Entwürfe. Weiter oben konntest du dich selbst davon überzeugen. Content-Marketing-Experte Michael Brenner sagt:

Was Sie von GPT (und ähnlichen Programmen) erhalten, ist eine genaue, aber allgemeine Zusammenfassung dessen, was bereits zu einem Thema gesagt wurde, und kein Beitrag, der speziell geschrieben wurde, um Ihrem Publikum neue Perspektiven zu bieten.“

Michael Brenner, How To Use AI-Generated Content the Right Way (and Avoid the Downsides), Content Marketing Institute.

Was treibt deine Leser und Leserinnen um? Den Bedarf treffen.

Text-KI ist – Stand heute – wirklich gut darin, bestehende Texte auszuwerten und zusammenzufassen. Knowhow-Texte wie „Die sieben Säulen der Resilienz“ oder „Was macht ein gutes Training aus?“ oder „Wie fange ich einen Blog an?“ schafft die KI richtig gut.

Know-how ist gut ….

Solche Know-how-Stücke sind gewohnheitsmäßig Teil des Content-Programms. Doch schon vor dem Markteintritt von GTP 3.5 war es fragwürdig, einen Schwerpunkt auf solche Inhalte zu legen, denn:

  • Um fachliche Inhalte zu recherchieren, nutzen wir gerne Wikipedia oder andere Plattformen, denen wir vertrauen. Beispiele sind Haufe Verlag oder heise online. Und weshalb sollten Nutzer in Zukunft überhaupt eine Suchmaschine nutzen, wenn sie sich einfach ein Konto bei ChatGPT einrichten können?
  • Google wirft schon länger Inhalte direkt in der Suchergebnisliste aus. Es besteht die Gefahr, dass die Google-Benutzer mit der Antwort zufrieden sind und die dahinterstehende Webseite gar nicht mehr benutzen. 
  • Rein fachliche Inhalte erzählen nichts davon, wer wir sind und wie wir arbeiten.
… Erfahrungen und Einordnungen sind besser.

Dabei sind unsere Erfahrungen und Einschätzungen ein höchst spannender Teil unserer Kommunikation. Bei den Content-Marketing-Experten geht das Wort vom „Kontext herstellen“ um: Es ist nichts Falsches daran, die sieben Säulen der Resilienz zu erklären – um beim Beispiel zu bleiben. Doch Kunden wollen noch mehr wissen: Wie sich unser Thema in ihrem Leben zeigt. Wie sie ihre Ziele erreichen können. Ob sie mit unserem Thema überhaupt etwas zu tun haben. Welche Erfahrungen wir selbst gemacht haben.

Und sie wollen es genau wissen: Führungskräfte, junge Mütter, Lehrer und Lehrerinnen schätzen es, wenn unsere Content-Beispiele ihren Alltag widerspiegeln und sie spüren, dass wir sie verstehen. Deshalb gilt auch hier:

Nutze KI-generierte Texte gerne als Entwurf. Doch du solltest sie an den Bedarf deiner Kunden anpassen.

Deinen Experten-Status stärken

Dank einer KI-Software kann jeder von uns zu fast jedem Thema einen halbwegs vernünftigen Artikel verfassen – mit vielfältigen und zum Teil gravierenden Folgen: Die Universitäten etwa schlagen Alarm, weil sie befürchten, dass ihre Studenten diese Möglichkeit gerne und umfassend für ihre Hausarbeiten und Abschlussarbeiten nutzen. 

Hierin liegt ein echtes Problem. Wir alle wollen sicher sein in Hinblick auf: 

  • Fake News.
  • Die inhaltlichen Quellen.
  • Den ursprünglichen Absender der Inhalte. 

Ist der offiziell genannte Absender eines Content-Stücks wirklich ein Experte in seinem Fach? Ghostwriter gab es schon immer. Doch zusammen mit der KI bekommt die Frage einen gewaltigen Schub: Inwiefern unterstützen Texte überhaupt noch unseren Experten-Status? 

Zusammen mit der KI gerät das Medium Text in eine Vertrauenskrise. Nicht ohne Grund existiert zum Markt für die KI-gestützte Texterstellung eine Art Gegenmarkt: also Detektoren von KI-Texten. 

Verlasse dich, wenn möglich, nicht nur auf das Medium Text. In Videos, Workshops und LiveEvents haben deine Fans und Follower die Gelegenheit, sich zu erleben und sich von deiner Expertise zu überzeugen.

Fazit

Meine Empfehlung bisher ist diese:

  • Setze weniger auf Inhalte im Stil von Wikipedia („Definiere: XYZ“), sondern berichte von deinen Erfahrungen und Positionen. Wenn du dich etwa mit Resilienz beschäftigst, würde ich gerne wissen, wie du Kunden über Schwierigkeiten hinweg hilfst oder welche Tools du benutzt, weshalb du sie ausgewählt hast und wann du sie einsetzt.
  • Achte darauf, auf den tatsächlichen Bedarf deiner Leser und Leserinnen einzugehen: punktgenau, detailliert. Dies ist der Schlüssel für das Gefühl von Nähe, das dein Publikum im besten Fall zu dir entwickelt. Man kann es nicht oft genug betonen, denn wir werden uns voraussichtlich mit einer Flut von mittelmäßigem Content gegenübergestellt sehen.
  • Mische in deiner Kommunikation Text mit Bewegtbild oder Live-Events. Setze verstärkt auf Trusts wie Referenzen, Bewertungen (Sternchen) oder Artikel in renommierten Zeitschriften.
  • Lerne, mit der KI umzugehen. Nach meiner Erwartung wird sich Textkompetenz in Zukunft darin zeigen, die KI zielführend zu fragen und dem Textentwurf ein menschliches Gesicht zu geben.

Ich bin gespannt, ob wir uns bewusst umgangssprachlich schreiben, um uns von der KI abzuheben. Es ist noch so viel in Bewegung! Wir müssen sehen, wie sich die Dinge entwickeln. Es bleibt spannend!


Übrigens: Am 24. Februar 2023 beginnt das nächste Praxis-Camp: Die Bühne betreten: klar, sicher und anziehend, mit Social-Media-Posts, Blog, Newsletter und Freebie. Wenn’s dich interessiert: Hier findest du mehr zum Programm: KLASSE CONTENT.

Social-Media-Plattformen: Stehst du auf einem Bein?

Social-Media-Plattformen: Stehst du auf einem Bein?

Wenn Social-Media-Plattformen schließen – was dann? Risiken abwenden

„Bestimmt hat jeder schon mal was gekauft, das er hinterher bedauert hat“, sagt mein Freund. „Aber Elon Musk schießt den Vogel ab.“ Mit Peanuts hat der neue Twitter-Inhaber nichts am Hut. Ob Erfolg oder Scheitern – er tut’s im großen Stil.

Während die Welt dem Spektakel ungläubig oder fasziniert folgt, bin ich froh, schon vor Monaten meinen Twitter-Account geschlossen zu haben. Denn wer bisher für die eigene Vermarktung seine Fanbase bei Twitter pflegte, schaut nun fragend auf seinen Kanal: Wie lange wird es Twitter noch geben? Angeblich plant ein Rechtsanwalt eine Klage, weil Twitter mangels Personal Hatespeech nicht mehr regulieren kann. Kann man sich dort mit gutem Gefühl überhaupt noch sehen lassen?

Social-Media-Plattformen steigen auf und gehen wieder

Die Situation erleben wir nicht zum ersten Mal: Google+ ist weg, Xing baut sich mehr und mehr ab. Jetzt ist Twitter an der Reihe.
Zugang zu Kontakten sichern

Im Geiste höre ich Kollegen, die es schon immer gesagt haben 😉: Verschaff dir einen unabhängigen Zugang zu deinen Kunden und Followern! Social-Media-Plattformen sind unsicher.

Nicht zuletzt deshalb kommen Blogs und Newsletters nicht aus der Mode. Falls du dich dazu nicht entscheiden möchtest, kannst du eine zweite Plattform aufbauen. Dies streut zumindest das Risiko.

Blog-Artikel werden zu Posts, Posts zu Blog-Artikeln

Doch es geht nicht nur um die Kontakte. Wie sieht es mit deinen Inhalten aus? Zumindest bei LinkedIn und Instagram schreiben viele Nutzer recht umfangreiche Posts. Werden Social-Media-Plattformen wie diese geschlossen, sind auch die Inhalte verloren.

Viele Kollegen empfehlen, den eigenen Blog als Content-Basis zu nutzen und aus den Blog-Artikeln Post-Inhalte herauszulösen. Ich meine, dass der umgekehrte Weg ebenso gut funktioniert: Erfolgreiche und längere Posts bei LinkedIn werden bei mir zu Blog-Artikeln. Mein Blog wird so zum Speicher meiner Inhalte.

Ein bisschen Organisation vorausgesetzt, lassen sich aus kurzen Posts sogar Tipp-Listen zusammenstellen, die Blog-Artikel abgeben, nach dem Motto: „3/5/7/9 Tipps/Impulse/Ideen/Einsichten über/zum Thema ….“

Ich bin ganz zufrieden mit der Lösung. Denn immerhin betätige ich mich bei LinkedIn als fleißiger Content-Creator – wobei meine Inhalte nach kurzer Lebensdauer in der Timeline verschwinden. Wenn sie auf meinem Blog ein zweites Leben bekommen, finde ich das gut.

Die eigenen Inhalte zu sichern, hat etwas mit Wertschätzung gegenüber der eigenen Arbeitszeit zu tun, finde ich. Bestimmt gibt es noch mehr Lösungen. Welche ist deine? Ich freue, wenn du mir schreibst.

So schützt du dich

  • Eigene Medien verwenden, wie Newsletter und Blogs.
  • Eine alternative Social-Media-Plattform pflegen.
  • Inhalte sichern, indem du aus Blog-Artikeln Posts machst oder umgekehrt Posts zu Blog-Artikeln umarbeitest.

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Social Media: So gewinnst du die Follower, die du dir wünschst

Social Media: So gewinnst du die Follower, die du dir wünschst

Dir folgen hauptsächlich Kollegen? Auch schön. Doch mit deinem Kanal wolltest du andere Follower ansprechen, vor allem End-Kunden … Was jetzt?

Applaus von Kollegen tut gut. Er bestätigt dich und ist ein Zeichen von Respekt in deiner Fachwelt.

Solange ich bei Twitter aktiv war, erging es mir ebenso. Zu Beginn war ich begeistert, mit meinen Tweets überhaupt Menschen zu erreichen und sie teilweise sogar außerhalb von Twitter zu treffen 🤩. Die Zahl der Follower stieg. Doch mit der Zeit schlich sich Unmut ein: Eigentlich hatte ich doch etwas anderes vorgehabt. Wo waren eigentlich meine Kunden 🤨?

Es gab viele Gründe, bei Twitter auszusteigen. Unter anderem ist der Tonfall rau geworden. Doch in einem Punkt muss ich mich selbst an die Nase fassen:

Als Fachfrau für Content-Marketing interessiere ich mich für Tools, Hacks und Lösungen. Wie kann man das machen? Wie geht das? Das wollte ich immer wissen und darüber hatte ich gepostet und bei Kollegen gelesen. Rund 10 Jahre lang. Immer und immer wieder. Ich war fachlich vorangekommen. Allerdings hatte ich vergessen, wie es ist, einzusteigen. Ich hatte meine Kunden abgehängt 😖.

Wo holst du deine Fans und Follower in den Social Media ab?

Mach es besser als ich und frage dich: Wo stehen deine Kunden?

𝗦𝗶𝗻𝗱 𝗲𝘀 𝗙𝗮𝗰𝗵𝗹𝗲𝘂𝘁𝗲 𝗼𝗱𝗲𝗿 𝗠𝗲𝗻𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻, 𝗱𝗶𝗲 𝘇𝘂𝗺𝗶𝗻𝗱𝗲𝘀𝘁 𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗚𝗿𝘂𝗻𝗱𝗯𝗶𝗹𝗱𝘂𝗻𝗴 𝗶𝗻 𝗱𝗲𝗶𝗻𝗲𝗺 𝗙𝗮𝗰𝗵 𝗵𝗮𝗯𝗲𝗻?

Fachleute interessieren sich meist für Neuigkeiten am Markt. Wie andere an Probleme und Aufgaben herangehen. Inwieweit es sinnvoll ist, Dinge einmal ganz anders anzusehen. Up to date zu bleiben.

𝗔𝗿𝗯𝗲𝗶𝘁𝗲𝘀𝘁 𝗱𝘂 𝗺𝗶𝘁 𝗘𝗶𝗻𝘀𝘁𝗲𝗶𝗴𝗲𝗿𝗻?

Ihre Fragen sind etwas anders gelagert: Ergeht es anderen ebenso? Welche Lösungswege gibt es? Was ist das Passende für mich? Woran kann ich mich orientieren?

Bewegen sich deine Postings auf einem zu anspruchsvollen Level?

Die Welt ist weder schwarz noch weiß. Verstehe meine Einteilung deshalb bitte als zwei Pole. Es mag sein, dass du dich dazwischen bewegst – nicht zuletzt, weil du zwei unterschiedliche Typen ansprichst.

Wenn du jedoch bemerkst, dass kaum ein Einsteiger oder Anwender auf deine Kommunikation reagiert, dafür viele Fachleute, denke über die Ausrichtung deiner Inhalte nach.

Ein spannendes Thema, finde ich. Man kann ja wirklich nicht mehr in die alten Schuhe zurück. Wie gehst du damit um?


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Social Media: Was dir die Reaktionen in der Timeline wirklich sagen

Social Media: Was dir die Reaktionen in der Timeline wirklich sagen

Die Reaktionen deiner Fans und Follower zeigen dir, dass dein Post interessant ist. Zugleich sind sie das Signal für den Algorithmus, dein Post weiter auszuspielen.

So hatte ich das im Webinar letzte Woche vertreten und eine Excel-Tabelle von mir gezeigt. In diese Tabelle trage ich regelmäßig die Reaktionen meiner Follower ein. Und siehe da: Auf Storys reagieren sie intensiv, auf reine Know-how Artikel fast gar nicht.

Viele Reaktionen: die wünschen wir uns in den Social Media

„𝘚𝘦𝘵𝘻𝘦 𝘢𝘶𝘧 𝘦𝘤𝘩𝘵𝘦 𝘌𝘳𝘭𝘦𝘣𝘯𝘪𝘴𝘴𝘦 𝘶𝘯𝘥 𝘝𝘦𝘳𝘴𝘵𝘢̈𝘯𝘥𝘯𝘪𝘴 𝘶𝘯𝘥 𝘨𝘦𝘩 𝘴𝘱𝘢𝘳𝘴𝘢𝘮 𝘮𝘪𝘵 𝘒𝘯𝘰𝘸-𝘩𝘰𝘸-𝘗𝘰𝘴𝘵𝘴 𝘶𝘮. 𝘜𝘯𝘥 𝘸𝘦𝘯𝘯 𝘥𝘶 𝘥𝘰𝘤𝘩 𝘸𝘦𝘭𝘤𝘩𝘦 𝘷𝘦𝘳𝘰̈𝘧𝘧𝘦𝘯𝘵𝘭𝘪𝘤𝘩𝘦𝘯 𝘮𝘰̈𝘤𝘩𝘵𝘦𝘴𝘵, 𝘢𝘳𝘣𝘦𝘪𝘵𝘦 𝘴𝘪𝘦 𝘭𝘦𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘷𝘦𝘳𝘥𝘢𝘶𝘭𝘪𝘤𝘩 𝘢𝘶𝘧, 𝘢𝘮 𝘣𝘦𝘴𝘵𝘦𝘯 𝘮𝘪𝘵 𝘦𝘪𝘯𝘦𝘮 𝘊𝘢𝘳𝘰𝘶𝘴𝘴𝘦𝘭-𝘗𝘰𝘴𝘵. 𝘋𝘦𝘯𝘯 𝘳𝘦𝘪𝘯𝘦 𝘒𝘯𝘰𝘸-𝘩𝘰𝘸-𝘗𝘰𝘴𝘵𝘴 𝘦𝘳𝘻𝘦𝘶𝘨𝘦𝘯 𝘸𝘦𝘯𝘪𝘨 𝘙𝘦𝘢𝘬𝘵𝘪𝘰𝘯.“

Mit diesen Worten verwies ich auf meine Tabelle und ein Post, mit dem ich eine Anleitung für Überschriften veröffentlicht hatte. „𝘋𝘢𝘴 𝘗𝘰𝘴𝘵 𝘩𝘢𝘵 𝘯𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘨𝘶𝘵 𝘧𝘶𝘯𝘬𝘵𝘪𝘰𝘯𝘪𝘦𝘳𝘵.“

„𝘏𝘢𝘭𝘵“, rief eine Teilnehmerin. „𝘈𝘶𝘴𝘨𝘦𝘳𝘦𝘤𝘩𝘯𝘦𝘵 𝘥𝘪𝘦𝘴𝘦𝘴 𝘗𝘰𝘴𝘵 𝘪𝘴𝘵 𝘥𝘦𝘳 𝘎𝘳𝘶𝘯𝘥 𝘥𝘢𝘧𝘶̈𝘳, 𝘥𝘢𝘴𝘴 𝘸𝘪𝘳 𝘣𝘦𝘪𝘥𝘦 𝘻𝘶𝘴𝘢𝘮𝘮𝘦𝘯 𝘢𝘳𝘣𝘦𝘪𝘵𝘦𝘯.“ Es war ihr aufgefallen und sie hatte es sich ausgedruckt(!).

Echt! Ich war verblüfft. 😳

Was machen wir jetzt damit? 🧐

Was du siehst, ist nicht „die Wahrheit“

Ein Großteil des Publikums in den Social Media liest mit, es wird jedoch nicht selbst aktiv. Das ist schon lange bekannt. Es gibt so etwas wie eine „stille Mehrheit“: Mehr Menschen lesen deine Posts, als es auf den ersten Blick scheint.

Allein auf die stille Mehrheit zu setzen, wäre jedoch nicht klug. Denn wenn Follower auf deine Posts reagieren, wirst du in deren Timeline sichtbar. Dies erhöht deine Chance, neue Follower auf dich aufmerksam zu machen. Und das ist natürlich auch wichtig.

Ich habe mich für eine Mischung entschieden: Storys und gelegentliche Tipps. Wobei mir bewusst ist, dass Tipps oft weniger reichweitenstark sind. Allerdings sind sie so etwas wie eine Arbeitsprobe und auch das ist interessant.

Was sagst du: Wie gehst du mit dem Thema um?


Übrigens: Am 24. Februar 2023 beginnt das nächste Praxis-Camp: Die Bühne betreten: klar, sicher und anziehend, mit Social-Media-Posts, Blog, Newsletter und Freebie. Wenn’s dich interessiert: Hier findest du mehr zum Programm: KLASSE CONTENT.

Mein Kollege trennt sich von den Social Media. Eine gute Idee?

Mein Kollege trennt sich von den Social Media. Eine gute Idee?

Von den Alternativen, deren Aufwand sowie fünf Tipps für den ressourcenschonenden Umgang mit den Social Media.

Viele von uns verbindet mit den Social Media eine Art Hassliebe. Auch mir geht es so: Immer wieder finde ich inspirierende Posts, doch ebenso sehr Langweiliges und Überflüssiges.

Mein Kollege Sascha Theobald hat den Stecker gezogen. In den sozialen Medien ist er nicht mehr aktiv – was mich verblüfft hat, denn ich kenne ihn als engagierten Netzwerker.

Die dunkle Seite der Social Media: Was uns die Laune verhagelt

In seinem Artikel „Selbstständig ohne Social Media?“ schreibt er von seinen Gründen für diesen Schritt: Er sieht zu viel Belangloses. Die Algorithmen fördern die dunklen Seiten der sozialen Netze wie Fake News und Hatespeech. Statt zugewandter Beziehungspflege trifft man vielfach auf unangenehm vorpreschenden Verkauf und nicht zuletzt werden wir, die Nutzer, von den Plattformbetreibern ausgenutzt.

Zudem bemängelt er die oftmals wenig aussichtsreiche Nutzung der Social Media: Viele Selbstständige melden sich an, weil alle es tun. Doch es fehlt an einem Plan für die Inhalte und an Konsequenz. So verbringen sie viel Zeit auf den Plattformen und erreichen wenig.

Saschas Lösung lautet: Entscheide dich entweder für die Social Media oder lass es bleiben. Immerhin stehen viele alternative Kommunikationswege zur Verfügung, wie Blog, SEO, Pressearbeit oder Newsletter.

In vielen Punkten kann ich ihn gut verstehen. Doch bevor du erleichtert seufzt deinen Kanal löschst, lies, ob die Alternativen wirklich günstiger für dich sind.

Weshalb wir von den Social Media dennoch nicht loskommen

Im Marketing hast du drei Aufgaben: neue Kontakte kennenlernen, die Beziehung zu ihnen entwickeln und sie zum Verkauf führen.

Die Plattformen stellen dir alles Nötige dazu zur Verfügung. Und obwohl es ausgesprochen hilfreich ist, wenn du ein Budget für Anzeigen oder erweiterte Funktionen hast, kannst du zumindest kostenfrei starten. Für viele Einsteiger ist das unabdingbar.

„Geh dorthin, wo deine Kunden sind“, heißt es im Marketing. Auch dieser Punkt ist in den Social Media erfüllt.

Punkt für die Social Media.

++ Selbstbestimmt
++ Expertenpositionierung
– – Zeit
+- Budget

Sind denn die Alternativen besser?

Mit Blick auf die Kosten und Abhängigkeit von anderen sind auch die Alternativen nicht ohne.

Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Eine Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist eine laufende Aufgabe. Der Algorithmus ändert sich ständig. Wenn du es gut machen willst, solltest du das Ranking deiner Artikel und Seiten im Blick behalten und deine Optimierung regelmäßig nachjustieren. Dazu musst du entweder fachlich in das Thema SEO einsteigen oder mit Experten arbeiten – und natürlich auf jeden Fall Content produzieren. SEO kostet Zeit oder Geld oder beides.

++ Selbstbestimmt
– – Expertenpositionierung
+- Zeit
+- Budget

Google-Anzeigen

Google-Anzeigen waren zu Beginn einmal günstig. Inzwischen sind sie ziemlich kostspielig geworden, besonders wenn du mit Suchbegriffen arbeitest, die einem hohen Wettbewerb ausgesetzt sind. Auch hier braucht es Know-how und eine Strategie, damit du nicht sinnlos dein Budget verpulverst.

++ Selbstbestimmt
– – Expertenpositionierung

++ Zeit
++ Budget

Pressearbeit

Auch bei der klassischen Pressearbeit (Gastartikel, Fachartikel) musst du dich intensiv kümmern.

Im Einzelnen bedeutet das: Publikationen recherchieren, einen Verteiler aufbauen, eine Artikel-Idee entwickeln, deine Idee in den Redaktionen vorstellen, den Artikel liefern, die Vorgaben der Redaktion einhalten und deinen veröffentlichten Artikel vermarkten.

Pressearbeit erinnert in weiten Teilen an Kaltakquise, weil du per Telefon oder E-Mail versuchst, einen Kontakt in eine Redaktion aufzubauen. Die Redakteure und Redakteurinnen sind die Chefs im Ring. Das bedeutet: Sie entscheiden, ob sie deinen Artikelvorschlag übernehmen oder nicht und in welcher Form. Vielleicht haben sie einen Platz für dich – oder nicht. Fehlversuche sind unvermeidlich und: Es gibt kein (preisgünstiges) zentrales Presseverzeichnis. Du musst dir deine Adressen selbst zusammensuchen.

– – Selbstbestimmt
++ Expertenpositionierung

– – Zeit
++ Budget

Veranstaltungen

Du kannst Veranstaltungen besuchen, natürlich. Doch wie viele sollen es sein, wenn du mit relativ kleinpreisigen Angeboten arbeitest und deshalb viele Kunden benötigst? Für viele Anbieter ist das keine realistische Option.

++ Selbstbestimmt
++ Expertenpositionierung
– – Zeit
++ Budget

Newsletter

Newsletter sind ein gutes Mittel, um bestehende Kontakte zu entwickeln. Doch wie werden neue Kontakte auf deinen Newsletter aufmerksam? Zu der Frage benötigst du eine Antwort.

++ Selbstbestimmt
++ Expertenpositionierung
+- Zeit
++ Budget

Ein eigenes Online-Netzwerk

Als fragwürdig erscheint es mir, eine eigene Plattform zu gründen. Netzwerke sind so spannend wie die Mitglieder, die sich dort treffen. Wenn alle deine Freunde schon da sind, musst du mit. Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Die Menschen sind wenig bereit, sich auf mehreren Plattformen einzuwählen.

++ Selbstbestimmt
++ Expertenpositionierung
– – Zeit
++ Budget

Unsere anfängliche Begeisterung für die Social Media hatte einen Grund

So könnte ich weitermachen. Die Social Media sind kein Königsweg, sicher. Doch auch die anderen Kommunikationswege haben ihren Preis.

Es gibt einen Grund, weshalb wir uns vor Jahren begeistert auf die Social Media gestürzt haben:

Wir dürfen publizieren, was wir wollen, und wir können den Einsatz unserer Zeit und unseres Budgets selbst steuern. Unsere Kunden sind schon da. Jede Plattform bietet reichlich Tools an, mit denen wir unsere Marketing-Aufgaben bewältigen können.

Du bist noch immer nicht überzeugt von den Social Media? – In Ordnung. Doch versuche, die Alternativen realistisch einzuschätzen.

Entspannt und zielgerichtet in den Social Media

Viele andere Punkte, die Sascha angesprochen hat, haben mit dem Verhalten der Nutzer zu tun. Du hast alle Hebel in der Hand. Wenn du deine Ressourcen schonen willst, versuche es doch einmal so:

Entscheide dich für eine (!) Social Media-Plattform

Plattformen haben das Potenzial, dir den Kopf „zuzumüllen“. Ich weiß ein Lied davon zu singen. Als bloggende Marketing-Frau habe ich zeitweise versucht, Xing, Twitter, Facebook, Instagram und LinkedIn gleichzeitig zu bedienen. Es war fürchterlich. Das hat überhaupt nicht funktioniert.

Inzwischen konzentriere ich mich auf LinkedIn. Das entlastet meinen Kopf. Zugleich gibt es bei LinkedIn genügend Kunden für mich. Weshalb sollte ich verschiedene Plattformen betreiben?

  • Mein Tipp: Wähle eine Plattform, und zwar die, auf der du dich am liebsten aufhältst.

Erziehe deinen Algorithmus

Der Algorithmus der Plattformen wählt aus, was du siehst: Das sind zunächst die Posts deiner Kontakte und die deiner ausgewählten Organisationen und Gruppen. Überdies werten die Algorithmen dein Verhalten aus: Was schaust du dir intensiv an? Wo verschenkst du ein Like? Wo kommentierst du?

Du bekommst immer mehr von dem gezeigt, auf das du reagiert hast. Wenn du aus lauter Freundschaft den Posts deiner Netzwerk-Partner ein Like schenkst, zeigt dir der Algorithmus immer mehr Posts dieses Typs, auch wenn du inhaltlich vielleicht gar kein Interesse hast.

  • Wenn du Wert auf spannende Informationen legst, reagiere vorrangig auf solche Inhalte, die dich wirklich interessieren.
  • Prüfe zudem, wem du folgst. LinkedIn unterscheidet zwischen „Folgen“ und „Vernetzen“. Von den Kontakten, denen du folgst, siehst du potenziell die Posts. Wenn dich die Posts weniger interessieren, entfolge sie einfach. Deine bestehende Vernetzung bleibt davon unberührt.

Begrenze dein Zeitfenster

Abends vor dem Fernseher sitzen und bei Instagram surfen hat etwas von Chips essen, finde ich: Einmal angefangen, kann man nur schwer aufhören – auch wenn es überhaupt nicht guttut. Am Ende ist der Kopf voll, doch richtig nahrhaft ist das alles nicht.

  • Wenn es dir auch so ergeht, hilft nur, die Zeit auf der Plattform zu begrenzen.

Steuere dein Netzwerk

Mit Hatespeech hatte ich bisher nichts zu tun. Zum Glück. Marketing ist allerdings auch ein weniger explosives Thema als all die Dinge, die wir in Politik und Gesellschaft diskutieren.

  • Inhaltlich bleibe ich weitgehend bei meinem Fach. Das ist eine Entscheidung, die jeder für sich treffen muss. Wenn du politische und weltanschauliche Themen ansprichst, solltest du mit emotionaleren Reaktionen rechnen. Du hast die Wahl.
  • Die Zahl meiner Follower ist relativ überschaubar. Das hat etwas mit einem ziemlich rigorosen Kontaktmanagement zu tun: Wer mir oder anderen gegenüber einen fragwürdigen Tonfall anschlägt, wird konsequent entfolgt.

Viele Wege führen zum Kunden

Wähle für dein Marketing die Kanäle, auf denen du dich wohlfühlst. Sofern du neue Kontakte gewinnst, sie entwickelst und zum Verkauf führst, ist alles gut. Es gibt kein „Muss“. Ich finde allerdings, dass für die Social Media noch immer gute Gründe sprechen.


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