Soll ich bloggen?

Soll ich bloggen?

Entscheidungstipps für Weiterbildungsprofis

  • Acht Gründe, sofort anzufangen
  • und neun Gründe, es zu lassen.

„Bloggen macht Freude“, sage ich gerne und mit Überzeugung. Das Setting sollte allerdings stimmen, weil andernfalls der Erfolg ausbleibt – und damit die Freude. Solltest du also anfangen zu bloggen?

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Darum können sehr kluge Köpfe sehr schlechte Blogger sein

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Weshalb du dich als Experte nicht um Expertentum bemühen solltest, sondern um das Zugewandtheit.


Gerade heute hat mich jemand gefragt, wie ich Bloggen verstehe. „Gibt es beim Bloggen einen „Rückkanal“ aus dem etwas entsteht? Oder ist die Hauptfunktion die Aussendung der eigenen Ansicht?“

So war die Frage. Ich war vor allem verblüfft: Austausch und Hilfe sind doch die DNA des Bloggens und ganz allgemein des Content-Marketings!

Augenhöhe und Empathie gehören unbedingt dazu. Das zeigt sich in vielen Details, zum Beispiel in deiner Haltung zum Leser.

Sich als Experte beweisen – so bitte nicht!

Wir kommen aus einer Tradition, in der der Autor der Experte ist und die Leser folgen brav. Der Experte ist der Schlaue, die Leser sollen etwas lernen. Der Autor steht oben, die Leser unten.

Der Experte hat ein Interesse daran, seine Kompetenz und seine Autorität zu beweisen. Er durchdenkt seine Thesen bis ins Detail und macht sich möglichst unangreifbar. Eine Diskussion ist für ihn riskant: Er könnte geschwächt daraus hervorgehen. Wenn er überall zitiert wird, hat er es geschafft. Manchmal flüchten sich Experten in ihren Artikeln in die Abstraktion. Das versteht zwar kaum noch einer, aber um Wissen-Teilen geht es ja auch nicht. Sondern um Status.

Das ist schwarz-weiß gemalt, zugegeben. Aber ich hoffe, es wird deutlich, was gemeint ist. Bei Xing kann man solche Artikel häufig sehen. Und bei manchen Content-Creators am Start spürt man, dass ihnen diese Tradition noch in den Knochen steckt.

Im Content-Marketing liegt das Interesse anders

Content-Marketing will etwas anderes, nämlich Hilfe und den Aufbau von Vertrauen. Stell dir vor, du sitzt mit einem Neu-Kunden am Tisch. Anlässe für einen Einsatz in Training, Beratung oder Coaching sind ja meist Schwierigkeiten, Probleme und Hürden. Ihr beide sprecht also über die Sorgen und Herausforderungen des möglichen Neu-Kunden und darüber, wie du ihn unterstützen kannst.

Würdest du anfangen, zu dozieren?

Mag sein, dass es solche Trainer und Berater gibt. Ich habe noch keinen erlebt. Vielmehr zeichnen sich Trainer und Berater durch Empathie und gutes Zuhören aus. Und das ist auch die passende Haltung für deinen Content, denn:

Auch wenn du das Gefühl hast, in die Welt zu publizieren: Die Sicht deines Lesers ist eine andere. Er ist ganz allein mit dir und deinem Artikel. Er sitzt vielleicht in der S-Bahn, auf dem heimischen Sofa oder am Schreibtisch. Jedenfalls befindet er sich in einem Moment, in dem er mit sich und mit dir beschäftigt ist.

Er ist gedanklich mit seinen Herausforderungen beschäftigt und setzt sich damit auseinander, was du ihm dazu zu sagen hast. Ein Experten-Gehabe nach alter Väter Sitte wäre unpassend und abschreckend.

Was dich im Gespräch stark macht, stärkt auch deinen Content

Du darfst also den Gedanken loslassen, du müsstest in deinem Content anders sein als sonst. Toller. Großartiger. Intellektueller. Unfassbar schlau und gebildet. Artikel zu schreiben oder Podcasts aufzunehmen, ist eine andere Form, Gedanken zu bleiben. Bleibe also bei dir – an der Tastatur ebenso wie im persönlichen Gespräch. Was im persönlichen Gespräch überzeugend, hilfreich und sinnvoll ist, ist auch im Content-Marketing richtig.

Blogthemen die Sog erzeugen

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Wie du deine Themen so setzt, dass du deine Zielkunden anziehst, wie ein Magnet

  • Den Entscheidungsweg deines Kunden verstehen (Kundenreise).
  • Deine Themenwahl auf deine Zielkunden abstimmen.

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