Vier Gründe für eine Webseite und drei, noch einmal darüber nachzudenken.

LinkedIn, Facebook, YouTube & Co.: Die großen, etablierten Social-Media-Plattformen bieten uns Selbstständigen alles, um uns und unsere Leistungen umfassend vorzustellen.

Weshalb sollten wir noch eine Webseite aufbauen? Eine Webseite zu gestalten und aktuell zu halten, kostet schließlich einiges an Zeit, Energie und oft auch Geld.

Ist eine eigene Webseite wirklich noch notwendig? Die Antwort ist ein klares Ja. Hier erfährst du, warum eine eigene Webseite entscheidend ist und welche Bedenken du beachten solltest.

Vier Gründe für eine eigene Webseite:

1. Unabhängigkeit:

Social-Media-Plattformen ändern sich ständig – neue Plattformen entstehen, alte verschwinden und die Nutzungsregeln wechseln. Das kann zu plötzlichen Kontosperrungen führen. Eine eigene Webseite hingegen bietet dir eine stabile Basis, unabhängig von den Launen der Social-Media-Welt.

2. Offenheit:

Eine Webseite ist weltweit erreichbar und nicht nur auf die Nutzer bestimmter Plattformen beschränkt. Besonders im B2B-Bereich, wo 52 Prozent der Entscheidungsträger mit einer Websuche beginnen, ist eine eigene Webseite unverzichtbar (Demand Gen Report, 2022).

B2B-Entscheider suchen im Netz nach Informationen.

3. Gewohnheit:

Im B2B-Sektor sind Webseiten etablierte Informationsquellen. Sie bieten einen zentralen Punkt, an dem alle wichtigen Informationen verfügbar sind.

4. Vertrauenswürdigkeit:

In einer meiner Umfragen bei LinkedIn äußerte eine Teilnehmerin, dass Unternehmen ohne eigene Webseite oft als weniger seriös wahrgenommen werden. Dies unterstreicht, wie wichtig eine Webseite für das Image eines Unternehmens sein kann.

5. Individualität:

Eine Webseite ermöglicht es dir, dein Angebot vollständig individuell zu präsentieren – von der Gestaltung bis zum Inhalt. Sie kann Besucher emotional ansprechen und Vertrauen durch Kundenbewertungen stärken.

Drei Bedenken gegen eine eigene Webseite:

Du siehst: Ich bin für eine Webseite. In drei Fällen würde ich allerdings dazu raten, über das Projekt noch einmal nachzudenken:

1. Anfängliche Unklarheit:

Gerade Start-ups sollten vorsichtig sein. In den beiden ersten Jahren verändert sich das Geschäft meist stark. Start-ups laufen Gefahr, ihr wertvolles Start-Kapital zu vergeben und am Ende mit leeren Händen dazustehen.

Für die ersten Geschäftskontakte zählt vorrangig ein gutes Netzwerk. Aller Voraussicht nach wirst du von Menschen gebucht, die dich ohnehin schon kennen und dir vertrauen. In der ersten Phase genügt deshalb meist eine sorgfältig gepflegte Social-Media-Präsenz.

2. Identitätsfindung:

Wir Berater und Beraterinnen sind frei, unser Geschäft nach Belieben zu gestalten. Das ist großartig, macht das Business allerdings nicht leichter.

Der Prozess der Webseitengestaltung mit all seinen Detail-Entscheidungen kann dabei helfen, die eigene Geschäftsidentität zu schärfen. Es besteht jedoch die Gefahr, sich in Details zu verlieren, die nicht direkt zum Umsatz beitragen.

3. Sichtbarkeit:

Eine Webseite allein garantiert noch keine neuen Kunden. Wie lernst du neue Interessenten kennen? Wie baust du Vertrauen und Verständnis für dein Geschäft auf? Wie lädst du zur Kontaktaufnahme ein?

Die Akquise und das Marketing sind weiterhin zentral, und die Webseite ist nur ein Element innerhalb einer kommunikativen Logik.

Ist das „Ja“ zur Webseite für dich die richtige Entscheidung?

Eine Webseite ist in den meisten Fällen eine kluge Investition. Sie bietet eine Plattform, auf der du dein Angebot professionell präsentieren kannst und die dir langfristige Sicherheit und Kontrolle über deine Online-Präsenz verleiht.